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Gartenstil-Übersicht >
mediterraner Garten I
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Teil II
Teil III
Orientalischer Garten
mediterrane Terrasse & Balkon
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Terrasse |
Den
Schatten spendenden, kühlen Innenhofgarten kannten schon
die alten Griechen und auch heute prägen Zweck, Klima
und Landschaft die Gartenanlagen und Höfe in den
südlichen Ländern auf besondere Weise.
mediterrane Terrassen
neue mediterrane Pflanzen |
Bild: Terrasse am Mittelmeer, das Eigene ist hier die schlichte und innige Verbindung
von Naturgestaltung und Architektur.
Bildquelle: Der Garten, John Brooks 1994, eines der schönsten Gestaltungsbücher!
ISBN 3-86047-069-8
Die
mediterranen Gärten sind erdverbunden und betonen die horizontalen Linien.
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Beachte folgende Tipps |
Naja ... mein Foto
war wohl nicht erwünscht ...?
;-)
Schon wenige Blickpunkte mit Kübelpflanzen aus Terrakotta-Gefäßen
und etwas Lavendel bringen das mediterrane Flair.
Besser als kräftige Farben sind Pastelltöne.
Viel Holz solltest du, wie vorhin bereits gesagt,
vermeiden ... |
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mediterrane Gartenmöbel |
Und auch bei den Gartenmöbeln beachtest du:
Metall ist dem Holz vorzuziehen!
Die Leichtigkeit des Südens sollte sich auch in dem Design widerspiegeln. Wird
Holz verwendet, dann dürfen Tische und Stühle nicht wuchtig wirken.
mehr Bilder |
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Terrakotta |
Selbst an trüben
Tagen bringt die einzelne Terrakottavase letzte
Erinnerungen an wärmende Strahlen vergangener
Sommertage auf die heimische Terrasse.
Spricht man von Keramik - griechisch: keramos: Ton, so
bezeichnet man Umgangssprachlich glasierte Tonware.
Terrakotta bezeichnet dagegen die unglasierte Tonware
und Gefäße, welche traditionell aus der Toskana bekannt
sind. |
Wie schon mehrfach gesagt:
Der südalpine Raum ist arm an Holz - also sei sparsam mit Holz - das Ersatzmaterial ist geschmiedetes Metall - etwa bei Laubengängen, die üppig mit Wein bepflanzt werden können. An Stelle des Holzzaun tritt die Natursteinmauer.
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Patio, der Innenhof |
Mediterraner Garten-Hof auch im Stile eines Patio (Spanischer Innenhof)
Im holzarmen Mittelmeerraum ersetzt Metall das Holz:
Pergola mit geschwungenem Metallgitter.
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Urlaubserinnerungen in verklärter Art lassen den Wunsch entstehen das mediterrane Gartenflair zu kopieren ... ein nicht leichtes Unterfangen ... Den Rahmen bildet am Besten ein verputztes, helles (auch pastellfarbenes) Mauerwerk.
Der gezielt geplante Schattenwurf von Rankengittern oder Pergolendächern
(auch durch nächtliche Beleuchtung) suggeriert automatisch Sonne und heiße Tage, ebenso Pflanzenmaterial mit silbrigem Laub.
Pflanzenmaterial:
mehr Infos über mediterrane Pflanzen im Teil II
Vorsicht ist mit der Verwendung von Scheinzypressen geboten ...
also den Garten nicht zur Böcklinlandschaft umgestalten - wenn dann mit ganz
schmalen Säulenformen, etwa Juniperus
virginiana
'Skyrocket'
Auf den malerischen Ölbaum sollten wir nicht verzichten, wenn er bei uns auch durch eine vergleichbare Art ersetzt werden muss -
etwa durch einen zum Baum gezogenen Sanddornstrauch ... von ähnlicher Physiognomie ist die Ölweide,
Eleagnus angustifolia (kleiner Baum) oder Eleagnus multiflora (Strauch).
Der Olivenbaum - wer könnte ihn wohl besser beschreiben als Karl Foerster:
"Welch merkwürdige Mischung von morbidem Stammwerk mit tropisch
kraftvollem Silberlaubgeäst ist doch der Ölbaum. Er weckt keine Liebe
auf den ersten Blick, aber lerne ihn erst mal vierzehn Tage kennen!
