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Japanische Gärten
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 | Garten im "skizzenhaften Stil": |
Zengarten, auch Trockengarten genannt.
Darstellung einer ebenen Landschaft.
Auf festgestampften Boden wird weißer Sand oder Kies aufgebracht. Er
symbolisiert eine Wasserfläche.
Dieser Gartentyp wirkt nicht durch Farben sondern lediglich durch
stilistische Formen und ornamentale Gestaltungselemente, wie Zäune und
geharkte Muster im Sand.
Videos: japanische Gärten |
Das Wesen des Japanischen Gartens unterscheidet sich vom
Chinesischen Garten
vielleicht in dem Punkt, dass ich vom Chinesischen Garten sagte, er ist ein
"begehbares Landschaftsbild" - also in seinem Zweck ein Wohngarten. Der
Japanische Garten ist mehr ein Betrachtungsgarten, erfüllt aber auch einen
wichtigen Zweck. Er bringt Kühlung in den schwülen Sommermonaten. Dabei ist das
traditionelle japanische Wohnhaus mit seinen weiten Tür- und Fensteröffnungen
aufs Engste mit dem Garten verbunden. Die hier abgebildeten japanischen
Gärten sind ohne Wohnhaus nicht zu denken. Und sei es nur die kleinste Teehütte
als
Zentrum des Gartens. mehr Infos über:
traditionelle japanische Wohnhäuser
Die Japaner vermögen die
charakteristischen Formen der Natur vom Wesen her zu erfassen und in jene
gärtnerische Kunstform andeutungsweise zu projizieren. Alles ist mehr Symbol
und weniger bloßes Gestaltungselement: Trittsteinweg, Brücke, Wasserfall,
Steinlaterne, Wasserschöpfbecken oder ornamentale Zäune.
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Steinlaternen |
Die Steinlaterne ist Zierwerk japanischer Gärten. Dem Chinesischen
Garten sind sie fremd.
"Die Steinlaternen stammen aus den buddhistischen Tempelgärten Japans, wo
sie oft in langen Reihen als Votivgabe angeordnet sind. Sie dienen
nicht wirklich zur Beleuchtung, da sie selten angezündet werden.
Die Laternen sind Schmuck und Symbol für etwas Heiliges, für ein Gefühl
der Pietät oder Ähnliches."
(nach Marie Luiese Gothen, Geschichte der Gartenkunst, Jena 1926) |
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TORI |
Auch die stilisierten Tore "TORI" haben keinerlei Funktion sondern sind
Zierwerk - natürlich mit besonderen symbolischen Inhalten.
Die TORI übernahm man aus den Shintotempeln, wo ihre religiöse Bedeutung
allerdings nicht genau geklärt scheint - im Garten jedenfalls sollen sie
an etwas Heiliges erinnern. Vielleicht stilisieren sie einen Tempel ...
als Durchgang sind sie wohl weniger in Gebrauch ... |
Eine abgewandelte Situation finden wir im Teehausgarten. Auch hier gilt, was
oben gesagt
wurde. Hinzu kommt die Bestimmung, dass der gesamte Komplex aus äußerem und innerem Garten sowie
Pavillons zur rituellen Nutzung bestimmt sind und im Rahmen der Teezeremonie
durchschritten werden.
Eine weitere Annäherung an den "bewohnten" Garten ist die Form des japanischen
Berggartens. Der hebt schon mehr die Natürlichkeit hervor, benötigt jedoch weitaus
mehr an Gestaltungsfläche, als die oben genannte Form.
Hier
erschließen Wege die verschiedensten, malerischen Bildwirkungen im Garten, die
jedoch auch hier (im Gegensatz zu den europäischen Landschaftsgärten) stets
die Natur stilistisch wiedergeben. Dabei hat es der Japaner geschafft, die
Natur im verkleinerte Maßstab wiederzugeben. Zur Zeit der Romantik wurde
auch in Europa solches versucht [z.B. bei der Gestaltung von Grotten]
,und ist kläglich daran gescheitert. Der berühmte Fürst und Gartengestalter
Pückler kommentiert dazu kurz:
"Es ist eine sehr missliche Aufgabe, Felsen zu machen."
