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Der Smaragd-Lebensbaum und: Hecken konisch schneiden?
Sträucher
kleine Bäume
Pflanzenlexika
 | Thuja occidentalis Abendländischer Lebensbaum | Der Lebensbaum ist
als immergrünes Heckengehölz sehr beliebt. Das Pflanzenmaterial ist preiswert, die Hecken wachsen gut an und lassen sich leicht schneiden.
In den ersten Jahren können zugige Standorte und Wintersonne Ausfälle verursachen, deshalb ist die Pflanzung im Frühjahr der Herbstpflanzung vorzuziehen.
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Der Abendländische Lebensbaum stammt aus Nordamerika und Kanada. Er ist ein
Flachwurzler liebt kalkhaltige Böden und ist damit für die
Gartengestaltung bestens zu gebrauchen. Der Lebensbaum ist an Gartenböden
also sehr anpassungsfähig, doch sollte er nicht zu trocken stehen!
Thuja kann man auch selber durch Stecklinge vermehren, doch dauert es recht
lange, bis die Pflanzen groß genug zum verpflanzen sind - ich denke, der Kauf von
Pflanzenmaterial ist in jedem Falle angebrachter.
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 | Thuja occidentalis 'Brabant' | Meist wird der einfache Thuja occidentalis zur Heckenpflanzung
genommen. Die Sorte Brabant ist wüchsiger als die Wildform, die Äste setzen waagerecht an und sind dicht verzweigt. Diese Sorte ist also bestens für mittelhohe und hohe Hecken geeignet. |
 | Thuja occidentalis 'Holmstrop' | Diese dänische Selektion ist schwachwüchsig und damit für kleinere Thujahecken gedacht. |
 | Thuja
occidentalis 'Rheingold' | Dieser Lebensbaum wächst langsam und sehr locker. Für kleine Hecken. |
 | Thuja plicata 'Atrovirens' Riesenlebensbaum | Schnellwüchsig in der Jugend. Tiefgrün auch im Winter. Auch für mittelhohe und hohe Hecken geeignet. |
 | Links die hellgrüne Sorte 'Smaragd' | Diese Sorte eignet sich weniger für Hecken, sondern besser für die Einzelstellung. Smaragd-Lebensbaum |
Thujahecken lieben sonnige Standorte, sie vertragen Halbschatten noch ganz gut. Diese Koniferenhecken können schmal wie Bretter geschnitten werden ( wenn man will ) - normal ist allerdings eine Breite von ca. 50 - 60cm. In schneereichen Gegenden fallen die Heckenhäufig auseinander, wenn man sie ausladender wachsen lässt.
Der Pflanzenbedarf in der Hecke ist für 80 - 100cm hohe Ballenware 3 Pflanzen pro Meter,
40 - 60cm hohe Topfpflanzen 4 Stück pro Meter.
Der Heckenschnitt, also das Schneiden der Thujahecken (man sagt nicht
Verschneiden) kann vom Winter bis zum Spätsommer erfolgen. Besser ist
sicher 2x schneiden, also im zeitigen Frühjahr und im Sommer. Wenn du nur im
Frühjahr schneidest, dann wird die Hecke nicht so streng und zackig in der
Form.
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Heckenlabyrinth |
Thuja als Heckenmaterial in einem Irrgarten. Mit dem Lebensbaum können auch sehr schmale Heckenwände geschnitten werden. |
Achtung - aufpassen - für die Gartengestaltung weniger geeignet:
 | Chamaecyparis lawsoniana Scheinzypresse |
Thuja occidentalis darf nicht mit der Scheinzypresse verwechselt werden, welche ich persönlich als Heckengehölz
für die Gartengestaltung ungeeignet finde >>> |
 | Rückschnitt: | Diese 1,2m hohe Thuja-Hecke ist wohl an die 70 Jahre alt und wurde vor 25 Jahren total verjüngt - das heißt: der Besitzer hatte sie 25cm über dem Erdboden abgesägt - etwa 5 Jahre lang sah sie erbarmungswürdig aus. Nun kam ich nach Jahren mal wieder vorbei ... und sie lebt noch ;-) Lebensbäume können gut
1500 Jahre alt werden ... also gute Aussichten für deine Heckenpflanzung ... |
Das Umpflanzen alter Lebensbaumhecken lohnt sich nicht. Einzeln stehende Thuja können noch als 2m bis 2,50m hohe Pflanzen umgesetzt werden - das Umsetzen erfolgt im März/April. Bei einem 2m hohen Baum sollte ein Ballen mit 60cm Durchmesser gestochen werden (sollte ...) Wichtig ist nachher die Fixierung mit einem Pflock und reichliches Gießen.
