1. Kamelien möchten ein saures Bodensubstrat, denn es sind quasi Moorbeetpflanzen.
Also ist auch kalkfreies Wasser zum gießen zu verwenden (Regenwasser).
2. Wichtig ist die Vorbereitung auf den Winter. Etwa ab August
wird bis Mai nicht mehr gedüngt und im Herbst wird weniger gegossen. So
reifen die Triebe bis zum Jahresende richtig aus.
[Bild: Kamelie, Sorte 'Saccoi']
mehr Sorten
3. Kamelien benötigen eine kalte Ruhephase und sollten daher sollen sie im
Überwinterungsquartier nicht zu warm stehen ...
..
frostfrei, aber unter
12°C [die optimale Ruhephase liegt bei 0 bis 10ºC],
sonst werden keine Blütenknospenausgebildet. Bild: Kamelie, Sorte 'Mateotina Rubra'.
optimal ist ein frostfreies Gewächshaus zur Überwinterung ... jährlicher
Temperaturwechsel ist unbedingt notwendig zur Blütenbildung.
Kamelien können durchaus 6 Wochen, bis zwei Monate im kühlen
Keller überwintern [ähnlich, wie Oleander]. Wichtig ist aber, dass die Kamelienpflanzen im Keller nicht
zu trockene Luft bekommen. Optimal wäre also ein kühles, frostfreies
Gewächshaus, wo die entsprechende Luftfeuchte gewährleistet ist.
Ideal ist natürlich auch ein kühler Wintergarten,
bzw. wenn es möglich ist, dann sollte er im Dezember mal einige Zeit
niedrigtemperiert gestellt werden. Das heißt, das Nachts die Temperaturen reichlich
unter 12°C regeln. Am Tage kann es kurz Zimmerwarm werden.
Kamelien in Pirna-Zuschendorf
in Pillnitz
Königsbrück
Das A und O der richtigen Überwinterung ist neben der Temperatur, eine
richtige Luftfeuchtigkeit. Und die ist relativ hoch: gut 60%. Wenn die
Überwinterung im Wintergarten nicht klappt und die Pflanzen ihre Blütenknospen
abwerfen, dann könnte es auch zu trocken sein. Neu gekaufte Kamelien
können auch in den Verkaufsräumen zu viel Wärme und Trockenheit abbekommen
haben. Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Töpfe nicht in Übertöpfen
voller Wasser stehen.
nach der Winterruhe ...
Im Januar/Februar dürfen die Kamelien nicht zu schnell warm gestellt werden.
Jetzt benötigen sie viel Licht! Für die Blütezeit genügt nachts eine Temperatur von 6 bis 12°C - die
Pflanzen bleiben also kühl stehen.
Gegossen wir regelmäßig, doch die Töpfe dürfen nie im Wasser stehen, also: nicht
kalt und nass ... feucht ist der richtige Ausdruck ...
Erst im Sommer wollen Kamelien viel Wärme und
Helligkeit, damit neue Blütenknospen reichlich angelegt werden. Die Wurzeln
möchten dann immer feucht bleiben [eventuell Tröpfchenbewässerung], doch
Staunässe wird nicht vertragen!
Zum Schnitt ist nicht zu viel zu sagen. Man kann
die Kamelien im Frühjahr auslichten oder auch stark zurücksetzten.
Als Pflanzkübel verwende man eher zu kleine Töpfe,
als zu große - ähnlich macht man das auch bei der
Schmucklilie.
Übrigens: es gibt auch duftende Kamelien: Camellia hybride 'Quintessence',oder die nach Zimt riechende Camellia hybride 'Cinnamon
Cindy' ...
Winterharte
Kamelien?
Der Trend geht heute klar in Richtung winterharter Kamelien, doch die Zucht
der winterharten Sorten steckt noch in den Kinderschuhen. Wenn wir aber
bedenken, dass unser heutiger Garten-Rhododendron mal ähnlich
frostempfindlich war, wie die meisten der Kamelien, dann stehen uns noch
interessante Gartenzeiten bevor.
Der bekannte Kamelien-Züchter-Familie Seidel [zurückgehend auf den Dresdner
Hofgärtner Johann Heinrich Seidel] besaß in Dresden-Laubegast ihren
berühmten Gartenbaubetrieb, doch die Familie erwarb explizit für die
Rhododendronzucht ein Areal in der Lausitz, weil dort [in Grüngräbchen] eine
4°C niedrigere Durchschnittstemperatur und eisigere Winter herrschten, als
in Dresden. Dorthin wurde die Azaleen- und Rhododendronzucht verlegt. Um die
Wirtschaftsleistung der Seidelschen Gärtnereien zu verdeutlichen: 1887 hatte
man neben vielen anderen Kulturen 150000 Azaleen, 200000 Kamelien und 175000
Rhododendron in Kultur. Die Firma T. J. Rud.
Seidel
Rhododendronkulturen in 01936 Schwepnitz OT Grüngräbchen
[Rudolf-Seidel-Straße 1] existiert heute noch.
