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Heidepflanzen
Findlinge
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ein Heidegarten im Winter |
Heidegärten werden vorzugsweise mit immergrünen "Heidepflanzen" bestückt.
Somit ist solch ein Garten auch im Winter interessant.
Die urigen Säulenwacholder und ausgefallene Koniferen wirken bei Schnee und Ei,
wie moderne Skulpturen.
Für das Heidekraut der Landschaft gibt es für den Garten auch im Winter
blühende Arten.
[Bildrechte *]
Heidegarten anlegen |
Im Garten geht es nicht darum 1:1 eine Heidelandschaft im
Kleinen nachzubilden. Man übernimmt das Leitmotiv und wird dann diese
Grundidee versuchen in den Formen und Farben zu steigern - so wird
der Garten zur idealisierten Landschaft. Klar sollte
sein: der Heidegarten ist zuerst ein Garten des Sommers, Spätsommers und des
Herbstes - und ein wenig mag hier Melancholie ein Unterthema sein.
Dazu rechts unten im Schriftblock mehr ->
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Erica carnea, Schneeheide
als Hauptbodendecker
Mein Vorschlag ist der, größere Flächen mit robuster Schneeheide zu begrünen und
auflockernd
dann durch kleine Beete mit sommerblühendem Heidekraut aufzulockern.
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Die im Winter blühende Schneeheide kennt sicher jeder. Sie ist
in der Fläche wüchsiger als die Besenheide [das Heidekraut] und auch etwas
frostunempfindlicher. Sie eignet sich als Bodendecker für den Heidegarten
und sollte jedes Jahr sofort nach der Blüte zurück- geschnitten werden.
Schneeheide wächst auch auf normalen Gartenböden ,und so braucht
der Boden für den Heidegarten nicht mit Torf aufgearbeitet zuwerden.
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bunte Pflanzung mit Heidekraut
Calluna-Arten |
Das sind fast alles winterharte Calluna-Sorten, vorn rechts eine Kissenaster,
eine blaue Aster-Dumosus-Hybride oder Aster novae-belgii.
Wenn man sie in solchen beetartigen Abschnitten pflanzt, dann kann hin und
wieder ein solches Einzelfeld leicht ersetzt werden [z.B. bei Frostschaden]
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Die "Callunen" sind nach meinen Erfahrungen nicht immer voll
winterhart. Man sollte sich jedoch nicht davon abschrecken lassen, sie zu
verwenden. Mein
Vorschlag: man pflanzt zum größeren Teil die etwas robustere Schneeheide [Erica
carnea] und dazwischen Beete mit Calluna.
Wichtige Pflegetipps weiter unten im Text!
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linkes Bild: Daboecia cantabrica, die Sorte 'Vanessa' eine
Irische Heide mit großen Glockenblüten [auch Irische Glockenheide],
weniger winterhart, aber trotzdem verwenden!, weil diese Heidestöckchen
wunderschön sind.
rechtes Bild: Calluna vulgaris 'Alexandra' -
Besenheide [Heidekraut, Sommerheide] frosthart. Ein typischer
Knospenblüher, also im Spätsommer blühende Heide, die in ihren Blütchen
nicht völlig aufblüht. Dadurch wird diese Besenheide nicht von Insekten
bestäubt und sie verblüht nicht. Heidepflanzungen mit Knospenblühern
[auch zur Grabbepflanzung bestens geeignet] sehen bis in den Winter
hinein schön aus!
Mittlerweile gibt es auch Heidekraut-Sorten mit farbigem Laub
[gelb, kupferfarben, usw.], die keine Blüten ausbilden und nur durch
ihre leuchtenden Laubfarben wirken.
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Calluna vulgaris 'Celtic Gold'
eine gelbe Besenheide, Heidekraut |
Die Sortenvielfalt der Besenheiden hat sich in den letzten Jahren
explosionsartig entwickelt. Neue Sorten werden getestet, neue Züchtungen kommen
ständig hinzu.
Eine Gärtnerei kann nie alle aktuellen Sorten im Sortiment aufnehmen. Letztlich
sollte dich das nicht weiter stören.
Kaufe immer mal wieder Besenheiden für den Garten hinzu, so wie sie dir gefallen.
