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Cottagegarten
britische Gärten
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| Die Urform |
nordalpiner Stil |
Countrygarten |
Landhausgarten |
Bauerngarten |
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Blumen, Heilkräuter und Gemüse |
Die Tradition der Cottagegärten finden wir in
England - es sind die kleinen Gärten der Cottages, der ehemaligen
Landarbeiterhäuschen.
Im Ursprung dienten die 400 bis 500qm großen Gärten der Selbstversorgung mit
Obst, Gemüse und Kräutern.
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Oft wurden im Cottagegarten Hühner gehalten
und manchmal gab es auch einen Teich für Enten und Gänse.
siehe auch:
Bauerngarten
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viel Sommerblumen
In den Vorgärten blühten üppig Blumen - jeder
freie Fleck wurde genutzt. An den Wänden der Cottages wuchsen Spalierobstbäume,
Rosen und andere Kletterpflanzen, doch auch Geräteschuppen und Mauern wurden in
malerisches Grün gehüllt.
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jeder Flecken Erde wird genutzt |
Die Blumen stehen im Cottage-Garten bunt
durcheinander und nie in großen Gruppen,
es sei denn die Pflanzen haben sich selber ausgesät und in lockeren Trupps das
Gartenland erobert ( z.B. Lupinen ). |
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ein ländlicher Vorgarten |
Urwüchsiges Landhaus - es ist kein
"Fremdkörper" in der Natur.
"Der Cottage-Garten, so wie er sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat,
zeichnet sich durch eine wohlgeformte Zwanglosigkeit aus. Er ist ein Produkt des
gesunden Menschenverstandes, verbindet Nützliches mit Erfreulichem und ist
völlig unprätentiös."
Landhausgarten |
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Blütenstauden |
Hier mischen sich lila Malven, Phlox und Kosmea mit dem Gelb der Ringelblumen.
Durch die vorangegangene Trockenheit des August hat nur der Phlox etwas gelitten.
Blühende Stauden |
Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Besitzer der Cottages nach und nach
wohlhabender. Die reinen Nutzgärten wandelten sich oft ganz in kleine
Blumenparadiese, welche je nach dem Bewohner recht individuell geprägt waren.
Bedeutende Gartenplaner, wie die Engländerin Gertrude Jekyll ( 1843-1932 )
oder William Robinson ( 1838 - 1935 ) ließen sich von den Cottage-Gärten
inspirieren.
Die Einfriedung im Cottage-Garten
Meist umpflanzte man den Garten mit einer hohen
Weißdornhecke. An der Straße konnte auch ein einfacher Holzlattenzaun das
Gelände begrenzen. Im Norden Englands wurden häufig Natursteinmauern gesetzt,
anderen Orts verwendete man Backsteinmauern.
Du kannst an Stelle des Weißdorn natürlich auch eine andere Hecke pflanzen, da
der Weißdorn recht kratzig ist und leicht von Schädlingen befallen werden kann.
Gemische Hecken:
Mit der Zeit dürfen sich auch andere Pflanzenarten in die Hecke mischen (Ahorn,
Buche, Eibe, Johannisbeere, Schneebeere usw.). Du kannst auch gleich bei der
Neupflanzung eine gemischte Hecke pflanzen, doch nie als kunterbuntes
Durcheinander - am Ende muss es dann doch so aussehen, als hätten sich einzelne
wilde Sämlinge von allein angesiedelt.
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gemischte Hecken |
Diese Hecke aus
Berberis thunbergii
(Berberitze) ist vom Weißdorn durchwachsen und fügt sich dadurch in die
ländliche Umgebung gut ein.
Hecken |
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Weißdornhecke | Torsäulen
aus einer Weißdornhecke veredeln das einfache Holztor.
Die Weißdornhecke ist eine typische Heckenpflanze der
Bauerngärten oder Cottagegärten.
Bauerngarten |
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Die Wege
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Der Cottage-Garten ist trotz seiner Zwanglosigkeit als eine architektonisch
gegliederte Anlage zu betrachten, denn die Gemüsebeete sind ähnlich wie im
Schrebergarten innerhalb eines wohlgeordneten, geradlinigen Rasters angeordnet.
Vom Eingangspförtchen verläuft der Weg immer schnurgerade zur Eingangstür des
Hauses, wo eine Bank zum Ausruhen einlädt.
Bild:
Cottagegarten um 1900.
Wege
im Garten |
Bild oben: Willy Lange, Gartengestaltung der Neuzeit Leipzig 1907
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Wegebelag |
Der Belag des Weges sollte schlicht sein -
örtlichen, historischen Materialien ist der Vorrang zu geben. In England
verwendet man oft Backsteine, welche im Fischgrätenmuster verlegt werden.
Klinkerpflaster).
Plane den Weg nicht zu schmal, da die üppig wachsenden Blumen im Sommer den
Hauptzugang sonst zu sehr einengen.
Das "Fischgrätenmuster" ist der traditionelle Wegebelag der Cottagegärten.
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Den Weg zum Haus können einfache Spalierbögen überspannen, welche mit Rosen
bepflanzt werden. Verwende stachellose Kletterrosen :-)
Natürlich sind auch andere Kletterpflanzen möglich:
Glyzinie, Clematis x jackmanii, Clematis flammula, Clematis montana
( alles Duftpflanzen )
Der Weg kann mit Polsterstauden eingefasst werden - nie aber mit einer
geschnittenen Buxushecke. Rund geschnittene Buchsbäumchen dürfen als Paar am
Eingangstor im Garten stehen ( auch Formschnitte des Buchsbaum sind möglich: Ars
tropiaria ).