Thuja plicata 'Atrivirens' (Atrovierens), Thujahecke,
Thujahecken (Tujahecken)
Thuja Impressum
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Hecken und Formschnitte - beides sind Gestaltungselemente
architektonischer Gärten.
Mit
der Hecke wird der Garten quasi zu einem grünen Bauwerk, wo Zäune und Mauern
aus Pflanzenmaterial geformt werden. Man spricht beim Architekturgarten
tatsächlich auch vom "gebauten Garten" und man könnte denken, dass diese
formale Gärten das Gegenstück zu den so genannten Naturgärten sind.
Besonders beim Hausgarten meinen wir heute vom gebauten Garten zum
Naturgarten und Ökogarten "zurück" finden zu müssen.
In diesen Gedankengängen gibt es jedoch gleich zwei fehlerhafte Ansätze. 1.]
ein Architekturgarten kann durchaus ein Öko-Garten sein, etwa wenn wir den
Garten mit Trockenmauerwerk gliedern oder als Hec kenmaterial
ökologisch wertvolle Gehölze verwenden.
2.] Ein Garten ist keine unberührte Natur, sondern der Garten war schon
immer ein gebauter und gestalteter Lebensraum des Menschen und vielleicht
das älteste Stück Kulturlandschaft überhaupt.
Bei der Gestaltung im Hausgarten können wir allerdings je nach Größe der
Fläche, den Garten Stückweise landschaftsnah gestalten. Das heißt: nahe dam
Haus gestalten wir den Garten streng architektonisch und zur [vielleicht
offenen] Landschaft hin, schaffen wir einen gleitenden Übergang zur
Umgebung.

Hecken können bei dieser Gliederung hilfreich und nützlich sein. Ich meine
hier tatsächlich Heckenpflanzungen innerhalb des Gartens, von denen wir oft
meinen, sie engen Raum ein. Das Gegenteil ist der Fall.
Wenn du dir an der Terrasse einen kleinen "Garten im Garten" schaffst, dann
hast du neben der besseren Raumbildung meist auch einen besseren Sichtschutz
und Windschutz nahe am Haus.
Des Weitern Entsteht durch das Heckentor, welches sich zum 2. Gartenteil
öffnet, eine optische Gartenerweiterung. Der bekannte Gartengestalter
Willy Lange
[†1944] schreibt hierzu folgendes: "Wieder eine scheinbare Verkleinerung des
Gartens, a ber
in der Tat für das Gefühl eine Vergrößerung. Denn nun ist hinter der Hecke
'auch noch etwas'. Der Garten ist an der Hecke 'noch nicht zu Ende'.
Die lockere Bepflanzung, welche den merklichen Abschluss des Gartens gegen
den Nachbar bildet, wirkt durch die Hecke 'fern' ... die Deckung des
Hausgartens gegen Sicht vom Nachbarn [also aus seiner Perspektive] wird
dadurch verstärkt, dass die Hecke der Nachbargrenze ferngerückt ist. Durch
eine nahe Hecke kann man hindurchlugen, durch eine ferne nicht."
Hecken sind also ein universelles und praktisches Gestaltungselement im
Garten und sie lassen sich innerhalb der Hausgartenanlage leichter
schneiden, als etwa auf der Grundstücksgrenze zum Nachbarn hin.
Damit möcht ich Mut machen, den Garten mal anders zu gestalten und aus
anderer Perspektive zu sehen, nämlich als eine Weiterführung der
Hausarchitektur hin zu grünen Wohnräumen.

Beispiele und Anregungen für dieses Prinzip kannst du dir auf Gartenschauen
holen. Erinnert sei hier auch an die Schaugärten in
Appeltern
wo auf einer Riesenfläche Miniatur-Mustergärten bestaunt werden können.
Zum Thema "Garten im Garten" und über "Geheime Gärten" habe ich übrigens
auch auf dieser Homepage geschrieben und zwar im Zusammenhang mit den
formalen englischen Gärten, die durchaus auch im Zusammenhang mit den
Landschaftsgärten zu sehen sind.
formale englische Gärten
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Garten-Produkte
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