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Gartenstil -
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Jugendstil
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Jugendstil |
Atelierhaus mit architektonischer Gartenanlage
auf der internationalen Photographischen Ausstellung in Dresden 1909 |
Um die Jahrhundertwende kulminierte in Europa noch
einmal das Kunsthandwerk als Produkt einer geschmacksbildenden Elite und behauptete sich in einer letzten Kraftanstrengung
gegen das Massenprodukt, gegen die Maschine.
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Die Formen
der Jahrhundertwende |
Haus mit Brunnen und
Laterne in einem Gartendorf. Dritte Deutsche
Kunstgewebe-Ausstellung in Dresden. Architekt A.
Grothe Dresden. ( Foto Max Fischer, Dresden ) |
Neue Formen, der Natur entnommen, prägten die Architektur und
die Gegenstände des Alltags. Man wollte Kunst und Leben miteinander in
Einklang bringen und so war der Jugendstil - der "neue Stil" - das
"Junge" -
nicht nur Kunst - er war das
Lebensgefühl einer Epoche:
der Jahrhundertwende.
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Künstler |
"Sommerabend" von Heinrich Vogeler Der Jugendstilkünstler porträtierte sich und seine Künstlerfreunde vor dem Barkenhof in Worpswede |
Allerdings hatte es einen Jugendstil in der Gartengestaltung nicht in der Art gegeben, dass etwa kurvenreiche Wege angelegt wurden - ähnlich den geschwungenen Linien in der Architektur.
Der Stil eines "Jugendstil-Garten" muss vom Lebensgefühl der damaligen Menschen her gesehen werden.
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Worpswede |
Der Barkenhof in Worpswede mit einer architektonischen Gartenanlage.
In dieser ehemaligen "Künstlerkolonie" arbeitete eine Völkchen von Künstlern Â?
z.B.: Hans am Ende, Heinrich Vogeler,
Paula Becker-Modersohn,
Otto Modersohn, Fritz Overbeck.
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Es gab in Europa eine allgemeine Rückbesinnung
auf das kulturelle Erbe des Mittelalters und zahllose kulturelle Anregungen durch die schon damals
beginnende Globalisierung der Welt - wobei der Kunst und der Philosophie Ostasiens (China, Japan, Java ) eine besondere Rolle zukam.
Doch kopierten die Künstler nicht einfach fremde Stilrichtungen, sondern man ließ sich inspirieren und
durch eine Zuwendung zu der zwanglosen Schönheit der
Natur und zu der Schönheit der Naturformen im kleinsten Detail, entwarf man den neuen Lebensstil.
In England begann man die Vorzüge des einfachen Landlebens
neu zu entdecken. Man besann sich auf die freundlichen und intimen bäuerlichen
Cottage-Gärten. Das malerische Element der Gartengestaltung spielte eine vordergründige Rolle
und nicht selten waren Künstler auch selber begeisterte Gärtner:
Gertrude Jekyll
( 1843-1932 ) Malerin,
Auguste Delaherche (1857 - 1940 ) Keramiker,
Claude
Monet ( 1840 - 1926 ) Maler.
In Deutschland wurde der Natur- und Landschaftsgarten wieder
das angestrebte Ideal.
Holten sich die Landschaftsgestalter des 18. Jahrhunderts Anregungen aus dem fernen China und von ihren Italienreisen,
so war jetzt der deutsche Wald das Ziel der idealisierten Landschaft.
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Waldfriedhöfe |
Friedhof am
Fichtenwald.
Entwurf Architekt Heinrich Kayser, Frankfurt a. M.,
und Ingeneur Karl Theodor Fischer, Mainz. |
Heute finden wir auf den Waldfriedhöfen noch recht gute Beispiele einer einheitlichen Planung von Architektur ( Kapellen, Tore ) und Landschaft.
Prägend für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Literatur des königlichen Garteninspektors und Lehrer an der
königlichen Gärtnerlehranstalt in Dahlem ( Berlin )
Willy
Lange.
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Details |
Grenzmauer am
Uferweg. Eine Laube mildert die wuchtige Mauerecke.
Baukörper und Baumkronen verbinden sich miteinander. |
Willy Lange legte großen Wert auf gestalterisch exakte
Details bei der naturnahen Gestaltung von Garten und Landschaft und er besaß ein fundamentales
Wissen um gestalterische Grundregeln - ein Wissen, was in heutiger Zeit längst wieder verloren ist. Doch Wissen allein ist nicht die Garantie für gute Gartengestaltung.
Der Gärtner muss das Wesen eines Ortes innerlich erfassen und anschließend seine innewohnenden Formen
zum Leben erwecken - das war eines der wohl zu wenig beachteten Anliegen Willy Langes,
denn bis in die Gegenwart hinein produzieren ( von rühmlichen Ausnahmen abgesehen )
zahllose Landschaftsarchitekten nur seelenlose Landschaftsfragmente.
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Gartenstädte |
Bäume an den
Grundstücksgrenzen; unregelmäßig verteilt.
Entwurf:
Friedrich Lahrs, Regierungsbaumeister in
Königsberg i. Preußen. |
Die Ideen von W. Lange, G. Jekyll, Auguste Delaherche oder C.
Monet hatten trotz verschiedener Stilausprägungen eine Gemeinsamkeit. Ihre
Gärten besaßen ein strenges architektonisches Grundraster,
in dem sich die Natürlichkeit der angeordneten Pflanzen
üppig
ausleben konnte - es herrschte eine "ordentliche Unordnung".
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Gartenstädte |
Baumgruppe am
Zusammenlauf von drei Straßen.
Entw. W.Brurein, Architekt, Charlottenburg. |
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Entwürfe |
Gleichartiger Zaun an
gleichartigen Häusern. Entwurf: Architekt Albert
Rieder, Wilhelmsdorf - Berlin.
Der "gerahmte" Scherengitterzaun ist die
Edelform des so viel geschmähten Jägerzaunes
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Laubensiedlung |
Schönheit und Nützlichkeit
Garten in einer Landsiedlung.
Entwurf: Stadtgarteninspektor
H. R. Jung, Köln, Architekt H. Pfenniger, Köln.
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Haus und
Garten |
Vereinigung von Haus
und Garten durch die Mauer.
Entw. D. u. K. Schulze, Architekten in Dortmund, in
Gemeinschaft mit van den Berken, Städtischem
Vermessungsinspektor, und Architekt Christian
Baumüller. |
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Detail |
Garteneingang durch
die Gartenmauer. Entwurf Friedrich Lahrs,
Regierungsbaumeister in Königsberg i. Preußen. |
Dein
persönlicher Garten-Stil
Den Garten ein einem "neuen Stil" anzulegen, also einen neuen individuellen
Stil selbst zu finden, ist eine Herausforderung, an die du dich ohne Bedenken heranwagen kannst. Auch wenn du kein Gartenprofi bist:
die ersten Cottage-Gärtner
waren ja auch nur einfache Landarbeiter oder
und sind Vorbild für die modernen Gartengestalter geworden.
Denke über den Zweck deiner Gartenanlage nach und beschränke dich zuerst auf einen gestalterischen Rahmen mit wenigen Pflanzenarten.
Studiere genau die verschiedenen Formen
der Pflanzen
und deren Wirkung im Raum.
Entscheide dich für ein Thema und entwickele nach und nach
deine
eigene Gestaltungsphilosophie.
Stelle Gegensätze
dar.
Achte auf kleinste gestalterische Details.
Garten / Gartengestaltung
Impressum
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Wer in Dortmund mal etwas Ruhe und Besinnung braucht, für
den ist der Dortmunder Westfahlenpark meine Empfehlung. Dort
findet sich auch dieser kleine Jugendstil-Garten, der in
seiner form ein Rosengarten ist und das Zeitgefühl um 1900
sehr gut trifft.
ein Garten im Jugendstil