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Die Blumen |
Viele der Blumen im
Cottagegarten waren früher Heilkräuter.
Die Madonnen-Lilie in einem alten Kräuterbuch. Der
Aufguss der Zwiebel wirkt harntreibend und wurde gegen
Wechselfieber angewendet.
Heute gilt die Lilie als giftig.
Die Madonnenlilie - im echten Cottagegarten ein Muss! |
Die Blumen im Cottage-Garten mussten widerstandsfähig sein, da die
meisten Cottage-Gärtner früher wenig Zeit für die Pflege hatten.
Pflanzen wurden zum Teil aus der Natur genommen (Lupinen, Fingerhut,
Königskerze) oder mit dem Nachbarn getauscht. Somit setzten sich
diejenigen Blumen in den Cottage-Gärten durch, welche durch Teilung
leicht zu vermehren sind (Phlox, Pfingstrosen, Irisarten, Goldrute),
oder welche sich leicht von selber aussähen: z.B.. Stockrosen,
Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Lupinen.
Übrigens sind viele der oben genannten Blumen ursprünglich als Heil-
oder Küchenkräuter angebaut worden.
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Stockrosen |
Stockrosen gehören zu
den ältesten Gartenblumen Europas. Im Cottagegarten
wurden sie immer nahe an das Haus gepflanzt.
Die ungefüllten Sorten sollen gegenüber den gefüllten
Sorten resistenter gegen Pilzkrankheiten sein. |
Die schlanken, hochwachsenden Blumenarten, wie die Lupinen,
Stockrosen, Fingerhut und Königskerze (oder ähnliche Arten) wurden
nah an das Haus gepflanzt und sie geben dem Cottage-Garten letztlich
erst die freundliche, verzaubernde Atmosphäre.
Zu sagen ist noch: der Cottage-Gärtner hatte neben den einfachen,
grazil wachsenden Blumen immer eine heimliche Vorliebe für gefüllte
Blumensorten.
Was es im Cottage-Garten ursprünglich nicht gab:
1. Man hatte keinen Rasen - zum Aufenthalt im Freien baute man maximal
eine geräumige Laube.
2. Blütensträucher wurden nur sehr wenige verwendet (Flieder).
3. Es gab keine Buchsbaumeinfassungen der Beete.
4. Es gab keine bogenförmigen Wege aus gestalterischen Gründen.
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Formschnitte |
Cottagegärten haben
durchaus Charakterformen der Architekturgärten
übernommen, wie etwa schnurgerade Wege (oben) oder auch
Formschnitte.
Formschnitte |
Literatur: Kleine Gartenparadiese, Christopher Lloyd, Richard Bird
Köln 1990
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gartenstil
Impressum
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Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und Anregungen holen und weil
hier alles an Infos etwas übervoll ist, empfehle ich dir morgen oder in einer
Woche noch mal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv in dem du herumstöbern kannst.
Eine weitere Möglichkeit sind Gartenschauen oder auch spezielle
Schaugärten,
die du besuchen kannst. Gartenausstellungen
Wenn du eine Gartenausstellung besuchst, dann nimm einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren, wobei später bei der Umsetzung alles schon ganz
anders aussehen kann, etwa wenn du mit anderen Materialien arbeitest.
Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens [Balkon oder Terrasse] Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
Beispiel: du möchtest
Rosen sammeln und willst einen Flecken vor dem Haus haben, wo du ungestört
lesen kannst. Also legst du erst den "ungestörten Platz" fest - und der liegt
meistens nicht am Rande zum Nachbarn hin, sondern mitten im Garten.
Rosen wollen offen stehen, aber du benötigst für dich selber etwas
Sichtschutz. In diesem Falle wird das wohl eine kleine Gartenlaube sein, welche
diesen Zweck erfüllt. In der Laube kannst du dir ein kleine Gartenbibliothek
einrichten und für einen Sitzplatz im Freien bietet die Laube nach einer Seite
eine gewisse Rückendeckung.
Für die rankenden Kletterrosen kannst du von der
Laube aus Spaliere [oder Pergola] so führen, dass dein Leseplatz nicht
einsehbar ist.
Rosengärten sollten immer klar architektonisch angelegt sein. Mit dieser
Regel planst du den Rest deines Garten. Schöne Rosenbegleitpflanzen sind
Buchsbaumhecken, Lavendel und vielleicht auch Rittersporn. Mit diesen wenigen
Pflanzenarten gibst du deinen Rosen einen klaren, ruhigen Rahmen.
Wie schon gesagt ... so auf diese Weise kannst du deine Ideen fort und
fort, wie von allein entwickeln. Versuche es doch mal.
Übrigens: wenn du wirklich Interesse an einem Rosarium hast, dann sammle
besonders duftende Rosensorten [nicht jede Rose duftet] - bzw. pflanze die
duftenden Rosen nahe an deinen Sitzplatz oder an deine Terrasse im Garten.
Und noch ein Tipp - wenn dein Garten mal fertig ist und wenn du noch
etwas
Geld investieren willst: eine schöne Gartenplastik gibt dem Garten den
letzten Schliff und macht aus ihm etwas ganz Besonderes.
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