Sorten, mit denen heute im Freiland experimentiert wird: Camellia japonica
'Adolphe Audusson'; Camellia japonica 'Berenice Boddy'; Camellia hybride 'Freedom
Bell'; Camellia (Hybride) japonica 'Ice Angels';
Camellia oleifera, Camellia
sasanqua; Camellia reticulata 'Frost Prince' und 'Frost Queen', die im
Herbst blüht. Die zu verwendenden Sorten werden in den
nächsten Jahren sicher stak zunehmen.
Die letzten harten Winter haben aber gezeigt, dass die Ausfälle im Freiland
recht hoch sind und dass der Standort wohl wirklich entscheidend ist.
Morgendliche Wintersonne ist Gift für die Kamelien im Freiland, so wie für
alle Immergrüne. Durch die Sonnenstrahlen beginnen die Blätter Wasser zu
transpirieren, doch wenn der Boden gefroren ist, dann kommt kein Wasser nach
und die Pflanzen vertrocknen - also ordentlich mulchen ist sicher auch gut.
Wichtig ist für die Freilandkamelien saurer Boden. Kalk ist Gift.
Ins Freiland sollten nur ältere Pflanzen gesetzt werden. (etwa 5 Jahre
alte). Wer eine Passion für Kamelien hat, der könnte für den Frost-Notfall
[ähnlich, wie es bei den
Olivenbäumen gemacht wird] eine Wurzelheizung
eingraben, also einen Heizdraht, ähnlich wie er für die Treibhausheizung
verwendet wird.
Sorte 'Bernhard Lauterbach'
Im Gewächshaus oder Wintergarten können die Kamelien auch am Spalier gezogen
werden ...
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ... und schauen Sie doch morgen noch mal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
kurze Pflegeanleitung für
Oleander: 1. -> recht kühl überwintern bis zur Blütezeit!
2. -> saures Substrat, Regenwasser
3. -> hohe Luftfeuchte im Winter,
gänzlich ungeeignet als Zimmerpflanze
4. -> sonnig-warmer Standort im Sommer
allgemeine
Regeln für Pflanzenüberwinterung:
Je wärmer die Pflanzen stehen, um so mehr Licht benötigen sie.
Die meisten Kübelpflanzen werden bei 5°C und 12°C
überwintert, das entspricht am Heizkörper der
Frostsicherung [Sternchen], wenn sie richtig funktioniert.
Allerdings sollten solche kühlen Räume, wenn hier Möbel
stehen, regelmäßig gelüftet werden. Denn die Kübelpflanzen
müssen ja im Überwinterungsquartier auch etwas gegossen werden
[niemals mit Dünger!]. Durch das Gießen und durch die
Transpiration der immergrünen Pflanzen [Olive, Kamelie,
Oleander, Orangenbäumchen usw.] werden Wände und Möbel feucht
und schimmelig, da im kühlen Zimmer oder Treppenhaus der
Taupunkt des Wasserdampfes der Raumluft niedriger liegt, als
im Wohnzimmer.
Laubabwerfende Topfpflanzen können problemlos im kühlen Keller
überwintern, aber auch robuste immergrüne Gehölze, wenn sie im
Topfballen ganz behutsam feucht gehalten werden.
Die Kübelpflanzen dürfen nicht zu dicht gestellt und sie
müssen gut luftig stehen, aber nie im Dauerzug.
Schädlingsbekämpfung oder Behandlung gegen Pilze und
Krankheiten rechtzeitig vor dem Einmotten durchführen.
Übrigens ist es eine durchaus sinnvolle Alternative wirklich
wertvolle Pflanzen zum Überwintern in eine Gärtnerei geben
Man schafft nicht immer alle tropischen oder mediterranen Pflanzen zu überwintern,
die man so übers Jahr geschenkt bekommt ... meist vergisst man irgend einen
wichtigen Termin, holt die Kübelpflanzen zu spät ist Haus oder so ... bei mir
ist daheim auf diese Weise schon allerhand eingegangen unter anderem: ein
Oleander, Canna, Hibiskus, Dahlien, eine Kamelie und eine
Sundaville und
viele Strauchmageriten [Bild]... schwierig ist es natürlich, wenn man so
eine Pflanze von guten Freunden geschenkt bekommen hat ... dann kommt man dann im Leben
schon manchmal in schwierige Situationen ;-)
Und so auch, wenn du mal der Topfpflanzen Schenkende bist, nimm es nicht übel,
wenn deine Geschenkidee im nächsten Frühjahr irgendwo verdorrt in einer
Balkonecke auf bessere Zeiten hofft und dann doch nicht mehr austreibt ...
PS.
Weil ich doch immer etwas vergesslich bin, mache ich mir kurze meine Videonotizen
... hier zum Thema
Pflanzen Überwinterung im Keller, Oleander im Keller, Rückschnitt von Abutilon,
Überwinterung von Fuchsien und Pelargonien und eigene Vermehrung von
Balkonpelargonien: