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Das Grab
Grab und Grabmal /
Friedhofsgestaltung - Grundlagen der Planung
Die Bepflanzung
im Schatten /
Frühblüher zum verwildern /
Bodendecker
/ Steingarten
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Sommerblumen
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Grün
beruhigt das Auge. |
Über Geschmack lässt
sich bekanntlich streiten, doch in einem Punkt sollten
sich alle einig sein:
Grüne Grabstätten sind schön, schlicht und tröstlich.
Auch die Grabmale aus Holz im Gräberfeld sind wohltuend
für das Auge. |
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Sommerblumen |
Der Schmuck der
Gräber mit einer wechselnden Bepflanzung aus
einjährigen Frühjahrs-, Sommer-, und Herbstblumen - ist
Tradition. Doch solltest du wissen: eine ständige
Wechselbepflanzung ist in der Pflege recht
Zeitaufwendig.
Sommerblumen |
Mit der Verwendung einer robusten Pflanzenart für die Eingrünung des Grabes,
kannst du dir die Grabpflege sehr erleichtern, das gießen im Sommer fast ganz
ersparen und es gibt sogar Bodendecker, die das Herbstlaub "schlucken".
Es ist gut das Grab eines lieben Angehörigen still besuchen zu können ... und
dabei nicht immer nur an Gießen und Unkrauthacken denken zu müssen.
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Grundbepflanzung
mit Bodendecker |
Bodendecker gibt es in den verschiedensten Arten für
sonnige und schattige Plätze.
Bild: Das bodendeckende Gedenkemein eignet sich als
Grundbepflanzung für halbschattige und schattige
Standorte.
Außerdem blüht es im Frühjahr mit herrlich blauer Farbe
:-)
Omphalodes verna, Blüte im April
Pflanzungen im Schatten
Bodendecker
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Ziergräser |
In den letzten 20
Jahren haben auch Gräser einen festen Platz in der
Grabbgestaltung eingenommen.
Gräser wirken der Düsternis entgegen und brechen hier
im bild die harten Kanten der Seineinfassung.
Im Bild: Blauschwingel, Festuca cinera
Gräser |
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Polsterstauden |
Blühende Polsterstauden sind im Steingarten sehr beliebt - auf Gräbern
können sie auch verwendet werden.
Auch die meisten Polsterstauden sind immergrün und damit auch im Winter
interessant anzusehen.
Der Moos-Steinbrech mag keine volle Sonne - absonnige Gartenplätze sind die
besten Standorte für ihn.
Polsterstauden
moosartige Polsterstauden |
Die Rahmenpflanzung
Von Friedhofsgärtnern wird oft die Empfehlung ausgesprochen das
Denkmal der Grabstätte mit raumbildenden Gehölzen (z.B. Koniferen) einzurahmen.
Das Grabmal ist ein im Raum freistehender Körper, welcher kein
zweidimensionales Bild ist und deshalb keiner Rahmung bedarf.
Rahmenpflanzungen sind Teil der allgemeinen Friedhofsanlage und
umgrenzen einzelne Grabfelder - nicht einzelne Gräber.
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Hecken für Gräber |
Wo traditionell
Buchsbaumhecken verwendet werden sind Grabeinfassungen
aus Buchsbaum ok.
Buchsbaum selber vermehren
Durch Pilzkrankheiten sind auf einigen Friedhöfen die
Bestände des Buchsbaum stark angegriffen - Alternativen
findest du hier:
Kleine Hecken |
Grabstätten sind immer Teil eines Gräberfeldes. Die Gestaltung
sollte sich deshalb nie auf die einzelne Grabstätte allein
beziehen, sondern auch auf deren Umfeld. Auf abgrenzende
individuelle Heckenpflanzungen verzichtet man deshalb besser.
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Blütenstauden: Tränendes Herz |
Dicentra
spectabilis
Herzblume, Tränendes Herz
Streu- oder Halbschatten
mehrjährige Staude
Auch Blumen und Grün sind eine Hilfe bei der
Trauerbewältigung.
Dicentra
spectabilis |
Die Staude,
eine Alternative zur Sommerblume als Grabbepflanzung
"Bestimmte niedrige Stauden, auch einige Gehölzarten, haben die Eigenschaft,
Pflanzenteppiche zu bilden und somit die Oberfläche des Grabes zu schützen, die
Erde zusammenzuhalten und ein rasches Austrocknen zu verhindern.
Andere niedrige Stauden, Zwiebel- und Knollenpflanzen, finden in einem
solcherart geschützten Boden ideale Lebensbedingungen. Die Bepflanzung ist so
zusammenzustellen, dass eine bodendeckende Pflanzenart, die teppichartig das
ganze Grab überzieht, in der Blüte abwechselt mit dauerhaften Einzelpflanzen,
z.B. Stauden, die je nach ihrer spezifischen Wuchs- und Ausbreitungsform
vereinzelt, in losen Gruppen oder auch dichteren Nestern in diesen Teppich
hineingepflanzt werden.
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Blütenstauden: Gemswurz |
Doronicum
orientale, Gemswurz
Gemswurz ist die erste Frühlingsblume mit richtiger
Blumen-Blüte: mehrjährige Staude.
Diese blühende Staude setzt sich auch im Efeu durch.
Doronicum
orientale, Gemswurz |
Aus der Bodendecke, die für die meiste Zeit des Jahres ruhig und zurückhaltend
bleibt, treten so zu bestimmten Jahreszeiten, die eine Beziehung zum Toten haben
sollen, Einzelpflanzen hervor, blühen und ziehen sich danach wieder zurück, um
neue Kraft zu sammeln. Ein auf solche Art bepflanztes Grab ändert sein
Erscheinungsbild kontinuierlich nach der Eigengesetzlichkeit der Pflanzen: es
lebt. Somit kann es auch Sinnbild sein für das Werden und Vergehen, für den
Kreislauf, dem sowohl der Mensch als auch die Natur untergeordnet ist.
