HOME -->
Hecken
-->
ABC
Verzeichnis -->
|
Sträucher
Kirschlorbeer I
Kirschlorbeer II
Sortenübersicht
 |
Rückschnitt ist möglich! |
Wenn Kirschlorbeer kränkelt, dann hilft oft schon ein starker Rückschnitt,
der von den Pflanzen auch sehr gut vertragen wird.
Bild: frisch durchgetriebener Kirschlorbeer im Frühjahr.
|
Die Krankheiten:
|
Ursache: Falsch Pflege, Stress - Wintersonne - saurer Boden - falsches Düngen
Nicht selten wird die erste Freude über die neue Kirschlorbeerhecke oder den
getopften Lorbeer auf der Terrasse durch
hässliche Pilzkrankheiten getrübt. Die Ursache ist meist die, dass die Pflanzen
in der Eingewöhnungszeit am neuen Standort Stress haben - ein Kirschlorbeer ist
auch nur ein Mensch ;-)
Die eigentliche Heimat (Seit 1576 bei uns in Kultur) des Kirschlorbeer ist der
wärmere Süden Europas, der Orient und der Kaukasus - und so kann das Gehölz bei
uns in kalten, polaren Wintern durchaus Frostschäden erleiden.
|
|
|

|
Frostschaden |
Frostschäden an Lorbeerkirschen treten meist
an frostigen Tagen im Februar auf und zwar an den Stellen, wo die Morgensonne
auf die Hecke trifft.
Die
Frostschäden werden vom Kirschlorbeer meist gut verkraftet, doch wenn er auf
ungünstigen Boden steht hat er schon mal an zwei Fronten zu kämpfen. |
Das immergrüne Gehölz möchte einen neutralen oder alkalischen Standort!
Neigt der Boden zum "versauern", solltest du die Erde regelmäßig mit
den nötigen
Kalkgaben verbessern. Besonders bei Kübelpflanzen ist auf die
optimale Qualität der Topferde zu achten!
Der beste Frostschutz ist das Mulchen der Wurzelbereiche im Herbst.
Kalidünger (Spätsommer) hilft den Pflanzen bis zum Winter rechtzeitig zu
"verholzen" und das ist ebenfalls ein Schutz gegen Frostschäden.
Das Gegenteil von rechtzeitig ausgehärteten Trieben bewirkst du, in dem du
übermäßig Stickstoff düngst, etwa durch Kunstdünger. Diesem Problem kannst du
leicht entgehen, wenn du den Stickstoff in Form von Hornspänen zugibst.
Die schlimmsten Winterschäden werden allerdings nicht durch Kälte verursacht,
sondern durch "Wärme". Wenn nach einer polaren Nacht der Wurzelbereich der
Gehölze durchfroren ist, dann können morgendliche Sonnenstrahlen im Februar die
immergrünen Blätter austrocknen, weil sie beginnen Wasser zu transpirieren. Die
Pflanze kann aber durch die Wurzeln keine neue Feuchtigkeit nachziehen, weil eben nur Eis da
ist und so entstehen "Trockenschäden" im Winter - besonders an
Kübelpflanzen! Eisige Winde, etwa auf Dachterrassen oder Hausecken tun dann das Übrige ...
Manchmal hilft auf der Terrasse im Winter nur das Beschatten der Pflanzen durch Tücher oder
Gaze. Die immergrünen Kübelpflanzen sind, wenn es geht auch im Winter
maßvoll zu gießen!
Frostschäden sind keine Krankheit im eigentlichen Sinne - doch sie
verursachen den Pflanzen Stress ...
Weitere Standortansprüche sind: keine volle Sonne den ganzen Tag (besser
Halbschatten bis Schatten) , der Standort darf nicht zu zugig sein (für
Windschutz sorgen) und die Pflanzen sollten nicht zu trocken stehen -
Folge: sperriger Wuchs und fleckige Blätter - meist mit braunen Rändern.
Stress-Wirkung: Pilzbefall und Schädlinge
Sind die Kirschlorbeerpflanzen durch die oben genannten Ursachen geschwächt und
kommt dann noch der Stressfaktor des Verpflanzens hinzu, dann sind die Gehölze
anfälliger gegen
Krankheiten und besonders gegen Pilzbefall.