Nie ist er schöner als im Mondlicht. Er ist ein wahrer Mondscheinbaum.
Auf Wind und Regen antwortet er mit Silberschauern ..."
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Bester
Olivenbaum-Ersatz: Die Ölweide |
Die Schmalblättrige Ölweide, Elaeagnus angustifolia (auch
Russische Olive) ist neben dem Sanddorn und der Rosmarinweide ein guter
Ölbaumersatz in den nordalpinen Klimazonen.
Mit entsprechendem Schnitt ziehst du das Gehölz zum malerischen Baum.
Schmalblättrige Ölweide |
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richtige Olivenbaum Olea
europaea: mediterrane Gartengestaltung Geprägt durch Einen Alten Olivenbaum
Kübelpflanze |
Der Olivenbaum
verträgt einen starken Rückschnitt und kann so leicht im Kübel gehalten werden.
Wer keinerlei Einstellmöglichkeiten im Winter hat, der kann die Pflanzen über
Winter auch in eine Gärtnerei geben.
mehr Infos |
Übrigens: Du kannst dir natürlich auch den
echten Ölbaum Olea europaea
(Olivenbaum) als Kübelpflanze auf die Terrasse stellen - die Überwinterung ist
unkompliziert. Die Olive verträgt sogar Temperaturen von
-10°C (+3 bis -4°C sind das
Optimum).
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Ölbaum-Ersatz: Sanddorn |
Sanddorn - Hippophae rhamnoides - ein
Strauch oder kleiner Baum.
Sanddorn und Ölweide sind zweihäusig. Fruchtschmuck tragen also nur weibliche Gehölze. Wer auf Fruchtansatz verzichten will pflanzt männliche Exemplare. |
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Sanddorn |
Das ist schon ein stattlicher Sanddorn-Baum. |
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Ölbaum-Ersatz: Spitzblattweide u. Rosmarinweide |
Salix acutifolia pendulifolia, die
Spitzblattweide hat schmale, silbern überhauchte Blätter und dunkelrotbraune
Triebe. Höhe bis 6m.
(verträgt jeden Schnitt)
Fast gleich in der Physiognomie ist die Rosmarinweide.
Dieses seltene Exemplar ist
über 2m hoch und macht aus der schlichten Pforte
etwas ganz Besonderes. (Höhe 1,5-2m)
Die übliche Bezeichnung:
Salix repens rosmarinifolia
Richtig aber: Salix elaeagnos 'Angustifolia'. |
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Caragana aborescens 'Lorbergii' Erbsenstrauch |
Das ist ein ganz besonderes Gehölz - ein
geschlitztblättriger Erbsenstrauch. Dieses Exemplar ist aber schon ein kleiner
Baum und über 3m hoch.
Caragana aborescens verträgt bestens Trockenheit und zugige Plätze - auch für
Dachterrassen geeignet :-)
Toleriert alle Böden.
Gelbe Blüten im Mai. |
Weitere Pflanzen für mediterrane Gärten sind:
Tamarisken, Hibiscus, Wein,
Gräser, Silberdisteln,
Kirschlorbeer,
Lavendel,
Buchsbaum und Kübelpflanzen.
mehr Infos über mediterrane Pflanzen im Teil II
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Wasser, Buchsbaumhecken |
Der mediterrane Garten hat seinen Ursprung in
den orientalischen Innenhofgärten.
Hier ist Wasser das wichtigste Gestaltungselement.
Auch die Buchsbaumhecken unserer Bauerngärten stammen aus dem Süden und so
gehören sie ebenfalls in unseren mediterranen Garten.
Orientalischer Garten
Buchsbaum |
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Der mediterrane Garten ist ein
gebauter Gartenraum |
Ein Beispiel aus meiner Sammlung
alter Gartenbücher
(W. Lange) zum
mediterranen Garten:
Architektur und Natur verbinden sich zu einer malerischen Bildwirkung. Garten von Ludwig Winter in Bordighera / Italien um 1900.
