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Rosarium oder
Rosengarten?
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Dresdner Rosengarten |
Bei Rosengärten
musst du folgenden Unterschied machen: da gibt es die Rosarien [Rosensammlungen] wo besonders die Rosensorten in ihrer Individualität zur Geltung kommen ... |
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... und auf der anderen Seite gibt es
Rosengärten, die in ihrer Gesamtheit wirken.
Hier gehe ich mehr auf die Unterschiede dieser beiden Gartenformen ein und
empfehle dem Rosensammler mehr das kleine Rosenkabinett für seine Sammlung, was
natürlich nicht ausschließt den restlichen Garten üppig mit Rosen zu bepflanzen:
Ich habe zwei Besonderheiten auf dieser Seite anzubieten. Einmal sind es
Fotoimpressionen vom
Dresdner Rosengarten [das auch ein Rosarium
ist]. Daneben habe ich einen überarbeiteten Text von W. Lange zum Thema:
"Das Rosarium als besonderer Gartenteil" - den sollte man mal
gelesen haben :-) Es geht speziell um Rosensammlungen, aber auch um
Pflanzensammlungen im Garten überhaupt.
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Neben Karl Foerster gab es im vorigen Jahrhundert einen weitern bedeutenden
Gärtner im deutschen Raum, der auch viel publizierte. Es war Willy Lange.
Er starb 1941 mit 77 Jahren in ?. Nach 1945 war an ihn nicht mehr besonders
gedacht worden, wohl weil er Parteigänger
war.
Bekanntesten ist aber sein Buch mit dem Titel ''Gartengestaltung der Neuzeit'',
was in mehreren veränderten Auflagen von 1907 bis 1923 erschienen ist.
W. Lange
hat ein interessantes Kapitel über Rosengärten geschrieben. Dabei wies er
darauf hin, dass den Edelrosen im Garten - besonders im naturnahen Garten - ein
besonderes Gartenkabinett zugewiesen werden muss. Das betrifft neben
Edelrosen alle exotischen Pflanzensammlungen überhaupt. So habe ich hier den
erwähnten Text etwas verändert und besser online lesbar zu meiner Homepage
hinzugefügt:
"Der Rosengarten bietet in größeren Anlagen einen besonderen Teil. Ist jemand
Rosenliebhaber [wer wäre es nicht] und zugleich Sammler, so hat im letztern
Falle die Absonderung von diesem Rosarium seine Berechtigung.
Für die Anordnung und Beziehung der Teile das Rosariums gilt alles, was über
die Gliederung des Kunstgartens gesagt ist. Nur müssen noch mehr als dort die
einzelnen Rosenpflanzen dem Auge [und der Nase] zugänglich sein. Doch ist
innerhalb des Ganzen und innerhalb größerer
Teile
eine Trennung der Beete durch Wege nötig. Immer ist daran zu denken, dass der
Kunstgarten [Architekturgarten] von anderen Grundgedanken ausgeht, als die des
Naturgarten, der den vorhandenen Bestand der Landschaft aufnimmt und dahinein
die Teile des Gartens fügt, welche sich dem Gelände einordnen. Im
Architekturgarten wird man dagegen folgerichtig die einzelnen Architekturteile
des Garten, wie Haus, Terrassen, Treppen, Laubengänge, Lauben,
Kleinarchitekturen usw. als bestimmend für die Gliederung betrachten. Der
architektonische Kunstgarten ist quasi die Weiterentwicklung des
zweidimensionalen geometrischen Gartens, der die Fläche verlässt und nun die
Raumwirkung in Höhe, Breite und Tiefe betont.
Die Rosen sind in Beete zu pflanzen und es sollte gar nicht erst der Versuch
unternommen werden - natürliche Standorte nachzuahmen. Die Einfassung aller
Rosen-Beete mit Buchsbaum ist zu empfehlen, da sonst leicht Unordnung in die
Formen kommt. Eine Vereinigung von Rosen- und Blumengarten ist reizvoll und
gewährt Freuden auch zur rosenarmen Zeit.
