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Bambus Ziergras winterharte Arten: das beliebte Pampasgras - Pflege, überwintern.  Pampasgras wird manchmal mit Chinaschilf verwechselt ...
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Bambus Pampasgras















 

 

Cortaderia selloana 'Pumila', blühendes Pampasgras

Cortaderia selloana, Pampasgras
Foto: Sorte 'Pumila' im Herbst

'Pumila': weiße Blütenrispen im Sommer weiß und im Herbst bräunlich ... wunderschön in Bodenvasen :-)

Pampasgras ist ein wunderschönes, je nach Sorte 180 bis 250cm hohes Ziergras.

Pampasgras verträgt Trockenheit und steinige steppenartige Böden, doch keine Nässe und schwere Böden!

 

Bambus Pampasgras - das ist etwas für Liebhaber, für wärmere Gegenden und für den besonderen Platz im Garten, denn "es gibt nicht viele Pflanzen, die ihm an Größe und Schönheit gleichen.
Freilich ist es schwierig zu verwenden, denn es weicht so sehr von allen unseren Gräsern ab, dass man es kaum zu ihnen setzen kann. Auch andere Stauden und Einjahresblumen passen nicht daneben." (Gartenblumen von A-Z, Radebeul 1972)

Bambus noch was nicht so gutes: Das Pampasgras hat ein sehr scharfes Laubwerk und man kann sich daran schon schlimm verletzten - besonders aber Kinder - im Vorgarten steht das Gras  recht sicher, nicht aber in den Spielecken für die Kinder ...


 

Cortaderia selloana 'Pumila', Pampasgras im Vorgarten

Pampasgras im Vorgarten

Hier steht das Pampasgras wunderschön in einer zurückhaltenden Grundbepflanzung und es ist zugleich ein transparenter Sichtschutz im Vorgarten. Aus der Wohnung heraus geht der Blick so nicht gleich auf die Straße, sonders fängt sich in den Graswedeln.

Effektvoll in der Dunkelheit ist ein Anstrahlen der Gräser mit Gartenscheinwerfern, die etwa auch in den Boden eingelassen sein können ...

Bambus Beim Pampasgras werden nur die weiblichen Pflanzen verwendet, weil die männlichen Wedel nach dem Verstäuben des Pollens schnell unansehnlich werden.

Bambus Standort und Pflege: Pampasgras wünscht sonnige und trockene Plätze, doch der Boden muss zudem gut durchlässig, aber auch nahrhaft sein.
Während der Hauptwachstumsperiode ist gut zu gießen und aller 2 Wochen zu düngen.

Bambus Das Überwintern ist etwas schwierig, denn im Winter müssen die Pflanzen trocken stehen und sie dürfen im Herbst auch nicht zurück geschnitten werden, erst im Frühjahr, wenn die neuen Spitzen treiben, dann aber bitte nicht die neuen Triebe beschädigen!
 (wird  schon im Herbst oder Winter zurückgesetzt, läuft Wasser in das Innere der abgeschnittenen Halme und schädigt den Stock)
 

        

Bambus Zur Überwinterung wird am besten trockenes Laub aufgeschüttet - doch man kann die Gräserhorst auch ausgraben und im Keller oder in einer geschützten Gartenlaube frostfrei (kurze Fröste sind nicht schlimm) überwintern - denn in ungünstigen Gegenden können die Pflanzen bei Barfrost erfrieren ... wer treibt aber solch einen Aufwand !?
 

Cortaderia selloana 'Pumila', Pampasgras überwintern

Pampasgras im Winter

Hier siehst du, wie man das Gras mit einem ordentlichen Strick zusammenbinden kann.

Zusätzlich ist mit Reisig Winterschutz gegeben.

Die wichtigsten Sorten sind:

Cortaderia selloana 'Pumila': niedrige Sorte und mehr in die Breite wachende Sorte (sehr zu empfehelen)

Cortaderia selloana 'Sunningdale Silver': weiße Blüten, bis 2,5m hoch

Cortaderia selloana 'Rosea': rosa Blüten - über 2m hoch
 

Miscanthus sinensis 'Vereinigung' - Chinaschilf, Chinagras

Verwechslungsmöglichkeiten mit Miscanthus sinensis ist möglich

Das Pampasgras wird nicht selten mit dem Chinaschilf (Elefantengras) verwechselt und manche (nicht alle) der Elefantengrassorten haben auch weiße Blütenstände - ähnlich wie das Pampasgras.

Das Chinagras kann aber auch ein guter Ersatz für das Pampasgras sein - und zwar dort, wo Cortaderia selloana im Garten einfach nicht fort kommt - etwa an zu kühlen oder an zu nassen Stellen.


 

blühendes Miscanthus sinensis 'Vereinigung'

Miscanthus sinensis 'Vereinigung'

Die Blütenwedel der Chinagräser sind natürlich wunderschön - nur haben sie einen Nachteil: in der Vase halten sie sich nicht, denn ganz schnell reifen und fallen die Samen aus, es sei denn, die Wedel werden ganz zeitig geschnitten, doch dann sehen sie auch nicht so schön aus :-/

Im Bild, wie oben die Sorte 'Vereinigung'.
Pampasgras Chinaschilf und hohe Ziergräser

 


 

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Urbane Garten-Trends -> Stadtgärten, Balkongärten und temporäre Gärten in der Stadt

Balkon mit Sichschutz aus Weide
Terrasse In den letzten Jahren hat sich in unseren Städten ein grundlegender Wandel vollzogen, der dem Ruf des "Zurück zur Natur" durchaus gerecht wird. Beziehungsweise,  es hat sich ein eindeutiger Richtungswechsel vollzogen.

