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Hangmauern - Terrassierung, Gartengestaltung

Hangmauer, Naturstein

Vielerorts macht es sich in der Gartengestaltung notwendig, Hänge und Böschungen zu befestigen. Und man kann durch Terrassierung des Geländes mehr an nutzbarer Fläche für den Hausgarten gewinnen. Normale Böschungen, die nicht steiler als 40° sind, halten schon mit einer geeigneten Bepflanzung oder auch nur mit Gras oder Rasen.


Im Hausgarten lohnt es sich dagegen immer, Böschungen zu terrassieren, denn Hänge sind schwierig zu pflegen oder zu mähen. Auch sind sie meistens trocken, weil sich hier das Regenwasser nicht hält. Es gibt seit alters her die Technologie mit Mauern (gemörtelt oder als Trockenmauer), Böschungen aufzufangen oder zu ersetzten. Selbst bis zu 2m hohe Böschungsmauern lassen sich mit Trockenmauerwerk errichten, wie in Weinbergen häufig zu sehen. Allerdings ist mir keine Möglichkeit bekannt, auf diesen Trockenmauern Zäune oder Geländer zu befestigen.                                        Höhere Hangmauern sollten auf jeden Fall mit Mörtel gemauert werden. Auch Schalbeton bietet sich an. Bei allen gemauerten und betonierten Hangmauern muss unbedingt auf eine geeignete Entwässerung geachtet werden (Entwässerungsrohre am Fuß).

Neue bautechnische Lösungen sind L-Betonelemente. Mit ihnen lassen sich relativ kostengünstig statisch sichere Terrassenmauern (Geländemauern) bis mindestens 2m Höhe bauen, und man hat mit solch einer auf 90° abgewinkelten Mauer einen maximalen Flächengewinn an der entstandenen Terrasse.

Weitere Systeme aus Betonsteinen werden in Baumärkten angeboten. Es sind einzelne Beton-Hangelemente (Hangsteine, Böschungssteine, Pflanzringe) in Hohlblock-Bauart. Sie werden trocken verbaut. Mit Splitt oder Erde verfüllt bekommen sie ihre Stabilität. Andere Technologien setzten auf massive Betonsteine und Hangmauersysteme.                                                                                 All diese Betonelemente sehen optisch gut aus, wenn sie exakt in waage verbaut worden sind. Dazu bedarf es meiner Meinung nach immer eines Fundamentes. Und darauf müssen vor allem die untersten Schichten exakt ausgerichtet werden, damit im weitern Aufbau keine schief verlaufende Fugen entstehen. Nichts sieht furchtbarer aus, als wenn Beton-Hangsteine krumm und schief aufgesetzt sind!      Bepflanzbare Hangsteine sollten auch bepflanzt werden. Dazu verwende man Efeu.

Eine weitere Möglichkeit bieten Gabionen. Mit ihnen lassen sich kostengünstig hohe Böschungsmauern bauen. Die Kostenersparnis entsteht durch Eigenleistung beim Befüllen der Metallgitterkörbe.

Im Heimgarten sind Palisaden beliebt, Hänge und Terrainabsätze abzufangen. Hier ist zu bedenken, dass unbehandelte Holzpalisaden nach wenigen Jahren zu faulen beginnen. Alternativ zu Holz werden Betonpalisaden verwendet, doch auch sie haben unschöne Eigenschaften. Sie sind recht spröde und können verhältnismäßig schnell abbrechen, wenn sie versehentlich mit dem Auto angefahren werden.

Fazit: Meine erste Empfehlung (aus gestalterischer Sicht) ist die Trockenmauer oder die gemörtelte Hangmauer. Für hohe Hangbefestigungen verwende man L-Betonelemente (mit Spalieren begrünen, Weinspaliere), für niedrige sind massive Betonmauerelemente durchaus eine empfehlenswerte Gestaltungsvariante.

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