HOME -->
Grundregeln
-->
menschliche Wahrnehmung
Räumlichkeit
|
 |
Die Horizontlinie:
oben und unten |
Die Aufstellung eines Objektes ordnet das Blickfeld, zieht Blicke an und
"saugt leere Plätze auf".
Die Vase steht in Augenhöhe auf der Horizontlinie, also in der vertikalen
Bildmitte. Die Umgebung wird in eine Beziehung zum Objekt gebracht. |
|

Befindet sich ein Objekt über der Horizontlinie (Augenhöhe), wirkt es dominant.
Die Entwicklung der Menschheit fand unter den Bedingungen der Schwerkraft statt.
|
|
Sie lässt Oben und Unten zu zwei Welten werden,
in denen unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten herrschen:
Was oben ist, tendiert nach unten. Was unten ist,
das ruht.
 |
Ungleiche Seiten - links und rechts. |
Berg oder Abhang? |
Die Unterscheidung von oben und unten ist für den Menschen wichtiger
als die von rechts und links. Deswegen verwechseln viele rechts
und links, aber keiner oben und unten.
Dennoch kann man auch ein Ungleichgewicht bei der Wahrnehmung der
beiden Seiten feststellen, was manche Forscher auf die Dominanz
der linken Großhirnrinde zurückführen, wo sich die Gehirnzentren
für Sprechen, Schreiben und Lesen befinden.
Wenn auch das linke Sehzentrum dominant sein sollte, müsste man die
Dinge auf der rechten Seite schärfer wahrnehmen als solche auf der linken. Um
diesen Mangel auszugleichen, richtet man die Aufmerksamkeit spontan nach
links.
 |
??? |
Ist der Hang
steigend oder fallend ? |
Dinge, die sich links im Raum befinden, werden häufig anders gewichtet als
solche, die rechts sind. Man beobachtet folgende Tendenzen: Die spontane
Aufmerksamkeit gilt der linken Seite. Der Betrachter scheint sich mit dieser
Seite zu identifizieren.
Andererseits wird, was rechts ins Blickfeld gerät, deutlicher wahrgenommen. Es
erscheint dem Betrachter häufig größer und schwerer. So wirkt die linke Seite
dynamischer, während die Dinge auf der rechten Seite unbeweglicher aussehen
und ruhen.
(Beachte einmal dir vertraute Bilder oder Fotos im Spiegel und du wirst
erstaunt sein, wie fremd sie dir vorkommen)
 |
Wahrnehmung des Spiegelbild |
Dieser Weg läuft von uns weg ... |
 |
Wahrnehmung des Spiegelbild | ... und dieser
auf uns zu |
|

|
Horizontale
und Vertikale |
Die Stele in aufrecht stehender Form ist
gegenüber der horizontalen Bodenfläche dominant - und
wirk deshalb Zeichenhaft ...
Prinzipiell werden vom menschlichen Auge vertikale
Linien eindrucksvoller wahrgenommen, als horizontale
Linien.
Mit vertikalen Objekten können Punkte in der Landschaft
betont werden: Stelen, Bildstöcke, Obelisken usw. |
|
|
Horizontale
und Vertikale |
Ein Zaun kann durch
Ausnutzung der unterschiedlichen Wahrnehmung
transparent wirken oder eine Barriere sein.
siehe
auch: Raumkante |
 |
Symmetrie - Spannungsreiche Ruhe |
Die Symmetrie ist keine Erfindung des Menschen - wir finden
Symmetrie in den Blättern der Bäume oder im Spiegelbild einer ruhenden
Wasserfläche.
Die menschliche Form wird um so schöner empfunden, je symmetrischer der
Körper gebaut ist.
Symmetrie ist das Gleichgewicht der Formen, die im Spannungsfeld der
unterschiedlichen Wichtung des menschlichen Auges stehen. |
 |
Transparenz und Körperlichkeit |
A - konkave Formen wirken transparent, so auch Gräser oder Gehölze mit
aufgelockerten Habitus - sie stören nicht die räumliche Gliederung des
Garten.
C - konvexe Formen sehen wir als Körper, sie ziehen die Blicke an - sie
wecken unsere Aufmerksamkeit.
B- Das Rechteck in der Mitte könnte ein Fenster oder ein Steinklotz sein
... Das Gartentor ist eine transparente Barriere. |
 |
Rechteck, Kreis, Oval |
Das Rechteck als Grundriss, das in Millionenzahl zum Gestalten
unserer Aufenthaltsräume verwendet wurde,
ist für uns Menschen die Flächenform des Verweilens und der Ruhe,
der Kreis und das Oval die der Bewegung.
(Albert Baumann)
Architekturgarten |
 |
Kreis |
Kreisförmige Plätze wirken manchmal beengend. |
 |
geschwungene Linien |
Geschwungene Wege
sind
etwas für Könner ...
hier war Einer am Werk ... |
 |
|
Rollstuhlauffahrt |
Garten / Gartengestaltung / Gartenstil
Impressum
| |
Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und
Anregungen holen und weil die Infos umfangreich sind, empfehle ich dir morgen oder in einer
Woche noch einmal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv, in dem du herumstöbern kannst.
Eine weitere Möglichkeit sind Gartenschauen oder auch spezielle
Schaugärten, die du besuchen kannst.

Wenn du eine Gartenausstellung besuchst, dann nimm einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren. Dabei kann später bei der Umsetzung alles schon ganz
anders aussehen , etwa wenn du mit anderen Materialien arbeitest.
Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens (Balkon oder Terrasse) Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
Beispiel: du möchtest
Rosen sammeln und willst einen Flecken vor dem Haus haben, wo du ungestört
lesen kannst. Also legst du erst den "ungestörten Platz" fest - und der liegt
meistens nicht am Rande zum Nachbarn hin, sondern mitten im Garten.
Rosen wollen offen stehen, aber du benötigst für dich selber etwas
Sichtschutz. In diesem Falle wird das wohl eine kleine Gartenlaube sein, welche
diesen Zweck erfüllt. In der Laube kannst du dir ein kleine Gartenbibliothek
einrichten. Und für einen Sitzplatz im Freien bietet die Laube nach einer Seite
eine gewisse Rückendeckung.
Für die rankenden Kletterrosen kannst du von der
Laube aus Spaliere (oder Pergola) so führen, dass dein Leseplatz nicht
einsehbar ist.
Rosengärten sollten immer klar architektonisch angelegt sein. Mit dieser
Regel planst du den Rest deines Garten. Schöne Rosenbegleitpflanzen sind
Buchsbaumhecken, Lavendel und vielleicht auch Rittersporn. Mit diesen wenigen
Pflanzenarten gibst du deinen Rosen einen klaren, ruhigen Rahmen.
Wie schon gesagt ... so auf diese Weise kannst du deine Ideen fort und
fort, wie von allein entwickeln. Versuche es doch mal.
Übrigens: wenn du wirklich Interesse an einem Rosarium hast, dann sammle
besonders duftende Rosensorten (nicht jede Rose duftet) - bzw. pflanze die
duftenden Rosen nahe an deinen Sitzplatz oder an deine Terrasse im Garten.
Und noch ein Tipp - wenn dein Garten mal fertig ist und wenn du noch
etwas
Geld investieren willst: eine schöne Gartenplastik gibt dem Garten den
letzten Schliff und macht aus ihm etwas ganz Besonderes. [009]
|
|