HOME
-->
Der Urgarten -->
Sprache, Bildzeichen
und Alphabet
-->
Literaturquellen
|
Literaturquellen zum Thema (griechisches
Alphabet) phönikisches Alphabet, hebräisches Alphabet,
Sinai-Inschriften:
Bauer, Hans "Zur Entzifferung der
neuentdeckten Sinaischrift und zur Entstehung des semitischen
Alphabets" Halle 1918
Bea, A. "Die Entstehung des Alphabets" 1946
Diringer, D. L'Alfabeto nella storia della civilità" Firenze
1937
"The Alphabet. A Key to the History of Mankind" London 1949
"The Story of the Aleph Beth" London 1958
"Writing" London, 1962
Ettisch, Dr. Dr. Ernst "Hebräisch, ein uraltes
Hieroglyphensystem" Tel-Awiw 1951
Faulmann, Karl "Geschichte
der Schrift,
populär-wissenschaftliche Darstellung der Entstehung der
Schrift, der Sprache und der Zahlen sowie der Schriftsysteme
aller Völker der Erde Nördlingen 1989
Friedrich, J. Entzifferung verschollener Schriften und
Sprachen Berlin/Göttingen/Heidelberg 1954
Grimme, Hubert 1923 "Althebräische Inschriften vom
Sinai". Alphabet, Textliches, Sprachliches mit Folgerungen" von Hubert Grimme (1864-1942), Professor der semitischen
Sprachen an der Universität Münster i.W. , Hannover 1923.
Kahir, M. "Das verloren Wort" Mystik und Magie der
Sprache Bietigheim 1980
Jensen, H. "Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart"
Berlin, 1958
Pfohl, Gerhard "Entstehung und Entwicklung der
griechischen Schrift"
Darmstadt, 1968
Sethe, Kurt "Vom Bilde zum Buchstaben. Die
Entwicklungsgeschichte der Schrift " Leipzig 1939
"Vom Bilde zum Buchstaben. Die Entstehungsgeschichte der
Schrift.", Hildesheim 1964
Tetens Johann Nicolaus "Über den Ursprung der Sprachen
und der Schrift" Berlin 1966
drei Textauszüge von "Althebräische Inschriften vom Sinai".
Alphabet, Textliches, Sprachliches mit Folgerungen" von Hubert Grimme
1923:
Alphabet
"Das altsinaitische Alphabet setzt sich aus 27 Zeichen zusammen.
Von diesen sind fünf Dubletten, die mit je einem anderen Zeichen
zusammen gleiche Lautwerte haben.
Jedes Schriftzeichen geht formell auf ein Ideogramm oder
Determiniativ der hieratischen Schrift auf 1500 vor Christus
zurück. Den Wert als Konsonant erhielt jedes dadurch, dass der
Begriff des ihm zu grunde liegenden hieratischen Zeichens ins
Semitische übersetzt und der Anlaut des dabei entstehenden
Wortes als sein Eigenwert genommen wurde.
In fünf Fällen standen je einem semitischen Worte zwei unter
sich verwandte Wortbegriffe des Ägyptischen gegenüber; das gab
den Anlass zu formalen Buchstabendublette.
Alle Sinaizeichen schwebten ihrem Schöpfer als bildliche
Darstellung vor; ihnen entsprechend geschah ihre Benennung, die
sich in späteren semitischen Buchstabennamen erhalten hat ..."
Sprache
"Aus der vorhergehenden Erklärung der altsinaitischen
Inschriften ergibt sich für ihre Sprache, dass sie ein reines
hebräisch ist, dass sich an keinem irgendwie hervorstechenden
Punkte von dem Idiom (Sprachvarianten) der Bibel, vor allem dem
der älteren Teile derselben, entfernt, dagegen von anderen
semitischen Sprachen, deren Gebiete unweit der Sinaihalbinsel
liegen, wie Nord- und Süd-Arabisch und Aramäisch, stark
abweicht." (Folgend werden Beispiele aufgezählt) ...
Erste biblische Niederschriften
"Nach der biblischen Tradition ist der Sinai, von dessen Lage
soeben gehandelt ist, der Ort, an welchem den Israeliten das für
sie bindende Gesetz gegeben wäre.
Im Vordergrund des Berichtes über dessen Mitteilung steht die
feierliche Verkündigung und weiter die schriftliche Fixierung
von "zehn Geboten" ... man hält es für sehr unwahrscheinlich,
dass die Israeliten zur Zeit ihrer Wüstenwanderung als Sprache
das reine Bibelhebräisch gehabt hätten, da dies nach Palästina,
nicht aber nach Sinai, Edom oder Nordarabien hinweise. Noch
größere bedenken hat man gegen einen Niederschrift des
mosaischen Gesetzes in einem semitischen Alphabete, weil bisher
im Bereich des Nordsemitischen keine über das Jahr 1000 vor
Christi hinausgehende Buchstabenschrift gefunden worden ist, und
die meisten Epigraphiker die Minäer-Theorie von Eduard Glaser,
wonach unsere südarabischen Inschriften bis 1200 oder gar 1300
v. C. reichen würden, zu Gunsten einer viel jüngeren Entstehung
der ältesten südarabischen Schriftdenkmäler ablehnen.
... (Text über aktuelle Hypothesen um 1920) ...
Weiter zu den Sinai-Texten: ... Aus ihnen geht hervor, dass um
die Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus auf dem Platze,
wohin die Bibel die Gesetzgebung verlegte, (dem Sinai) der
ägyptischen und babylonischen Schrift (in der Buchstabenschrift)
der Nebenbuhler entstanden ist, der bestimmt war, ihnen den
Todesstoß zu versetzten.
Aus den Sinai-Inschriften geht weiter hervor, dass einer
ihrer Sprachvarianten (in der man ein reines Bibelhebräisch erkennt),
zuerst von der neuen Schrift gebrauch machte und vielleicht sogar
zu ihrer Entstehung den Anstoß gegeben zu haben scheint.
Hält man nur an der Identität des biblischen Sinai mit der
Hochfläche Serabit-el-Hadem (ein von der damaligen Kulturwelt
abgeschiedenes Gebiet) fest, so ergibt sich für die "zehn
Gebote" das Hebräisch als Idiom (Sprachvarianten) und das
semitische Alphabet als Mittel für ihre Aufzeichnung mit
Notwendigkeit."
|