Am Wirkungsvollsten sind Rosenpflanzungen auf amphietheatralisch kreisförmig,
oval oder halbkreisförmig aufsteigendem Gelände. Die Mitte bildet dann ein
Sitzplatz [Pavillon], auch ein Becken mit Wasserrosen, Springbrunnen, und
einzelne Glieder werden durch Terrassierung, Verbindungstreppen, Stützmauern,
Pergolen, Gitterwerk, Plastiken, Wasserkünste gesondert.

Klare Disposition ist hierbei wesentlich. So wird aus dem geometrischen Rosarium der Ebene eine architektonische Anordnung, die vor jener die Vorzüge
mehr belebter, malerischer Wirkung hat.
Hochstamm, Rosenpyramide, die Berankung von Gitterwerk, diese künstlichen
Formen der Rosenpflanze haben im Rosengarten ihre Berechtigung. Im
Landschaftlichen Garten bedeutet dagegen jeder Rosenhochstamm, einzeln oder in
Reihen am Wege, mit Festons [Gehängen] von Clematis und anderen Schlingpflanzen
verbunden, jedes Beet von Rosen, mögen sie auch noch so schön sein, einen
Misston im ganzen. Gleiches gilt von allen hochstämmig gezogenen Pflanzen, die
ihrer Natur nach Sträucher sind.
Auch die Berankung von Wänden, Häusern, Lauben
mit Rosen ist eine Vergewaltigung der Physiognomie der so genannten
Kletterrosen. Sie klettern und ranken von natur überhaupt nicht, sondern werfen
ihre schlanken Blumenloden nach allen Seiten hin aus dem Strauch. So sind sie
im landschaftlichen Garten auf sonnigen Hügeln, an Abhängen oder überhängend
über gerade und schräge Stützmauern, angelehnt ''klimmend'' an sparrigen
Buschbäumen der Eichen [Tiefwurzler - sie stören die Rosen nicht], Akazien,
Wachholder, Kiefern und anderer, am rechten Ort. [Vergleiche die
Pflanzenlisten, in denen Rosen naturgemäß vorkommen]

Ein Haus mit Rosen umrankt! Ein poetischer Begriff, aber ein Verstoß gegen
die Naturwahrheit. Wenn das Haus von Rosen umgeben ist, steht es auch in Rosen,
von ihnen umschlungen in einem tieferen Sinne, und zum Beklettern der Wände
haben wir andere Pflanzen [selbstkletternde Arten].
Bild als eCard
Nur solche, die mit Haftorganen ausgerüstet sind, sollte man an Wänden
klettern lassen. Die Schlingpflanzen, wie Glyzinien, Jelängerjelieber fordern
logisch-ästhetisch an Wänden ein Spaliergitterwerk, um dessen Stäbe sie sich
schlingen. Am Hause, an Lauben, an den Wänden, am Vorbau, Balkon,
Terrassengeländer können sich aber auch die so genannten Kletterrosen in freiem
Wuchs das Haus, ohne es doch gezwungen zu beranken - wie auch die Liebe sich
nicht erzwingen lässt.-
Auch Sammlungen anderer Pflanzen: Stauden, Georginen [Dahlien], Kakteen,
Blattpflanzen, Alpenpflanzen erhalten dann einen besonderen Platz und
besonderer Form, wenn sie sich in das landschaftliche Gartenbild nicht
organisch einfügen lassen, weil ihr Erscheinungsbild nicht zu den herrschenden
natürlichen Motiven passt.
So lassen sich längs einer Mauer, der Weg mit Buchsbaum begrenzt, Stauden als
Blumenrand in wirkungsvollen Farbzusammenstellungen und in planmäßiger
Blütenfolge anordnen. Die Mittel geben hierzu die Listen.

Dahlien und Gladiolen, kurz alle Sortimentsblumen werden am besten in
geometrisch oder architektonisch ausgestalteten teilen des Geländes vereinigt.
