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Bäume pflanzen
Baumlexikon
(Garten)
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Welche Baumgröße wählen?
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Ich denke so: das Wichtigste [wenn man Bäume pflanzen möchte] ist
neben der Entscheidung für die Baumart, die Wahl der richtigen Baumgröße.
Ob ich einen jungen Baum, oder einen schon "jugendlichen" Starkbaum pflanze, das
ist zuerst eine wichtige Kostenfrage.
Nicht nur, dass ein Starkbaum kostenintensiv in Beschaffung und Pflanzung ist.
Relativ teuer ist die weitere Pflege der Baumpflanzung - vor allem das Gießen in
Trockenperioden. Letzteres wird zu häufig vernachlässigt und so habe ich schon
so manchen Starkbaum eingehen sehen - übrigens kann solch ein vernachlässigter
Baum drei Jahre lang grün aussehen und im 5. Jahr wird er dann von irgendwelchen
Pilzen oder Schädlingen befallen, eben durch den "Stress", den er die vorherigen
Jahre aushalten musste.
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Junge Bäume (Gehölze) vertragen eine Umpflanzung (von der Baumschule) weit aus
leichter, als ältere Bäume - nicht umsonst heißt es ja: "einen alten Rosenstock
verpflanzt man nicht."
Letztlich holt ein gepflanzter, junger Heister in den folgenden 10 Jahren einen
schlecht gepflegten Starkbaum im Wachstum fast ein.
Junge Baumschulware hat keinen festen Wurzelballen - das ist ein Vorteil
(leichterer Transport) aber auch ein Nachteil gegenüber der Ballenware, denn
Wurzeln dürfen bei der Zwischenlagerung der Pflanzen nie austrocknen. Allerdings
kann das auch bei dem Starkbaum mit Ballenware passieren, wenn der Ballen noch
im belaubten Zustand gestochen wird (oder bei immergrünen Gehölzen oder
Koniferen) ...
Wichtig: Beim Transport dürfen Wurzeln nicht austrocknen und sie dürfen keinen
Frost abbekommen!
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Ebenso wichtig, wie die eben genannten Auswahlkriterien ist die
standortgerechte Pflanzung. Hier genügt es meist, zwischen (1.) leichten
Sandböden und zwischen schweren Bodenarten unterscheiden zu können - man muss
wissen, ob man einen (2.) kalkreichen neutralen oder sauren Boden vor sich hat
und ob der Standort (3.) nass, gut durchfeuchtet oder trocken ist.
(4.) Zuletzt gibt es Bäume, die in voller Sonne stehen wollen und Bäume, die
unbedingt etwas Schatten benötigen.
Einige Baumarten reagieren auf einen der vier genannten Standortfaktoren
empfindlich, wenn dort ihre Standortansprüche in einem der Punkte nicht optimal
sind ... nun fällt mir gleich gar kein Beispiel ein ... doch:
Die Hemlocktanne oder die Rotbuche darf nicht zu trocken stehen, die Fichte
nicht auf Kalkboden - dagegen will die Elsbeere (Sorbus tominalis) lieber einen
Kalkboden uws.
Werden Bäume nachgepflanzt, so ist besonders bei Obstgehölzen zu beachten, wo
einmal Steinobst (Pflaume, Kirsche) gestanden darf nicht wieder Steinobst hin.
Hier kann nur Kernobst (Apfel, Birne, Quitte, Eberesche, Speierling, Mispel)
gepflanzt werden. Ebenso wird natürlich auf Kernobst nicht wider Kernobst
gepflanzt, sondern halt Steinobstarten.
Beim Pflanzen wird natürlich auf eine ordentliche Pflanzgrube geachtet, wo dem
ausgehobenen Boden etwas Humus und eventuell etwas Sand mit beigemischt werden
kann. Bei ordentlichen Gartenboden brauchst du nicht so viel Senf zu machen -
wichtig ist nur das ordentliche Angießen, damit es zum guten Bodenschluss
zwischen Feinwurzeln und Erde kommt.
Übrigens: unsere Altvorderen haben früher die nackten Wurzeln vor der
Pflanzung in eine Lehmpampe getaucht. Damit bekommen die feinen Wurzelhärchen
besser den nötigen unmittelbaren Kontakt mit dem Boden.
und noch
och ein alter Tipp:
wenn du einen Baum selber verpflanzt, dann achte darauf, dass er nachher
wieder in der richtigen Himmelsrichtung steht (Markierung anbringen) -
das bringt Pluspunkte. Die Starkbäume sollten von der Baumschule eine Markierung
bekommen, etwa auf der Südseite - das geht superschnell mit einem Permanent
Marker.
Vorsicht: das Düngen von neu gepflanzten Bäumen mit Kunstdünger
solltest du tunlichst unterlassen. Du kannst Hornspäne oder Knochenmehl als
Stickstoffdünger verwenden - sonstige Düngergaben mit Kunstdünger können nach
ein oder zwei Jahren erfolgen, doch sollte dies ein Fachmann tun, denn damit ist
schon viel Schaden angerichtet worden.
