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Symbole Mystische Tattoo-Symbole im so genannten "Tierstil"  -  Symbolik: Tiger, Greif, Steinbock, Elch


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Tipp 

 

Tiger mit Geweih - ein altes der alten Tattoo-Motive ???

1. sibirerischer Tierstil: Tiger mit Geweih

Der Tierstil ist ein Kunststil der vorgeschichtlichen Nomadenstämme Eurasiens.

Es ist durchaus möglich, dass diese stilistische Form zuerst als Körperbemalung Anwendung fand - also wären nach dieser (meiner) Theorie die Ursprünge der Tierstil-Motive  in den Tattoos-Motive zu finden ...
 

 


Gartengestaltung Mystische Tattoo-Vorlagen sind heute viel gesucht und man ziert damit Schultern, Waden und Ärsche. Interessant ist dabei schon, dass hierfür die Tiersymbolik des so genannten Tierstil kaum beachtet wird, es sei denn in der Spielart der keltischen Vorlagen.
Buchsbaum mehr Recherche-Bildmaterial

Gartengestaltung Die Leningrader Eremitage beherbergt heute neben zahlreichen Kunstschätzen ein ganz besonderer Schatz: sibirerischen Goldschmuck. Dieser Schmuck aus figürlichen Tierdarstellungen stammt ursprünglich aus den alten Grabstätten der Skythen und anderer asiatischer Reiterstämme. Der russische Gelehrte Michail Rostowzew (1870-1952) prägte im Zusammenhang mit der Erforschung dieser Kunstgegenstände den Begriff "Tierstil".

Gartengestaltung Interessant ist allerdings, dass die Goldplastiken der genannten Steppenvölker weitestgehend zweidimensional, also flächig gefertigt sind. Damit sind diese goldenen Tierdarstellungen mehr Bilder, als Plastiken - also in Gold gegossene Bilder.
Auch kann vom Stil eines prähistorischen Künstlers geschlossen werden, ob seine Stilistik etwa Ursprünglich von der Schnitzkunst übernommen wurde, oder ob man seine Kunstwerke sonst in Stein meißelte oder ritzte. Es kann auch eine ornamentale Webkunst  Pate gestanden haben, oder aber: es ist ein rein malerischer Stil. Letzterer scheint es am ehesten zu sein, doch fragt man sich, worauf gemalt wurde.
War es Stoff, Filz, Leder oder Holz? Tatsächlich sind Tierstil-Malereien auf all diesen Materialien bekannt. Doch die die ständig umherziehenden und raubenden Reiterstämme hatten für ihre Kunst ihr wohl bedeutendstes Medium der Kunstdarstellung, ihre eigene Haut:

prähistorische Tattoos - Tier-Motive

2. Tattoo-Motive im Tierstil

Jeder "Kunststil" wird davon geprägt, mit welchen Medien und Materialien gearbeitet wird.
Die Körperbemalung ist zwar flächig, doch wirkt sie am besten dort, wo die Körperoberfläche plastisch ist.

Bildquellen und Literatur:
Burchhard Brentjes, Der Tierstil in Eurasien Leipzig 1982 Bilder: 1,3,4,5,6
Burchard Brenthes, Rätsel aus dem Altertum Leipzig 1980 Bild: 2

prähistorische Tattoo-Motive

3. prähistorische: Tattoo-Motive

Die Wirkung der Armbemalung (bild oben) als flächiges Bild ist natürlich nicht so wirksam, wie am Körper ...

Abgebildet sind Tiger, Raubkatzen, Steinböcke und Gazellen

Der Tiger ist ein Symbol von Königswürde, Stärke - doch auch von Grausamkeit.

Gartengestaltung Symbol: Tiger - der Tiger ist für sich eine merkwürdige Symbolgestalt, denn er zeigt zwei grundverschiedene (solare und luneare) Eigenschaften - in China auch im Zusammenhang von Yin und Yang. Im fernen Osten ist der Tiger der König der wilden Tiere, da der Tiger in der Nacht sehr gut sehen kann wird er als unheilvolle Macht der Finsternis gesehen und ist der Erde (Materie, Yin) angehörig (chtonisch) - doch der Tiger wird im Osten auch mit Schlangen kämpfend dargestellt - in diesem Falle stellt er das Lichtprinzip dar (Yang) und steht für Autorität, für militärische Macht und für den steten Widerstreit der Polaritäten ...