Die Gestaltung der Säulen steht in Beziehung zur Lebensarbeit des Besitzers: der Kultur von Palmen. |
Stein und Hain (aus einem Vortrag)
Als der legendäre König Salomo vor 3000 Jahren von Hiram Zedern- und
Zypressenholz, für seinen Tempelbau aus dem Libanon anforderte, war das zur Zeit
der Antike schon das Ende einer vom Menschen gemachten ökologischen Katastrophe,
die bereits in der vorderasiatischen Bronzezeit ihren Anfang genommen hatte.
Schon damals holzte man für Bauholz, Brennholz und für den Schiffsbau
großflächig bewaldete Gebirgszüge ab. Die Überweidung mit Schaf- und
Rinderherden tat das Übrige und es entstanden durch die Überweidung lichte,
hainartige Wälder aus übriggebliebenen, uralten Bäumen, da ja das junge Holz von
den Herden über hunderte von Jahren vernichtet wurde.
In den steinernen Tempelbauten der Bewohner dieser Landstriche, besonders aber
in den Tempelbauten der Griechen und Ägypter finden sich anfangs noch
Holzbautechniken, die von den Steinmetzen auf den Steinbau übertragen wurden.
Das waren besonders die Säulenhallen. Doch nicht nur die Technik, sondern auch
die Philosophie des Holzes hatte man beibehalten. Hier war es nicht die Form des
einzelne Baumes, der die Architektur beeinflusste – die Säulentempel waren im
eigentlichen zu Stein gewordene heilige Haine.
Im 1. Buch der Könige (Bibel), Kapitel 7 ist der Bau des Libanon-Waldhauses von
König Salomo beschrieben, der parallel zum Tempelbau verlief:
“An seinen Königshäusern baute Salomo dreizehn Jahre, bis er sie ganz vollendet
hatte. So baute er das Libanon-Waldhaus, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit
und dreißig Ellen hoch. Auf drei Reihen von Zedernsäulen legte er eine Decke von
Zedernbalken und deckte auch mit Zedernholz die Gemächer über den Säulen; und es
waren fünfundvierzig Säulen, je fünfzehn in einer Reihe. Und Gebälk lag in drei
Reihen, und Fenster waren einander gegenüber dreimal. Und alle Türen und Fenster
waren viereckig.“
der Text beschreibt weiter den Bau der Paläste
Gleichzeitig baute man schon mit Stein, der das Holz ersetzte, wobei die Säulen
zum Teil noch hölzerne Stämme waren, also ein Stück gebauter Hain – ein
Stück gebauter Libanon-Wald.
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Natürlicher Libanonwald heute. |
Auch die ägyptischen Tempelhallen, wie die in Karnak, glichen einem heiligen
Hain.
Ihre Decken zeigten das Blaue des Himmels, Sterne und schwebende Geier. Ihre
Säulen waren meist als Pflanzen geformt, als Papyrus, Lotos oder Palme. Es gab
einfache und gebündelte Säulen. Sie standen auf einer niedrigen Basis, hatten
vielfach einen starken eingezogenen, von Deckblättern umhüllten Fuß und zum Teil
einen ausgebauchten Schaft. Den Säulenkopf bildeten geöffnete Blüten oder
Knospen, Dolden oder eine Reihe von Palmblättern.
Im Säulensaal von Karnak tragen 16 Reihen von mächtigen Säulen das Dach. Sie
lassen nur wenig Raum zwischen sich. Alle sind reich mit bunten Reliefs und
Hieroglyphen geschmückt. Die zwei mittleren Reihen sind 21m, die übrigen 13m
hoch. Die 3 erhöhten Mittelschiffe erhalten durch Gitterfenster gedämpftes
Licht. In diesen Räumen kamen sich die Menschen wohl zwergenhaft klein vor. Ein
Maximum an Aufwand – aber auch ein Maximum an Eindrücklichkeit.
Die Griechen führten diese Art der Bauweise in ihren wesentlich einfacheren
Tempeln auf ein anderes Maß zurück. Ein Optimum an Nutzbringung und ein Optimum
an Schönheit.
Wo mögen die Griechen ihre Anregungen für dieses Denken gefunden haben ?
Interessant ist, das den Griechen eine entwickelte Gartenkunst fremd war (anders
in Rom!). Ihre Tempel und Paläste bauten sie frei in die Landschaft.
