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kleine Bäume Bambus III  -> Bambusgarten oder Bambushain:  Bambus und Architekturen ... optische Tricks ... besondere Gartengestaltung


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Tipp 

 

Pflanzen: Bambus deckt und ist doch transparent

Bambushain

Bambus wirkt leicht und transparent und er hat tatsächlich etwas von jener ersehnten fernöstlichen Gelassenheit :-)

Hier wurde der Bambus von untern her etwas aufgeputzt und schmächtige Triebe ausgeschnitten. Mit optimaler Düngung und Wässerung entsteht so, aus dem dicken Bambusgebüsch ein lockerer Bambus-Hain.

Gartengestaltung Ein kleiner "Bambushain" ist nicht nur Sichtschutz, sondern auch ein hervorragender Windschutz, denn in ihm wird der Wind gekämmt und damit quasi herunter-transformiert. Einfache Bretterwände oder Mauern eignen sich weniger als Windschutz, da sich hier der Wind kanalisiert wird und verwirbelt.   Bambus im Garten - Sichtschutz Windschutz auf der Terrasse


Bambushain im Japanischen Garten

Pfad in einen geheimen Garten ....


Gartengestaltung Ein kleiner Bambuswald kann zwei Gartenteile voneinander trennen - oder sagen wir besser: "verbinden".  Wenn der Pfad durch die Bambusrohre etwas geschwungen ist, dann bleibt der Sichtschutz voll erhalten.

Gartengestaltung Solch ein Pfad ins Ungewisse weckt die Neugier. Und Neugier zu wecken  ist ein wesentlicher Aspekt, Gärten interessant zu machen. Diese Effekte bediente man sich besonders im 18. Jahrhundert, als die Landschaftsgärten Mode wurden.

Gartengestaltung Wichtig ist, wenn du einen Hain anlegen möchtest - sei er aus Bambus - oder aus Ziergehölzen [etwa Zierkirschen] - dass immer nur eine Art und Sorte gepflanzt wird!

Bambushain mit Spielplatz

BLeichtigkeit vermittelt der Bambushain
hier als Spielplatz umgesetzt

Ein Spielplatz mit dem Gestaltungsthema: Luft.

"In luftiger Höhe können Kinder und Besucher entdecken, schauen und spielen.

Schwingende und rauschende hohe Gräser (Bambus und Chinaschilf, Miscanthus x giganteus) füllen das Spielfeld und grenzen den Spielplatz von der Umgebung ab. Die Kinder tauchen in eine im Wind rauschende Gräserwelt ein ...


 

Bambushain mit Spielplatz

BLeichtigkeit vermittelt der Bambushain
hier als Spielplatz umgesetzt

... ohne den Boden zu berühren, kann man sich hangelnd, schaukelnd, auf den Seilen balancierend bewegen.

Auf Holzhäckseln, die den gesamten Boden bedecken kann man federleicht laufen.

Der Orientierung dienen "Schau-ins-Land"-Podeste."

Gartengestaltung [Buga 2007 (Ronneburg), Planung: Krüger, Dresden]
 

kleiner Bambusgarten im Hof

Bambus und Architektur

Hier noch mal der Bambushof, den ich schon an anderer Stelle gezeigt habe.

Hier wollen wir uns diesen unter dem Gesichtspunkt der Kombination von Bambus mit Architekturelementen  betrachten ...


 

kleiner Bambusgarten im Hof

Durchblicke: Bambus, Bambuspflanzen   Durchblicke: Bambus, Bambuspflanzen

etwas Besonderes

... ein Bambusgärtchen irgendwo auf freiem Felde ist nie so interessant, wie etwa in der Verbindung mit Kleinarchitekturen oder Mauern.

Gartengestaltung Im Bild sind es Garteneinfriedungen [Chinesischer Garten Berlin Marzahn, Bochum], die an einigen Stellen transparent gehalten wurde. Sie machen den Einblick auf den Bambusgarten zur Besonderheit werden.

kleiner Bambusgarten im Hof

optische Erweiterung

Hier nochmals ein Ausblick auf den Bambus- Hofgarten, aus einem Pavillon.

