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Klatschmohn ( enl. Field Poppy )
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"Die Blume wird im Brachmonat gesammelt. Man verwendet den Samen bei Unterleibskrämpfen der Frauen mit Eichenrinde vermischt. Zu Ausspülungen 20 bis 30 Gramm auf 1 Liter Wasser gekocht, lauwarm gebraucht." |
Klatschmohn
Papaver rhoeas
Volksnamen: wilder Mohn, Feuermohn, Blutblume, Paterblume, Blatzblume, Boschtkraut
Klatschmohn ist eine einjährige, zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hohe Pflanze mit dünnem, behaarten Stängel, der mit wechselständigen, gefiederten Blättern bewachsen ist. Neben der Kornblume sind auch seine Blüten im Sommer charakteristische Farbtupfer an Feldern und Wegen. Die großen roten, zarten Blütenblätter halten sich nur wenige Tage. Wenn sie abfallen, kommt die Fruchtkapsel zum Vorschein, in der die wohlbekannten Mohnsamen reifen.
Klatschmohn blüht von Mai bis Juni. Man findet ihn an Feld- und Wegrändern, Böschungen, auf Schuttplätzen und Ödland. Die Blüten sammelt man unmittelbar vor der Entfaltung, in der MIttagszeit bei trockenem Wetter. In dünnen Schichten werden die Blütenblätter bei einer Temperatur, die 35°C nicht überschreiten darf, getrocknet.
Die Blüten des Klatschmohns wirken beruhigend und schmerzstillend. Daher finden sie Anwendung bei Reizhusten, Asthma, Husten, nervöser Überaktivität, Schlaflosigkeit, Heiserkeit oder allgemeiner Reizbarkeit als Tee oder Sirup. Schon in der Vergangenheit wurden Mohnblüten als Schlafmittel für Kinder verwendet.
Für einen Aufguss zwei Teelöffel der Droge mit einem Viertelliter Wasser überbrühen. Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen.
Achtung: Bis auf den Samen sind alle Teile der Pflanze schwach giftig. Nur unter ärztlicher Aufsicht anwenden und genau auf die Dosierung achten.
Bild nach: der historischen Buchvorlage/Urbania-Gesellschaft
Dresden: Das Buch der Kräuter
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