Solche steingefüllten Drahtgitterkörbe sieht man immer öfter - man nennt
diese Konstruktionen -> Gabionen.
Wenn ich richtig gelesen habe, dann kannten schon die alten Römer diese
Technik mit Hilfe von Holz- oder Weidengeflecht Trockenmauern
aufzuschichten. mehr
Ideen und Bilder
Aus der historischen Militärtechnik sind die Gabionen
auch bekannt, wo sie "Schanzkörbe" hießen ...
Gabione werden immer öfter von den Häuslebauern als Zaunersatz
[Lärmschutzzaun] verwendet - dazu sind unten auf dieser Seite gestalterische
Hinweise zu finden.
Wer auf das Einschichten der Steine verzichten möchte, kann auch
Fertig-Gabione verwenden - weiter Infos und Bilder
findest du hier: vorgefüllte Gabionen, Steinkörbe
Einsatzmöglichkeiten
Die Einsatzmöglichkeiten dieser Gabionen ist sehr sehr vielfältig:
Hangsicherungen, Uferbefestigungen - besser noch: sie
werden erfolgreich als Lärmschutz- oder Sichtschutzwände eingesetzt
- auch als architektonische Elemente in der Gartengestaltung und sogar als
Fassadenverkleidungen ... usw.
Die Gabione lassen sich bepflanzen und sie haben als Trockenmauern sicher
auch positive Eigenschaften als Öko-Nische für diverse Tier- und
Pflanzenarten.
In Zukunft denke ich, wird der Einsatz der mit verschiedenen
Materialien [Natursteine, Erde, Sand] gefüllten Gabionen
besonders für den Eigenheimbereich als Sichtschutzwände,
Lärmschutzwände bzw. dekorative Schallschutzwände Verwendung
finden.
Sichtschutz und Lärmschutzwände ... hier fragt sich nun, ob
diese Lärmschutzanlagen in der Nähe der Terrasse und im
Hausgarten auch eine Funktion des Windschutzes erfüllen können:
als bloße Steinwand nicht, aber [siehe Bild oben] wenn man die
Lärmschutzwand mit einer Pergola über der Terrasse verbindet,
dann ist diese dekorative Natursteinmauer ein effektiver
Lärmschutz und
Windschutz [und natürlich auch Sichtschutz im Garten]
Hier folgt nun wieder ein tolle Skizze von mir ;-)
Lärmschutzwände aus Gabionen
Effektiver Lärmschutz wird durch Schichtungen mit
Lava-Gestein oder mit einer zusätzlichen
Vertikalschicht (linke Mauer) aus feikörnigen
Material, wie Sand und Splitt, erreicht. Möglich sind
auch Erdgabionen.
Mittlerweile denke ich, dass Gabionen für den
Eigenheimbereich die idealen Lärmschutzwände
darstellen ...
Effektiver Lärmschutz muss dort angebracht werden, wo die
Lärmquelle entsteht - im Falle eines Hausgartens wird das immer
die Grundstücksgrenze sein. Die klassische Gartenmauer ist also
der ideale Lärmschutz. So weit mir bekannt ist, muss eine
Lärmschutzwand nicht einmal sonderlich stark sein. Im Prinzip
genügt da schon eine Glaswand oder Holzwand.
Wichtig bei Lärmschutzwänden ist nur, dass die Wand absolut
dicht ist und keine Spalten aufweist - dann ist sie beinahe
wirkungslos. Man könnte also auch dünnerer Zaungabionen als
Lärmschutzwände aufbauen, die im Inneren etwa eine
Kunststoffwandung aufweisen an Stelle einer Sandschüttung.
jedenfalls hab ich mir das so von einem Dr. der Physik erklären
lassen.
Drahtgitterkörbe und Naturstein - als Gabionen-Zaun ->
Zaungabionen
Durch die Stützfunktion der Drahtgitterkörbe lassen sich Natursteine,
schon fast in Schottergrößen, zu Trockenmauern aufschichten und wie ich
gelesen habe, so ist die Kosten-Nutzen-Rechnung ganz passabel.
