HOME -->
Pflanzenlexikon
Ziersträucher -->
Rhododendron ->
Krankheiten
|
|
|
verkümmerter und kränklicher Rhododendron ...
warum nur?
|
|
Rhododendren machen uns im Garten oft Probleme, denn sie sind keine
gewöhnlichen Gartengehölze.
Jede Art des Rhododendron verlangt recht spezielle Standortverhältnisse. Es
wird nicht so einfach sein, die richtige Art für deinen Garten
herauszufinden, aber es lohnt, sich diese Mühe zu machen.
|
Zuerst empfehle ich, verschiedene Rhododendron-Arten zu wählen, zu
pflanzen und dann zu
beobachten, welche Rhododendron-Art in deinem Garten am besten fortkommt, ohne aufwendige
Bodenverbesserungen vornehmen zu müssen. Die meisten Rhododendren und
Gartenazaleen erkranken und mickern dahin, weil Boden oder Standort nicht
stimmig sind. Hier die häufigsten Krankheiten:
|

vergilbte Blätter, dunkle Aderung = Chlorose
Gelbe Blätter mit grüner Aderung an den immergrünen Blättern des Rhododendron
sind ein Anzeichen von Mangel an Magnesium und Eisen. Ursachen können zu
kalkreicher Boden oder Gießwasser sein.
|
|
Bei Chlorose hilft natürlich eine Düngung [ Aluminiumsulfat, 15 Gramm pro
Quadratmeter]. Viel wichtiger ist es, den Boden zu verbessern. Der Boden
sollte einen pH Wert von 4 - 5,5 aufweisen. Mit Torf [oder spezieller
Rhododendronerde] kannst du den Boden aufwerten. Rinden- oder Holzhäcksel-Mulch
sind ebenfalls vorteilhaft. Aus ökologischen Gründen sollte man weitgehend
auf Torf verzichten und Ersatzstoffe verwenden -> Torfersatz aus einer Mischungen
von Gartenkompost, Rindenkompost und Holzschnitzelkompost.
|
|
gelbe Blätter
|
|
Vergilbte Blätter und beginnender Kümmerwuchs sind die Anzeichen für
Stickstoffmangel.
Besonders die Rhododendron-Catawbiense-Hybriden sind Stickstoffzehrer. Sie
benötigen viel Humus und Nährstoffe. Praktisch sind Hornspäne als
Stickstoffdünger.
|
Achtung: die Stickstoffdüngung mit Kunstdüngern sollte nur im März und ein
zweites Mal im Mai erfolgen. Düngst du später, dann reifen die Triebe bis zum
Winter nicht aus, können nicht verholzen und erfrieren dann.
|
|
braune Blätter im Frühling
|
|
Stehen Rhododendren in zu knalliger Sonne und besonders in winterlicher
Morgensonne, dann kann es Verbrennungsschäden oder Vertrocknungsschäden
geben.
Hier kommt noch hinzu, dass die Blätter durch Nährstoffmangel gelblich sind.
Die Rhododendronpflanze ist so geschwächt, dass Pilzkrankheiten ein leichtes
Spiel haben.
|
|
|
braune Flecken = Pilzbefall
|
|
Meist haben die kranken Rhododendren im Garten mehrere Symtome,
welche sich bedingen. Hier sind es gelbe Blätter durch
Stickstoffmangel und braune Flecken, welche auf Pilzbefall hindeuten.
Gegen die Pilze braucht man dann auch nicht erst Sprühmittel [Fungizide]
einzusetzen, wenn die Ursache nicht behoben ist: ungünstiger Standort.Neben
den oben beschriebenen Ursachen kann das auch die unmittelbare Nähe eines
flach wurzelnden Großbaumes sein.
|
Von Schadpilzen befallene Pflanzenteile sollten sofort entfernt, verbrannt
oder anderweitig aus dem Garten entfernt werden!
Rhododendren sind durchweg Flachwurzler. Der Wurzeldruck von Großgehölzen
kann die Pflanzen bedrängen, besonders wenn dieses ebenfalls Flachwurzler
sind: Fichten, Buchen, Flieder, Magnolien usw. Auch Kastanien oder Linden
sind Gift für Rhododendronpflanzungen.
Man sagt ja, dass Rhododendren leichten, "wandernden Schatten mögen".
Optimal sind hainartige Überpflanzungen mit Kiefern, Lebensbäumen oder
Scheinzypressen.
|
|
vertrocknete Knospen = Pilzbefall
[Rhododendron-Knospenfäule Pycnostysanus azaleae]
verursacht durch die Rhododendronzikade
|
|
Der Pilz wird durch Rhododendronzikaden übertragen, welche im Herbst ihre
Eier in die Knospen legen. Verdächtige Knospen sollten deshalb sofort
entfernt werden, spätestens im April, denn im Mai schlüpfen die gelblichen
Larven.
Vorbeugung: im Sommer können sogenannte Gelbtafeln oder
Kirschfruchtfliegenfallen die Insekten anlocken und eliminieren.
|
|
|
vertrocknete Triebe = Pilzbefall
verursacht durch die Rhododendronwelke
|
|
Bleibt am Ende noch die Rhododendronwelke, die erwähnt werden muss.
Die Ursache der trockenen Äste im Rhododendron ist ein Pilz, der die
Leitungsbahnen verstopft: Phytophthora cactorum. Die befallenen Treibe
schneidet man heraus und entfernt sie aus dem Garten.
|
Durch die Rhododendronwelke kann die Pflanze durchaus absterben. Ein altes
Gegenmittel ist das Spritzen mit 1%iger Kupferkalkbrühe im Abstand von 10 bis 14
Tagen.
Aber letztlich ist auch hier ist zu sagen: stehen die Rhododendren am
ungünstigen Standort, dann haben sie Stress und ein geschwächtes Immunsystem. Da
geht es den Pflanzen wie den Menschen.
Sind die Gehölze geschwächt - und bei Immergrünen kommen auch noch die harten
Wintermonate hinzu - dann werden sie anfällig für Krankheiten. Sorge also für
optimale Standortbedingungen. Oder entscheide dich für andere Pflanzenarten,
wenn dein Garten für Rhododendron nicht geeignet ist.
[verwendete Literatur, Harri Günther, Schöne Blütengehölze, Berlin 1979
DEGA-Magazin 4/2011]
Ich
danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal
vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Heckenpflanzen Rhododendron, Azaleen Impressum
|
|
Krankheiten, was hab ich falsch gemacht? 1. ->
kalkhaltiges Gießwasser? 2. -> Boden pH Wert 4 - 5,5 eingehalten? 3. ->
zugiger Gartenplatz?
Fernwirkungen der Blüten
Ein gestalterischer Aspekt sollte hier noch genannt sein:
Das Besondere am Rhododendron ist die Fernwirkung der Blüten. Das sollte auch wirklich genutzt werden. Besonders bei
der großen Blütenauswahl im Mai:
"Leuchtende Blüten" hat R. mollis [Bild], Pontische Azalee [gelb], Catawbiense-Hybriden [rosa,
pink]. Diese Rhododendronarten wirken aus der Nähe und aus der Ferne.
Bei dunkelroten oder lila Sorten sind die Blüten oft weniger auffällig. Diese Rhododendren sollten
deshalb lieber so gepflanzt werden, dass man die Blüten aus der Nähe betrachten kann.
17.1.2012
| |