Der Garten selber ist nicht besonders groß, aber die Bambuspflanzung macht die Gartenanlage optisch weitläufiger, als sie in Wirklichkeit ist ...

 

Teehaus, Teehausgarten in Zuschendorf, Bambusgarten

Teehaus für die japanische Teezeremonie in einem kleinen Bambusgarten

Das Teehaus für die berühmte Teezeremonie der Japaner ist in ihrer Idealform eine schlichte, mit Stroh gedeckte Berg-Hütte.
Hier steht sie in einem Bambushain ...
Hütte und Bambus ergeben eine scheinbar natürliche Einheit ... in Wirklichkeit ist es der Kontrast von Menschenwerk und Natur ... allerdings dargestellt in äußerster Zurückhaltung ... so wird der Gegensatz zur Harmonie ...
Buchsbaum Bambusgarten 


 

Thomas Jacob, WebmeisterIch danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
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Impressum

 



Der Gartenhain als Gestaltungskonzept:

Teehaus in einem BambusgartenZiergräser Haine sind keine Natur-, sondern Kulturlandschaften. Hainartige Wälder entstanden in Mitteleuropa besonders in vorgeschichtlichen Zeit, als Wälder mit von Nutztieren beweidet und überweidet wurden.  

Ziergräser Diese so genannte Waldweide verhinderte, dass sich der Wald regenerierte und so konnte etwa über einen Zeitraum von vielen hundert Jahren ein stattlicher Eichenhain entstehen,  dessen Baumbestand nur alte, große Baumriesen.  Die nächste Stufe der überweideten Wälder sind übrigens die Heidelandschaften. Wurden also die Wälder so lange beweidet und Nutzholz geschlagen, dass auch die Hainlandschatzerstört wurde, so blieben nur noch Heidelandschaft übrig. Doch zurück zu den alten Baumriesen:

Ziergräser Wir können uns in der Phantasie gut ausmalen, dass uralte Waldhaine auf die Menschen großen Eindruck gemacht haben und dass diese dann als heilige Orte verehrt wurden. Man kennt dies aus den verschiedensten Kulturkreisen. Vielleicht ist der Hain auch das Vorbild für den archaischen Tempelbau, der später mit seinen Kolonnaden aus Stein eine Erinnerung an die heiligen Wälder darstellt.

Ziergräser Als der legendäre König Salomo vor 3000 Jahren von seinem Baumeister Hiram Zedern- und Zypressenholz, für seinen Tempelbau aus dem Libanon anforderte, war das zur Zeit der Antike schon das Ende einer vom Menschen gemachten ökologischen Katastrophe, die bereits in der vorderasiatischen Bronzezeit ihren Anfang genommen hatte.

Zedernwald im LibanonZiergräser Schon damals holzte man für Bauholz, Brennholz und für den Schiffsbau großflächig bewaldete Gebirgszüge ab. Die Überweidung mit Schaf- und Rinderherden tat das Übrige.

Ziergräser In den steinernen Tempelbauten der Bewohner dieser Landstriche, besonders aber in den Tempelbauten der Griechen und Ägypter finden sich anfangs noch Holzbautechniken, die von den Steinmetzen auf den Steinbau übertragen wurden. Das waren besonders die Säulenhallen. Und die Säulentempel waren im eigentlichen Sinn, zu Stein gewordene heilige Haine.

Ziergräser Im 1. Buch der Könige (Bibel), Kapitel 7 ist der Bau des Libanon-Waldhauses von König Salomo beschrieben, der parallel zum Tempelbau verlief:
“An seinen Königshäusern baute Salomo dreizehn Jahre, bis er sie ganz vollendet hatte. So baute er das Libanon-Waldhaus, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch. Auf drei Reihen von Zedernsäulen legte er eine Decke von Zedernbalken und deckte auch mit Zedernholz die Gemächer über den Säulen; und es waren fünfundvierzig Säulen, je fünfzehn in einer Reihe. Und Gebälk lag in drei Reihen, und Fenster waren einander gegenüber dreimal. Und alle Türen und Fenster waren viereckig.“
der Text beschreibt weiter den Bau der Paläste

Ziergräser Gleichzeitig baute man schon mit Stein, der das Holz ersetzte, wobei die Säulen zum Teil noch hölzerne Stämme waren, also ein Stück gebauter Hain – ein Stück gebauter Libanon-Wald.

