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 Tipp  Grabmalgestaltung: die klassischen Grabmalformen


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Das Grab
Grab und Grabmal / Die Bepflanzung       Der kleine Garten :. HOME

Das Grabmal
Material und Bearbeitung / Inschrift / Symbol / christliche Symbole

Tipp 

 

Grabstele mit gekreuzigten Christus

Die Stele

Die Stele bildet in symbolhafter Form den aufrecht stehenden Menschen nach und ist somit ein Zeichen des Lebens.

Das Maßverhältnis von Breite zu Höhe sollte mindestens 1:3 betragen.

Stelen aus handwerklich bearbeiteten Stein kennen wir bereits aus vorgeschichtlicher Zeit bis hin zu den Griechen, welche aus ihr
die Herme entwickelten.
Terrasse mehr Infos -> optische Wahrnehmung

 

Liegender Grabstein auf dem Herrnhuter Gottesacker - Herrnhuter Brüdergemeine

Der liegende Grabstein

Das waagerecht gelagerte Grabmal hat seinen ältesten Ursprung in den schützenden Steinlagen, welche den in der Erde ruhenden Toten vor wilden Tieren schützen sollten.

Im frühen Mittelalter finden wir in den Bischofskirchen kunstvoll gestaltete Deckel der steinernen Tumben (Sarkophag), und analog dazu auf den Reihenfriedhöfen der Landbevölkerung gelegentlich grob gearbeitete Liegesteine.

Tipp Das Grabmal (Bild oben) ist über 250 Jahre alt und immer noch lesbar. Die tief eingeschlagene Inschrift macht es möglich.
 

Grabkreuz aus Sandstein mit Christusmonogramm

Das Kreuz

Das Kreuz als christliches Symbol war ursprünglich als hölzernes Grabmal weit verbreitet.

In Europe sind auch schon früh steinerne Grabkreuze verwendet worden. Und dort, wo brauchbarer Werkstein fehlte, entstanden kunstvolle Grabkreuze aus geschmiedetem Eisen.



 

Grabmal mit Tau-kreuz (Thomaskreuz)

Die Tau-Form

( Das Thomaskreuz )
Das Kreuz in T-Form, also ohne den oberen Balken, findet in der modernen Grabmalgestaltung recht oft Verwendung. In christlicher Tradition ist es das Zeichen des Jesusjüngers Thomas.

Das Thomaskreuz in seiner Symbolik geht jedoch auf das alte, phönizische Alphabet zurück, wo es als letzter Buchstabe das Alphabet beschließt.

In seiner ältesten, hieroglyphischen Form X  bedeutete das Schriftsymbol "Zeichen,
bzw. Unterschrift oder Signum"


 

Grabmal von Friedrich Press in Dresden Loschwitz

Die Tau-Form

Das Grabmal von Friedrich Press
Bildhauer   1904 - 1990
(Friedhof Loschwitz)





 

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Grabmalgestaltung mit GlasWas ist ein Grab? Menschliche Gestalt, der irdische Leib muss einmal vergehen: Von der Erde ist er genommen, zu Erde muss er wieder werden. Deshalb hat der Pfarrer so gesprochen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub", und hat dann, wie alle nach ihm, drei Handvoll Erde in die Grube geworfen.

Das Grab ist zunächst der Ort dieser natürlichen Rückverwandlung alles irdischen Lebens. Die Größe und Mächtigkeit dieses Vorgangs brauchen wir nicht besonders zu betonen, sondern sie sprechen für sich und werden am besten so einfach, natürlich und schlicht gekennzeichnet wie nur möglich. Der Verfallsprozess ist verborgen in der Erde. So,  verborgen vor unseren Augen, ruht nun auch der Tote.
Grabmalgestaltung mit GlasDie Erde ist im Grunde ein großes Grab, in dem alles jemals auf ihr Lebendige zu neuem Leben verwandelt wird. Das Grün des Rasens, der Bäume, Sträucher und Stauden und die Farben der Blüten bedecken die Todesstätte tröstlich und lind. Ein Grab sollte viel Grün um sich und über sich haben. Das ist die wichtigste Regel, die es zu beachten gilt.

Alle diese Dinge geben der letzten Ruhestätte das Bild der naturhaften Vergänglichkeit. Wir setzen dafür leider oft sehr unschöne, dauerhafte Monumente. Da werden Kieselmuster und Blumenarrangements in geometrischen Formen auf das Grab gesetzt, und anstelle einer
ruhigen Grünfläche werden mit Sand und Kieselsplitt alle Pflanzen ausgerottet. Viel Liebe und Fleiß werden an diese Dinge verwandt. Aber wir sollten uns doch auch einmal
ruhige Grabgestaltungklarmachen, was mit mancher gut gemeinten Grabpflege und manchem sauberen Schmuck da eigentlich angerichtet wird. Und auch wenn wir nicht den toten Stein, sondern die lebendige Blume als Grabschmuck verwenden, was schon um vieles besser ist, so sollten wir doch kein Spiel daraus machen, wenn wir die Blumen in geometrische Formen oder feste Einfassungen zwingen. Alles Lebendige, auch die Blume will sich frei entfalten.

Wer mit dem Gedanken an Tod und Sterben und dem christlichen Glauben vertraut ist, wird wissen, dass wir die Toten betten in dem Gedanken an die Auferstehung, die uns in Christus gegeben wird, aber dass von diesem Tode zunächst nichts ausgenommen ist. Er wird aber zugleich dessen gewiss sein, dass hinter dem Tode nicht das Nichts, sondern Gott wartet, und dass er da keinen anderen Halt und Trost hat als Jesus Christus, der für uns den Tod erlitt und für uns das Leben, das neue Leben heraufgeführt hat. Das Grab ist die Saatkammer Gottes, in der auf die Auferstehung gewartet wird. Die Grabreihe im Quartier ist wie die Furche, in die die einzelnen Samenkörner eingelegt sind, und der Friedhof im wörtlichen Sinn der Acker Gottes [die alte Bezeichnung für Friedhof]. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir rechte Grabgestaltung üben wollen. Buchsbaum
der ganze Text
18.4.2012

 
ak.18.4.2012