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Unruhige Nacht
Heut war mir bis zum jungen Tag
Der Schlummer abgebrochen,
Im Herzen ging es Schlag auf Schlag
Mit Hämmern und mit Pochen,
Als trieb sich eine Bubenschar
Wild um in beiden Kammern,
Gewährt hat, bis es Morgen war,
Das Klopfen und das Hammern.
Nun weist es sich bei Tagesschein,
Was drin geschafft die Rangen,
sie haben mir im Herzensschrein
Dein Bildnis aufgehangen!
Konrad Ferdinand Meyer |
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Das Berühmteste Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer ist wohl "Der
Römische Brunnen" :
Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.
... doch habe ich in seinem kleinen Sammelband an die 370 lesenswerte Gedichte
gefunden, wobei speziell die "Liebesgedichte" recht mager vertreten sind ...
doch hier noch ein bedenkenswertes Kurzgedicht:
Schillers Bestattung:
Ein ärmlich düster brennend Fackelpaar, das Sturm
Und Regen jeden Augenblick zu löschen droht.
Ein flatternd Bahrtuch. Ein gemeiner Tannensarg
Mit keinem Kranz, dem kargsten nicht, und kein Geleit!
Als brächte eilig einen Frevel man zu Grab.
Die Träger hasteten. Ein Unbekannter nur,
Von eines weiten Mantels kühnem Schwung umweht,
Schritt dieser Bahre nach. Der Menschheit Genius war's.
noch ein kurzes
Liebesgedicht
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