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Tipp Moderne Grabmalgestaltung Grabmale, Grabgestaltung und Grabbepflanzung (BuGa 2007) und Blicke in die Zeit ...


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Gartengestaltung Grabmale, das Geheimnis der Farbigkeit ...







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Tipp 

 

BuGa 2007 Grabmalausstellung

Bundesgartenschau 2007
die Grabmal - Ausstellung

Fast auf jeder Gartenschau gibt es die Friedhofsausstellungen - Ausstellungen zur Thematik Grab und Grabmal.

Auch auf der BuGa 2007 in Gera und Ronneburg waren wieder Friedhofsgärtner und Steinmatze am Werk und haben ihr Können zur Schau gestellt - immerhin auf 110 Mustergräbern!

 

Tipp Gleich vorweg: derartige Ausstellungen sind Leistungsschauen und sie gehen in der Regel über "das normale Maß" hinaus - das müssen sie auch, damit Ideen und Anregungen überhaupt wahrgenommen werden und so konnte man mal grundsätzlich Neues sehen, nicht unbedingt in den Ideen, sondern mehr in der Umsetzung derselben.

Kindergrab, Kindergrabmal von Nikolaus Seubert

Kindergräber

Detaill, Flusskiesel und Emaille

Es waren auch Kindergräber Thema der Grabausstellung. Grabmalgestalter, wie auch Gärtner zeigten Außergewöhnliches, etwa hier als Grabmal in Form einer Unruhe.

Grabmal aus Jurakalk (gespitzt und geschliffen), Edelstahl, Flussfindlinge und Emaille von
Nikolaus Seubert (Berlin)

Tipp Der erste Gedanke, welcher vielen der Besucher bei den Betrachtungen kam, war der: "das ist auf dem Friedhof doch eh verboten!" Richtig? ... fast ...

Tipp Richtig ist, das viele der Friedhöfe genau vorschreiben, wie ein Grabmal auszusehen hat (oder besser: wie nicht) ... da ist etwa die Kombination verschiedener Materialien verboten. Steine müssen symmetrisch sein usw ...

Gestaltung Was aber nur selten in Anspruch genommen wird: viele der Friedhofssatzungen besitzen den Zusatz, dass Grabmale mit künstlerischen Anspruch außerhalb der Norm genehmigt werden können.
Das setzt natürlich die Fähigkeit voraus, das alle Seiten - Antragsteller, Bildhauer und Friedhofsverwaltung in der Lage sind so zu kommunizieren, dass man sich einigt.

Gestaltung Hier wird auch vorschnell der Friedhof, als der große Verhinderer gescholten.
Es ist wohl eher so, das die Friedhofsverwaltungen gern außergewöhnlichere Grabmale genehmigen würden, wenn bei einer etwaigen Ablehnung nicht immer gleich mit Gerichtsprozessen gedroht werden würde. Manche Dinge gehen auf einem Friedhof wirklich nicht und wenn das Nein der Verwaltung akzeptiert werden würde, dann wären die Friedhöfe auch mal zu gewagten Experimenten bereit. Nur besteht eben ein gewaltiger Unterschied zwischen echter Grabmal-Kunst und kitschiger Massenware und leider macht ein Gericht diesen Unterschied nicht - und aus dem Grunde wird von den Verwaltungen dieses heiße Eisen gar nicht erst angefasst und man begnügt sich so halt lieber mit einem mehr oder weniger guten Durchschnitt ...

Gestaltung Also: besser mal etwas mehr miteinander reden - öfter etwas Außergewöhnliches wagen, aber als Entscheider auch mal dem Mut zum klaren Nein haben ... (wer die Regeln beherrscht, der kann auch Ausnahmen machen) ... dann würden unsere Friedhöfe auch moderne Zeiten überstehen ...    mehr dazu unten auf der Seite ***

Ein Kind verloren, Grabmal von Günter Lang aus Eichstätt

Kindergrab:
Zeit und Raum

Das ist schon Installationskunst. Auf Grab und Grabmal findet sich etwas geordnet die Inschrift:

ICH HABE ZEIT LANG
VERLOREN GESUCHT NICHT
GEFUNDEN VERLUST
Gesucht ORT RAUM UND ZEIT
GEFUNDEN
DEN ZEITRAUM

Gestaltung Erläuterung dazu vom Aussteller:  Zeit Raum. Ein Kind verloren, von Günter Lang aus Eichstätt. Der Raum wird durch den Weidenzaun dargestellt, dieser ist wiederum die Zeit, die dieser Braucht um auszutreiben. Durch die weißen Steine wird der Raum noch stärker hervorgehoben, die eingestreuten Blumen die haben "Zeit lang" in dem Raum.
 

