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Unauffälliges Eigenheim oder individuelle
Traumvilla? Worauf es ankommt.
Nicht der Geldbeutel allein entscheidet, ob dein Traumhaus wirklich ein Haus der
Träume ist ... gestalterische Überlegungen ...
Nicht der Geldbeutel allein entscheidet, ob dein Traumhaus wirklich eines ist
...
1. Jeder Mensch hat Vorlieben für einen besonderen Stil und das sollte mehr
Beachtung finden 2. Kein Traumhaus ohne
Traumgarten. Der Garten ist der goldene Rahmen für das teure Gemälde. Fehlt
er, dann wirkt das Bild schnell plakativ [Bild oben rechts]
Unseren Wünschen und der freien Stil-Entfaltung stellen sich oft harte Bauvorschriften entgegen, denn wir leben
heute nicht mehr im Zeitalter des Historismus und nicht jedermann kann bauen, was er
für schön hält. Nicht jeder hat den nötigen grünen Daumen für den
Traumgarten oder die Finanzen für das Traumhaus, welches letztlich mehr in unseren
Gedanken existiert als in der Realität. Doch die oben genannten zwei Punkte kann
man auch als eine Art Stellschrauben ansehen, an denen man seine Wünsche feinabstimmen kann:
Wer in der Traum-Architektur nicht alle Wünsche umsetzen
kann, der setze sein Haus in einen Traumgarten. Wer aus Zeitgründen einen
aufwendigen Garten eh nicht nutzen kann, der konzentriere sich auf ein Wohnhaus
mit Stil.
Luxus ist relativ - ein Beispiel, welches ich immer
gern nenne, ist der Outdoor-Garten-Whirlpool an Stelle eines aufwendig
gebauten und unterhaltenen Swimmingpools. Einfachheit ist auch ein Luxus
und vor allem: die ausgeklügelte Funktionalität von Haus und Garten bestimmt die
Lebensqualität zuerst. Form und Funktion müssen im Einklang
stehen - die Form folgt der Funktion - das ist eine Art Schönheit von
funktionalen Proportionen. Optisches Ebenmaß ist ein weiterer Wertfaktor am Haus
und damit sind wir auch schon beim Thema Stil ->
Mein Vorschlag ist dieser: Zuerst einmal mit den hier vorgegeben Beispielen
[im rechten Schriftblock] testen, welchen Stil man eigentlich bevorzugt - völlig unabhängig davon,
was man später davon umsetzen kann. Effektiv ist es immer, Haus und Garten als
eine Einheit zu sehen und so mache ich dann auch Vorschläge zu den Stilformen
der Gärten.
Es gibt im Eigenheimbau Strömungen und Grundideen, die über die Jahrzehnte immer wieder zum Tragen kamen und kommen. In den 1950er Jahren war es das industriell gefertigte,
preiswerte Fertighaus. Schon ab den 1970er Jahren kam es zu Formenvielfalt und Individualität in der Bauweise und Form der Außenhülle der Eigenheime. Spätestens seit den
1990er Jahren wurde das Energiesparhaus Mode und dann das Null-Energiehaus.
Heute ist es das Öko-Haus, und es wird viel Geld in neue, ökologisch
verträgliche Architektur investiert.
Doch mittlerweile ist ökologische Bauweise
weitgehend zum technischen Standart geworden. Es wird höchste Zeit, einen neuen
Mittelpunkt moderner Bauideen zu finden, denn man kann hier und da auch
Ausuferndes entdecken.
Mittelpunkt und Zweck des Hauses ist der Mensch. Der Bauherr sollte im
Mittelpunkt des Architekturgedankens stehen, und für dessen Bedürfnisse sollen
Architekten planen. Und so individuell die Menschen sind, so vielfältig sind
auch die Baustile - die ohne Frage auch ein Teil des modernen Lifestyle sind.
Das ist auch nichts speziell Modernes unserer heutigen Zeit. Das war schon immer
so. Nur war man in früheren Zeiten in Stil und Traditionen mehr an die Örtlichkeiten
gebunden als heute.
