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Gartenstil -
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Kompositionen
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Haus- und
Rasenterrasse |
Der urwüchsige Baum
unterbricht die symmetrisch gegliederte Gartenanlage
vor dem Landhaus. |
Die Komposition verschiedener Gartenformen kann oft die besten
Wirkungen ergeben. Immer muss aber jede Form in demselben
Gelände ihr besonderes Motiv haben und eine Form sich von der
anderen in diesem Sinne reinlich scheiden.
"Übergänge" im ästhetischen Sinne gibt es dabei nicht. Der
geometrische, besonders der architektonische Garten kann wohl an
ein Naturgartengelände anstoßen und mit einer Begrenzung, die
sich aus ihm ergibt, in den Naturgarten eindringen, sodass
gelegentlich ein reizvolles Durcheinander in der bildmäßigen
Raumwirkung entsteht; aber formale Übergänge
zwischen den Formen des Hauses und dem natürlichen Garten im
Sinne der Gärten der "ästhetischen Zeit" (Mitte des 19.
Jahrhunderts) erkenne ich in unserer von der Logik beherrschten
Gestaltungskunst nicht an.
Z. B. können ein paar regelmäßige Blumengruppen am Hause nicht
etwa von ihm zur "Natur" überleiten.
Wenn aber z B. ein niedriger Zaun auf einer niedrigen
Terrassenmauer den geometrisch - architektonischen Teil des
Geländes abschließt gegen die nach Naturmotiven geschaffenen
Pflanzungen, so können diese wohl Terrassenmauer und Zaun mit
ihren Vorposten erklettern, beranken, umspinnen: Das ist dann
ein Zusammenklingen verschiedener Motive, die, jedes für sich,
ihre eigene Logik, d. h. Gestaltungsgesetze, haben. Das
Trennende und, im letzteren Sinne, Vereinigende ist dann eben
die Terrassenmauer mit dem Zaun, in unserem Beispiel.
Durch formale Trennung im Grundriss entsteht so ein
Nebeneinander, das aber im Raume als
künstlerische Vereinigung wirkt.
Geometrische und architektonische Form lassen sich leicht
komponieren. Beide für sich oder beide gemeinsam können, wie
oben angedeutet, mit der natürlichen Gestaltung komponiert
werden.
Ebenso ist der Bauerngarten leicht mit dem Naturgarten in
(getrennte) Gemeinschaft zu bringen; etwa da, wo ein
landschaftlich zu steigerndes Gelände zur Verfügung steht, auf
dem ein Landhaus im bäuerlichen Stil errichtet wird, das man mit
den farbenprächtigen Reizen des Bauergartens umgeben will. Ein
reicher ausgestattetes Haus kann mit einem wenig ausgedehnten,
aber reichen Kunstgarten umgeben werden.
Beide letztgenannten Fälle bieten besonders dann begründete
Motive zur Entfaltung von Blumenpracht, wenn der herrschende
Landschaftscharakter selbst bei künstlerischer Steigerung
innerhalb der ihm eigenen Physiognomie uns diese Farbenfreuden
versagen würde; also z. B. beim Vorherrschen von Kiefernwald auf
trockenem Boden.
Ist der Grundsatz der Trennung einander berührender Gartenformen
hinreichend betont, so wird das Folgende nicht im Widerspruch
hierzu erscheinen: Es ist künstlerisch von hohem Reiz, wenn
einmal die gleichsam übersprudelnde Lebensfülle des
Pflanzenwuchses die fest gezogenen menschlichen Schranken,
Beetlinien, regelmäßig bepflanzten Rasenflächen malerisch
überwuchert.
Was beim architektonischen Garten von der Auflösung der
Symmetrie durch freie Pflanzungen gerühmt wurde, kann auch im
geometrischen Garten gelegentlich erreicht werden. Immer aber
ist es die Naturkraft, die man, scheinbar unbeabsichtigt,
gewähren lässt, ohne dass das Prinzip der Regelmäßigkeit dadurch
aufgehoben würde.
Die farbigen Tafeln 1 und 2.
und viele andere Bilder mögen das Gesagte vergegenwärtigen.
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Tafel 1 |
Bank in schattiger
Heckenlaube mit Blumen im Sonnenschein. |
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Tafel 2 |
Malerische Wirkung
eines geometrischen Gartens durch freie Ausbreitung von
Blumen aus den benachbarten Gartenteilen.
mehr Aquarelle |
Solche Erscheinungen geben das Gefühl des langen Bestandes, der
heimischen Sesshaftigkeit, gelassener Behaglichkeit, gediegenen
Gartenreichtums, im Gegensatz zum eben Fertiggewordenen,
abgezählt Gepflanzten, das viele Gärten an sich tragen, die vor
lauter "Pflege" nicht zur Ruhe, zur Entwicklung malerischer
Schönheit kommen.
Überarbeitetes Kapitel "Der geometrische Garten" aus: "Die
Gartengestaltung der Neuzeit" von Willy Lange / Leipzig 1907
1,
2.
Impressum
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Ungebrochen ist in den deutschen Ländern das Bedürfnis
mediterrane Erinnerungen im Hausgarten zu fixieren und
festzuhalten.
Mediterrane Gartengestaltung ist voll im Trend und wenn auch
nur kleine Winkel oder der Balkon zur Verfügung steht, so
sucht man die Darstellung des südländischen Flairs.

Kleine mediterrane Gärtchen eignen sich besonders für
intime Ruhe-Flecken, in denen man sich dem Alltag entziehen
und dem Lärm und den neugierigen Blicken entliehen kann.
Das geht durchaus auch in kleinen Gärten - auf jeden Fall auf
der Terrasse oder man entscheidet sich für etwas ganz
besonderes:
ein
kleiner, geheimer Garten im Garten. Das kann etwa ein
abgeschlossenes "Grünes Gartenzimmer" mit höheren
Hecken werden ... denn die hecken sind auch ein idealer
Sichtschutz und Windschutz. Vielleicht verwendest du
Heckengehölze mit silbrigem Laub [Sanddorn, Ölweide], das
passt besser ins mediterrane Flair, als üppiges Grün.

Ein Kies-Terrassenplatz, umgeben von Hecken, dazu ein
farbiger Sonneschirm über der Gartenliege und auf
der Sonnenseite duftende mediterrane Stauden. Ein Quellstein,
ein kleines Wasserbecken, oder eine Plastik
bringt
am Ende den letzten Schliff in die Mini-Gartenanlage.
Als mediterrane Stauden-Pflanzen kommen uns zuerst die
Lavendelbüsche in den Sinn und Lavendel können wir
auch viel pflanzen. Dort wo Wurzeln von größeren Gehölzen
stören, kann der Lavendel auch gut in Kübel gesetzt
werden.
Es hat sich gezeigt, das es praktisch ist, zum Lavendel noch
verschiedene Ziersalbei-Arten hinzuzupflanzen. Auch
Minzesorten, wie Katzenminzen bringen weitere südländische
Düfte in den Garten und die Farbe Blau, die so
sehr
beruhigend auf das Auge und Gemüt wirkt.
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