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Der grüne Balkon
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Ampelpflanzen
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Ageratum houstonianum 'Ariella White' Leberbalsam |
Bild: Ageratum houstonianum 'Ariella White'.
Leberbalsam gibt es in den Farben weiß, rosa und vor allem blau.
Altbekannte Balkonblume, doch recht krankheitsanfällig :-(
wohl besser für Blumenrabatten. |
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Begonia cultivars - Hängebegonien, Ampelbegonien
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Im Bild:
Begonia cultivars 'Bonfire' - eine der robustesten und schönsten Sorten der
Ampelbegonien. Die Hänge-Begonien vertragen Schattige Ecken - manchmal
werden sie leider von Pilzen befallen - Kalkfeind!
mehr: verschiedenste Begonien |
 | Begonia
semperflorens - Eisbegonien, Gottesaugen |
Im Bild: Begonia semperflorens 'Dragon Wing Pink'.
Eisbegonien werden viel für den Kirchhof verwendet, doch sie sind
auch für Blumenkästen bestens geeignet.
Begonien sind anspruchslos und fast absolut Krankheitsresistent.
Kalkhaltiges Wasser meiden! :-)
Begonien |
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Begonia tuberhybrida - Knollenbegonien |
Im Bild: Begonia tuberhybrida 'Illumation'. Knollenbegonien werden noch
viel zu wenig für Blumenkästen und -kübel verwendet. Besonders für Balkone
der Nordseite geeignet, da Knollenbegonien vollen Schatten vertragen.
Kalkwasser meiden!
:-)
Knollenbegonien |
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Begonia tuberhybrida multiflora - Kleinblütige Knollenbegonien |
Viele schöne Begoniensorten warten auf ihre Verwendung, wie etwa die
Sorte: Begonia cultivars 'Richard Galle' :-)
mehr: verschiedenste Begonien |
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Bidens ferulifolia - Goldmarie |
Die besten Sorten: 'Summerloves Top' und 'Yellow Glow'.
Im Foto: Bidens ferulifolia 'Great Bidi'. Die Goldmarie ist auch bestens für
Blumenampeln geeignet. Unbedingt mit Diascia [Elfensporn] zusammenpflanzen. |
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Calibrachoa, Zauberglöckchen,
Millionbells |
Auch mit dem Verkaufsnamen: CALLIE® in
den Gärtnereien zu haben - im Bild 'ROSE 06'.
Nicht zu verwechseln mit den Petunien, die nicht so robust sind, wie das
Zauberglöckchen; ideale Ampelpflanze für Sonne und Halbschatten. |
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Celosia argentea var. plumosa
Pflaumenblume, Hanenkamm, Federbusch-Hahnenkamm |
Viele bunte Züchtungen - hier:
Celosia argentea var. plumosa 'New
Look'.
Eine Blume, die in den goldenen 20ern beliebt war - heute neu entdeckt! |
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Dahlia - Zwergdahlien |
Zwergdahlien sind beliebt - die Knollen kannst du überwintern.
Auf dem balkon brauchen sie volle Sonne!
Bild: Dahlia gallery 'Sisley' Zwergdahlie
Dahlien allgemein |
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Diascia vigilis -
Elfensporn |
Foto:
Diascia cultivars 'Darla Red'.
Sonne und Halbschatten wird vertragen - Elfensporn eignet sich auch bestens für
Blumenampeln!
Schöne zarte Blüten, die viel zu selten gepflanzt werden! Sie mischen sich schön
mit Bidens [Goldmarie]. |
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Felicia amelloides - Kappaster |
Die Kappaster sieht bald aus, wie eine blaue Margerite - aber es ist eben etwas
Anderes - eigentlich auch keine Aster ;-).
Doch: bestens geeignet für vollsonnige Plätze.
Bild: Felicia amelloides 'Upright
Azur Blue'
Handelsname auch: 'Felicitas®' |
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Fuchsia cultivars 'Summer Islands
Riverheads' Fuchsie |
Die Fuchsien sind Evergreens der Balkonpflanzungen oder Kübelpflanzungen. Mit
ein wenig Geschick können die Pflanzen im Keller oder Schlafzimmer überwintert
werden.
Wichtig: hängende Sorten sind wohl besser für Blumenampeln geeignet. |
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Impadiens wallerina -
Fleißiges Lieschen
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Ein altbekannte Topfpflanze für absonnige Plätze - bekommen sie viel Regen ab,
dann sehen sie manchmal auch etwas verheult aus.
Üppige Blüten!
mehr Bilder: Impaniens-Sorten
Impatiens |
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Ipomoea batatans, Zier-Süßkartoffeln |
Ipomoea batatas sind wunderschöne blattzierende Balkonpflanzen [Strukturpflanzne],
die in voller Sonne und ebenso im Schatten gut wachsen. Die Zierpflanzen sind
echte Süßkartoffeln, deren Knollen viel Vitamin A und Kalium enthalten.
Süßkartoffel |
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Ipomoea purpurea, Trichterwinde
Ipomoea tricolor, Blaue Kaiserwinde |
Bekannt und sehr schön ist besonders die himmelblaue kaisewinde, hier im Bild,
weitere unbekanntere Gartenformen:
Ipomoea hederacea
Ipomoea imperialis
Ipomoea indica
Ipomoea pandurata
Ipomoea purga
Zierwinden |
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Urbane Garten-Trends -> Stadtgärten, Balkongärten und temporäre Gärten in der
Stadt

In den letzten Jahren hat sich in unseren Städten ein grundlegender Wandel
vollzogen, der dem Ruf des "Zurück zur Natur" durchaus gerecht wird.