Wer genau herausfinden möchte, welcher Stil in der Architektur der ihm am
nächsten stehende ist, der überlege zuerst, wo er gern Urlaub macht und in
welcher Landschaft er sich am wohlsten fühlt, oder welcher Gartenstil ihm am
besten gefällt.
Mit der Verwendung der am Ort vorhandenen Baumaterialien entstanden
landschaftstypische Bauweisen und Baustile. Die Architektur bekam durch die
Baustoffe eine starke Prägung – [übrigens weniger die Gärten] – trotzdem
unterscheiden wir etwa in der Gartengestaltung heute auch verschiedenste Gartenstile,
welche letztlich doch ihren Ursprung in der Verwendung der ortstypischen
Baumaterialien fanden. Holz, Lehm, Ziegel, Stein oder Bambus prägten die verschiedenen Stilformen.
Und, um die Sache grob zu vereinfachen, teile ich die Garten- und Baustile in vier Kategorien:
Südlich der Alpen finden wir flache Dachdeckungen und die
Vergrößerung der Wohnfläche durch Zusammenschließung zu einer Reihe oder einem
Ring bei gleichzeitiger Aufgabe der Selbständigkeit des einzelnen Hauskörpers.
Durch Gliederung entsteht das südeuropäische Hofhaus, das sich als ein komplexer
Baukörper nach Innen mit schattenspendenden Säulengängen öffnet und den
architektonisch gestalteten Gartenhof im Inneren umschließt. Die künstlerische
Entwicklung geht hier bis zum Renaissancepalast (dem "Steinbaustil"), mit dem
nach Außen hin abgeschlossenen, architektonischen Renaissancegarten.
Der Garten des Südens ist der Hofgarten, der Patio oder der mit Mauern
umfriedete Hausgarten, der selten eine Verbindung zur offenen Landschaft hat. Im
mediterranen Garten ist Holz weitgehend durch geschmiedetes Eisen ersetzt, etwa
bei den Gartenmöbeln, Zäunen oder Gittern. Doch sei der Materialeinsatz beim
Schmiedeisen sparsam und grazil, denn traditionell verwendete man teure
Materialien sparsam. Durch das Zusammenspiel all dieser Faktoren entsteht erst
das gewünschte leichte, mediterrane Flair, das im optischen Kontrast zur eher
erdverbunden südländischen Architektur steht.
Toskana-Haus
mediterraner Garten
Bauernhäuser, Blockhäuser, Cottages, Tudor-Cottages,
Folk Victorian, American Foursquare usw., Landhaus bauen
nordalpines Bauen, Kurznotizen: Die ursprüngliche Wohnung der Menschen im Norden
Europas war das Hüttenhaus mit steilem Stroh-, Schilf- oder Schindeldach
(begründet, um als Baukonstruktion Regen und Schneelast standzuhalten). Die
Vergrößerung der Wohnfläche entstand nicht durch die Erweiterung der Wohnflächen
in der Ebene, sondern durch senkrechten Wuchs oder durch selbständige
Nebeneinanderstellung.
Die nordalpine Bauart belässt auch bei Hofbildung jedem Haus des Gehöftes eine
Selbständigkeit. Auch im Zusammenschluss in der Reihe, wenn sich die Giebel zur
Straße zuwenden, bleiben die Baukörper selbständig und grenzen sich zu den
Nachbarhäusern ab.
Hochaufragende Spitz- und Pultdächer und senkrechte Linien machen das Wesen
dieses nordalpinen Baustils aus, und vom Wesen des Hausbaues hängt alles andere
Bauen in
Landschaft und Garten hinsichtlich Form, Stoff und Eigenart ab.
Beispiele von Holzarchitekturen sind: Holzzaun, Staketenzaun, Faschinen,
Flechtwerk, Bohlwerk und Holzlauben mit Hochspitzdächern, Kleinbauten aller Art
in Holz mit Giebelbildung, Holz, Stroh, Rohr als Dachstoff, Holzbrücken oft mit
Dachschutz gegen Verwitterung.
Nordalpine Architekturen sind Schutzhütten, Vorratshütten, Hauslauben,
Badehäuser, Saunen, Torhäuser aus Holz. "Trücken", das sind Umgänge und
Austritte oberer Stockwerke aus Holz, Veranden [Porch, die beliebte
amerikanische Veranda], Holzwände, Bohlungen, Fachungen, Täfelungen,
Verschalungen mit Schnitzwerk und Färbung. Holzsäulen und Holztreppen. Bohlwege,
hölzerne Bildstöcke, hölzerne Hebebrunnen. hölzerne Grabmäler.
