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Hirtentäschel

Nicht während der Schwangerschaft anwenden.
Verwendung auch als Würzkraut |
"Dieses wächst auf Aeckern und wüsten Stellen, ist eine kleine krautartige
Pflanze, Frucht ist kleine Blüte, 10 cm lange Rispe, schmutzigweiße Blüten.
Sammelzeit: Mai - Oktober.
Anwendung: Gegen Leibschmerzen, Blutspeien und Blutflüsse, Nasenbluten sowie bei
Beschwerden der Harnblase.
Bei zu starkem Blutverlust der monatlichen Regel,
früh und abends einen Eßlöffel voll, auf 1 Obertasse kochendes Wasser gebrüht,
schafft sofortigen Stillstand." |
Hirtentäschel
Capsella bursa-pastoris
Volksnamen: Beutelschneiderkraut, Blutkraut, Herzkraut, Bauernschinken,
Schafschinken, Täschelkraut
Das Hirtentäschel ist eine zwischen zwei und vierzig Zentimeter hoch wachsende
Pflanze, die oft als Unkraut beim Jäten auf dem Kompost landet. Sie trägt
unscheinbare, kleine weiße, traubig angeordnete Blüten. Grundständig trägt sie
rosettig gefiederte Blätter, am Stängel hingegen wachsen zusammen mit einigen
schmalen, lanzettlichen Blättern kleine Herzförmige Schoten, die "Täschchen", in
denen die Samen heranreifen und die dem Hirtentäschel seinen Namen gaben.
Wie schon erwähnt wächst das Hirtentäschel als "Unkraut" überall in Gärten, an
Äckern, Wegen und Mauern. Es wächst ein- bis zweijährig von Januar bis Dezember
und gehört zu den wenigen Pflanzen in unseren Breiten ganzjährig blüht. Es kann
daher das blühende Kraut von März bis Oktober gesammelt und verwendet werden.
Getrocknet sind vor allem die Blätter gut haltbar.
Das Hirtentäschel, insbesondere der Samen, wirkt blutgerinnend und
blutdrucksenkend, weswegen es ein altbewährtes Mittel gegen Blutungen aller Art
wie zum Beispiel Gebärmutterblutungen nach Geburten, zu starker Periode, Darm-,
Blasen-, Nieren-, Nasen- und Wundblutungen. Auch bei Darmträgheit und
Kreislaufstörungen soll es helfen und die Wehen fördern.
Für einen Tee einen Teelöffel Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen,
fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abgeseiht ungesüßt zwei bis drei Tassen
pro Tag trinken.
Der frische Presssaft hilft als Kompresse bei Ohrenschmerzen.
Die Blätter des Hirtentäschel kann man getrocknet und fein gemahlen als senf-
oder meerettichartiges Gewürz verwenden. Auch die Samen haben einen scharfen bis
bitteren Geschmack und können zum Würzen verwendet werden.
Achtung: Aufgrund der blutgerinnenden Eigenschaft nicht überdosieren!
Nicht während der Schwangerschaft anwenden.
Bild nach: der historischen Buchvorlage/Urbania-Gesellschaft
Dresden: Das Buch der Kräuter
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