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Wohngarten total: inhortas
Garten & Haus
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Beim Eigenheimbau sind es oft Kleinigkeiten, die das Wohnen später heiter und
gemütlich machen. Wir wollen gern eng im Verbund mit dem Garten wohnen. Und helle, offene Räume sind ein weiteres Ideal für modernes Wohnen. Doch wie viel Licht
brauchen wir wirklich? Und wie machen wir den Garten als Wohnraum nutzbar?
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moderne Wohnkultur |
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Man muss sich aber vergegenwärtigen, dass man mit dem Wohnkonzept der "offenen"
verglasten Räume [z.B. Wintergärten] nicht den ruhigen und heiteren Charakter
alter Landhäuser erreichen kann. Der Wintergarten
erfüllt einen andern Zweck.

Damit will ich sagen, dass ein Wintergarten durchaus eine Berechtigung haben
kann, wenn er nicht den einzigen, zentralen Wohnraum im Eigenheim darstellt.
Jedenfalls schafft man mit Wintergärten und voll verglasten Zimmerwänden nicht
jene gelassene Raumatmosphäre, welche ein alterwürdiges Landhaus ausstrahlt.
[Bild + Bild oben ©
gutshof-behnkenhagen.de
Es ist eine bekannte Herangehensweise der Gartengestalter, dass sie den Garten
oder Gartenteile nie auf ersten Blick voll einsehbar anlegen, um eine gewisse
Neugier zu wecken. So ist das auch beim Landhaus-Prinzip zu verstehen. Fenster
oder Terrassentür geben eine Aussicht auf den Garten und das im Idealfall so,
dass sie ein einzelnes Bildmotiv des Gartens aufgreifen. Dieser Bildausschnitt
soll malerisch wirken aber auch Neugier auf mehr wecken.
Noch deutlicher ist wohl der Vergleich, dass
Dessous eine Frau erotisch machen, eben weil sie auf den ersten Blick nicht
alles zeigen. So ist die Verbindung von Garten und Landhaus zu verstehen. Und
der Wintergarten ist, um bei dem Bild zu bleiben, im Vergleich zum
Landhauszimmer unerotisch.
Das Besondere der traditionellen Landhäuser ist, dass sie die Möglichkeit
bieten, auf kürzestem und bequemsten Wege - also durch einen einzigen Schritt
nach draußen** - sogleich "mitten im Garten zu stehen" und auf diese
Weise den Garten als erweiterten Wohnraum nutzen zu können. Das erreichte man,
indem man das Fußboden-Niveau des
Zimmers auf gleiche Höhe
mit dem Garten brachte. Wo das aus Gründen des Terrains nicht möglich war, glich
man das mit einer Terrasse aus.
Dort, wo es möglich ist, solltest du den Zugang zum Garten wirklich so anlegen -
oder den Garten so gestalten - dass du dich sofort im Garten befindest. An
anderer Stelle - besonders dort, wo die Terrasse den Übergang zum Garten schafft
-
kann die traditionelle Veranda das Haus aufs Engste mit dem Garten verbinden.
Bei der Veranda, die am klassischen Landhaus die Alternative
zum Wintergarten ist, kennt man die offene und geschlossene Veranda. Früher
baute man im mittleren Europa mehr die verglasten Veranden - in wärmeren
Gegenden die offenen. Doch wer gern an Spätsommerabenden oder in frühen
Morgenstunden im Garten sitzt, der kann auch bei gefallenem Tau in der
Fenster-Veranda "draußen" sitzen. ->
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verglaste Veranda um 1900 |
Diese Veranda, um 1900 gebaut, ist bis zur Fensterhöhe, geschlossen. Regale
bieten unter den Fenstern
reichlich Stauraum. Werden die Schiebefenster geöffnet, sitzt man in
weniger als einer Minute in der offenen Veranda mitten im Garten. |
Vielleicht nicht grade traditionell aber eben sehr praktisch sind die heutigen
Terrassendächer, weil man gern mit den Verwandten, Freunden oder Bekannten an
Sommerabenden in großer Runde im Garten sitzt und doch etwas unabhängig von der
Witterung sein möchte. So kann man an Stelle einer schmalen, offenen
Veranda auch ein Terrassendach am Landhaus integrieren.