Cottagegarten
Landhaus bauen, Besonderheiten
Japanische Wohnhäuser, japanische Gärten
fernöstliches Bauen, Japan, Kurznotizen: Das ferne Asien hat in seiner
Bautätigkeit sicher ebenso viele und verschiedene Stilformen hervorgebracht wie
in Europa. Ein Besonderheit ist allerdings das japanische Wohnhaus. In Japan
wurde seit dem 16. Jahrhundert das traditionelle Wohnhaus in seiner Gliederung,
Aufbau und Raumgestaltung stark von der buddhistischen Lebenshaltung [getragen
durch die Teezeremonie] beeinflusst. Man versuchte das alltägliche Leben in das
Walten der Natur einzubinden: "Die buddhistische Religion, mit der der
japanische Mensch aufs Engste verwachsen ist, lehrt die Vergänglichkeit des
Lebens - dass diese Welt nur eine vorübergehende Herberge sei." Daher resultiert
die einfache Bauweise der Häuser und deren minimalistische Einrichtung:
"Das traditionelle japanische Wohnhaus ist ein Haus aus "Holz, Papier und Bambus"
und es ist leicht brennbar ... und passt natürlich nicht mehr völlig zum
modernen Leben. Trotzdem hat das japanische Wohnhaus seine ganz besonderen
Vorzüge, die den neuen Wohnhausstil nicht nur in Japan, sondern auch in anderen
Ländern der Welt bereits in entscheidender Weise beeinflussen."
Ein wichtiger, die Form bestimmender Faktor ist das besondere japanische Klima
[feuchte Sommer, trockene Winter] und die altjapanische Lebensweise - wie etwa
das Sitzen auf dem Boden - entsprechend ordnen sich die Fenster für den
Ausblick, im weitern Zweck für die bodennahe Lüftung der Wohnzimmer im Sommer.
Bemerkenswert ist beim japanischen Wohnhaus die Unmittelbarkeit der Verbindung
zwischen Garten und Wohnraum, geschuldet durch die praktischen, mit
Papier bespannten Schiebetüren [Shoji] und die Veranden: "Das japanische
Wohnhaus verschmilzt über die Veranda hinaus, die weitausladende
Verdachung, die Steinstufen und Trittsteine mit dem Garten zu einem Ganzen, sodass es zwischen Haus und Garten kaum eine Grenze gibt."
"Das japanische Wohnhaus steht im Allgemeinen nicht an der Straße sondern
fast immer im Garten, umgeben von einem hohen Bretter- oder Bambuszaun oder einer
immergrünen, beschnittenen Hecke, manchmal auch einer Steinmauer. Die Mauer
oder der Zaun müssen als eigentliche Außenwand des sehr offenen japanischen
Hauses betrachtet werden. Über solchen Umzäunungen ragt oft nur das frische
Grün vieler Bäume hervor, und dazwischen sind nur die Dächer der Häuser sichtbar."
Abschließend ist jedoch festzustellen, das es falsch wäre, traditionell
japanische Wohnhäuser in Europa zu kopieren: "Der geistige Kern des japanischen
Hauses aber beruht auf der ursprünglichen
Lebenshaltung des japanischen Menschen, der gern im Natürlichen und Alltäglichen
die Bedeutung des Menschenlebens zu finden sucht. .... Wir sollten uns bemühen,
den Geist des japanischen Wohnhauses zu erfassen. Es ist sinnlos, nur die äußere
Form des alten japanischen Hauses oberflächlich nachzuahmen. Leider findet man
heute in Japan selbst wie im Ausland oft Beispiele moderner Häuser, wo dies aus
sentimentalen Gründen wie exotischem Interesse geschehen ist." Zitate aus:
Tetsuro Yoshida, Das japanische Wohnhaus, Tübingen 1954
Das traditionelle japanische Wohnhaus ist also nicht leicht in unsere Kultur und
in unserer Klimazone hinein übertragbar.