Auch der oben schon erwähnte König Salomo besaß keine besonderen Gartenanlagen –
denn in den Lichtungen des Libanonwaldes, in den er seinen Wohnhaus bauen ließ –
hätte sich ein Garten gegen den uralten Zedernwald wohl erbärmlich ausgenommen.
Ähnlich war dies bei den Hellenen. Sie brauchten keine Kunst- und Ziergärten,
denn sie besaßen diese schon. Ich meine damit ihre Obstplantagen. Und von den
vielen Obstarten pflanzte man auch den edelsten und nutzbringendsten Baum – den
Ölbaum. Karl Foerster beschrieb ihn mit folgenden Worten:
"Welch merkwürdige Mischung von morbidem Stammwerk mit tropisch
kraftvollem Silberlaubgeäst ist doch der Ölbaum. Er weckt keine Liebe
auf den ersten Blick, aber lerne ihn erst mal vierzehn Tage kennen!
Nie ist er schöner als im Mondlicht. Er ist ein wahrer Mondscheinbaum.
Auf Wind und Regen antwortet er mit Silberschauern ..."
Vielleicht hat man mit der Schönheit eines uralten Ölbaumhaines im Irdischen
eine Grenze erkannt ... eine durch höchsten Nutzen und Zeitlosigkeit gesteigerte
Schönheit.
(Beisp. Streuobstwiesen)
Äquivalent sehe ich in der antiken Architektur mit ihrem Maßhalten im Gegensatz
zur ägyptischen Architektur ... eine Grenze, wo Schönheit und Nützlichkeit
gleichgewichtig ineinanderwirken. Dieses Maß-halten in der Architektur der
Griechen und später auch in der der Römer sehe ich persönlich den
bedeutungsvollsten Aspekt dieser alten Baukunst
aus Stein.
Thomas Jacob 2005 (aus einem Vortrag in Dresden)
Gestaltung: mediterrane Terrasse
Garten / Gartengestaltung / Terracotta /
Terrakottagefäße
Terracotta
Impressum
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Ungebrochen ist in den deutschen Ländern das Bedürfnis mediterrane
Erinnerungen im Hausgarten zu fixieren und festzuhalten.
Mediterrane Gartengestaltung ist voll im Trend und wenn auch nur kleine Winkel
oder der Balkon zur Verfügung steht, so sucht man die Darstellung des
südländischen Flairs.

Kleine mediterrane Gärtchen eignen sich besonders für intime
Ruhe-Flecken, in denen man sich dem Alltag entziehen und dem Lärm und den
neugierigen Blicken entliehen kann.
Das geht durchaus auch in kleinen Gärten - auf jeden Fall auf der Terrasse oder
man entscheidet sich für etwas ganz besonderes: ein
kleiner, geheimer Garten im Garten. Das kann etwa ein abgeschlossenes "Grünes
Gartenzimmer" mit höheren Hecken werden ...
denn
die hecken sind auch ein idealer Sichtschutz und Windschutz. Vielleicht
verwendest du Heckengehölze mit silbrigem Laub [Sanddorn, Ölweide], das passt
besser ins mediterrane Flair, als üppiges Grün.
Ein Kies-Terrassenplatz, umgeben von Hecken, dazu ein farbiger Sonneschirm
über der Gartenliege und auf der Sonnenseite duftende mediterrane
Stauden. Ein Quellstein, ein kleines Wasserbecken, oder eine Plastik
bringt
am Ende den letzten Schliff in die Mini-Gartenanlage.
Als mediterrane Stauden-Pflanzen kommen uns zuerst die Lavendelbüsche in den
Sinn und Lavendel können
wir auch viel pflanzen. Dort wo Wurzeln von größeren Gehölzen stören, kann der
Lavendel auch gut in Kübel gesetzt werden.
Es hat sich gezeigt, das es praktisch ist, zum L avendel
noch verschiedene Ziersalbei-Arten hinzuzupflanzen. Auch Minzesorten, wie
Katzenminzen bringen weitere südländische Düfte in den Garten und die Farbe
Blau, die so sehr
beruhigend auf das Auge und Gemüt wirkt.
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