
| Bärentraube ( engl. Bearberry )  | "Die Blütenstände sind armblütig und ihre Blumen weißlich-rosenrot. "Anwendung: Gegen Nieren- und Blasenvereiterungen, Harnverhaltung, Steinbeschwerden, Bettnässen, bei Harn- und
Geschlechtswerkzeugen, Urin- und Blasenharnzwang. Man nimmt 10 - 15 Gramm Blätter, auf 1/2 Liter Wasser zusammen kochen. Täglich lauwarm 3 - 4 Tassen davon trinken."
| Bärentraube Arctostaphylos uva-ursi Volksnamen: Moosbeere, Wolfsbeere, Mehlbeere, Möhrbeere, Sandbeere, Rauschbeere Der Name "Bärentraube" entstand, als man beobachtete, dass Bären die mehligen Früchte ganz besonders bevorzugen.
Die zur Familie der Heidekrautgewächse zählende Immergrüne Bärentraube wächst als niederliegender, reichverzweigter Zwergstrauch mit knorrigem Stämmchen. Die derben, ovalen, auf der Oberseite glänzend dunkelgrünen und auf der Unterseite blassgrün und netznervigen Blätter wachsen an aufwärtsgebogenen Zweigen und werden bis zu drei cm lang. Im Frühling und Frühsommer blüht die Bärentraube grünweißlich bis rosa und bildet dann etwa sechs bis acht mm dicke rote, mehlige Beerenfrüchte aus. Einige Quellen beschreiben die Früchte als ungenießbar, andere bezeichnen sie als essbar. Giftig sind sie jedenfalls nicht.
Die Bärentraube liebt sonnige und warme Stellen, wächst kissen- oder teppichartig in hoch gelegenen Gebieten auf Zwergstrauchheiden. Oft wächst sie direkt neben der Preisselbeere, mit der sie leicht verwechselt werden kann. Von Ende März bis Anfang Juni blüht die
Bärentraube. Medizinisch verwendet werden die Blätter, die von April bis November gesammelt werden können. Sie enthalten im Spätherbst die meisten Wirkstoffe. Seit dem 18. Jahrhundert zählen die Bärentraubenblätter zu den wichtigsten Heilpflanzen für Erkrankungen des Nieren- und Blasenbereichs. Sie wirken antibakteriell, desinfizierend, entzündungslindern und zusammenziehend. So ist sie bei Entzündungen der Niere und der Blase sowie bei Nieren- und Blasenschwäche und Infektionen der Harnwege, bei Harnverhaltung oder Grieß- und Steinleiden einzusetzen. Der Tee aus Bärentraubenblättern färbt den Urin braun.
Bärentraubenblätter müssen kalt angesetzt und auf keinen Fall mit heißem Wasser übergossen werden, da sonst der Gerbstoffanteil zu groß wird und dies zu Magenproblemen und Übelkeit führen kann. Für den Kaltauszug einen Teelöffel Bärentraubenblätter in eine Tasse kaltes Wasser geben, zudecken und zwölf bis vierzehn Stunden unter mehrmaligem Umrühren stehen lassen und nach dem Abseihen kurz aufkochen. Kann auch nach dem Aufkochen erst abgeseiht werden. Zwei bis maximal vier mal täglich kann eine Tasse Tee leicht warm getrunken werden. Achtung: Kinder unter zwölf Jahren sollten auf die Bärentraube verzichten. Bei Überdosierung können Leberschäden auftreten, Bärentraubentee nicht länger als eine Woche und nicht öfter als fünf Mal im Jahr trinken. Bärentraube setzt die Wirkung von Antibiotika herab, nicht gleichzeitig anwenden.
In der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte auf Bärentraubentee ebenfalls verzichtet werden. Bei der Anwendung sollte auf harnsäuernde Lebensmittel (z.B. Obst, Säfte, Sauerkraut, Tomaten) verzichtet werden, da zur erfolgreichen Heilwirkung der Harn alkalisch sein muss. Bärentraubentee wirkt nicht harntreibend, deshalb zusätzlich reichlich, bis zwei Liter Wasser oder auch harntreibenden Tee (aus Brennnessel, Birkenblätter und Schachtelhalm) trinken. Bärentraube steht in einigen Bundesländern unter Naturschutz und sollte dort daher in der Apotheke gekauft werden. Bild nach: der historischen Buchvorlage/Urbania-Gesellschaft Dresden: Das Buch der Kräuter
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