Wichtig: ist der Pflanzschnitt bei der Baumpflanzung, denn durch
das Ausgraben der Bäume in der Baumschule wird über 2/3 der Wurzelmasse
reduziert -> dafür muss nun in der Baumkrone ein Ausgleich geschaffen werden ->
also wird die Baumkrone (Strauchwerk) von wurzelnackten Gehölzen gut 2/3
eingekürzt (so mache ich es jedenfalls)
bei Bäumen mit Wurzelballen genügt es 1/3 bis die Hälfte der Krone
Zurückzuschneiden -> hier auch immer die Konkurrenztriebe entfernen, damit
später keine zwieseligen Baumkronen entstehen.
Starkbäume solltest du vor der Pflanzung schneiden, wenn sie noch am Boden
liegen - nachher kommst du nur sehr schwer in die Baumkrone ...
Baumpfähle und Gießen der Bäume:
bei den Gehölzpflanzungen ohne Wurzelballen genügt ein Baumpfahl, nahe am Stamm.
dieser Pflock wird im Idealfall vor dem verfüllen der Pflanzgrube eingeschlagen
(auf d. Nordseite).
Angebunden
wird mit entsprechendem Band (zB. Lederriemen), was die Baumrinde nicht
einschneidet. Nach spätestens zwei Vegetationsperioden kann nach meinem
Dafürhalten die Befestigung wieder entfernt werden, oder es muss nachgesehen
werden, ob das Band wieder gelockert werden kann.
Bäume
mit Ballen erfordern zwei bis drei Pfähle, die außerhalb des Erdballens stehen -
einfacher ist es allerdings, wenn ein einzelner Baumpfahl schräg eingeschlagen
wird, für die zwei Jahre ist das ausreichend.
Für
Starkbäume wird beim Verfüllen der Pflanzgrube häufig (besonders in der Stadt)
ein durchbrochenes Bewässerungsrohr mit eingelassen um später das Wässern zu
erleichtern.
Besonders in den ersten zwei Vegetationsperioden sollte ein junger Baum
ordentlich gewässert werden - jedenfalls in an sehr heißen Tagen und bei
Trockenheit.
Immergrüne Gehölze und Koniferen werden im Herbst noch mal ordentlich gegossen -
und wenn es geht, dann auch im Winter wenn dieser sehr trocken ist (natürlich nur
bei Frostfreiheit)
Noch zum Schluss: nicht zu unterschätzen ist der Stammschutz, also
der Schutz des jungen Baumstammes vor scharfer Sonneneinstrahlung und das
besonders im Winter. Barfrost + Morgensonne sind der Tod für neu gepflanzte
Gehölze (z. B. Ahorn) oder auch für immergrüne Gehölze!
Der Stamm kann also einen Kalkanstrich bekommen oder man umhüllt ihn mit
Sackstoff oder mit einer Schilfmatte.
Wann ist Pflanzzeit?
Gehölze, die in Containern (Töpfen) gezogen wurden, kann man über dag ganze Jahr
pflanzen, so lange im Boden kein Frost ist.
Sommergrüne
Laubbäume (und Sträucher) werden im laubfreien Zustand verpflanzt - also: Herbst
und Frühjahr, solange der Boden nicht gefrorenen ist.
Koniferen (Lebensbäume) werden oft on Töpfen angeboten - sie pflanzt man übers
ganze Jahr vom Frühling bis September (im späteren Herbst geht es auch, doch es
ist nicht optimal).
Immergrüne
Pflanzen mit gestochenem Ballen (Kirschlorbeer, Fichten, Tannen, Thuja, Taxus
usw.) empfehle ich Ende August bis Anfang September zu verpflanzen oder dann
erst im Frühling.
Lebensbäume und besonders Taxus (Eiben) sind allerdings sehr robust - da geht es
in der Not auch mal außerhalb dieser Zeiten - doch auch diese Koniferen sollten
dann einen Pflanzschnitt (1/3 kürzen) erhalten.
mehr Infos in der kleinen: Baum-Schulung
Gartenshop-Linkliste
Baeume, Bäume pflanzen, Anleitung, kleine Baum-Schule ;-)
Impressum
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meine Video-Notitzen: Apfelbaumschnitt
Das ist momentan mein erfolgreichstes Video. Dabei war es gar nicht für die
Öffentlichkeit bestimmt. Ich wollte mir das mit den Schnittarbeiten nur genau
erklären lassen und dann drüber schreiben.
Also: alles Wichtige über den Apfelbaumschnitt in der miesesten
Videoqualität ;-)
Tipp: beim Apfelbaum wird besonders auf einen regelmäßigen Kronenaufbau
geachtet, so dass das in jeder Ebene das Prinzip der Saftwaage gewährleistet
bleibt.
In den Ästen erster Ordnung, zweiter Ordnung, dritter ... usw....
also: gut zusehen und zuhören -> alles im besten sächsischen Dialekt ;-)
Apfelbaumschnitt
Obstbäume: Apfelbaumschnitt,
Schnitt
der Sauerkirsche, Pfirsich
schneiden
Schnitt
des Pflaumenbaum,
Schnitt der Quitte
Beerenobst: Rote
Johannisbeere, Schwarze
Johannisbeere, Stachelbeere,
Himbeeren
Ziergehölze: Schnitt
der Wisteria (Glyzinie, Blauregen)
Gartenkalender: ich habe einen kleinen Gartenkalender auf meinem Infoportal
www.ich-tu-was.de zusammengestellt:
Januar,
Februar,
März,
April,
Mai,
Juni
Juli,
August,
Sept.,
Oktober,
Nov.,
Dezember
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