Schrotschusskrankheit - eine Pilzkrankheit, die meist durch durch Trochila
laurocerasi hervorgerufen wird. Der schädigende Pilzbefall tritt oft nach einem verregneten
Frühjahr ein. Die Blätter des Kirschlorbeer bekommen rot-schwarze Flecken, die
von innen her austrocknen.
Gelbe Blätter: (Zweigdürre, Spitzendürre - diese Krankheit wird ebenfalls durch einen Pilz
verursacht: Monilia laxa - die Blätter und Triebe bekommen braune Ränder, werden
im zeitigen Sommer gelb und fallen zum Teil ab oder trocknen ein). Oft sind
jedoch Trockenschäden die Ursache der gelben Blätter, meist nach der
Neupflanzung. In diesem Fall sind meist Pflanzen mit beschädigten Wurzeln
gepflanzt worden.
Blattläuse - Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse usw. befallen geschwächte
Pflanzen oder auch gern, mit Stickstoff überdüngte Kirschlorbeerpflanzen.
|

|
Pilzkrankheiten |
Krankheiten am Kirschlorbeer - vor allem:
Schrotschußkrankheit - Schadpilz: Trochila laurocerasi (links) und gelbe Blätter - (rechts) |
Erste Hilfe: Bei Schrotschusskrankheit Zurückschneiden der befallenen
Triebe, bei der Zweigdürre wird stärker zurückgeschnitten - die vom Pilz
befallenen Triebe müssen unbedingt verbrannt oder in Folie verpackt in der
Mülltonne entsorgt werden.
Beim Befall durch Läuse hilft neben dem Rückschnitt wohl meist nur die chemische
Bekämpfung der Insekten (Insektizide, systemisches Insektizid).
Wegen der raschen Veränderungen Präparate und deren Zulassung und Genehmigungen
von Pflanzenschutzmitteln gehst du sicher, wenn du dich beim Pflanzenschutzamt
deines Bundesländes informierst, bzw. im Fachhandel.
Wenn wirklich nichts mehr geht, dann verwende ich das Präparat: Bi 58® - früher
auch Bi 58 EC.
Der Wirkstoff ist Dimethonat und wird nicht nur durch die Blätter aufgenommen,
sondern auch durch Wurzeln. Nach meinem Wissen wird Bi 58® von der Firm COMPO
hergestellt und kann auch über diverse Online-shops bezogen werden.
Die bekannte Firma Neudorff bietet "Spruzit Schädlingsfrei", "Raptol
Schädlings-Spray" oder "Promanal" an.
(Stand Juni 2006)
Alternativen zu Chemie:
Chemische Präparate sollten im Ziergarten oder auf dem Balkon und der Terrasse nur im
äußersten Notfall Verwendung finden.
Wie schon gesagt ist ein optimaler Standort mit optimalen Bodenverhältnissen die
Erste Voraussetzung für gutes Gedeihen. Neben Boden und Standort gibt es aber
noch einen weiteren beeinflussbaren Faktor: das Wasser!
Nicht erst seit dem, durch seine Versuche mit Eiskristallen berühmt gewordenen
Japanischen Forscher: Dr. Masaru Emoto. (Erfolgs-Buch: Die Botschaft des
Wassers) ist klar:
Wasser ist nicht gleich Wasser. Zur Verbesserung der Wasserstruktur gibt es
schon seit Jahren ganz gut funktionierende Systeme: Granderwasser-Wasserbeleber,
Plocher-Energiesystem (bringt Sauerstoff ins Wasser) oder EWO-Wirkprinzip.
Ich nutze diese Alternativtechnik :-)
 |
"belebtes Wasser" | Ich habe
am Hauswasseranschluss einen Grander-Wasserbeleber und damit ist mein ganzes
Trinkwasser positiv aktiviert - optimal für Mensch Tier und Pflanzen :-) |
Prunus laurocerasus 'Anbri' Etna
Heckenpflanzen
Schrotschußkrankheit, Pilzkrankheiten, Pflege und Pflegehinweise für
Kirschlorbeer und Echten Lorbeer (Laurus nobilis), Krank,
Krankheiten Impressum
|
|
Kurz-Übersicht -> bedenke folgende Fragen:
1. -> Vorsicht mit Stickstoffdünger!