Beziehungsweise, es hat sich ein eindeutiger Richtungswechsel vollzogen.
Heute sind Städte oft besser Lebensräume für seltene Vögel, Eidechsen,
Insekten, Schmetterlinge und Wildpflanzen, als ländliche Kulturlandschaften.
Auf dem Lande, wo noch intensive Land- und Forstwirtschaft betrieben wird, ist
die Umwelt oft nicht so intakt, als in den grünen Großstädten.
Neben diesen Veränderungen, hin zur lebenswerten, grünen Großstadt beobachten
wir auch den Trend des so genannten ''neuen Urbanismus''. Landschaft
soll nicht mehr zersiedelt werden und die Städte dafür lebenswerter. Junge
Menschen und junge Familien haben nicht mehr unbedingt den Traum vom Eigenheim
auf dem Lande, sondern sie wohnen in der Stadt. Wenigstens in bestimmten
Lebensabschnitten. Denn in der Stadt ist nicht nur das kulturelle Angebot
besser -> es ist die Infrastruktur für junge Familien, die auf dem flachen
Lande nicht immer stimmt.

Kindergärten und Schulen befinden sich kaum mehr vor Ort. Außerdem ist man
heute in der Arbeitswelt schon um vieles flexibler, als man glaubt. Die
Familie zieht der Arbeit hinterher und da ist das gekaufte Eigenheim schon
eher eine unnötige Belastung. Es sei denn man mietet sich ein Haus. Vielleicht
gibt es aber auch bei uns parallel zum Urbanismus Veränderungen nach dem
amerikanischem Muster: Wohnimmobilien werden öfter kauft und verkauft. Man
zieht also in ein minderwertiges Heim und renoviert es während man es bewohnt
und verkauft dann teurer, wenn der Ortswechsel ansteht. Aber diese Lebensart
ist, wenigsten bei uns in Deutschland, noch nicht kultiviert.
Momentan beginnt sich im Mietwohnungsbereich der Großstädte die Lust am
Gärtnern teils explosionsartig zu entfalten. Zuerst ist die allgemeine
städtische Begrünung zu nennen, die neben Stadtbäumen und Grünstreifen auch
zunehmend die Fassaden einschließt. Als nächste waren es die Besitzer der
Restaurants und Geschäfte, die das graue Umfeld durch viel Grün in Töpfen und
Kübeln aufgewertet haben und nun durchlaufen die Balkon-Gärten einen gewissen
Wandel.
Es sind oftmals die Hausbesitzer, die die Veränderung bewirken, weil sie die
klassischen Balkonkästen nicht mehr zulassen, weil das mit Flüssigdünger
angereicherte Gießwasser wohl die Baukörper schädigt [?]. Wie dem auch sei.
Wurden früher die Balkone vorzugsweise nach außen schön gemacht und
Blumenkaskaden präsentiert, so verlagert man heute die Balkonbepflanzung
nach innen. Das ist eine grundlegend andere Gestaltungsphilosophie. Der
Balkon wird somit zum Garten, zum abgeschlossenen Raum, der ein Mikrokosmos
nach innen ist und nicht Präsentation nach außen. Natürlich wächst damit
der Gemütlichkeitsfaktor erheblich, zumal [wie ich schon an vielen anderen
Stellen schrieb] ein ''Garten'' nicht durch seine Größe an Qualität gewinnt,
sondern durch seine Abgeschiedenheit.
In der Stadt wird heute nicht nur auf dem Balkon oder in der Kleingartensparte
gegärtnert. Es entfaltet sich hier auch eine neue und andere, mehr
temporäre Gartenkultur. So geben schon mal Kommunen oder Investoren
Brachflächen zur gärtnerischen Nutzung frei, die anliegende Mieter temporär
bepflanzen und nutzen dürfen. Hier wird dann viel Freizeit im Grünen
verbracht, es wird gefeiert und gegrillt und Familien schaffen hier ein
kinderfreundliches Umfeld. Ich habe da schon interessante Spielplätze gesehen,
wo die Kinder glücklich spielen, auch ohne geschorenen Rasenflächen und vom
TÜV geprüftem Spielgerät.
Die oben aufgezeigten Trends zeigen uns doch immer wieder, dass das Grün,
Bäume und Blumen und damit auch Singvögel, Hummeln und Schmetterlinge ein
unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebensraumes sind. Vor allem Kinder
brauchen ein grüne Welt und der geschorene Rasen im Hausgarten ist damit nicht
gemeint. Kinder brauchen Vielfalt. Kinder müssen Beobachten lernen. Da kann
ein bunter Balkon mit den vielen kleine Blütenwunderen und mit dem Amselnest
wertvoller sein, als der sterile Garten am Haus mit 2000 m² Grundfläche.
Zum Schluss sei nochmals daran erinnert, dass recht unterschiedliche Konzepte
für grüne Städte schon lang existieren. Städtische Parkanlagen wurden schon
vor 300 Jahren angelegt. Bekannt ist die Schrebergarten-Bewegung im 19.
Jahrhundert oder die der Gartenstädte zu Beginn des 20. Jahrhundert. In den
1980er Jahren kam die Idee auf, die Friedhöfe in der Stadt, dort wo es möglich
ist, zu ökologischen Oasen umzugestalten. All diese Konzepte werden nicht
abgelöst von den neuen urbanen Gartentrends. Die Vielfalt an grünen Grünen
Ideen wird unsere Städte noch bunter, vielfältiger und lebenswerter machen,
für Mensch und Natur.
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