Symbol: Tiger und Steinbock im Kampf

4. Der Tiger im Kampf mit dem Steinbock

Der Tiger (Tag) kämpft gegen den Steinbock (Nacht) - doch der Tiger trägt selber das unheivolle der Nacht in sich ...


 

Tierstil: Tierkampf

5. häufiges Motiv: Tierkampf

Häufige Motive im Tierstil sind kämpfende Tiere, wie hier Greif und Elch.

Im Grunde sind dies alles dualistische Symbole und selbst als Einzelwesen (Bild ganz oben: Tiger mit Hirschgeweih) tragen diese dualistische Züge und befinden sich im ständig währendem Kampf der Gegenpole (Licht, Finsternis).  usw.


 

Symbol: Kampf, Greif und Steinbock

6. Greif und Steinbock

Der Greif ist ein Fabelwesen mit dem Kopf und den Klauen eines Adlers in Verbindung mit dem Körper eines Löwen oder Tiger, meist dargestellt mit Flügeln. (In der Heraldik, der Wappenkunde, auch ohne Flügel).

Der Greif ist das Licht-Symbol der der Morgendämmerung, der Elch jedoch ein Symbol für übernatürliche unheimliche Mächte (Nacht) und für den Sturmwind (das Chaos).

Gartengestaltung Bei weiteren Recherchen stellte ich fest, dass die unterlegenen Tiere (Elch und Steinbock) ähnlich dem Steinbock (wie auch Gazellen, Hirsche oder Antilopen in anderen Kulturen) in der alten Symbolsprache für unheilvolle Mächte stehen (typhonische Mächte-Hydra), deren Attribute Sturmwetter, also chaotische Mächte sind. (So ist etwa die Gazelle Attribut der sumero-semitischen Astart-Gottheit und von Tesub, dem churritischen Gott der Stürme)

Gartengestaltung Fragt man sich nun nach der Tier-Symbolik der Tattoos jener Reitervölker, so werden die Träger dieser Körperbemalungen den Sinn dieser Symbolik sicher nicht im wissenschaftlichen Sinne benutzt haben - für sie waren es einfach nur Zeichen der Macht und Stärke.

Gartengestaltung Tiersymbolik und Tier-Stilistik ist in jenen Völkerschaften ein Ausdruck der erlebten Unmittelbarkeit. Die Menschen waren in ihrer Kultur kannsten nicht unsere heutige Sicherheitsmentalität . Sie lebten ständig in Gefahren von Krieg und Krankheit  und waren der  Unmittelbarkeit der Natur im vollem Maße ausgesetzt.
Die kriegerischen Steppenvölker - die keine festen Städte kannten und deren Dasein völlig auf die Gegenwart fixiert war haben sich dann wohl naturgemäß mit denjenigen Zeichen und Symbolen geschmückt, welche ihrem Leben am besten entsprachen - und das ist eben dieser Tierstil.

Gartengestaltung Dieses spezielle kulturgeschichtliche der Steppen-Tattoos ist hier natürlich nur kurz angerissen und es wäre sicher interessant das Thema zu vertiefen, etwa in wie weit hier auch der Schamanenglaube hineinspielt, oder die Erfahrungen von Trancezuständen. Bekanntlich nutzten die Skythen die berauschende Wirkung von Hanfsamen in ihren Saunazelten. Man warf die Samen in der Sauna auf erhitzte Steine und genoss gemeinschaftlich diese Prozedur. In wieweit solches Rauscherleben die Kunst jener Menschen beeinflusste, werde ich sicher noch näher beleuchten ...
 

Ornamentik: Lebensbaum und Vogel

Tierstil in der Grabmalgestaltung?

Ich informiere hier im "Symbol-Lexikon" vorzugsweise zur Symbolik für die Grabmalgestaltung, wobei diese immer mit der aktuellen Bildsprache der Menschen zu tun hat.