Bei all diesen Sammlungen handelt es sich um die Wirkung der Pflanze, der Sorte
an sich und in äußerlicher Beziehung [Farbunterschiede, Höhenunterschiede]
zueinander, aber nicht um ihr Aufgehen und harmonisches Mitwirken in einem
landschaftlichen Bilde.
Die Vermischung von Beeten mit landschaftlicher Anordnung, die Unklarheit der
Motive, die sich auch in Sinnwidriger Vereinigung von Ziergebäuden mit
landschaftlich sein sollenden Gartenbildern zeigt, hat neuerdings [um 1930
geschrieben] dazu geführt, dass Menschen mit klarem Sinn für das Vernünftige,
organisch Zusammengehörige des Naturstil des Gartens ganz verworfen haben.
Besonders die Künstler des zweck- und Sachstils haben dagegen geeifert.
Die Widersinnigkeiten liegen aber nicht darin, die Pflanzen im garten nach
natürlichen Motiven zu vereinigen, sondern in allem dem, was diesen Motiven
nicht zugehörig ist und doch hingebracht wird.

Wer würde es heute dulden, dass auf einem Bild eines deutschen Eichenwaldes
vom Maler eine Palme dargestellt würde, bloß weil die Palme auch eine
Pflanzenschönheit ist!
Ebenso falsch ist es, Palmen [in Mitteleuropa] in das landschaftliche
Gartenbild eingliedern zu wollen. Das geht nicht; es ist immer ein Misston, um
so mehr, wenn die Palmen wie am Orte gewachsen erscheinen, durch beranken,
Eingraben der Kübel und Töpfe usw...
Das Gegenteil ist richtig: Alle nicht in die landschaftliche Physiognomie
[Physiognomie = Ausdruck der Lebensbedingungen, Naturbedingungen, in der
körperlichen Gestalt.] passenden Pflanzen müssen in deutlich sichtbaren,
möglichst schönen Gefäßen [Kübel, architektonische Hochbeete] stehen."
Zu den Bildern: Ich hatte den Rosengarten
Ende Oktober 2006 besucht: 21°C Tagestemperatur und bis dahin auch noch keine
Frostnächte in Dresden.
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| Die
Hauptachse des Dresdner Rosengarten wird von einer Plastik dominiert
(Professor Felix Pfeifer "Genesung" 1936). |
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Der
Chef |
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'Magnet' |
'Sonne der Freundschaft' |
'Tournee' |
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Hamamelis virginiana, die "Herbstblühende Zaubernuß" - sie
stand am
25. Oktober 2006
in voller Blüte. |
'Bianka' Übrigens, die Rosen, die hier im Rosengarten stehen sind fast
alles "DDR" - Rosenzüchtungen - viele kommen auch aus Dresden selber
... nur bei dieser Sorte bin ich mir nicht ganz sicher ... |
'Karneol' |
PS. Das ich im Oktober noch mal im
Rosengarten war, das hatte natürlich einen Grund.
Wie das so geht ... ich hatte nämlich - dämlich, wie ich war - einen ganzen
Ordner Fotos vom Rosengarten versehentlich gelöscht - ohne Sicherungskopie ....
na und so bin ich noch mal losgezogen ... ;-)
Aber nun das Besondere:
mit den Bildern oben hast du damit gleich die Rosensorten, die offensichtlich
sehr lang blühen ...
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Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Haus-Garten-Website. Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte und schauen Sie doch morgen noch mal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige Informationen übersehen :-)
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Da ich kein
Rosenprofi bin, muss man es mir nachsehen, wenn ich
meine eigene Art habe Rosen zu kategorisieren: |
Für mich
ist eine Rose nicht zuerst Beetrose, Edelrose,
Strauchrose oder Kletterose, sondern eine im Garten
wachsende Rose, welche duftet oder nicht duftet
;-)
Diese Einteilung schlage ich jedem
Rosen-Anfänger vor.
duftende Rosen
verschiedene Rosensorten in Bildern
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