2. -> kalireiche Dünger verwenden
3. -> Frostschäden nur ausschneiden
Hecken und Formschnitte - beides sind Gestaltungselemente
architektonischer Gärten.
Mit
der Hecke wird der Garten quasi zu einem grünen Bauwerk, wo Zäune und Mauern aus
Pflanzenmaterial geformt werden. Man spricht beim Architekturgarten tatsächlich
auch vom "gebauten Garten" und man könnte denken, dass diese formale Gärten das
Gegenstück zu den so genannten Naturgärten sind.
Besonders beim Hausgarten meinen wir heute vom gebauten Garten zum Naturgarten
und Ökogarten "zurück" finden zu müssen.
In diesen Gedankengängen gibt es jedoch gleich zwei fehlerhafte Ansätze. 1.] ein
Architekturgarten kann durchaus ein Öko-Garten sein, etwa wenn wir den Garten
mit Trockenmauerwerk gliedern oder als Hec kenmaterial
ökologisch wertvolle Gehölze verwenden.
2.] Ein Garten ist keine unberührte Natur, sondern der Garten war schon immer
ein gebauter und gestalteter Lebensraum des Menschen und vielleicht das älteste
Stück Kulturlandschaft überhaupt.
Bei der Gestaltung im Hausgarten können wir allerdings je nach Größe der Fläche,
den Garten Stückweise landschaftsnah gestalten. Das heißt: nahe dam Haus
gestalten wir den Garten streng architektonisch und zur [vielleicht offenen]
Landschaft hin, schaffen wir einen gleitenden Übergang zur Umgebung.

Hecken können bei dieser Gliederung hilfreich und nützlich sein. Ich meine hier
tatsächlich Heckenpflanzungen innerhalb des Gartens, von denen wir oft meinen,
sie engen Raum ein. Das Gegenteil ist der Fall.
Wenn du dir an der Terrasse einen kleinen "Garten im Garten" schaffst, dann hast
du neben der besseren Raumbildung meist auch einen besseren Sichtschutz und
Windschutz nahe am Haus.
Des Weitern Entsteht durch das Heckentor, welches sich zum 2. Gartenteil öffnet,
eine optische Gartenerweiterung. Der bekannte Gartengestalter
Willy Lange
[†1944] schreibt hierzu folgendes: "Wieder eine scheinbare Verkleinerung des
Gartens, a ber
in der Tat für das Gefühl eine Vergrößerung. Denn nun ist hinter der Hecke 'auch
noch etwas'. Der Garten ist an der Hecke 'noch nicht zu Ende'.
Die lockere Bepflanzung, welche den merklichen Abschluss des Gartens gegen den
Nachbar bildet, wirkt durch die Hecke 'fern' ... die Deckung des Hausgartens
gegen Sicht vom Nachbarn [also aus seiner Perspektive] wird dadurch verstärkt,
dass die Hecke der Nachbargrenze ferngerückt ist. Durch eine nahe Hecke kann man
hindurchlugen, durch eine ferne nicht."
Hecken sind also ein universelles und praktisches Gestaltungselement im Garten
und sie lassen sich innerhalb der Hausgartenanlage leichter schneiden, als etwa
auf der Grundstücksgrenze zum Nachbarn hin.
Damit möcht ich Mut machen, den Garten mal anders zu gestalten und aus anderer
Perspektive zu sehen, nämlich als eine Weiterführung der Hausarchitektur hin zu
grünen Wohnräumen.

Beispiele und Anregungen für dieses Prinzip kannst du dir auf Gartenschauen
holen. Erinnert sei hier auch an die Schaugärten in
Appeltern wo
auf einer Riesenfläche Miniatur-Mustergärten bestaunt werden können.
Zum Thema "Garten im Garten" und über "Geheime Gärten" habe ich übrigens auch
auf dieser Homepage geschrieben und zwar im Zusammenhang mit den formalen
englischen Gärten, die durchaus auch im Zusammenhang mit den Landschaftsgärten
zu sehen sind.
formale englische Gärten
|
|