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Symbole-Lexikon
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Stichwortverzeichnis

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Grab und Grabmal
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In der Grabmalgestaltung ist die Kornähre viel in der ländlichen Grabgestaltung
zu finden - die Grabmale der Bauern sind dort oft aufwendig geziert und die
Symbolik der Ähren sind sicher auf jedem Dorffriedhof zu finden.
Die hängenden, vollen und reifen Ähren stehen hier für ein erfülltes Leben.
Bild: Kornären auf einem Grabmalsockel - 19. Jahrhundert.
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Landwirt
Bild: Weizenähren auf einem Dorffriedhof.
Meist sind die Kornähren einfach nur Symbol in Anlehnung an den Berufsstand des
Landwirt - natürlich in Verbindung mit der weiteren christlichen Deutung das
Symbol.
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Sämann |
Sämann und Kornären auf einem Ländlichen
Friedhof.
Grabmal aus den 30er Jahren. |
Jesus benutzte in einigen seiner Gleichnisse das Korn. Am bekanntesten ist wohl
das Gleichnis vom Sämann (siehe ganz unten auf dieser Seite).
Jesus vergleicht seinen Tod mit dem sterbenden Weizenkorn:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser
Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge
mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen
wird, den wird mein Vater ehren.
(Evangelium nach Johannes, Kapitel 12 Verse 24, 25 und 26)
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Bäcker |
Hier sind die Kornähren auf dem Grabmal
ebenfalls mit dem Berufsstand verbunden. |
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Dieses Kornährensymbol stammt von einem
modernern Grabmal - hier ist das Korn stilistisch dargestellt, was die Symbolik
hervorhebt. |
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Keramikarbeit |
Auch hier wieder eine moderne
Symboldarstellung.
Das Symbol ist aus Keramik hergestellt und bringt mit seiner blauen Glasur Farbe
in die Grabmalgestaltung.
In dieser zurückhaltenden Ausführung ist "farbige Grabmalgestaltung" zu
begrüßen. |
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altes Ägypten |
Die Symbolik um das Korn ist uralt
und schon die Ägypter verbanden mit dem sterbenden Korn den Gedanken an eine
Auferstehung ... |
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Antike |
Bei den Römern und Griechen war die Kornähre,
bzw. Korngarben ein Hauptsymbol in den Mysterienkulten.
Die in der Stille gemähte Kornähre war das Hauptsymbol der Eleusinischen
Mysterien und galt als der vollkommenste Gegenstand mystischer Kontemplation.
Im Kybele-Kult ist Attis die gemähte goldene Kornähre und die Römer pflanzten
Getreide auf die Gräber und übernahmen damit die Kraft der Toten für die
Lebenden. |
In der Mystik ist das, sich im Verborgenen umwandelnde Korn ein Gleichnis
für die Umformung des menschlichen Herzens, welche dem Auge verborgen bleibt.
(Der Mensch sieht, was vor Augen ist, doch Gott sieht das Herz an)
In diesem Sinn wird das Kornärensymbol in der verschwiegenen Bruderschaft der
Freimaurer verwendet, deren Arbeit am Herzen ebenfalls im Verborgenen vonstatten
gehen soll.
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Renaissance |
Kornährensymbole der antiken Myterien wurden
in der Renaissance wieder modern ... hier hält Ceres, die Göttin der Ernte
und der Fruchtbarkeit, eine Korngabe in ihren Armen - das Symbol für die
vollendete, vollreife Menschenseele:
mehr Infos |
Korn-Symbolik Im Christentum:
Hier die bekannten biblischen Gleichnisse zum Thema:
Das Gleichnis Vom Sämann
Siehe, es ging ein Sämann aus, zu säen. Und indem er säte, fiel einiges auf den
Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es
nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Als
aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte
es. Einiges fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen empor und erstickten's.
Einiges fiel auf gutes Land und trug Frucht, einiges hundertfach, einiges
sechzigfach, einiges dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!
(Evangelium nach Matthäus, Kapitel 13, Verse 3 bis 9)
Die Deutung des Gleichnisses vom Sämann
So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann: Wenn jemand das Wort von dem
Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt hinweg, was in sein
Herz gesät ist; das ist der, bei dem auf den Weg gesät ist. Bei dem aber auf
felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden
aufnimmt; aber er hat keine Wurzel in sich, sondern er ist wetterwendisch; wenn
sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich
ab. Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die
Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt
keine Frucht. Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört
und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, der
andere sechzigfach, der dritte dreißigfach.
(Evangelium nach Matthäus, Kapitel 13, Verse 18 bis 23)
Vom Unkraut unter dem Weizen
Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht
einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute
schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da
traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten
Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen:
Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir
hingehen und es ausjäten? Er sprach: Nein! damit ihr nicht zugleich den Weizen
mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. Lasst beides miteinander wachsen
bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt
zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den
Weizen sammelt mir in meine Scheune.
(Evangelium nach Matthäus, Kapitel 13, Verse 24 bis 30)
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Bild Zeichen Symbol - Bilder und Notizen |
Ein
kleines pictokon-onlinebuch zum Thema Symbole, mit dem Versuch Symbolik unter
verschiedenen Gesichtspunkten zu sehen.
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Übrigens: eine gute Möglichkeit zur
Information über die Grab und Grabmalgestaltung sind die aktuellen
Gartenschauen,
wie BuGa oder Landesgartenschauen. Dort gibt es jeweils Mustergräber mit
gestalteten Grabmalen und jeweils entsprechend der Jahreszeiten
Bepflanzungsbeispiele für
Gräber.
Grabausstellungen
Allerdings mau man wissen, dass man bei diesen Ausstellungen
eine Leistungsschau der
Friedhofsgärtner
und Steinmetzen vor sich hat. Nicht selten ist man etwas entmutigt, wenn man
sich die wunderschönen Wechselpflanzungen der Ausstellungsgräber sieht und mit
den eigenen Möglichkeiten vergleicht.
Wer sich über eigene Gestaltungsmöglichkeiten Gedanken macht,
der sollte sich trotz allem den L eitsatz
zu eigen machen: weniger ist mehr ...
Bei der Grabmalgestaltung ist das besonders zu beachten, da
man hier immer wieder zur Überfrachtung der Grabmalgestaltung neigt, ob im Form,
in Beschriftung oder manchmal auch in der Symbolik.
Bei der Herangehensweise, ein Grabmal zu entwerfen, solltest
du dir immer vor Augen halten, dass so ein Grabdenkmal wirklich auch ein Denkmal
ist.
Es
soll an das Leben des verstorbenen erinnern und für ihn sprechen.
So wie im Leben manchmal Blumen oder eine schöne Melodie
helfen einem schwierigen Gedanken Ausdruck zu verleihen, so kann das auch ein
Grabmal - aber in Harmonie der
Proportionen und Einfachheit ...
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