Trotzdem kann man, wie oben vorgeschlagen, einiges von der japanischen Bauphilosophie und Ästhetik
übernehmen. Das japanische Wohnhaus ist erklärter Maßen eine Einheit mit dem
Garten und im Idealfalle förmlich mit ihm verschmolzen. Wie es im Bild oben auch
zu erkennen ist. Ein weiterer Punkt ist die Einfachheit der Einrichtung,
die Vermeidung greller spiegelnder Flächen und vieler ähnlicher Details, die
nebensächlich erscheinen - es aber nicht sind.
Die ländlichen, japanischen Wohnhäuser scheinen beim Betreten die Eigenschaft zu besitzen,den Bewohner in seinem Tun und Lassen irgendwie zu verlangsamen ... das
bewirken wohl die klaren, mild belichteten Räume, welche die Aufmerksamkeit der
Seele leichter auf den Moment lenken ....
Eine Alternative bietet sich an, diese japanische Wohnkultur doch
teilweise zu kopieren. Man sollte es dann wie die Japaner machen, die heute oft
europäisch eingerichtet sind, aber einen Teil der Wohnung traditionell japanisch
gestalten. Bei uns bietet sich zuerst ein japanisches Teehäuschen im Garten separat
oder am Haus oder ein Teeraum im Haus an.
Oder:
Tetsuro Yoshida gibt in seinem Buch DAS JAPANISCHE WOHNHAUS, Tübingen 1954 Hinweise, in welche Richtung
auch zu
denken ist, wenn er auf Ähnlichkeiten von japanischen Wohnhäusern und englischen
Landhäusern hinweist. Auch die Cottages stehen mitten in den
Gärten und
haben eine ähnlich intensive Beziehung der Wohnräume zum Garten - von
den viktorianischen Cottages kennen wir ähnliche Veranden an den Häusern [Folk Victorian] vielleicht
mehr noch von den gemütlichen amerikanischen Holzhäuschen [American Foursquare] mit
ihren urigen Porchs [Veranden]. Diese offenen
Veranden schaffen erst diesen nahtlosen Übergang von Innenraum zum Außenraum
...
mehr InfosFeng-Shui?
Modernes Bauen wurde durch den Einsatz vieler Werkstoffe und Bautechniken
möglich. Nur muss man für sich selber klären, in wie weit Glas die Architektur,
bzw. die Wohnräume prägen soll.
Die Einheit und Beziehung des Wohnraumes hin zum Garten wird nicht immer
verbessert, wenn das Haus in Richtung des Außenbereiches durch Glas aufgelöst
wird - etwa durch einen Wintergarten oder breite Fensterfassaden. Das kann der
Raumwirkung im Inneren des Hauses zuwider laufen. Im einfachsten Falle findet
man keine Stellflächen für die Möbel. Verglaste Veranden sind in diesem Punkt
oft praktischer als Wintergärten. Ich habe einige Zeit benötigt, um eine Firma
zu finden, welche in der Lage ist, hierzu auf individuelle Wünsche einzugehen,
wie etwa auf die im Norden und in England beliebten und superpraktischen
Schiebefenster. So kannst du morgens in der Küche nahe am offenen Fenster
sitzen, ohne dass lästige Fensterflügel beim Öffnen des Fensters stören. So ein
gemütlicher Fensterplatz ersetzt durchaus den aufwendig gebauten Wintergarten,
wenn es um den Zweck geht, die räumliche Trennung zum Garten hin aufzulösen und
morgens an frischer Luft zu sitzen, wann immer das Wetter es ermöglicht ist.
Übrigens: viel Glas und riesige Schaufensterscheiben in der Wohnstube
tragen nicht immer zur Gemütlichkeit bei. Das bezieht sich auch auf die
Raumakustik. Viel Glas macht Räume plärrig, wenn sich darin viele Leute
unterhalten. Holz ist eine optimale Schalldämmung gegen den Außenlärm und
verbessert enorm die Raumakustik. Vielleicht ist das sogar der entscheidende
Faktor, warum man sich in Blockhäusern so wohl fühlt. Man nimmt solche
entscheidenden Nebensächlichkeiten meist nur unbewusst wahr.
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
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