Ungebrochen ist in den deutschen Ländern das Bedürfnis
mediterrane Erinnerungen im Hausgarten zu fixieren und
festzuhalten.
Mediterrane Gartengestaltung ist voll im Trend und wenn auch
nur kleine Winkel oder der Balkon zur Verfügung steht, so
sucht man die Darstellung des südländischen Flairs.

Kleine mediterrane Gärtchen eignen sich besonders für
intime Ruhe-Flecken, in denen man sich dem Alltag entziehen
und dem Lärm und den neugierigen Blicken entliehen kann.
Das geht durchaus auch in kleinen Gärten - auf jeden Fall auf
der Terrasse oder man entscheidet sich für etwas ganz
besonderes:
ein
kleiner, geheimer Garten im Garten. Das kann etwa ein
abgeschlossenes "Grünes Gartenzimmer" mit höheren
Hecken werden ... denn die hecken sind auch ein idealer
Sichtschutz und Windschutz. Vielleicht verwendest du
Heckengehölze mit silbrigem Laub [Sanddorn, Ölweide], das
passt besser ins mediterrane Flair, als üppiges Grün.

Ein Kies-Terrassenplatz, umgeben von Hecken, dazu ein
farbiger Sonneschirm über der Gartenliege und auf
der Sonnenseite duftende mediterrane Stauden. Ein Quellstein,
ein kleines Wasserbecken, oder eine Plastik
bringt
am Ende den letzten Schliff in die Mini-Gartenanlage.
Als mediterrane Stauden-Pflanzen kommen uns zuerst die
Lavendelbüsche in den Sinn und Lavendel können wir auch
viel pflanzen. Dort wo Wurzeln von größeren Gehölzen stören,
kann der Lavendel auch gut in Kübel gesetzt
werden.
Es hat sich gezeigt, das es praktisch ist, zum Lavendel noch
verschiedene Ziersalbei-Arten hinzuzupflanzen. Auch
Minzesorten, wie Katzenminzen bringen weitere südländische
Düfte in den Garten und die Farbe Blau, die so sehr
beruhigend auf das Auge und Gemüt wirkt.
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