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 Tipp  Grab und Grabmal  -  traditionelle Grabarten, Friedhofsgestaltung und Planung


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Das Grab
Was ist ein Grab, von C. Rietschel / Die Bepflanzung  Thema: Baumbestattung/Friedwald

Das Grabmal
Form / Material und Bearbeitung / Inschrift / Symbol / christliche Symbole

Der Friedhof
Friedhofsgestaltung - Grundlagen der Planung   Gartengestaltung Das Kindergrab/Grabmal 

Tipp 

 

am Grab der Uroma

Was ist ein Grab?

 Gartengestaltung Eine Grabanlage dient in erster Linie nur einem Zweck - sie kennzeichnet einen Begräbnisplatz. Die Gestaltung von Gräbern erfolgt nach gärtnerischen Regeln und wir beachten, dass der Grundgedanke des Zweckes die Form der Gestaltung vorgibt. Doch der Friedhof ist auch eine Ort des Gedenkens und der Begegnung zwischen Lebenden und Toten.
 

 

Gräber im Schnee

Was ist ein Grabmal?

Gartengestaltung Ein Grabmal ist ein Denkmal für einen verstorben Menschen. Das ist alles.
Es sollte nicht mehr sein ... aber auch nicht weniger.

Auf einem Grabdenkmal dokumentieren wir das Leben einer verstorbenen Person und wir kennzeichnen damit seine letzte Ruhestätte. 

 

Grabinschift: Christus ist mein Leben, schlichte Grabmale - in handwerklicher Form

Der christliche Friedhof ist ein Ort der Trauer, Besinnung, Hoffnung und ein Ort der Verkündigung.

In unserer kulturellen Tradition ist der Friedhof ein Begräbnisort, ein Gedenkort zur Trauerbewältigung, aber auch ein Ort der Verkündigung der Auferstehung Jesu.

Diese Tradition sollten die konfessionellen Friedhofsträger besonders pflegen und auch jeder Einzelne sollte darüber nachdenken, an wen und an was sein Denkmal einmal erinnern soll ...

Terrasse BuGa 2007, Bundesgartenschau: Bilder-Serie    Terrasse Grabmale & Blicke in die Zeit

Traditionelle Grabarten:

Grabhügel

Die Erdgrabstätte

Die Form wird durch den unter der Erde ruhenden Toten bestimmt, der aufgeworfene und mit Efeu begrünte Hügel kennzeichnet am besten einen derartigen schlichten Begräbnisplatz.

Mancherorts werden Grabstätten auch bodenbündig, also ohne Hügel angelegt und bodendeckendes Dauergrün kennzeichnet dort die Grabfläche.


 

Hainartiger Friedhof

Grabfelder

Grabfeld mit flachen Grabhügeln. Die Grabzeichen sind transparente Schmiedearbeiten und stelenförmige Grabmale.


 

Urnengrab

Urnenstellen

... sind Grabanlagen, in denen Ascheurnen die letzte Ruhe finden.

Die Form der Aschenurne bedingt, wenn möglich eine quadratische und flächige Grundform von Urnenstellen. Ein "Grabhügel" wäre nur die Kopie des Erdgrabes.

Urnengrab auf einer Gartenbauausstellung.
Das Grabmal befindet sich im Zentrum der Urnenstelle.


 

Kolumbarium - Urnennieschenwand

Kolumbarium

Aus der Antike hat man die Kolumbarien übernommen. In historischen Anlagen finden wir die Aschen zum Teil in frei stehenden Schmuckurnen beigesetzt.

Gewöhnlich stehen die Aschegefäße jedoch in Mauernischen, welche mit einem Epitaph verschlossen sind.
Heute finden sich Kolumbarien vor allem im Süddeutschen Raum. In der Schweiz finden wir auch wieder frei gestellte Schmuckurnen.


 

Gottesacker der Herrhuter Brüdergemeine, liegende Grabmale

Grabstätten im Rasen - liegende Grabmale

... das sind heute vor allem anonyme Grabfelder und Gemeinschaftsgräber für Urnen - die wohl schlichteste Form einer Grabstätte.

 Gartengestaltung Auf dem Herrnhuter Gottesacker (Bild oben) wirken Wiesengrabfelder durch ihre Großzügigkeit.
 

Wiesengrab

Wiesengräber ?

Man muss aber wissen, dass auf einer Wiesen- oder Rasenfläche kein Blumenschmuck abgelegt werden kann und dass dieser Begräbnisort auch möglichst wenig betreten werden sollte ...

wird dieses vernachlässigt, sehen derartige Grabfelder sehr unordentlich aus.

Leider ist das sehr oft der Fall.


 

Gottesacker der Herrnhuter Brüdergemeine, liegende Grabmale

Vorbild:  Gottesacker der
Herrnhuter Brüdergemeine

Im vorletzten Bild oben siehst du das Ideal der Wiesengräber - den Herrnhuter Gottesacker - in weiten Rasenflächen liegen einzelne Grabplatten und markieren die Grabstellen.

