FAQ - häufige Fragen: Hecken

Kirschlorbeer

Prinzipiell sollte man sie zwei- bis dreimal pro Jahr schneiden, denn die meisten Gehölze treiben im Mai aus und wachsen dann kräftig bis Mitte Juni. Ein zweiter Wachstumsschub findet im August statt. Dieser ist allerdings schwächer, als der im Mai. Das öftere Kupieren hat viel Vorteile, wie etwa das leichtere Entsorgen der Grünabfälle. Junge Triebe können kompostiert werden - ältere muss man aufwendig schreddern.

Heckenschnitt

Hecken sind natürliche, grüne Mauern, die nicht nur vor Lärm oder neugierigen Blicken schützen. Sie bieten Tieren Nistplätze und Unterschlupfmöglichkeiten. In üppiger Stärke und der richtigen Höhe sind sie zudem ein undurchdringlicher Schutz. Sie werden im Herbst meist noch einmal gestutzt, um sie in der kommenden Saison zu einem kräftigen Austrieb zu animieren. Das Bundesnaturschutzgesetz §39 gibt zwar vor, dass bestimmte Pflanzen zwischen dem 01. März und dem 30. September nicht geschnitten werden sollen, weil verschiedene Vogel- und Tierarten in dieser Zeit brüten. Allerdings sind Gartenhecken von diesem Verbot ausgenommen, wie ich hier erläutert habe.

Rhus typhina, Essigbaum hochwachsende Hecke

Zuerst habe ich ein eher ausgefallenes Beispiel einer hochwachsenden Hecke und zwar ist diese aus Essigbäumen gepflanzt und geformt. Sie hat den Vorteil, dass sie in der Not auch ein Jahr ohne Schnitt auskommt, ohne ungepflegt auszusehen. Abgesehen von diesem ersten Beispiel würde ich, was höhere Pflanzungen betrifft, keine Experimente bei einer entsprechenden Pflanzung machen. Nicht jedes Gehölz eignet sich dafür.

Taxus baccata Fastigiata

Oft wird nach schmalen Sichtschutzhecken mit wenig wenig Wurzeln und wenig Platzverbrauch, wobei das verschiedene Paar Schuhe sind. Es gibt Gehölze, die schmale Pfahlwurzeln ausbilden (Wacholder), aber ausladend wachsen. Anders herum hat man Pflanzen, wie Bambus, die oft Wurzelausläufer bilden, aber verhältnismäßig schmal wachsen. Im letzteren Falle kann man die Rhizome durch eine Sperre im Zaume halten und bekommt einen pflegeleichten immergrünen Sichtschutz. 

Zierhecke

Bereits die alten Römer schnitten gekünstelte Hecken und Heckenfiguren und überhaupt: Ein wenig Kitsch und Spielerei kann ein Garten schon vertragen. Solch verziert geschnittenen Variationen hat sicher jeder schon einmal gesehen. Man kennt sie vor allem aus den barocken bzw. englischen Gärten (Pleasureground und Hausgärten), doch in der Gartengestaltung sind sie uralt.