Ein so bepflanztes Grab steht damit im Gegensatz zu einem solchen mit jährlich
mehrmals auszutauschender Wechselbepflanzung aus einjährigen, weitgehend
"standardisierten" Blumen wie Stiefmütterchen, Begonien oder Pelargonien, bei
dem der Wechsel sprungartig erfolgt.
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Winterharte
Fuchsien |
Eine Alternative zur
Sommerpflanzung:
Fuchsia magellanica var. gracilis, die winterharte,
mehrjährige Fuchsie.
Du pflanzt sie am besten mitten in eine
Grundbepflanzung aus Efeu oder Immergrün. |
Bei allem Bezug der
Bepflanzung und des Grabmales auf die Person des Verstorbenen ist es von
übergeordneter Wichtigkeit, dass sich die Grabstätte in das Gräberfeld einfügt.
Hochwachsende, eventuell noch raumbildend angeordnete Pflanzungen machen dieses
Einfügen unmöglich. Sie zergliedern den Raum des Gräberfeldes, können das
Grabmal verdecken oder seine Form verunklaren, bilden eine Konkurrenz zum
aufrechten Grabzeichen und schaffen Unruhe. Die Rahmenbepflanzung bildet den
Raum des Gräberfeldes; auf dem einzelnen Grab ist sie unangebracht.
Generell ist zu Bepflanzung der Grabstätte zu sagen:
Sie hat ein Grab zu dokumentieren und nicht einem Repräsentationsbedürfnis zu
dienen. Weniger ist mehr, übergroße Buntheit nimmt den Blick für das Einzelne
und stört die Gesamtanlage."
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Die
Staude, eine Alternative zur Sommerblume als
Grabbepflanzung
Auszug aus "Friedhof & Denkmal" Nr. 2/3 Juni 1987 von F.W.
Mayer |
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Sommerblumen [Grabbepflanzung: Sommerblumen
]
Baumgrabanlage und Trauerbewältigung
Friedhofsbepflanzung I
Friedhofsbepflanzung II
grabpflege, grablaternen, grablichter, gräber,
grabbepflanzung, grabpflege
Impressum
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Was
ist ein Grab? Menschliche Gestalt, der irdische Leib, muss einmal vergehen: Von
der Erde ist er genommen, zu Erde muss er wieder werden. Deshalb hat der Pfarrer
so gesprochen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub", und hat dann, wie
alle nach ihm, drei Handvoll Erde in die Grube geworfen.
Das Grab ist zunächst der Ort dieser natürlichen Rückverwandlung alles
irdischen Lebens. Die Größe und Mächtigkeit dieses Vorgangs brauchen wir nicht
besonders zu betonen, sondern sie sprechen für sich und werden am besten so
einfach, natürlich und schlicht gekennzeichnet, wie nur möglich ist. Der
Verfallsprozess ist verborgen in der Erde. So verborgen ruht nun auch der Tote
vor unseren Augen.
Die
Erde ist im Grunde ein großes Grab, in dem alles jemals auf ihr Lebendige zu
neuem Leben verwandelt wird. Das Grün des Rasens, der Bäume, Sträucher und
Stauden und die Farben der Blüten bedecken die Todesstätte tröstlich und lind.
Ein Grab sollte viel Grün um sich und über sich haben. Das ist die wichtigste
Regel, die es zu beachten gilt.
Alle diese Dinge geben der letzten Ruhestätte das Bild der naturhaften
Vergänglichkeit. Wir setzen dafür leider oft sehr unschöne, dauerhafte
Monumente. Da werden Kieselmuster und Blumenarrangements in geometrischen Formen
auf das Grab gesetzt, und an Stelle einer
ruhigen Grünfläche werden mit Sand und Kieselsplitt alle Pflanzen ausgerottet.
Viel Liebe und Fleiß werden an diese Dinge gewandt, aber wir sollten uns doch
auch einmal
klarmachen,
was mit mancher gut gemeinten Grabpflege und manchem sauberen Schmuck da
eigentlich angerichtet wird. Und auch wenn wir nicht den toten Stein, sondern
die lebendige Blume als Grabschmuck verwenden, was schon um vieles besser ist,
so sollten wir doch kein Spiel daraus machen, wenn wir die Blumen in
geometrische Formen oder feste Einfassungen zwingen. Alles Lebendige, auch die
Blume, will sich frei entfalten.
Wer mit dem Todesgedanken und dem christlichen Glauben vertraut ist, wird
wissen, dass wir die Toten betten in dem Gedanken an die Auferstehung, die uns
in Christus gegeben wird, aber dass von diesem Tode zunächst nichts ausgenommen
ist. Er wird aber zugleich dessen gewiss sein, dass hinter dem Tode nicht das
Nichts, sondern Gott wartet und dass er da keinen anderen Halt und Trost hat als
Jesus Christus, der für uns den Tod erlitt und für uns das Leben, das neue Leben
heraufgeführt hat. Das Grab ist die Saatkammer Gottes, in der auf die
Auferstehung gewartet wird. Die Grabreihe im Quartier ist wie die Furche, in die
die einzelnen Samenkörner eingelegt sind, und der Friedhof im wörtlichen Sinn
der Acker Gottes [die alte Bezeichnung für Friedhof]. Das müssen wir uns vor
Augen halten, wenn wir rechte Grabgestaltung üben wollen.
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