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Symbole-Lexikon
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Grab und Grabmal
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Schlange und Sündenfall |
Eine der bekanntesten Geschichten der Bibel
ist der Sündenfall - Eva wird durch die Schlange verführt von den Früchten des
verbotenen Baumes zu essen und Adam wird wiederum durch die Eva zum verbotenen
Biss in die Frucht gelockt.
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Bild: Der Sündenfall, von Julius Schnorr von Carolsfeld (1794-1872 )
Schlangensymbolik
Das Protoevangelium - das Erstevangelium
(Der älteste Hinweis der Bibel auf Jesus
Christus)
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Zitat aus der Bibel nach dem "Sündenfall" (Gen. 3. 14):
"Da sprach Gott zu der Schlange: Weil du das getan hast, seiest du verflucht,
verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche
sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.
Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen
Nachkommen und ihrem Nachkommen; der (Christus) soll dir den Kopf zertreten und du wirst
ihn in die Ferse stechen. "
Dies sind die Fluchworte Gottes über die Schlange, nach dem Sündenfall. Doch
verheißt der bedeutsame 15. Vers den Sieg über die Sünde. Schon die Kirchenväter
betrachteten diesen Vers als "Proto-Evangelium" - die erste frohe Botschaft vom
Sieg Jesus Christus über die Macht des Satan. In diesem Sinne übersetzte Martin
Luther den Bibeltext, wie er oben stehend nachzulesen ist.
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Wörtlich heißt es in dem hebräischen Urtext:
"Feindschaft setze ich zwischen dich und das Weib
zwischen deinen Samen und ihren Samen
Er wird dir den Kopf zermalmen
Du wirst ihm die Ferse zermalmen"
In neuerer Zeit änderte sich jedoch die Deutung über die Gestalt der Schlange
und man sieht in ihr nicht mehr die Verkörperung des Satan. Wenn sie überhaupt
die Stelle einer bösen Macht vertritt, so soll dies der Baal-Kult der Kanaaniter
sein, bei welchem das Schlangensymbol nachgewiesen wurde. Die alte
Bezeichnung "Protoevangelium" wurde deshalb von der modernen Theologie fallen
gelassen, besonders aber auf Grund von ausführlichen Textanalysen, nach
denen der bildhafte Erzählstiel auch wirklich die Schlange nur als Tier in den
Sündenfall einflocht und im Stiele einer uns allen bekannten Tierfabel (die
Schlange, das klügste unter den Tieren) die Natur der Sünde zu verdeutlichen.
Die natürliche Feindschaft zwischen Mensch und Schlange findet in dieser "Sage"
ihre einfache Erklärung. Somit übersetzte man den 15. Vers wiefolgt:
"Sie werden euch den Kopf zertreten, und ihr werdet sie
in die Ferse beißen." (Übersetzung: Die Gute Nachricht AT)
Dieser Text ist im eigentlichen kein Widerspruch zur Lutherischen Übersetzung,
denn "deine Nachkommen" und
"ihre Nachkommen" können im hebräischen Text
sowohl als Individuum, als auch als Kollektiv gedeutet werden - der Übergang
dazu war im Denken der damaligen Zeit fließend.
Warum jedoch die heutigen modernen Bibelübersetzer das Protoevangelium aus der
Bibel ausradiert haben mag uns nachdenklich machen ...
Betrachten wir die meditative Bildgeschichte Moses auf eine etwas andere Art:
Unser Augenmerk soll dabei zuerst auf die Aufzählung der Tiere im
Schöpfungsbericht gerichtet sein. Die Tiere werden hier im Vorbericht in drei Kategorien
aufgezählt.
Da gibt es die Tiere in der Luft, auf der Erde und unter der Erde (Gewürm):
"Und Gott sprach : Lasset uns Menschen machen, ein
Bild, dass uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die
Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über
alles Gewürm, das auf Erden kriecht."
Schon von Zeichnungen aus der Steinzeit ist bekannt, dass die früheren Menschen
derartige Tierkategorien kannten. Oft zeichnete man Vögel, Landsäugetiere bzw.