Mut zur Farben

Neben den Grabmalen waren natürlich die Friedhofsgärtner am Zuge und sie haben den Besuchern gezeigt, was sie können - wunderschöne jahreszeitliche Teppichpflanzungen waren zu sehen.

Bepflanzungen und Grabmale regten an, über Farbe und Totengedenken nachzudenken - über Farbe und Bestattungskultur überhaupt ... nur mal der Hinweis, das hier bei uns in Mitteleuropa die rote Farbe auch eine "Trauerfarbe" war.

Gestaltung PS: Hier konnte ich manchmal das Gewisper zu hören: "das kann doch keiner bezahlen" - ja meine Herrschaften - kein Gärtner zwingt sie dazu - aber auch mit dem kleinen Geldbeutel kann man im Alltags-Maßstab die Grabbepflanzung etwas abwechslungsreicher gestalten - ohnehin muss die wechselnde Bepflanzung nicht das halbe Grab einnehmen ...
 

Holz und Glas, Grabmal vom Freiburger Bildhauer Josef Dettlinger.

Grabmal und Farbigkeit

Edelkastanie, gesägt und gebürstet - weitere Materialien sind Seidenforle (Seidenkiefer, Pinus strobus), Dallglas (handwerkliches, farbiges Gussglas) und eine Bleiabdeckungen, vom Freiburger Bildhauer Josef Dettlinger.

Mit Farbensymbolik können heut wieder viele Menschen etwas anfangen ... doch die Farbe kann bei Bepflanzung und Grabmal auch eine Beziehung zur verstorbenen Person haben - etwa die Lieblingsfarbe ...


 

Transparenz

Holz und Glas in Kombination ist oben zu sehen - auch die Kombination von Glas und Stein ist ein Mittel der künstlerischen Bearbeitung.

Die Transparenz des Glases ist für sich schon ein Sinnzeichen, ein Lichtsymbol und Zeichen der Hoffnung.

Durch die Entdeckung der Farbigkeit in der Grabmalgestaltung liegt es nahe, den Regenbogen als Symbol zu wählen ...

Gestaltung Steinmetzwerkstatt Holger Ritter (Neukirchen): Glas (bemalt) und Kalkstein, als Stele für ein einstelliges Wahlgrab. Allerdings denke ich, das man hier entweder auf den Regenbogen, oder auf die Rose hätte verzichten können - beide Symbole konkurrieren irgendwie gegeneinander ...
 

Reganbogen, Plastik: Kunstgießerei Strassacker, Grabmal aus Kalkstein von Lars Müller (Gera)

Das Geheimnis der Farbigkeit:
Zurückhaltung und Sparsamkeit

Noch einmal der Regnbogen als Symbol und die Farbigkeit in sparsamster Andeutung. Man muss nicht immer noch eins draufsetzen - der Künstler hätte ja auch alle Regenbogenfarben darstellen können.

Er hat es nicht getan.

Plastik: Kunstgießerei Strassacker, Grabmal aus Kalkstein von Lars Müller (Gera)



 

Andrea Schürgut, Keramikatelier "Feuermale": Unikate Gefäße und Objekte, Urnen und Grabzeichen aus Ton

Klang

Grabmale aus Keramik sind nichts Neues, doch Andrea Schürgut (Keramikatelier "Feuermale") - hat sie in völlig neuer Form erfunden - auf der Ausstellung waren einige zu sehen. (mehr Beispiele im pictokon-Bildarchiv)

Hier ist das Windspiel Symbol für Windhauch und Klang - der Seele ...
ein Grabmal zu Berührung ...

(Andrea Schürgut, Keramikatelier "Feuermale": Unikate Gefäße und Objekte, Urnen und Grabzeichen aus Ton, feuermale@web.de)

 

Bronze-Grabmal von Günter Lang (Eichstätt) in Zusammenarbeit mit der bekannten Kunstgießerei Strassacker in Süßen.

