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Spätsommerliebe ...
Spätsommerliebe
Nein, man kann`s nicht länger ignorieren,
dass erste Stürme uns schon kalt umweh`n.
Wir fröstelnd nun, am dunstigfrühen Morgen
durch silbrignasse Wiesen geh`n.
Wo Tau, wie angehaucht, das Gras umhüllt
und man den Herbst als Ahnung in sich fühlt.
Oh ja! Man spürt die Jahreszeitenwende,
und der Sommerfreuden Ende.
Das Jahr, im Umbruch, will sich neu gestalten;
nichts auf der Welt läßt sich für immer halten!
Doch bald schon werd` ich neu mein Herz verlieren,
und Purpurlaub wird bunt die Wälder zieren.
© Anette Andersen (Bild und Text)
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