Zum Bild: eine Gabionenmauer ... die ist so schon ganz in
Ordnung, nur sollte diese Art Natursteinmauer, wenn sie frei
steht (und nicht als Hangstütze), nicht zu schmächtig gebaut
werden - auf abschließende Säulenformen würde ich auf jeden Fall
verzichten - also: die gelagerte Grundform sollte das Bild
beherrschen.
Übrigens könnte ich mir auch eine Kombination von dieser Art
Natursteinmauer und Holzlattenzaun vorstellen - so, dass an
manchen stellen die Mauer transparent wird. mehr
Infos: Zäune, Zaunanlagen
Bei Grundstücksmauern, wie oben dem Bild sollte man sich
nicht mit einem Mauerstreifen begnügen, wenigstens als
Übergang muss die Mauer an der seitlichen Grundstücksgrenze zum
Nachbarn abknicken, damit eine gewisse
Raumwirkung
entsteht.
Wenn ich unten noch einige kritische Bemerkungen machen will, so
möchte ich erst die wirklich positiven Aspekte herausstellen:
Anscheinend lässt sich mit der Gabionen-Technik mit
überschaubaren Kosten tatsächlich ein wirksamer Lärmschutz
bewerkstelligen und zwar werden für diesen Zweck die
Drahtgitterkörbe mit zwei oder drei vertikalen
schallschluckenden Füllungen versehen.
Es lassen sich kostengünstig und mit guter Ökobilanz die
verschiedensten Hangbefestigungen und Böschungsbefestigungen
herstellen - hier bleibt natürlich die Frage, ob diese auch den
Ansprüchen der Ästhetik entsprechen ...
Aus gestalterische Sicht muss ich sagen, das diese Drahtgitter-
und Naturstein-Technik eine absolut legitime materialgerecht
Verarbeitung darstellt und damit ist so eine Gabione ein
Menschenwerk - sie ist nichts natürliches ... eine Architektur
und in der Landschaft ein architektonisches Element, welches
auch nicht unbedingt durch Pflanzenbewuchs verborgen werden
muss.
Anders hier:
German
Angst ;-)
Mit der Vorsicht kann man es auch übertreiben - aus dem Steinmaterial, was
hier verwendet wurde (Sandstein), hätte man eine wunderschöne
Natursteinmauer in althergebrachter Art errichten können ...
Hochwertig und Minderwertig
Auch hier wurde hochwertiges Material minderwertig
verarbeitet.
Die Sandsteinquader sind eindeutig "Mauersteine",
welche
technologisch anders eingesetzt werden - jedenfalls
nicht in dieser Steinkorb-Technik ...
materialgerechte Verarbeitung!
Zum dritten: die Idee ist zwar gut, doch der
Sandstein wurde hier nicht Materialgerecht verarbeitet
...
Ich glaube auch nicht, dass die Steinkörbe dieser
Mauer die nötige Stabilität geben ...
trotzdem sind solche Mauern gute Lärmschutzwände
[Lärmschutzzaun] und in Verbindung mit einer begrünten
Pergola auch effektiver Windschutz ...
Bepflanzung der Mauerkrone
Wenn man an die Begrünung der Drahtgitterkörbe denkt,
dann denkt man zuerst an die vertikale Begrünung der
Fluchten -
doch die Bepflanzung der Mauerkronen habe ich bisher
nur selten gesehen.
Das Foto links würde ich mal als Anregung nehmen -
hier hat man sogar auf schmalen Mauerkrone eine für
die Steinkörbe vergleichbare Situation.
Mauerpflanzen
Bei der Bepflanzung der horizontalen Flächen der Gabione muss natürlich mit
Vlies gearbeitet werden - gerade bei den Schallschutzmauern
fände ich das wichtig, da so eine gewisse Feuchtigkeitssperre
geschaffen werden kann - denn eindringendes Wasser und Frost
kann sicher mit der Zeit die aufgeschichteten Tuffsteinschichten
zersetzen.
Begrünung mit wenig Aufwand:
Die im Landschaftsbau üblichen Mauer- und Fassadenbegrüner können hier zum
Einsatz kommen.
Im Bild ist es Polygonum aubertii [Knöterich] und Mauerwein. Der Knöterich
kann durch seine unbändige Wüchsigkeit aber auch zur Last werden.