So ist selbst das Anlegen von Hügeln in unseren Gartenanlagen nicht zu empfehlen.
Erfahrene Gartengestalter stellen bewegte Bodenflächen eher durch Absenkungen
in der Fläche dar.
Der japanische Gartenmeister gestaltet Miniaturlandschaften,
und in dieser stilistischen Art ist ihm das auch gelungen. In Japan nennt man dies
den "Stil der Vollendung".
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Berggarten |
Japanischer Berg-Garten |
Ist mehr Platz vorhanden, dann kann der Japanische Garten auch
mehr naturalistische Züge bekommen. Das Grundgerüst des Gartens bildet immer
ein Wasserfall - das bedingt natürlich einen Berg bzw. Steinsetzungen - und
einen See (in Form einer Schildkröte oder eines Kranichs) - das Wasser fließt
immer von Ost nach West.
Die Hügel müssen mindestens fünf an der Zahl sein. Stattliche Bäume (auch
in Bonsaiform) dienen als Blickziele und stehen immer mit romantischem
Gedanken in unzertrennbarer Verbindung. So gibt es etwa den "Baum der
Einsamkeit", den "Baum der Kaskade" oder den "Baum des Sonnenuntergangs" - der
immer ein rotblättriger Ahorn ist und im Westen seinen Platz findet.
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malerische Bäume |
Kiefer als Bonsai. |
Man liest oft, dass sich im Japanischen Garten keine Blumen finden. Das trifft
weitgehend zu, wenn wir den Begriff des Gartens nur auf die oben beschriebenen
Miniaturlandschaften beziehen. Einige wenige Blumen werden bei der Gestaltung von Höfen oder
Parkanlagen und in Wohnbereichen eingesetzt und haben einen hohen symbolischen
Charakter [z.B. Chrysanthemen]
Blühende Gehölze wiederum spielen im Leben der Japaner eine wichtige Rolle, wie etwa zum Kirschblütenfest
(Tag des Grüns 29. April bis 5. Mai). Dann begeben sich die Gesellschaften in
die blühenden Kirschhaine und essen und feiern unter den Bäumen (Hanami).
Es ist nicht die unüberschaubare Fülle
an blühenden Zuchtformen, die im alten Japan Bedeutung erlangt hätten, sondern
die besondere Wahrnehmung der besondern Schönheit in der Konzentration auf
Weniges, wie etwa in der Kunst des Blumenarrangements (Ikebana).
Der japanische Blütenkalender:
Januar: gewöhnlich Kamelie
Februar: Pflaumenblüte Prunus mume (Meihua)
März: Pfirsichblüte Prunus pseudocersus
April: Kirschblüte - Japanische Maienkirsche: Prunus x yedoensis
Mai: Glyzinienblüte
Juni: Iris, Päonien
Juli: Lotusblüte
August: September Hibiscus
Oktober: Chrysanthemen, Laubfärbung des Ahorn
November, Dezember: Kamelienblüte - Zuchtformen
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Kamelien: "die Rosen der Japaner" |
Kamelienblüte
Camellia japonica 'Tricolor', eine alte japanische Zuchtform - die
Herkunft ist unbekannt.
1832 in Deutschland eingeführt. |
Japanische Gärten
haben eine Besonderheit. Sie verändern - mit Ausnahme der Trockengärten - im Wechsel der Jahreszeiten und durch die typischen
Blütengehölze ihr Stimmungsbild oft grundlegend. Dem
Japaner gelingt dies oft mit den spärlichsten Mitteln der Andeutungskunst -
das nachzuahmen ist schon sehr schwierig :-/
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Bonsai |
Bonsai in einem Tempelgarten.