Dann wirst du merken, welche Sorte bei dir im Garten am besten fortkommt. |
Heidekraut: Pflege, Schneiden, Bodenansprüche, Pflanzen
In meinem Lieblingsbuch über Gartenblumen** steht bezüglich der
Pflege von Calluna vulgaris [betrifft ebenso die vielen Sorten]:"In
guten Böden versagt Calluna völlig! Es hat keinen Sinn, sie zu pflanzen.
Der Boden muss sandig, leicht sauer und dürftig sein. Ob man ihn
künstlich arm machen sollte, lässt sich oft schwer sagen; es läge darin
ein Widersinn."
Das heißt, den Boden Nährstoffarm zu halten, geht fast nur
mit Sand und Torf zu bewerkstelligen Es sei denn, dein Gartenland liegt
inmitten der Heide. Aus diesem Grund empfehle ich, wie oben schon
gesagt, auf Schneeheide [Erica carnea] auszuweichen, die auf jedem
Gartenboden gut wächst und in überschaubaren Abschnitten das
anspruchsvollere Heidekraut zu pflanzen.
Als Pflanzerde nimmt man ein Gemisch aus Erde, Torf und Sand.
Besser noch ist ein Gemisch aus Erde, Torfersatz und Sand.
Dauerhafte Pflanzungen von Schneeheide und Heidekraut
sollten erst im Frühjahr angelegt werden. Das ist ein wenig
schwierig, weil die Hauptverkaufszeit der Heidesorten [Calluna] vom
Spätsommer bis Herbst geht. Für den Balkon ist so eine
Herbst-Winterbepflanzung ja ganz gut, doch die empfindlichen Calluna
gehen bei Herbstpflanzung im Freiland viel zu oft im Winter ein.
Geschnitten werden die Heidekräuter sofort nach der Blüte.
Im ersten Jahr schneide ich auf 2/3 zurück und dann immer nur ein kleines
Stück über der vorjährigen Schnitthöhe. Schneeheide ist auch hier
robuster, da kannst du auch mal ins "alte Holz" schneiden.
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Piris japonica, Schattenglöckchen
Piris floribunda, Lavendelheide |
Piris japonica und Pieris floribunda sind wunderschöne, immergrüne Kleinsträucher
[bei Schnitt], die ebenfalls, wie das Heidekraut nährstoffarme Heideböden lieben.
Lavendelheide |
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Cytisus x praecox Hybriden |
Auch der Ginster ist eine schöne Pflanze für die Heidelandschaft. Alle
Ginsterarten mögen vollsonnige, sandig-humose, tiefgründige Böden, die
keinesfalls gedüngt werden dürfen.
Allerdings wächst auf sauen Böden nur der recht hohe Besenginster [Cytisus
scoparius] - von den vielen schönen und kleineren Gartensorten sind nur die
Praecox-Hybriden auf normalen und leicht sauren Böden brauchbar. Die anderen
Arten sind kalkliebend. |
[Hinweis: Lavendelheide und Ginster sind beides giftige Gehölze]
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Caryopteris clandonensis, Bartblume |
Caryopteris clandonensis, die Bartblume hier die Sorte 'Kew Blue' ist ein
wirklich klein bleibender Zierstrauch, der nur um die 1,2m hoch wird.
Die Besonderheit der Bartblume ist die späte blaue Blüte, die in die Blütezeit
der Heidekräuter fällt und schöne Farbkontraste bildet.
Bodenansprüche: kalkliebend und normaler Gartenboden
Bartblume |
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Strauchrosen, Heckenrosen |
Auch vereinzelte Strauchrosen können den Heidegarten aufwerten. Es gibt Rosen,
die auf sandigen Böden wachsen, wie etwa die zart duftenden Kartoffelrosen [Rosa rugosa in Sorten].
Dort wo der Boden tiefgründig und lehmiger ist, können aber auch die edleren
Strauchrosen-Arten gepflanzt werden.
Hier im Bild ist es 'Triade' , eine ADR-Rose von Kordes. |
Bildrechte* [Bild ganz oben] bei: Heidezüchtung Kramer, Edammer
Str. 26
www.heidewelt.de
** Gartenblumen von A bis Z, Christian Grunert Radebeul 1964,
Neuauflagen sind erhältlich!