Ganz wichtig ist jedoch, dass bei der Wahl der Materialien Übereinstimmung mit
denen des Hauses herrschen sollte. Und wichtig ist auch, dass möglichst eine Seite
der Terrassenüberdachung geschlossen ist, weil man sonst wie im
Windkanal sitzt. Wenn Nachbarn in der Nähe sind, sollte man bei solch
einem Bauvorhaben bedenken, dass man nicht nächtelang auf der Sommerterrasse
feiern kann, weil nachts die Lärmbelästigung von einer Terrasse aus schon recht
nervig sein kann. Wird also eine weitere Seitenwand geplant, dann könnte sie auch
gezielt dem Lärmschutz dienlich sein. Selbst eine auf drei Seiten geschlossene
Terrassenüberdachung ist in dieser Beziehung eine gute Option.
Wenn am Haus eine überdachte Terrasse angeschlossen wird, dann sollte das
Hauptmotiv dieses freien Wohnplatzes ein uriger Garten- und Grillkamin sein.
Damit hätte dieser Platz am Haus auch einen klaren, optischen Bezug. Er bekommt
nicht den Anschein einer Anhäufung willkürlich herumstehender Gartenmöbel,
welchen solche Terrassenplätze sonst oft ausstrahlen.
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Man fragt sich oft, was früher anders gemacht wurde, wenn Fassaden und
solche architektonischen Details [links im Bild] die Häuser urgemütlich aussehen
lassen. Dagegen
sehen moderne Bauten [rechts im Bild] oft kühl und seelenlos aus, obwohl hier
schon versucht wurde, gestalterische Akzente durch einen kleinen Dreieckserker zu
setzten.
Eine moderne Unsitte mag schon sein, dass Fenster und Türen ohne Gewände wie
Löcher in die Fassade geschlagen werden. Ein aufgemaltes, schmales Türgewände
würde hier schon optische Wunder wirken. Ein Anderes ist hier im Bildvergleich
auch schon leicht zu erkennen. Beide Fassaden sind weiß gestrichen. Der eine
Farbton ist warm - der andere ist grell und kühl. Niemand zwingt uns,
ein Haus so grellweiß anzumalen ...
Übrigens: solche Erker [Bild rechts] baute man früher, um einen Leseplatz im
Haus zu haben, an dem genügend natürliches Licht vorhanden ist. Ein Erker war
also immer mit einer bequemen Sitzbank oder mit einem Schreibplatz
versehen. Heute stehen oft nur Zimmerpflanzen in diesen Nischen, die so
eigentlich keinen richtigen Zweck erfüllen ...

Die Terrassentür im rechen Bild oben ist weder Fisch noch Fleisch. Sie ist weder
richtiges Fenster noch richtige Tür, denn jedes Mal muss man über eine gut 12cm
hohe Kante aus dem Fester steigen. Wenn die Glastür ein Fenster wäre, dann
stellt sich die Frage, warum es bis zum Boden reichen muss. Ich finde
Verglasungen, die im Zimmer bis zum Boden reichen, immer problematisch, denn dem
Raumgefühl ist das abträglich.
Es sei nochmals eine Terrassentür [Bild links] im traditionellen
Landhausstil näher betrachtet. Die Tür ist im unteren Bereich geschlossen! Das
Mehr an Licht wird durch Aufstockung der Glastür nach oben gewonnen. Würde diese
Tür bis zum Boden hin verglast sein, entstünde ein optischer Spalt in der Wand,
der das Zimmer in zwei Teile trennt ...
weiterer Text folgt
** Mit diesen Schritt nach draußen hat man dann auch eine neue Sicht auf den
Garten, was beim Wintergarten, wie schon erwähnt, nicht der Fall wäre ...
ständig das gleiche Garten-Bildmotiv anzuschauen, aus dem Haus, oder von der
Hausterrasse aus, das kann schon etwas langweilig wirken.
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
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Fertighaus bauen, Veranda, Terrassendach, Wintergarten
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Garten-FAQ
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zur Gliederung des Landhauses:
[Zitate von Otto Stahn "Die Gartengestaltung der Neuzeit" /
Leipzig 1907]
"Liegt das Wohnhaus auf aussichtsreicher Höhe, so
besteht oft der Wunsch,
überall Fernsichten schaffen zu wollen.
Es ist indes nicht wünschenswert, dass jedes Zimmer an der Aussicht teilnimmt,
da die inneren Räume meist lauschiger werden, wenn sie nur den Blick in den
Garten gewähren. Ein Fernblick aus jedem Fenster stört die Abgeschlossenheit der
Wohnung. Man wird vom Inneren des Hauses zu sehr abgelenkt,
wenn man beständig einen See, ein ganzes Dorf oder eine Ebene mit allem,
was sich dort abspielt, vor Augen hat."

"Unsere
Vorfahren haben die Türen, Fenster, Erker und Altane im Landhaus dort angelegt, wo sie sich aus dem reinen Bedürfnis heraus ergaben.
Und sie besaßen den
Mut, alle diese sich aus dem Innern ergebenden Dinge auch nach außen hin zu
zeigen, ungeachtet der Symmetrie, axialer Gliederungen sowie sonstiger, rein
architektonisch formaler Gesichtspunkte."

"Ganz
von selbst ergibt sich hier die Notwendigkeit, bei der Gestaltung des Gartens
Rücksicht auf die Fenster im Landhaus zu nehmen, ihm entweder eine Fernsicht zu
geben oder, falls diese nicht möglich ist, den Blick auf einen bevorzugten Teil
des Gartens. Für das ländliche Haus besteht ferner die Bedingung, dass möglichst
alle Gartenwege mittelbar oder unmittelbar auf die Veranda oder Terrasse münden,
da immer dort der Spaziergang beginnen und enden wird. Dasselbe gilt von den
Gartenbildern, welche von anderen Fenstern aus gesehen werden sollen."
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