Bewegung

Dieses bemerkenswerte, bewegbare Grabmal entstand durch Günter Lang (Eichstätt) in Zusammenarbeit mit der bekannten Kunstgießerei Strassacker in Süßen.

Es ist eine Bronzearbeit, handwerklich gegossen, in einer Sandform. Das Steinmaterial ist Wachenzeller Dolomit. Die Bronze ist patiniert.

Gestaltung Oben hatte ich gesagt, dass auf dem Friedhof auch Außergewöhnliches stehen darf und ich habe die Friedhofsordnungen dabei erwähnt. Die Friedhofsträger haben ihre Sicht auf Gestaltung und sie müssen dabei das Gesamtbild der Friedhofsanlage im Auge haben.

Gestaltung In Grabfeldern, wo viele Gräber das Bild prägen, sind individuelle Grabmale fehl am Platz. Solche Denkmale, wie oben im Bild, fordern Platz um sich herum. Wenn sie in der Masse stehen, leidet darunter die optische Ruhe des Grabfeldes und es fehlt die Ruhe zur Betrachtung solch eines Kunstwerkes. Aus diesem Grunde sollte eine Friedhofsverwaltung spezielle Grabstellen auf dem Friedhof bereit halten und im Vorfeld der Stellenvergabe schon darauf hinweisen. Am einfachsten gelingt das, wenn schon ein ähnliches Mustergrab auf dem Friedhof vorhanden ist.

Liegestein von Gustav Treulieb, Stuttgart mit Kunstgießerei Strassacker, Süßen

Ehrlichkeit

Das liegende Grabmal ist ein altes Symbol für den ruhenden Toten, man denke an die mittelalterlichen Tumben, die das Abbild des Toten zeigten.

Hier wird der Tod nicht versteckt und überspielt.

Stein und Bronze überziehen mit der Zeit Moose, Flachten und Patina - die Farbigkeit der Zeit ...

Gestaltung Liegendes Grabmal von Gustav Treulieb, Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Kunstgießerei Strassacker, Süßen. Material: Norwegischer Marmor, handwerklich bearbeitet und zum Teil nur leicht anpoliert. Dazu patinierte Bronze patiniert, ein Wachsguss in verlorener Form



Fortsetzung zum Text oben - Blicke in die Zeit:

*** Es ist doch ein Jammer. Während sich Friedhofsträger, Grabstelleninhaber, Gärtner und Steinmetzmeister mit Regelmäßigkeit über Spitzfindigkeiten der Grabgestaltung streiten, machen seit geraumer Zeit findige Geschäftleute aus dieser Zwistigkeit ein tolles Geschäft:
Friedhöfe ohne Grabsteine - genauer: Friedhöfe ohne Gräber. Ich meine damit die "Friedwälder" und ähnliche Kreationen, wie "Friedhain", "Ruheberg" oder "Ruhepark".

Gestaltung Zwei aktuelle Beispiele habe ich hier:
Am 20. Mai 2007 hat der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich den ersten kirchlichen Friedwald in Deutschland eingeweiht. "Unter 300 Bäumen auf dem Schwanberg in Unterfranken können künftig kompostierbare Urnen beigesetzt werden. Nach den Worten des Bischofs soll das Bestattungs-Konzept Christen und Nicht-Christen erreichen, die keinen herkömmlichen Friedhof als Bestattungsort wählen wollen. Viele Menschen hätten den Wunsch nach einer naturnahen Bestattung und lehnten die festen Auflagen der Grabgestaltung der Friedhöfe ab."  epd                    Terrasse Naturbestattug: gibt es das?

oder: Am 16. September 2007 "eröffnete der Humanistische Verband Berlin (HVD) eine verbandseigene Natur belassene Familienurnengrabstätte" auf dem Berliner Waldfriedhof in Zehlendorf.  (da fallen mir gleich die Natur belassenen Ikea-Möbel ein) "Der HVD setzt mit seiner Naturgrabstätte auf einem bisher unberührten Grabfeld neue Akzente, in der Bestattungskultur Berlins und darüber hinaus."    hpd

Gestaltung Was will ich damit andeuten? Es ist an der Zeit, als Gegner solch unsinniger Unternehmungen entschieden Nein zu sagen. Nein. So genannte Naturgrabstätten sind der falsche Weg. Naturgräber gibt es nicht, denn "Bestattung" ist in jedwedem Sinn nichts natürliches. Humanistisch, also menschlich - ist es auch nicht, dem Hinterbliebenen den persönlichen Ort der Trauerbewältigung (das Grab) zu nehmen, also den Platz, wo Blumen zum Gedenken niedergelegt werden können.

