Beitrag zur Erhaltung der Kultur- und Naturlandschaften
RAL Gütezeichen für gebietsheimische
Gehölze

Gebietsheimische Gehölze
sind einheimische Pflanzen, die sich über viele
Generationen hinweg in unserer Kultur- und
Naturlandschaft entwickelt haben. In Hecken, Wäldern und
Gebüschen bieten sie einer großen Zahl von Insekten- und
Vogelarten wertvollen Lebensraum.
Die Anzucht
gebietsheimischer Gehölze trägt zum Erhalt der
biologischen Vielfalt bei und stellt ein sehr wichtiges
Element der Wald- und Landschaftspflege dar. Mit dem RAL
Gütezeichen Wald- und Landschaftspflege verpflichten
sich mehr als 1000 Betriebe zur Einhaltung besonders
hoher Qualitätsanforderungen auf diesem Gebiet. Nach der
Erweiterung der Güte- und Prüfbestimmung gelten
entsprechende Kriterien jetzt auch für die Anzucht
gebietsheimischer Gehölze.
Die Güte- und Prüfbestimmungen umfassen damit zusätzlich
die Ausweisung von Beständen gebietsheimischer Gehölze,
die Gewinnung des Saatguts, seine Lagerung, Aufbereitung
und Aussaat, sowie seine Anzucht und den Transport der
Pflanzen. Für die Baumschulen und Forstbetriebe bedeutet
das unter anderem, dass sie das Saatgut nur aus einem
mindestens 50 Jahre alten einheimischen Bestand gewinnen
dürfen. Der Abstand zu Gehölzen gebietsfremder Herkunft
muss 300 m betragen, es sei denn, eine Befruchtung
ist ausgeschlossen. Das Saatgut darf nur von
qualifiziertem Personal geerntet werden und der Anteil
an Fremdkörpern nicht über 5 Prozent liegen. Die Saat
muss besonders geschützt werden und im Beet eindeutig
gegenüber anderem Saatgut zu unterscheiden sein.

Neben der Anzucht gebietsheimischer Gehölze umfasst die
Gütesicherung Wald- und Landschaftspflege die Holzernte,
die Holzrückung, die Waldverjüngung, den forstlichen
Wegebau, die Landschaftspflege und die
Forstpflanzenanzucht. Die Betriebe verpflichten sich
dazu, die Einhaltung der Gütebestimmungen und Prüfbestimmungen
durch regelmäßige Kontrollen sicher zu stellen. Sie
unterziehen sich zudem mindestens einmal im Jahr
unangemeldeten Kontrollen externer Prüfer. RAL
Gütezeichen sind damit besonders zuverlässig, was dazu
führte, dass das Gütezeichen Wald- und Landschaftspflege
15 Jahre nach seiner Einführung zu einem festen
Bestandteil in Ausschreibungen geworden ist.
Informationen zu RAL Gütezeichen [RAL Deutsches Institut
für Gütesicherung und Kennzeichnung] Seit 1925 vergibt RAL Deutsches Institut für
Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. Gütezeichen. Die
ersten Gütezeichen wurden für Produkte im Baubereich
geschaffen. Im Laufe der Jahre wurden Gütezeichen in der
Land- und Ernährungswirtschaft, für Dienstleistungen und
sonstige Produkte initiiert. Träger der Gütezeichen sind
die von RAL anerkannten Gütegemeinschaften. Zurzeit gibt
es über 130 Gütegemeinschaften und nahezu 170
Gütezeichen aus fast allen Lebensbereichen. Über 9000
deutsche und ausländische Unternehmen verwenden RAL
Gütezeichen im deutschen, europäischen und auch
auf dem weltweiten Markt.
Die Besonderheit der RAL Gütezeichen ist
ihre hohe Zuverlässigkeit und Neutralität. Darüber wacht
in jeder Gütegemeinschaft ein Güteausschuss, dem neben
Herstellern oder Dienstleistern neutrale Institutionen
und Vertreter von Prüforganisationen angehören können.
Für Verbraucher, Unternehmen und die öffentliche Hand
geben die RAL Gütezeichen daher eine sichere
Orientierung bei der Auswahl von Produkten und
Dienstleistungen.
Weitere Informationen:
Gütegemeinschaft Wald- und
Landschaftspflege e. V.
Klaus Wiegand
Dorfstraße 41
34632 Jesberg
www.wald-und-landschaftspflege.de
Pressekontakt:
RAL Deutsches Institut für Gütesicherung
und Kennzeichnung e. V.
Doris Grundmeyer
Siegburger Straße 39
53757 Sankt Augustin
www.ral-guetezeichen.de
St. Augustin, 31. März 2011 –
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