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Das Grab
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Das Grabmal
Form / Inschrift / Symbol / christliche Symbole

Tipp 

 

Material für Grabmale: Sandstein

Naturstein und Patina

Das Grabmal aus Stein erhält seinen Wert und Schönheit durch die handwerkliche Bearbeitung seiner Oberfläche.

Dem "Denk-Stein" sollte man ansehen, dass er von der Hand eines Menschen gefertigt wurde. 

In dieser Arbeit ist Schlichtheit, Schönheit und Natur vereint.

 


Empfehlung
Wird Steinmaterial im Außenbereich verwendet, dann wirkt er nicht so gut durch auffällige Färbungen oder Maserungen, sondern mehr durch die plastische Gestaltung der Oberfläche.

Empfehlung Zur handwerklichen Bearbeitung eignen sich am besten Weichgesteine, wie etwa der heimische Jurakalk oder Sandstein - hier kann die Oberfläche durch verschiedenartige Techniken sehr lebendig gestaltet werden ... Patina und Moos verbinden später sanft das "Menschenwerk" mit der Natur.

Empfehlung Natürlich kann mit heutiger Handwerkstechnik auch Hartgestein bestens verarbeitet werden.


 

Scharrierter Sandstein

Scharriert

Buntscharrierter Sandstein - eine Bearbeitungsform der Renaissance.

Patina und Flechten verbinden den handwerklich bearbeiteten Stein aufs beste mit Natur und Landschaft.

Empfehlung Die Oberflächenbearbeitung der Natursteine hat sich seit etwa 3000 Jahren nicht wesentlich verändert - Fortschritte ergaben sich nur durch die Verbesserung und Verfeinerung der Werkzeuge in den verschiedenen Stadien der Metallzeit.

Sandstein: gebeilte Oberfläche

Gebeilt


Sandstein mit gebeilter Oberfläche.



gestockte Oberfläche

Gestockt

Granitstein mit fein gestockter Fläche

Empfehlung Die wesentlichen Bearbeitungsweisen sind:
 
Buchsbaum das grobe bis feine Spitzen,
 
Buchsbaum das grobe bis feine Stocken,
 
Buchsbaum das grobe bis feine Kröneln (nur Sandstein!),
 
Buchsbaum das Flächen und Beilen,
 
Buchsbaum das grobe bis feine Scharrieren (aus dem gleichen Stand!)
 Buchsbaum das grobe bis feine Bemeißeln (bei plastischen Arbeiten),
 Buchsbaum das grobe bis feine Schleifen
 Buchsbaum (der feinste Schliff, die Politur, ist großflächig eine vorwiegend für die Verwendung im
    Innenraum, sonst nur als kleinflächiges Gestaltungsmittel geeignete Bearbeitungsweise).

(nach Dr. Hans-Kurt Boehlke, Der Gemeindefriedhof Troisdorf 1973)

Empfehlung Grabsteine sind körperhafte Denkmale, die frei im Raum stehen. Genau genommen hat damit das stehende Grabmal keine Vorder- oder Rückseite und daraus folgt: die Oberfläche des Grabsteines wird auf allen Seiten gleichwertig handwerklich bearbeitet.
 

        


Empfehlung Die einzelnen Flächen verbinden sich besser miteinander,  wenn scharfe Kanten etwas abgezogen werden.


Mehr zur Flächenbearbeitung: Baumgaertner und Deiss

Metallkreuz

geschmiedetes Eisen

Traditionell verwendete man geschmiedetes Eisen zur Grabmalherstellung dort, wo Werkstein für diesen Zweck zu teuer war.

Aber auch das Metall wurde aus 
Kostengründen immer nur sehr sparsam verwendet, sodass die historischen Grabkreuze filigran und transparent
erscheinen.



 

Grabkreuze aus Metall

Transparenz

Auch in der Masse wirken geschmiedete Grabmale nicht erdrückend auf den Betrachter.



 

Bronze

geschmiedete Bronze

Transparente Schmiedearbeiten lassen das durchscheinende Licht zum Gestaltungselement werden - ein so gestaltetes Grabmal wirkt heiter und tröstlich.


 

Grabmal: Holzstele aus einem Halbstamm

Holz

Holzstele aus einem Halbstamm gefertigt.
Holzgrabmale wirken warm und lebendig.

Holzbildhauer Werner Plath

 

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Impressum

 




Grabmalgestaltung mit GlasWas ist ein Grab? Menschliche Gestalt, der irdische Leib, muss einmal vergehen: Von der Erde ist er genommen, zu Erde muss er wieder werden. Deshalb hat der Pfarrer so gesprochen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub", und hat dann, wie alle nach ihm, drei Handvoll Erde in die Grube geworfen.

Das Grab ist zunächst der Ort dieser natürlichen Rückverwandlung alles irdischen Lebens. Die Größe und Mächtigkeit dieses Vorgangs brauchen wir nicht besonders zu betonen, sondern sie sprechen für sich und werden am besten so einfach, natürlich und schlicht gekennzeichnet, wie nur möglich ist. Der Verfallsprozess ist verborgen in der Erde. So verborgen ruht nun auch der Tote vor unseren Augen.

Grabmalgestaltung mit GlasDie Erde ist im Grunde ein großes Grab, in dem alles jemals auf ihr Lebendige zu neuem Leben verwandelt wird. Das Grün des Rasens, der Bäume, Sträucher und Stauden und die Farben der Blüten bedecken die Todesstätte tröstlich und lind. Ein Grab sollte viel Grün um sich und über sich haben. Das ist die wichtigste Regel, die es zu beachten gilt.

Alle diese Dinge geben der letzten Ruhestätte das Bild der naturhaften Vergänglichkeit. Wir setzen dafür leider oft sehr unschöne, dauerhafte Monumente. Da werden Kieselmuster und Blumenarrangements in geometrischen Formen auf das Grab gesetzt, und an Stelle einer
ruhigen Grünfläche werden mit Sand und Kieselsplitt alle Pflanzen ausgerottet. Viel Liebe und Fleiß werden an diese Dinge gewandt, aber wir sollten uns doch auch einmal
ruhige Grabgestaltungklarmachen, was mit mancher gut gemeinten Grabpflege und manchem sauberen Schmuck da eigentlich angerichtet wird. Und auch wenn wir nicht den toten Stein, sondern die lebendige Blume als Grabschmuck verwenden, was schon um vieles besser ist, so sollten wir doch kein Spiel daraus machen, wenn wir die Blumen in geometrische Formen oder feste Einfassungen zwingen. Alles Lebendige, auch die Blume, will sich frei entfalten.

Wer mit dem Todesgedanken und dem christlichen Glauben vertraut ist, wird wissen, dass wir die Toten betten in dem Gedanken an die Auferstehung, die uns in Christus gegeben wird, aber dass von diesem Tode zunächst nichts ausgenommen ist. Er wird aber zugleich dessen gewiss sein, dass hinter dem Tode nicht das Nichts, sondern Gott wartet und dass er da keinen anderen Halt und Trost hat als Jesus Christus, der für uns den Tod erlitt und für uns das Leben, das neue Leben heraufgeführt hat. Das Grab ist die Saatkammer Gottes, in der auf die Auferstehung gewartet wird. Die Grabreihe im Quartier ist wie die Furche, in die die einzelnen Samenkörner eingelegt sind, und der Friedhof im wörtlichen Sinn der Acker Gottes [die alte Bezeichnung für Friedhof]. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir rechte Grabgestaltung üben wollen. Buchsbaum
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