Es stellt sich vielleicht auch mal in der Praxis die Frage, ob man Tatto-Vorlagen - oder besser gesagt: Tierstil-Vorlagen - auch in Stein hauen kann ... ?

Theoretisch schon, wenn das gewählte Symbol Sinn und Ziel hat und wenn es nicht auf den Stein "gemalt wird" ... wenn es der Steinkünstler in eine halbplastischen Arbeit umsetzen kann, dann wäre es sicher ok.   ... doch ich betone das "wenn"  ;-)

Bild: halbplastische Sandsteinarbeit

Gartengestaltung Unsinnig sind reine Malereien, oder Zeichnungen auf Stein überhaupt, denn das Grabmal ist kein zweidimensionales Blatt Papier, sondern körperhaft. Auf den untenstehenden Bildern kannst du noch einmal einen halbplastischen Kunststil und einen rein malerischen Stil vergleichen. "Gemalt" wird auf Papier, Stoff (oder Haut) - für Holzschnitzereien oder Steinarbeiten eignen sich mehr die etwas abstrahierten, stilistisierten ornamentalen Formen
--> Bild oben und unten :-)

Symbol, Symbole: Eidechsen, Eidechse

Tierstil: Eidechsen

Halbplastische Schnitzarbeiten der Dogon (Afrika) auf einer Tür.

Die Eidechse hat in der afrikanischen Symbolik (sowie in der griechischen) ist sie meines Wissens ein positives Symbol und steht für Glück und göttliche Weisheit.

(Die Eidechse ist ein Attribut von Serphis und Hermes)

Zum Bild: moderne Schnitzarbeit der Dogon, Mali (Westafrika) Ebenholz/1999
Ausstellung im Daetz-Zentrum Lichtenstein (auch Bild unten)
 

Symbol, Symbole: Goldfische, Fische

"Glücksbringende Goldfische"

Goldfische in einem rein malerischen Stil, der als Malerei etwa auch als Tattoo umgesetzt werden könnte, doch sicher nicht als plastisches Relief ...

Bild: Seidenbatik aus Indonesien (Bali)



Bildquellen und Literatur:
Burchhard Brentjes, Der Tierstil in Eurasien Leipzig 1982 Bilder: 1,3,4,5,6
Burchard Brenthes, Rätsel aus dem Altertum Leipzig 1980 Bild: 2

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Terrasse Eine gute Möglichkeit zur Information über die Grab und Grabmalgestaltung sind die aktuellen Gabmal mit verarbeitetem Glas, Grabbepflanzung aus LobelienGartenschauen, wie BuGa oder Landesgartenschauen. Dort gibt es jeweils Mustergräber mit gestalteten Grabmalen und jeweils entsprechend der Jahreszeiten Bepflanzungsbeispiele für Gräber.
Terrasse Grabausstellungen

Terrasse Allerdings mau man wissen, dass man bei diesen Ausstellungen eine Leistungsschau der Grabmal mit GrabsteleFriedhofsgärtner und Steinmetzen vor sich hat. Nicht selten ist man etwas entmutigt, wenn man sich die wunderschönen Wechselpflanzungen der Ausstellungsgräber sieht und mit den eigenen Möglichkeiten vergleicht.

Terrasse Wer sich über eigene Gestaltungsmöglichkeiten Gedanken macht, der sollte sich trotz allem den LHolzgrabmal mit Glaseitsatz zu eigen machen: weniger ist mehr ...

Terrasse Bei der Grabmalgestaltung ist das besonders zu beachten, da man hier immer wieder zur Überfrachtung der Grabmalgestaltung neigt, ob im Form, in Beschriftung oder manchmal auch in der Symbolik.

Terrasse Bei der Herangehensweise, ein Grabmal zu entwerfen, solltest du dir immer vor Augen halten, dass so ein Grabdenkmal wirklich auch ein Denkmal ist. Grabmal aus KeramikEs soll an das Leben des verstorbenen erinnern und für ihn sprechen.

Terrasse So wie im Leben manchmal Blumen oder eine schöne Melodie helfen einem schwierigen Gedanken Ausdruck zu verleihen, so kann das auch ein Grabmal - aber in Harmonie der Proportionen und Einfachheit ...