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Beispiel: Marzahn
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Balkon und Terrasse: mediterrane Gestaltung
Mediterraner Garten
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in maurischen Spanien
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Ab dem siebten Jahrhundert nach Christus breitete sich vom Orient rasch die arabisch-islamische Kultur aus. Bis nach Südspanien reichte das Einflußgebiet der jungen
islamischen Kultur und sie kultivierte mit der orientalen Architektur auch die persische Gartenkultur.
Bild: Arabischer Gartenhof in der Schlossanlage Alhambra, Granada: Patio de Linderaja
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Der Islam übernahm viele kulturelle Aspekte der besiegten Nationen und vermischte sie mit eigenen Ideen, wodurch Elemente entstanden, die noch heute
fester Bestandteil der islamischen Kultur sind, wie die Kuppeln der Moscheen als Symbole des Himmels.
Auch die traditionelle Teilung des Gartens in vier Quadranten hat hier ihren Ursprung, sowie Darstellung des Gartenhofes als symbolischen Paradiesgarten.
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Der Islam ist zugleich Religion und Kultur und kennt keine weltlich-religiöse Trennung der Gesellschaft.
So stellen die arabisch-islamischen Gärten das himmlische Paradies auf Erden dar.
Im Hochland von Persien trafen die Araber auf eine über Jahrhunderte hinweg gewachsene Gartenkultur, von der heute leider nur
noch Relikte zeugen, wie Teppiche die mit ihren traditionellen Mustern ein Bild der Gärten überliefern:
Die Grundeinteilung ist regelmäßig und geordnet und wird durch zwei gekreuzte Wasserkanäle eingerichtet, die den rechteckigen,
ummauerten Grundriss des Gartens in vier Quadranten einteilen, nach der Beschreibung des Paradieses im Koran: "Von Eden
geht aus ein Strom in alle Himmelsrichtungen.", wobei in der Mitte der Weltenberg liegt.
Die Einteilung hat auch symbolischen Charakter: der Garten wird in die vier Abschnitte des Lebens eingeteilt, in deren Mitte die Quelle des Lebens liegt.
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Wasser in der Wüste
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Das Wasser war schon für die vorislamischen Araber das Symbol des Lebens. Nach islamischem Glauben machte Allah durch die Gabe des Wassers in das
unfruchtbare Land ("arab"= "unfruchtbares Land") das Leben erst möglich. Während in der lebensfeindlichen Wüste böse Geister hausen,
ist der Garten eine Oase des angenehmen Lebens, ein Geschenk Allahs
Arabische Schlossanlage Alhambra, Granada: Myrtenhof
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Daneben erfüllen Kanäle auch noch einen praktischen Zweck: die Bewässerung der üppigen Bepflanzung.
In der Mitte der gekreuzten Kanäle, also direkt an der "Quelle des Lebens" befindet sich oft ein leicht erhöhter Pavillon,
der dem Gartenbesitzer einen schattigen, windgekühlten Aussichtsplatz bietet, oder aber ein Brunnen als Symbol des Lebensquells.
Die einzelnen Quadranten sind meist noch ein- oder mehrmals unterteilt und üppig mit Blumen und anderen Pflanzen bewachsen.
Das Zusammenspiel der beiden Formen Quadrat (=Leben, Materie) und Kreis (=Himmel), verbunden mit rhythmisch wechselnden
Ornamenten bestimmt den Gartenbau, alle Grundmuster ergeben sich aus Variationen von Kreis und Quadrat.
Indem sie ihre Gärten auf den Teppichen darstellten, brachten die Perser die angenehmen Erinnerungen an ihre Gärten während
der kalten und trockenen Jahreszeit in ihre Häuser.
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Blumenpracht
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Herbstanemonen im orientalischen Garten. Daneben finden sich Rosen und Minzen.
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Buchsbaum-Hecken
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Buchsbaumhecken - im Vordergrund wächst Pfefferminze.
Hinten siehst du auch Palmen. Es gibt wohl über 10 Arten von Palmen, die auch in unserem Klima überwintern können.
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Fruchtbäume
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Orangenbäume in Terracotta.
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Nach persischem Vorbild legten die Araber, immer von religiösen Vorschriften begleitet, dann ihre Gärten und Paläste an.
Ihren Höhepunkt erreichte die islamische Gartenkunst mit den Moghulgärten in den heißen Ebenen Nordindiens sowie in der Seenlandschaft von Kaschmir,
wo bis zum Ende des siebzehnten Jahrhunderts spektakuläre, oft von Wasser geprägten Gartenanlagen entstanden,
wie zum Beispiel das Taj Mahal in Agra, ein Grabmal mit Garten, dass Schah Jahan zwischen 1632 und 1657 in Gedenken an seine
Lieblingsfrau Mumtaz-Jahal errichtete. Paläste wie das Taj Mahal sind streng in private und öffentliche Bereiche eingeteilt,
die sich stufenförmig von oben nach unten (Ort ausschließlich für die Familie --> Ort für Familie und Freunde --> Ort
für das Gemeine Volk) gliedert. Diese Einteilung wird von stufenförmig nach unten strömendem Wasser begleitet.
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Schatten
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Der Garten mit seinen Kühle und Schatten spendenden Elementen und seiner religiös harmonischen Grundstruktur bot
den Arabern Schutz vor der unwirtlichen Wüste, dem Ort des Chaos: wahrhaftig ein Paradies auf Erden.
Gartenhof im Schloss Generalife, Granada
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Orientalischer Garten in Berlin-Marzahn
"Gärten der Welt"
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Schalenspringbrunnen im Zentrum des Garten.
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Bildquellen SW.-Bilder nach M.L. Gothein 1913
Text. Johanna Jacob 2006 nach Vorlesungsunterlagen zu Geschichte der Gartenkunst von Karl H. C. Ludwig
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Themengärten auf
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Der Mensch ist ein Augentier und was er in wenigen Minuten alles durchs Sehen erfassen kann, das würde mit Lesen schon viel länger dauern.
Das Besondere dieser kleinen Schaugärten ist immer wieder die Überraschung, wie es möglich ist, auf kleinen Flächen so viel Atmosphäre zu schaffen.
Das Geheimnis sind die Gartenhecken und Mauern, die aus zweidimensionalen Flächen romantische
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Die richtige Einfriedung macht den Hausgarten erst gemütlich - wir trauen uns nur nicht, unserem Garten solche Räumlichkeit zu geben,
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ruhig andere Gestaltungs-Ideen kopieren, wobei später bei der Umsetzung alles schon ganz anders aussehen kann, etwa wenn du mit anderen
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Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck deines Gartens [Balkon oder Terrasse] Klarheit verschaffst. Schon die alten Gestalter wussten:
der Zweck bestimmt die Form.
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