Praktisches schön gestalten ;-)
japanischer Ahorn |
Übrigens hat die japanische Gartenkunst ihre eigentümliche Ausbildung erst
relativ spät erlangt und zwar in der Kamakura-Epoche (von etwa 1150 bis 1310).
Buddhistische Mönche und später die ZEN-Priester waren Hauptlehrer und Pfleger
der Gartenkunst. Noch heute finden sich - ebenso wie in China - um die Tempel und
Klöster die schönsten Gärten. Der japanische Teekult war aufs Engste mit
stilvollen Gärten verbunden. Auch um öffentlich Teehäuser gibt es
traditionell schöne und auch alte Gartenanlagen.
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Bonsai |
Typisch für japanische Gärten:
Bonsai (Bild: Kiefernbonsai) |
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Betrachtungsgarten |
"Garten zur Betrachtung" im "Garten des zusammenfließenden Wassers" - der
japanische Garten im Erhohlungspark Berlin-Marzahn.
Im Japanischen Garten hat der Pavillon einen zentralen Charakter - von
hier aus entstehen durch die Architektur des Gebäudes Bildwirkungen, wie
sie auch der chinesische Garten kennt.
Japanischer Garten in Berlin Marzahn |
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Anwendungsbereiche: |
In Deutschland wird der japanische Stil gern bei Gestaltungen im
Firmengelände verwendet, denn auch hier sind klare, vielleicht auch
strenge Formen angebrachter als üppig wucherndes Grün. |
Literaturquelle: Marie Luiese Gothen, Geschichte der Gartenkunst,
Jena 1926
Bildquellen der SW-Bilder: Josiah Condor Landscape Gardening in Japan (1912)
Fotos der Bonsai: P. Schäfer 2005
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Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte
und schauen Sie doch morgen noch mal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige Informationen übersehen :-) zur Startseite:
Gartengestaltung
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Japanische Gärten - Gestaltung
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Garten Pflanzen:
japanischer Ahorn, Acer japonica Impressum
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Teehausgarten und Teezeremonie
Chinesischer Garten
Koreanischer
Garten in Berlin

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schlicht in einem wunderschönen Japanischen Garten gelegen. Die Gartenanlage ist
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Aktualität 09/2009
 Themengärten
auf
Gartenausstellungen
sind die beste Möglichkeit, Ideen für den Garten zu sammeln. Der Mensch ist ein
Augentier. Was er in wenigen Minuten alles durchs Sehen erfassen kann, das
würde mit Lesen schon viel länger dauern.
Das Besondere dieser kleinen Schaugärten ist immer wieder die Überraschung,
wie es möglich ist, auf kleinen Flächen so viel Atmosphäre zu schaffen.
 Das
Geheimnis sind die Gartenhecken und Mauern, die aus zweidimensionalen Flächen
romantische
Gartenräume
zaubern.
Die
richtige Einfriedung macht den Hausgarten erst gemütlich - wir trauen uns nur
nicht, unserem Garten solche Räumlichkeit zu geben, weil wir in Hecken und Mauern
immer etwas Negatives sehen ... die Nachbarn könnten ja denken, wir hätten
etwas zu verbergen ...
 Doch
überlege mal - eine stabile Gartenmauer wäre nicht nur gestalterisch ein
Zugewinn, sondern auch ein effektiver Sichtschutz und ein Lärmschutz zugleich.
Die Nachbarn werden es dir auf jeden Fall danken, wenn sie von deinen
Gartenpartys nicht mehr so viel mitbekommen ;-)
 Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und Anregungen holen. Und weil
hier alles an Infos etwas übervoll ist, empfehle ich dir, morgen oder in einer
Woche noch mal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv in dem du herumstöbern kannst.
Gartenbilder
Übrigens:
wenn du eine Gartenschau besuchst, dann nimm dir einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren. Später bei der Umsetzung wirkt dann alles oft schon ganz
anders, etwa wenn du mit anderen
Materialien arbeitest.
 Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen, eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens [Balkon oder Terrasse] Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
2011/2
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