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Ligustrum vulgare
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Ligustrum ovalifolium
Wintergrüner Liguster, japanischer Liguster
Immergrüner Liguster
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Der "Wintergrüne Liguster" stammt aus Japan - er wächst dort im feuchten maritimen Klima.
Ungeschnitten wird diese Liguster-Art bis 5m hoch - eigentlich ist L. ovalifolium ein recht schönes Einzelgehölz, doch wird er hier fast nur als Hecke verwendet.
Bild: Winterfarbe der Blätter.
Ligustrum vulgare
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Ligustrum ovalifolium ist auch im Winter grün - in dieser Jahreszeit variiert die Blattfarbe zwischen den verschiedensten Gelb- und Grüntönungen und Bronzefarben.
Der Wintergrüne Liguster sollte bei uns besonders in der wintermilden Klimazone nahe der Nordsee und der Ostsee gepflanzt werden - in barfröstigen, kalten Wintern kann er sehr leiden.
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Blattform: Ligustrum ovalifolium
Dieser japanische Liguster ist üppiger im Wuchs, als die heimische Art - auch die Blätter sind breiter.
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Zum Vergleich:
Ligustrum vulgare
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Hier unser Ligustrum vulgare - mit lanzettlichen Blättern - unser gewöhnlicher Liguster ist sommergrün, doch die Sorte 'Atrovierens' ist gleich dem "Ovalifolium" eine immergrüne Form.
Ligustrum vulgare 'Atrovierens'
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immergrüne Ligusterhecken
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Wie schon gesagt, wachsen die Ovalifolium-Hecken sehr üppig.
Das Wurzelsystem ist flach und filzig - es schützt den Boden also gut vor Erosion.
Dieser Liguster kann also auch an Abhängen zur Bodenbefestigung eingesetzt werden.
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winterliches Farbenspiel auf der Sonnenseite |
Dieselbe Hecke (Bild oben) auf der Seite, die im Winter von der Sonne
beschienen wird - hier sind helle und gelbe Farbtöne zu sehen, doch die
Blätter können sich durch die Sonneneinstrahlung auch seh rdunkel färben
(Bild unten)
Übrigens lassen sich diese Heckenpflanzen leicht durch Stecklinge oder
Stechhölzer vermehren. |
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Blattfarben bis hin zu schwarzgrün |
Hier noch einmal eine winterliche Laubfärbung bis hin zum schwarzgrünen
Farbton - auf der Blattunterseite sind jedoch alle Blätter einfach-grün.
Ähnlich variiert in der winterlichen Blattfarbe auch
Ligustrum vulgare 'Atrovierens'
- die winterhärtere Ligustersorte. |
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Insektenfraß an den Blättern. |
Heckenpflanzen
Impressum
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Hecken und Formschnitte - beides sind Gestaltungselemente architektonischer Gärten.
Mit der Hecke wird der Garten quasi zu einem grünen Bauwerk, wo Zäune und Mauern aus Pflanzenmaterial geformt werden. Man spricht beim Architekturgarten tatsächlich
auch vom "gebauten Garten" und man könnte denken, dass diese formale Gärten das Gegenstück zu den so genannten Naturgärten sind.
Besonders beim Hausgarten meinen wir heute vom gebauten Garten zum Naturgarten und Ökogarten "zurück" finden zu müssen.
In diesen Gedankengängen gibt es jedoch gleich zwei fehlerhafte Ansätze. 1.] ein Architekturgarten kann durchaus ein Öko-Garten sein, etwa wenn wir den Garten
mit Trockenmauerwerk gliedern oder als
Heckenmaterial ökologisch wertvolle Gehölze verwenden.
2.] Ein Garten ist keine unberührte Natur, sondern der Garten war schon immer ein gebauter und gestalteter Lebensraum des Menschen und vielleicht das älteste Stück Kulturlandschaft überhaupt.
Bei der Gestaltung im Hausgarten können wir allerdings je nach Größe der Fläche, den Garten Stückweise landschaftsnah gestalten. Das heißt: nahe dam Haus
gestalten wir den Garten streng architektonisch und zur [vielleicht offenen] Landschaft hin, schaffen wir einen gleitenden Übergang zur Umgebung.
Hecken können bei dieser Gliederung hilfreich und nützlich sein. Ich meine hier tatsächlich Heckenpflanzungen innerhalb des Gartens,
von denen wir oft meinen, sie engen Raum ein. Das Gegenteil ist der Fall.
Wenn du dir an der Terrasse einen kleinen "Garten im Garten" schaffst, dann hast du neben der besseren Raumbildung meist auch
einen besseren Sichtschutz und Windschutz nahe am Haus.
Des Weitern Entsteht durch das Heckentor, welches sich zum 2. Gartenteil öffnet, eine optische Gartenerweiterung. Der bekannte Gartengestalter
Willy Lange [†1944]
schreibt hierzu folgendes: "Wieder eine scheinbare Verkleinerung des Gartens,
aber in der Tat für das Gefühl eine Vergrößerung. Denn nun ist hinter der Hecke 'auch noch etwas'. Der Garten ist an der Hecke 'noch nicht zu Ende'.
Die lockere Bepflanzung, welche den merklichen Abschluss des Gartens gegen den Nachbar bildet, wirkt durch die Hecke 'fern' ... die Deckung des Hausgartens
gegen Sicht vom Nachbarn [also aus seiner Perspektive] wird dadurch verstärkt, dass die Hecke der Nachbargrenze ferngerückt ist. Durch eine nahe Hecke kann man
hindurchlugen, durch eine ferne nicht."
Hecken sind also ein universelles und praktisches Gestaltungselement im Garten und sie lassen sich innerhalb der Hausgartenanlage leichter schneiden, als etwa
auf der Grundstücksgrenze zum Nachbarn hin.
Damit möcht ich Mut machen, den Garten mal anders zu gestalten und aus anderer Perspektive zu sehen, nämlich als eine Weiterführung der Hausarchitektur hin zu
grünen Wohnräumen.
Beispiele und Anregungen für dieses Prinzip kannst du dir auf Gartenschauen holen. Erinnert sei hier auch an die Schaugärten in
Appeltern
wo auf einer Riesenfläche Miniatur-Mustergärten bestaunt werden können.
Zum Thema "Garten im Garten" und über "Geheime Gärten" habe ich übrigens auch auf dieser Homepage geschrieben und zwar im Zusammenhang mit den formalen
englischen Gärten, die durchaus auch im Zusammenhang mit den Landschaftsgärten zu sehen sind.
formale englische Gärten
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