Schlangen und Fische, welche ganz profan Himmel, Erde und Unterwelt verkörpern -
es waren also primitive Darstellungen des Kosmos - ähnlich auch die Bibel - nur
geht es in den Berichten des in die ägyptischen und althebräischen
Mysterien eingeweihten Moses nicht um den Kosmos der materiellen Welt, sondern
um den Kosmos der inneren Lebenswelt des Menschen!
Die Tiere stellen die guten und schlechten Neigungen des
Menschen dar, welche der Mensch als Gotteskind erkennen und beherrschen soll.
Den Kategorien Himmel, Erde, Unterwelt entspricht der trigonomische
Aufbau des Menschen: Geist, Seele, Leib.
(mit diesem Idealbild der "Krone der Schöpfung" schließt der so genannten 1.
Schöpfungsbericht der Bibel)
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Adams
Sündenfall ? |
Siegel-Stempel aus
Susa um 3500 v.Chr.
Die Bilder eines Tierbezwingers und eines knienden
Menschen sind stark abstrahiert, doch beim genaueren
Hinsehen gut zu erkennen. |
Ein interessantes Siegel mit schriftähnlichen Zeichen
und Hieroglyphen. Dazu eine etwas spekulative Interpretation: 1.
Siegelbild = "Adam", als den Herren über die Tiere und auf der Rückseite
"Adam", als den geächteten, der nun kniend die Herrschaft über die Tiere verlor
(hinter ihm das Schlangensymbol) - das alte Zaun-Schriftzeichen unter Adam ist
Symbol für die Verwerfung aus dem Paradies.
Die Geschichte von Adam und Eva geht nach dem 1. Vorbericht nochmals genauer auf
die vorhin genannten Tierkategorien ein:
"Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf
dem Felde und alle Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen."
Aber genau hingesehen: die Tierkategorie der Unterwelt fehlt hier! Die Schlange zählte
ursprünglich zu den "Tieren des Feldes", denn sie wurde zuvor erst
"verstoßen aus
allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde". Als solches muss man sich sie
natürlich mit Beinen vorstellen. Erst nach dem Sündenfall muss sie auf dem
Bauche kriechen und verkörpert nun die entstandene
Unterwelt, den Tod und die Materie.
In bildhafter Weise wird hier dem Zuhörer gesagt, dass Gott "Himmel und Erde"
schuf: und zwar schuf er den Menschen zuerst als ein Wesen aus Geist und
Seelenleib. Das Totenreich, bzw. die Materie ist am Anfang nicht Plan der
göttlichen Schöpfung.
Weiter geht die Geschichte aber so, dass der
Wunsch im Menschen wuchs, von seinem Schöpfer autonom zu werden. Der geistige
Kern im Menschen, etwa das Gewissen (der Baum der Erkenntnis von gut und böse)
sollte nach Gottes Plan zunächst nicht unter der Herrschaft des menschlichen
Kopfverstandes stehen - doch Eva und Adam wollten selber bestimmen, was für
sie gut und nicht förderlich ist (so wie jeder heute). So kam es zum Fall der
geistigen Macht im Menschen und - Eva wurde mit Adam aus dem
Paradies vertrieben. Sie wurden zu materiellen und sterblichen Menschen dieser
Erde.
... das ist die Entstehung des Kosmos aus der geistigen Sicht des Hebräers
Moses.
Hier zum Schluss noch einmal das Proto-Evangelium zum nachlesen:
(Gen. 3. 14):
"Da sprach Gott zu der Schlange: Weil du das getan hast, seiest du verflucht,
verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche
sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.
Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen
Nachkommen und ihrem Nachkommen; der (Christus) soll dir den Kopf zertreten und du wirst
ihn in die Ferse stechen. "
Worte Jesu: "Ich sah den Satan vom Himmel fallen
wie einen Blitz. Sehet, ich habe euch Vollmacht gegeben zu treten auf Schlangen
und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch schaden."
Luk. 10/ 18+19.
