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Rainfarn

Achtung: Nur äußerlich anwenden, die Pflanze ist (tödlich) giftig! |
( Anwendung nur für Umschläge )
"Rainfarn hat einen aufrechten, ästigen 40 - 50 cm hohen Stengel, der mit
doppelt gefiederten, scharf eingeschnittenen Blättern besetzt ist; die Blume ist
gelb, sieht wie platte Köpfe aus und wächst an Dämmen und Ackerrainen.
Anwendung: wirkt bei Hämorrhoidalblutungen, Wechselfieber, Krampf, gichtische
Leiden, ist wurmtreibend, stillet das Weh der Blasen, 5 Gramm auf 1/2 Liter
Wasser gebraucht.
Rainfarn gestoßen mit Oel auf Geschwulst der Füße getan nimmt
den Schmerz und die Geschwulst." |
Rainfarn
Tanacetum vulgare
Achtung: Nur äußerlich anwenden, die Pflanze ist (tödlich) giftig!
Volksnamen: Wurmkraut, Milchkraut, Regenfarn, Drusenkrud, Pompelblume
Der Rainfarn gehört zu den Korbblütern. Er kann bis zu einem Meter sechzig hoch
werden. Auf dem aufrechten, kantigen Stängel trägt er gelbe, knopfartige
Blütenköpfchen, die trugdoldenförmig angeordnet sind. Die bis zu fünfundzwanzig
Zentimeter langen Blätter sind doppelt gefiedert.
Die Pflanze ist weit verbreitet. Sie wächst meist gesellig an Weg- und
Waldrändern, Rainen, Gräben, Ufern und Eisenbahndämmen. Sie blüht von Juli bis
September. In dieser Zeit können die Blüten gesammelt werden, von Juli bis
Oktober kann das Kraut gesammelt werden.
Früher wurde die Pflanze als Wurmmittel verwendet, was aber aufgrund ihrer
Giftigkeit inzwischen nicht mehr gemacht wird. Auch ungewollte Schwangerschaften
wurden mit diesem Mittel abgetrieben, was aber unter keinen Umständen versucht
werden darf!!!
Die Pflanze vertreibt, getrocknet als Strauß im Zimmer aufgehangen lästige
Insekten, in ein Kissen eingenäht unter das Katzen- oder Hundekissen gelegt
verjagt es Flöhe. Auch Schädlinge auf Pflanzen können mit einem Absud aus
Rainfarn erfolgreich bekämpft werden.
Eine Waschung mit Tee soll ebenfalls von Flöhen und auch Läusen befreien.
Für einen Schädlingsbekämpfungsabsud fünfhundert Gramm frische, blühende
Pflanzen in zehn Liter Wasser ansetzen. Aufkochen lassen, fünf bis fünfzehn
Minuten ziehen lassen und die Flüssigkeit mit einer Gießkanne auf den
betroffenen Pflanzen verteilen.
Der Absud hilft besonders gegen Erdbeerblütenstecher , Blattläuse, Milben ,
Himbeerkäfer, Lauchmotten, Raupen und Blattwespen, aber auch gegen Rostpilze und
Mehltau.
Für einen Tee einen Teelöffel voll des getrockneten Krautes mit einer Tasse
siedendem Wasser überbrühen und fünfzehn Minuten ziehen lassen.
Achtung: Nur äußerlich anwenden, die Pflanze ist (tödlich) giftig!
Bild nach: der historischen Buchvorlage/Urbania-Gesellschaft
Dresden: Das Buch der Kräuter
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