Gestaltung Übrigens ist dieses "niederlegen der Blumen" ein altes Opferritual und es bleibt nun mal (wenn auch nur im Unterbewusstsein) ein menschliches Urbedürfnis dem Verstorbenen am Grabe etwas mit-zu-geben - mit ihm etwas zu teilen.

Gestaltung Die Friedhöfe waren in unserm Kulturkreis in die menschliche Alltags-Gesellschaft integriert (Kirchhof). Der Tote wurde nicht allein gelassen (vormals in der, dem Menschen feindlichen Natur) und die Friedhöfe (eingefriedete Höfe) galten als Schutzraum für die Toten. Das Mitglied der Gesellschaft wusste: im Tode bleibe ich nicht nur im Herzen meiner Angehörigen, sondern auch in ihrer Nähe - und diese Nähe war verständlicher dem Wollen der Hinterbliebenen geschuldet. Klar - wenn heute keine derartigen menschlichen Bindungen mehr bestehen (ist das wirklich so?) - oder wenn die Wege zur Grabpflege zu lang sind, muss dann gleich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und der letzte Ruheplatz des Menschen, das Grab, eliminiert werden? Ist der alte, schlichte Efeuhügel keine Alternative mehr?
--- klar: damit kann kein Gewinn erzielt werden ...
im 20 Jahrhundert verhinderte die Gartenbau- und Steinindustrie das schlichte Grab - in der Zukunft werden es die Baumbestattungs-Unternehmen sein - Hand in Hand mit humanistisch-sein-wollenenden Vereinen oder mit modern-sein-wollenenden Kirchen ...


16. Oktober 2007      Terrasse Kommentar o. Notiz schreiben?



 

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Buchsbaum Gestaltungstipp für den Hausgarten: ungebrochen ist  in den deutschen Ländern das Bedürfnis mediterrane Erinnerungen im Haugarten zu fixieren und festzuhalten.
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Gartenbilder

Buchsbaum Mediterrane Gartengestaltung ist voll im Trend und wenn auch nur kleine Winkel oder der Balkon zur Verfügung steht, so sucht man die Darstellung des südländischen Flairs.
kleine mediterrane Terrasse
Buchsbaum Kleine mediterrane Gärtchen eignen sich besonders für intime Ruhe-Flecken, in denen man sich dem Alltag entziehen und dem Lärm und den neugierigen Blicken entliehen kann.

Buchsbaum Das geht durchaus auch in kleinen Gärten - auf jeden Fall auf der Terrasse oder man entscheidet sich für etwas ganz besonderes:
Hanggarten mediterran gestaltetein kleiner, geheimer Garten im Garten. Das kann etwa ein abgeschlossenes "Grünes Gartenzimmer" mit höheren Hecken werden ... denn die hecken sind auch ein idealer Sichtschutz und Windschutz. Vielleicht verwendest du Heckengehölze mit silbrigem Laub [Sanddorn, Ölweide], das passt besser ins mediterrane Flair, als üppiges Grün.
winterharte Palmen im Garten
Buchsbaum Ein Kies-Terrassenplatz, umgeben von Hecken, dazu ein farbiger Sonneschirm über der Gartenliege und auf der Sonnenseite duftende mediterrane Stauden. Ein Quellstein, ein kleines Wasserbecken, oder eine Plastik
Sonnenschirmebringt am Ende den letzten Schliff in die Mini-Gartenanlage.

Buchsbaum Als mediterrane Stauden-Pflanzen kommen uns zuerst die Lavendelbüsche in den Sinn und Lavendel können wir auch viel pflanzen. Dort wo Wurzeln von größeren Gehölzen stören, kann der Lavendel auch gut in Kübel gesetzt
Großblütige Katzenminzewerden.

Buchsbaum Es hat sich gezeigt, das es praktisch ist, zum Lavendel noch verschiedene Ziersalbei-Arten hinzuzupflanzen. Auch Minzesorten, wie Katzenminzen bringen weitere südländische Düfte in den Garten und die Farbe Blau, die so sehr beruhigend auf das Auge und Gemüt wirkt ;-)