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Beifuss
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"Die ganze Pflanze hat einen starken, wermutartigen Geschmack, daher nennt man
ihn auch wilden Wermut; er besitzt ein kleines gelbes Blütenköpfchen.
Blüht von Juni bis Oktober. Sammelzeit Sommermonate.
Anwendung: Bei Schwäche der Verdauungsorgane, Gelbsucht, Wechselfieber,
krampfartigen Erscheinungen, Spulwürmern, Rheumatismus, leistet er gute Dienste.
Man vermischt ihn mit Enzianwurzel und Kalmus und nimmt davon 5 Gramm auf 1/2
Liter kochendes Wasser. Man trinke stündlich eine Tasse voll." |
Beifuss
Artemisia vulgaris
Volksnamen: Jungfernkraut, Gänsekraut, Gürtlerkraut, Thorwurz, Mugwurz,
Sonnwendgürtel, Buckell
Der Beifuss ist eine recht unscheinbare Pflanze. Der Stängel und seine vielen
Seitenausläufer sind hart und schmutzig grün bis rotbräunlich, seine doppelt
gefiederten Blättchen auf der Oberseite schmutzig dunkelgrün, auf der Unterseite
weißlich und filzig. Die Blüten sind ebenso unscheinbar, weißlich gelblich
stehen sie in endständiger Traube.
Er wächst ebenso unauffällig, wie er aussieht, an Wegrändern, auf Geröll,
Steinbrüchen, Schutthalden, an Straßen und Ödland.
Die beste Erntezeit im Juni, noch vor dem Aufblühen der Knospen, die Wurzeln
sammelt man am besten von August bis September.
Der Beifuss ist eine uralte Frauenheilpflanze. Er fördert die weibliche
Fruchtbarkeit, erleichtert die Geburt und fördert die Nachgeburt. Krampfartige
Schmerzen wie Menstruationsschmerzen lindert er, beruhigt und fördert den Schlaf
und die Verdauung und lindert Blähungen. Selbst gegen Epilepsie wurde seine
kramflösende Wirkung angewandt. Zu fettreichen Speisen, z.B. als Füllung in der
Martins- oder Weihnachtsgans serviert hilft er ausgezeichnet bei der Verdauung.
Eine alkoholische Tinktur aus den Wurzeln hilft gegen Würmer.
Einen Teelöffel des Krautes auf einen Viertelliter Wasser aufbrühen.
Achtung: Nicht während der Schwangerschaft verwenden!
Bild nach: der historischen Buchvorlage/Urbania-Gesellschaft
Dresden: Das Buch der Kräuter
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