Ich
danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch mal
vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Impressum
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die schönsten Bild-Motive als e Card, Grußkarte versenden
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Kurz-Anleitung -> wichtig ist ... 1. -> Heidekraut im
Frühjahr pflanzen
2. -> Schneeheide u. Sommerheide jährlich
nach der Blüte schneiden
3. -> Leitpflanzung mit Säulenwacholder
4. -> Farbe in die Gestaltung bringen
Säulenwacholder - welche Sorten?
Der Heidegarten lebt vom Kontrast horizontaler und vertikaler Linien. Das
Grundmotiv ist die horizontale Heidefläche mit vertikalen Wachholderbüschen.

Im Garten verwendet man dafür vorwiegend die Schneeheide und den Irischen
Säulenwacholder. Die gängigste Wacholdersorte für den Garten ist:
Irischer Säulen-Wacholder - Juniperus communis 'Hibernica' [J. communis 'Stricta'].
Er ist schmal und kompakt und wächst im Alter zu malerischen Formen heran.
Weitere geeignete Heide-Wacholder sind:
Schwedischer Säulenwacholder - Juniperus communis 'Suecica' schöner,
individueller Wuchs
Säulenwacholder - Juniperus communis 'Sentinel' kompakt walzenförmiger
Wuchs
Zwerg Säulenwacholder - Juniperus communis 'Compressa' schöne Zwergform
Virginischer Säulenwacholder - Juniperus virginiana 'Skyrocket' sehr
schmal für Heidegarten vielleicht zu schmal
Säulenwacholder - Juniperus scopulorum 'Blue Arrow' auch Raketenwacholder
genannt, schmal, aber nicht so wie 'Skyrocket'.
Melancholischer Heidegarten?
Ich schrieb vorhin: "der Heidegarten ist zuerst ein Garten des
Sommers,
Spätsommers und des Herbstes - und ein wenig mag hier Melancholie ein Unterthema
sein." Die langen Schatten der Säulenwacholder im Herbst und ihre statischen
Säulen, oder schimmernde Spinnennetze im Tau der Morgenstunden, geben dem
Heidegarten tatsächlich den Hauch einer melancholischen Stimmung. Doch die Heide
hat auch wieder viel an frohen Farben. Birken z.B. machen die trübe Stimmung
wieder wett.
Diese optischen Stimmungsschwankungen kann der geübte Gartengestalter auch
gezielt einsetzen, um damit eine Kontrastwirkung in den Garten zu br ingen. Bekannter
ist diese Art der Gartengestaltung bei den Chinesen, die fast immer "das
Heitere" und "das Bedrohliche" in gestalterische Beziehung bringen.
Du kannst dieses Prinzip übernehmen. So kommt Spannung ins Bild, die der bloßen Heidelandschaft fehlt.
Birken wirken immer freundlich. Im Bild oben ist die helle Rinde der relativ
kleinen Himalaya-Birke zu sehen.
auch die blaue Farbe wirkt positiv aufs Gemüt. Blaue Kissenastern oder
Caryopteris clandonensis, die Bartblume [ein kleiner im Spätsommer blühender
Strauch] kann gepflanzt werden.
Übrigens: Heidelandschaften sind ein Werk der menschlichen Kultur,
die über tausende von Jahren durch Überweidung entstand.
Die heute fast baumlose Heide war früher mit Wäldern aus Eichen und Birken
bewachsen. Schon in der Zeit der Vorgeschichte bewirtschafteten Bauern
Felder und nutzen die Eichenwälder als Viehweide. Man nennt dies auch Waldweide.
Mit der Zeit fraßen Rinder, Schafe und Schweine neben Waldgräsern und
Eicheln auch alle jungen Bäume. Über hunderte von Jahren blieben in solchen
Birken-Eichenwäldern so nur noch uralte Eichen stehen. Es wurden malerische
Hainlandschaften und auch mancher tausend Jahre alter Eichenhain wurde für
unsere Vorfahren zum heiligen Hain.
Doch die Zeit und die Weidetiere ließen auch die alten
Eichen absterben und
auf dem kargen, feuchten Sandboden siedelten sich die heute typischen
Heidepflanzen an, wie auch die kratzigen Wacholderbüsche, welche das Vieh
verschonte.
Die echte Heidelandschaft besteht auch nur so lange, wie Schafherden die
Vegetation kurz halten und so sind die Schafe in der Lüneburger Heide ein
unabdingbarer Teil des Landschaftsbildes.
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