Terrasse Heute sind Städte oft besser Lebensräume für seltene Vögel, Eidechsen, Insekten, Schmetterlinge und Wildpflanzen, als ländliche Kulturlandschaften. Auf dem Lande, wo noch intensive Land- und Forstwirtschaft betrieben wird, ist die Umwelt oft nicht so intakt, als in den grünen Großstädten.

Terrasse Neben diesen Veränderungen, hin zur lebenswerten, grünen Großstadt beobachten wir auch den Trend des so genannten ''neuen Urbanismus''.  Landschaft soll nicht mehr zersiedelt werden und die Städte dafür lebenswerter. Junge Menschen und junge Familien haben nicht mehr unbedingt den Traum vom Eigenheim auf dem Lande, sondern sie wohnen in der Stadt. Wenigstens in bestimmten Lebensabschnitten. Denn in der Stadt ist nicht nur das kulturelle Angebot besser -> es ist die Infrastruktur für junge Familien, die auf dem flachen Lande nicht immer stimmt.

ein kleiner StadtgartenTerrasse Kindergärten und Schulen befinden sich kaum mehr vor Ort. Außerdem ist man heute in der Arbeitswelt schon um vieles flexibler, als man glaubt. Die Familie zieht der Arbeit hinterher und da ist das gekaufte Eigenheim schon eher eine unnötige Belastung. Es sei denn man mietet sich ein Haus. Vielleicht gibt es aber auch bei uns parallel zum Urbanismus Veränderungen nach dem amerikanischem Muster: Wohnimmobilien werden öfter kauft und verkauft. Man zieht also in ein minderwertiges Heim und renoviert es während man es bewohnt und verkauft dann teurer, wenn der Ortswechsel ansteht. Aber diese Lebensart ist, wenigsten bei uns in Deutschland, noch nicht kultiviert.

Terrasse Momentan beginnt sich im Mietwohnungsbereich der Großstädte die Lust am Gärtnern teils explosionsartig zu entfalten. Zuerst ist die allgemeine städtische Begrünung zu nennen, die neben Stadtbäumen und Grünstreifen auch zunehmend die Fassaden einschließt. Als nächste waren es die Besitzer der Restaurants und Geschäfte, die das graue Umfeld durch viel Grün in Töpfen und Kübeln aufgewertet haben und nun durchlaufen die Balkon-Gärten einen gewissen Wandel.

Terrasse Es sind oftmals die Hausbesitzer, die die Veränderung bewirken, weil sie die klassischen Balkonkästen nicht mehr zulassen, weil das mit Flüssigdünger angereicherte Gießwasser wohl die Baukörper schädigt [?]. Wie dem auch sei. Wurden früher die Balkone vorzugsweise nach außen schön gemacht und Balkon mit Sichschutz aus Zierwinde am RanknetzBlumenkaskaden präsentiert, so verlagert man heute die Balkonbepflanzung nach innen. Das ist eine grundlegend andere Gestaltungsphilosophie. Der Balkon wird somit zum Garten, zum abgeschlossenen Raum, der ein Mikrokosmos nach innen ist und nicht Präsentation nach außen. Natürlich wächst damit der Gemütlichkeitsfaktor erheblich, zumal [wie ich schon an vielen anderen Stellen schrieb] ein ''Garten'' nicht durch seine Größe an Qualität gewinnt, sondern durch seine Abgeschiedenheit.

Terrasse In der Stadt wird heute nicht nur auf dem Balkon oder in der Kleingartensparte gegärtnert. Es entfaltet sich hier auch eine neue und andere, mehr temporäre Gartenkultur. So geben schon mal Kommunen oder Investoren Brachflächen zur gärtnerischen Nutzung frei, die anliegende Mieter temporär bepflanzen und nutzen dürfen. Hier wird dann viel Freizeit im Grünen verbracht, es wird gefeiert und gegrillt und Familien schaffen hier ein kinderfreundliches Umfeld. Ich habe da schon interessante Spielplätze gesehen, wo die Kinder glücklich spielen, auch ohne geschorenen Rasenflächen und vom TÜV geprüftem Spielgerät.

Terrasse Die oben aufgezeigten Trends zeigen uns doch immer wieder, dass das Grün, Bäume und Blumen und damit auch Singvögel, Hummeln und Schmetterlinge ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebensraumes sind. Vor allem Kinder brauchen ein grüne Welt und der geschorene Rasen im Hausgarten ist damit nicht gemeint. Kinder brauchen Vielfalt. Kinder müssen Beobachten lernen. Da kann ein bunter Balkon mit den vielen kleine Blütenwunderen und mit dem Amselnest wertvoller sein, als der sterile Garten am Haus mit 2000 m² Grundfläche.

Terrasse Zum Schluss sei nochmals daran erinnert, dass recht unterschiedliche Konzepte für grüne Städte schon lang existieren. Städtische Parkanlagen wurden schon vor 300 Jahren angelegt. Bekannt ist die Schrebergarten-Bewegung im 19. Jahrhundert oder die der Gartenstädte zu Beginn des 20. Jahrhundert. In den 1980er Jahren kam die Idee auf, die Friedhöfe in der Stadt, dort wo es möglich ist, zu ökologischen Oasen umzugestalten. All diese Konzepte werden nicht abgelöst von den neuen urbanen Gartentrends. Die Vielfalt an grünen Grünen Ideen wird unsere Städte noch bunter, vielfältiger und lebenswerter machen, für Mensch und Natur.

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