Doch es wird meistens übersehen, daß auch in Herrnhut die Reihengräber zuerst mit einem Efeuhügel angelegt werden und so gut 25 Jahre von den Angehörigen gepflegt werden.  (Bild links)

Nach Ebnung der Gräber verbleiben die Liegesteine im Rasen und bleiben als Rasengräber erhalten. Ab diesem Zeitpunkt ist die Pflege durch die Angehörigen beendet und gerade durch dieses "Nichts-Tun" bekommt der Herrnhuter Gottesacker seine Einzigartigkeit, die wohl kaum kopiert werden kann.

        


 

historische Grabmale

historische Vorbilder

Alte Friedhöfe sehen deshalb so romantisch aus, weil die Gräber wirkliche "Ruhestätten" sind und nicht zu viel gepflegt werden.


Grabfeld aus Stein und Kies

Schön?

Hier sollte uns das Grauen packen ...


 

Gräber aus Beton und Stein

Grün?

... und hier schmerzen die Augen.

Das einzige, was hier interessant ist, das ist die optische Täuschung des Bildes:

man hat den Eindruck, dass rechts der Bildrand höher ist ...


 

Friedwald und Baumbestattung

Neue Beisetzungsformen:
Baumbestattung und "Friedwald" ???

Als Gegenzug zu solchen Begräbnisplätzen, wie wir gerade sehen konnten, entstand in den letzten Jahren wieder einmal ein Versuch sich "zurück zur Natur" zu kehren,
doch ich bin davon auch noch nicht 100%ig überzeugt ... Friedwald und Baumbestattung



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Grabmalgestaltung mit GlasWas ist ein Grab? Menschliche Gestalt, der irdische Leib, muss einmal vergehen: Von der Erde ist er genommen, zu Erde muss er wieder werden. Deshalb hat der Pfarrer so gesprochen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub", und hat dann, wie alle nach ihm, drei Handvoll Erde in die Grube geworfen.

Das Grab ist zunächst der Ort dieser natürlichen Rückverwandlung alles irdischen Lebens. Die Größe und Mächtigkeit dieses Vorgangs brauchen wir nicht besonders zu betonen, sondern sie sprechen für sich und werden am besten so einfach, natürlich und schlicht gekennzeichnet, wie nur möglich ist. Der Verfallsprozess ist verborgen in der Erde. So verborgen ruht nun auch der Tote vor unseren Augen.

Grabmalgestaltung mit GlasDie Erde ist im Grunde ein großes Grab, in dem alles jemals auf ihr Lebendige zu neuem Leben verwandelt wird. Das Grün des Rasens, der Bäume, Sträucher und Stauden und die Farben der Blüten bedecken die Todesstätte tröstlich und lind. Ein Grab sollte viel Grün um sich und über sich haben. Das ist die wichtigste Regel, die es zu beachten gilt.

Alle diese Dinge geben der letzten Ruhestätte das Bild der naturhaften Vergänglichkeit. Wir setzen dafür leider oft sehr unschöne, dauerhafte Monumente. Da werden Kieselmuster und Blumenarrangements in geometrischen Formen auf das Grab gesetzt, und an Stelle einer
ruhigen Grünfläche werden mit Sand und Kieselsplitt alle Pflanzen ausgerottet. Viel Liebe und Fleiß werden an diese Dinge gewandt, aber wir sollten uns doch auch einmal
ruhige Grabgestaltungklarmachen, was mit mancher gut gemeinten Grabpflege und manchem sauberen Schmuck da eigentlich angerichtet wird. Und auch wenn wir nicht den toten Stein, sondern die lebendige Blume als Grabschmuck verwenden, was schon um vieles besser ist, so sollten wir doch kein Spiel daraus machen, wenn wir die Blumen in geometrische Formen oder feste Einfassungen zwingen. Alles Lebendige, auch die Blume, will sich frei entfalten.

Wer mit dem Todesgedanken und dem christlichen Glauben vertraut ist, wird wissen, dass wir die Toten betten in dem Gedanken an die Auferstehung, die uns in Christus gegeben wird, aber dass von diesem Tode zunächst nichts ausgenommen ist. Er wird aber zugleich dessen gewiss sein, dass hinter dem Tode nicht das Nichts, sondern Gott wartet und dass er da keinen anderen Halt und Trost hat als Jesus Christus, der für uns den Tod erlitt und für uns das Leben, das neue Leben heraufgeführt hat. Das Grab ist die Saatkammer Gottes, in der auf die Auferstehung gewartet wird. Die Grabreihe im Quartier ist wie die Furche, in die die einzelnen Samenkörner eingelegt sind, und der Friedhof im wörtlichen Sinn der Acker Gottes [die alte Bezeichnung für Friedhof]. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir rechte Grabgestaltung üben wollen. Buchsbaum
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