Natursteinmauern
Hier noch mal der Hinweis:
Böschungsmauern oder Gartenmauern können auch auf die herkömmliche Art
gefertigt werden ;-) NatursteinmauernTrockenmauern
ein schönes Beispiel: wer es nicht so gerade möchte
Diese Feldsteinmauer, die übrigens auch die Funktion einer Schallschutzmauer
hat, ist so super gebaut - etwa hier die Flucht ... Man hat die Mauerflucht nicht genau nach der Schnur gezogen, sondern
etwas Bewegung rein gebracht. mehr zu diesem Beispiel >>
Werbung:
Weide - ein preiswertes Naturprodukt
Sichtschutz, Windschutz, Zaunelement
Das Flechten und das
Arbeiten mit Weiden ist eine alte Technik in der
Gartengestaltung, die interessant und vielseitig
zugleich ist, da das verwendete Material ein variabler
Bau- und Werkstoff ist.
feliwa.de
weitere
Einsatzmöglichkeiten
Weitere Verwendungsmöglichkeiten besonders auch im Wasserbau, wie
Uferbefestigungen - hier im Bild ...
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte und schauen Sie doch morgen noch mal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-) zur Startseite: Gartengestaltung
Sicht-
und Schallschutz, besonders im Reihenhausgarten ist er wichtig ...
mehr über Lärmschutz
Ich
finde es unverantwortlich, wenn in Reihanhausanlagen nicht wenigstens die
Terrassen voneinander durch Schallschutzwände getrennt werden ...
Gabionenzäune sind brauchbar für Schallschutzwände - auf was es beim
Schallschutz ankommt liest du auf dieser Homepage ...
Gabionen-Ideen von der Gartenschau in Rechberghausen 2009 Es besteht im zunehmenden Maße für Haus- und
Reihenhausbesitzer
der Wunsch nach Ruhe und Intimität und so sind ideenreiche und
gestalterisch anspruchsvolle Sichtschutz- und Lärmschutzwände
gefragt. War früher nur Sichtschutz auf
der
Terrasse gewünscht, so sollen die Sichtschutzelemente heute
oft auch die Funktion der Lärmschutzwand erfüllen.
Lärmschutzwände sollten übrigens nahe an der Schallquelle stehen - das wäre
etwa die Grundstücksgrenze zur Straße hin. Für diesen Zweck eignen sich Betonmauern [etwa aus Betonelementen], dichte
Glaswände oder auch Gabionen - das sind die Drahtgitterkörbe, die mit
Natursteinen schichtweise gefüllt werden ... Sichtschutzelemente aus
verschiedensten Materialien sind auf der Gartenschau in den Mustergärten zu sehen.
Auch die Kombination von Gabionen mit anderen
Gestaltungselementen ist möglich und hier auf den Bildern zu
sehen. [Ein 'Vertikaler Garten - Garten der Wände" -
Planung
und Ausführung: Weiler & Reimann, Gartengestaltung,
aus Eislingen]
Hier sei auch nochmals gesagt: Gartenmauern engen deinen
Garten nicht ein und sie machen den garten auch nicht kleiner.
Gartenmauern bringen überhaupt erst einmal die Raumwirkung und
das Raumgefühl, dass eine Gartenanlage oder Terrasse gemütlich
macht!
Übrigens waren auf der Gartenausstellung noch weitere
interessante Möglichkeiten an Sichtschutz-Elementen zu sehen,
wie neuartige oberflächengestaltete Betonelemente [BetonMarketing
Süd GmbH].
Mit
Beton verhält es sich sicher ähnlich, wie mit den Gabionenkonstruktionen.
Man kann mit den genannten Materialien sehr schön Gestalten
oder auf der anderen Seite auch sehr schlecht.
Meistens gibt es
da kein Mittelding ;-)
hier ein
kurzes Video von der Gartenausstellung in Rechberghausen ...
Noch mal der Hinweis:
Gabionen
sollten nicht immer nur streifenförmige Fluchten bilden. Ein
Mäandermuster [bzw. Beispiele wie hier auf der Skizze] lässt
das Mauerwerk lebendiger und plastischer wirken und es
verbessert zudem die Standfestigkeit der Zaungabionen.