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Stichwortverzeichnis
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Das Symbol der Sonne ist im Altertum das universelle Symbol für die
Gottheit - schon in der frühen Christenheit wurde es als Bild für die
Dreifaltigkeit Gottes verwendet (2. bis 5. Jahrhundert - Griechenland, Armenien)
- so stand die Sonnenscheibe für Gott-Vater, die Strahlen für Gott-Sohn und die
strahlende Wärme für Gott-Geist - mit dem Symbol der Sonne versuchte man im
Christentum die "Dreifaltigkeit" der Gottheit mehr intuitiv zu erfassen,
als rein mathematisch.
Angeregt durch das griechisch-philosophische Denken der Antike
genügte es den frühchristlichen Theologen etwa ab dem 3. Jahrhundert nach
Christus nicht mehr, die Gottheit spirituell zu erfassen (vor allem ist
auf diese Weise der gläubige Untertan schwer kontrollierbar) und so begann man
in der Folge das Unkontrollierbare mit mathematisch-philosophischen Dogmen zu
fixieren - über die Folgen ließe sich besser an anderer Stelle schreiben.
Die dem Herzen wohl zuträglichste Beschreibung der Gottheit des
"Christengottes" auf alte Weise, in bildhafter Symbolsprache findest du hier -
immer im Zusammenhang mit der oben beschriebenen christlichen Deutung des
Sonnensymbol:
"Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, dass, so dieser Name ausgesprochen wird,
die ganze Unendlichkeit von zu großer Ehrfurcht erbebt.
Sagt ihr: Gott, so nennt ihr zwar auch das allerhöchste Wesen; aber ihr nennt es
in seiner Unendlichkeit, da Es ist erfüllend das unendliche All und wirkt mit
seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Aber im Namen Jesus bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum
Gottes, oder noch deutlicher gesprochen:
Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte, Gott als Mensch, aus
dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner
unendlichen Macht, Kraft und Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne
hervorgeht. - Jesus ist demnach der Inbegriff der ganzen Fülle der Gottheit
oder:
In Jesus wohnt die Gottheit in Ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft; darum
denn auch allezeit die ganze göttliche Unendlichkeit angeregt wird, so dieser
unendlich heiligst erhabene Name ausgesprochen wird!"
Text nach
Jacob Lorber
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Christus als Sonnengott |
Ein seltene
Darstellung Jesu, wahrscheinlich aus der Zeit des römischen Kaiser Konstantin.
Christus tritt uns hier als Sonnengott Helios entgegen, mit den gleichen
Attributen, wie bei Mithras und Sol: mit springenden Pferden, fliegendem Mantel
und Sonnenstrahlen - vom Haupt ausgehend.
Christus und die Schlage
Das Protoevangelium |
Weiterführende Themen, Bilder und Materialien:
christentum.pictokon.net
das Evangelium nach Johannes
Bilder und Notizen: Geschichte und Entstehung des Christentum
Bilder zum Lebenslauf des Jesus von Nazareth
Der Garten
in Kunst und Religion
Der Kreis - die Sonne Symbol für
das göttliches Zentrum (Offenbahrung des Johannes 21,23)
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Impressum
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Was
ist ein Grab? Menschliche Gestalt, der irdische Leib, muss einmal vergehen: Von
der Erde ist er genommen, zu Erde muss er wieder werden. Deshalb hat der Pfarrer
so gesprochen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub", und hat dann, wie
alle nach ihm, drei Handvoll Erde in die Grube geworfen.
Das Grab ist zunächst der Ort dieser natürlichen Rückverwandlung alles
irdischen Lebens. Die Größe und Mächtigkeit dieses Vorgangs brauchen wir nicht
besonders zu betonen, sondern sie sprechen für sich und werden am besten so
einfach, natürlich und schlicht gekennzeichnet, wie nur möglich ist. Der
Verfallsprozess ist verborgen in der Erde. So verborgen ruht nun auch der Tote
vor unseren Augen.
Die
Erde ist im Grunde ein großes Grab, in dem alles jemals auf ihr Lebendige zu
neuem Leben verwandelt wird. Das Grün des Rasens, der Bäume, Sträucher und
Stauden und die Farben der Blüten bedecken die Todesstätte tröstlich und lind.
Ein Grab sollte viel Grün um sich und über sich haben. Das ist die wichtigste
Regel, die es zu beachten gilt.
Alle diese Dinge geben der letzten Ruhestätte das Bild der naturhaften
Vergänglichkeit. Wir setzen dafür leider oft sehr unschöne, dauerhafte
Monumente. Da werden Kieselmuster und Blumenarrangements in geometrischen Formen
auf das Grab gesetzt, und an Stelle einer
ruhigen Grünfläche werden mit Sand und Kieselsplitt alle Pflanzen ausgerottet.
Viel Liebe und Fleiß werden an diese Dinge gewandt, aber wir sollten uns doch
auch einmal
klarmachen,
was mit mancher gut gemeinten Grabpflege und manchem sauberen Schmuck da
eigentlich angerichtet wird. Und auch wenn wir nicht den toten Stein, sondern
die lebendige Blume als Grabschmuck verwenden, was schon um vieles besser ist,
so sollten wir doch kein Spiel daraus machen, wenn wir die Blumen in
geometrische Formen oder feste Einfassungen zwingen. Alles Lebendige, auch die
Blume, will sich frei entfalten.
Wer mit dem Todesgedanken und dem christlichen Glauben vertraut ist, wird
wissen, dass wir die Toten betten in dem Gedanken an die Auferstehung, die uns
in Christus gegeben wird, aber dass von diesem Tode zunächst nichts ausgenommen
ist. Er wird aber zugleich dessen gewiss sein, dass hinter dem Tode nicht das
Nichts, sondern Gott wartet und dass er da keinen anderen Halt und Trost hat als
Jesus Christus, der für uns den Tod erlitt und für uns das Leben, das neue Leben
heraufgeführt hat. Das Grab ist die Saatkammer Gottes, in der auf die
Auferstehung gewartet wird. Die Grabreihe im Quartier ist wie die Furche, in die
die einzelnen Samenkörner eingelegt sind, und der Friedhof im wörtlichen Sinn
der Acker Gottes [die alte Bezeichnung für Friedhof]. Das müssen wir uns vor
Augen halten, wenn wir rechte Grabgestaltung üben wollen.
der ganze Text
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