Ziergräser Auch die ägyptischen Tempelhallen, wie die in Karnak, glichen einem heiligen Hain.
Ihre Decken zeigten das Blaue des Himmels, Sterne und schwebende Geier. Ihre Säulen waren meist als Pflanzen geformt, als Papyrus, Lotos oder Palme. Es gab einfache und gebündelte Säulen. Sie standen auf einer niedrigen Basis, hatten vielfach einen starken eingezogenen, von Deckblättern umhüllten Fuß und zum Teil einen ausgebauchten Schaft. Den Säulenkopf bildeten geöffnete Blüten oder Knospen, Dolden oder eine Reihe von Palmblättern.

Ziergräser Im Säulensaal von Karnak tragen 16 Reihen von mächtigen Säulen das Dach. Sie lassen nur wenig Raum zwischen sich. Alle sind reich mit bunten Reliefs und Hieroglyphen geschmückt. Die zwei mittleren Reihen sind 21m, die übrigen 13m hoch. Die 3 erhöhten Mittelschiffe erhalten durch Gitterfenster gedämpftes Licht. In diesen Räumen kamen sich die Menschen wohl zwergenhaft klein vor. Ein Maximum an Aufwand – aber auch ein Maximum an Eindrücklichkeit.

Ziergräser Die Griechen führten diese Art der Bauweise in ihren wesentlich einfacheren Tempeln auf ein anderes Maß zurück. Ein Optimum an Nutzbringung und ein Optimum an Schönheit.
Wo mögen die Griechen ihre Anregungen für dieses Denken gefunden haben ?

Ziergräser Interessant ist, das den Griechen eine entwickelte Gartenkunst fremd war (anders in Rom!). Ihre Tempel und Paläste bauten sie frei in die Landschaft.

Ziergräser Auch der oben schon erwähnte König Salomo besaß keine besonderen Gartenanlagen – denn in den Lichtungen des Libanonwaldes, in den er seinen Wohnhaus bauen ließ – hätte sich ein Garten gegen den uralten Zedernwald wohl erbärmlich ausgenommen.
Ähnlich war dies bei den Hellenen. Sie brauchten keine Kunst- und Ziergärten, denn sie besaßen diese schon. Ich meine damit ihre Obstplantagen. Und von den vielen Obstarten pflanzte man auch den edelsten und nutzbringendsten Baum – den Ölbaum. Karl Foerster beschrieb ihn mit folgenden Worten:

Ziergräser "Welch merkwürdige Mischung von morbidem Stammwerk mit tropisch kraftvollem Silberlaubgeäst ist doch der Ölbaum. Er weckt keine Liebe auf den ersten Blick, aber lerne ihn erst mal vierzehn Tage kennen!
Nie ist er schöner als im Mondlicht. Er ist ein wahrer Mondscheinbaum. Auf Wind und Regen antwortet er mit Silberschauern ..."

Ziergräser Vielleicht hat man mit der Schönheit eines uralten Ölbaumhaines im Irdischen eine Grenze erkannt ... eine durch höchsten Nutzen und Zeitlosigkeit gesteigerte Schönheit.
(Beisp. Streuobstwiesen)

Ziergräser Baukunst Äquivalent sehe ich in der antiken Architektur mit ihrem Maßhalten im Gegensatz zur ägyptischen Architektur ... eine Grenze, wo Schönheit und Nützlichkeit gleichgewichtig ineinanderwirken. Dieses Maß-halten in der Architektur der Griechen und später auch in der der Römer sehe ich persönlich den bedeutungsvollsten Aspekt dieser alten Baukunst
aus Stein.

Bambus im Garten - Sichtschutz
Holz, Stein, Bambus