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Auf diesem Grabmal aus der Barockzeit zertritt
Christus mit der Siegesfahne in der Hand die Schlange, die in einer geflochtenen
Acht (Lemniskate) die Materiewelt versinnbildlicht.
Nikolaifriedhof Görlitz
Symbolik: Schlange |
Wichtig
ist immer zu versuchen die alte Redeweise der Hebräer zu verstehen.
Diese richtet sich jedoch allezeit nur an das Herz der Menschen, nie an
den Verstand.
Das Verstehen des Herzens ist aber ein Wecken desselben.
(nach
Jakob Lorber) |
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Eherne Schlange |
Hier nun noch die Betrachtung der wirklich etwas seltsam anmutenden Geschichte
im 4. Buch Mose über ein Schlangensymbol, welches bei genauerer Betrachtung doch
ganz gut in die Schlangensymbolik einfügt.
Bild: Die Eherne Schlange von
Carl Gottfried Pfannenschmidt (1819-1887) |
Zuerst erinnert die "heilende Schlange" an den Äskulapstab - vielleicht mag hier
eine Verbindung bestehen. Sehen wir die Schlange als ein Symbol für Materie und
Totenreich - und ist das Zeichen tatsächlich ein prophetischer Hinweis auf das
Kommen des Gottessohnes -
für mich ist die eherne Schlange hier wohl eher ein dualistisches Symbol der
Gegensätzlichkeiten von materialistischem Denken und Glauben und Herzensschulung
...
siehe allgemein: Symbol der Schlange
der Äskulapstab
der Hermesstab
Hier auch noch einmal die Story:
"Die Hebräer brachen auf (nach ihrer Flucht aus Ägypten) von dem Berge Hor in
Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk
wurde verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast
du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der Wüste?
Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise.
Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass
viele aus Israel starben.
Da kamen sie zu Moses und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den
HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von
uns nehme. Und Mose bat für das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir
eine eherne (metallene) Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen
ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und
richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die
eherne Schlange an und blieb leben."
(Text nach der Bibel, 4. Buch des Mose, Kapitel 21, Verse 4 bis 9)
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Bild Zeichen Symbol - Bilder und Notizen |
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kleines pictokon-onlinebuch zum Thema Symbole, mit dem Versuch Symbolik unter
verschiedenen Gesichtspunkten zu sehen.
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Symbole und Gedankenbilder |
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Liebesgedichte und
Jahreszeitengedichte
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Holzbildhauer - Arbeiten
Jakob Lorber
Impressum
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Eine gute Möglichkeit zur
Information über die Grab und Grabmalgestaltung sind die aktuellen
Gartenschauen,
wie BuGa oder Landesgartenschauen. Dort gibt es jeweils Mustergräber mit
gestalteten Grabmalen und jeweils entsprechend der Jahreszeiten
Bepflanzungsbeispiele für Gräber.
Grabausstellungen
Allerdings mau man wissen, dass man bei diesen Ausstellungen
eine Leistungsschau der
Friedhofsgärtner
und Steinmetzen vor sich hat. Nicht selten ist man etwas entmutigt, wenn man
sich die wunderschönen Wechselpflanzungen der Ausstellungsgräber sieht und mit
den eigenen Möglichkeiten vergleicht.
Wer sich über eigene Gestaltungsmöglichkeiten Gedanken macht,
der sollte sich trotz allem den L eitsatz
zu eigen machen: weniger ist mehr ...
Bei der Grabmalgestaltung ist das besonders zu beachten, da
man hier immer wieder zur Überfrachtung der Grabmalgestaltung neigt, ob im Form,
in Beschriftung oder manchmal auch in der Symbolik.
Bei der Herangehensweise, ein Grabmal zu entwerfen, solltest
du dir immer vor Augen halten, dass so ein Grabdenkmal wirklich auch ein Denkmal
ist.
Es
soll an das Leben des verstorbenen erinnern und für ihn sprechen.
So wie im Leben manchmal Blumen oder eine schöne Melodie
helfen einem schwierigen Gedanken Ausdruck zu verleihen, so kann das auch ein
Grabmal - aber in Harmonie der
Proportionen und Einfachheit ...
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