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Naturgarten
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Menschenwerk und Naturordnung | Der Garten ist nichts natürliches.
Er ist Menschenwerk. Ein Garten ist bebautes Land und Jeder weiß wie schnell ein ungepflegtes Stück Land verwildert.
Im Ursprung war der Garten zu aller erst ein Schutzraum und Wohnplatz für Mensch, Haustier und Nutzpflanze.
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Auch heute noch ist der Garten ein
geschützter Ort, wenn auch nicht gegen Bären, Wölfe und
Wildschweinherden - wie vor 1000 Jahren - dann doch gegen
Umweltlärm und gegen die Blicke der ungeliebten Nachbarn ;-)
... und ...
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... der
Garten ist heute mehr und mehr ein Schutzraum und
Rückzugsgebiet für die
Natur selber.
Trockenmauern bieten
nützlichen Kriechtieren und Insekten Unterschlupf.
Rasenfugenpflaster [im Vordergrund] für Gartenwege
ist eine Alternative zu versiegelten Flächen.
Trockenmauern/Bepflanzung
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Fremdländische Ziersrtäucher. |
In
Laubsträuchern nisten Singvögel, doch heimisches Strauchwerk ist nicht zwingend.
Ziersträucher erfüllen den selben Zweck.
Herrliche Laubfärbung des Flügelspindelbaum (Euonymus
alata).
Dieser japanische Euonymus ist mit unserm
europäischen Pfaffenhütchen verwandt. |
Also: im Garten können fremdländische Ziergehölze als
Besonderheiten vorkommen - trotzdem benötigen viele Tiere und
Insekten ausschließlich heimische Gehölze als Nahrungspflanzen.
Ich habe deshalb als Kompensation bei mir auch Houlunder,
Viburnum opulus, Liguster, Hartriegel (Cornus sanguinea)
und Wildrosen stehen.
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Heimische
Gehölze, Bäume. |
Bei den Bäumen gilt
das gleiche, wie oben.
Für kleine Gärten:
Ein heimischer Laubbaum
mit wenig Blattmasse ist der Vogelbeerbaum, ihn gibt
es auch als essbare Sorte.
Nützliche heimische Baumarten sind neben dem
Vogelbeerbaum, der Apfel, die Vogelkirsche und
Weißdorn.
Bäume für kleine Gärten |
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Laub? |
Von Rasenflächen
muss das Herbstlaub entfernt werden - natürlich ohne
Laubgebläse, welche die Umwelt verlärmen.
Unter Sträuchern, in Staudenbeeten und auf
laubschluckenden Bodendeckern ist Laub erwünscht. |
Wichtig für Insekten und Singvögel sind vor allem Laubgehölze
( es müssen nicht immer heimische Laubgehölze sein ) und statt
Rasen - Wiesenflächen. Wer kein Platz für Wiesen hat, der legt
am Wegrand einen Wiesenstreifen an.
In Trockenmauern finden seltene Kriechtiere Unteerschlupf. Wer
Wasserbiotope anlegt, sollte auf Kleinkinder besonders achten.
Ich persönlich halte einen schönen Laubbaum im Garten
ökologisch wertvoller, als einen selbstgebastelten Sumpf.
Auch bedarf ein Gartenteich einer Mindestgröße etwa 4x5 Meter.
In der Natur existieren einfach keine kleineren Teiche und
künstlich sind derartige Miniaturanlagen kaum zu erhalten.
Bei kleinen Gärten steht man aber noch vor einem weitern
Problem: Um "Natur" gestalterisch darzustellen bedarf
es weiter Flächen. Miniaturlandschaften im Garten sind ganz
einfach Kitsch. Alternativ gestaltet man Architektonisch. An
Stelle des 1 Meter-Teiches ( der keiner ist ) setzt du ein
Wasserbecken oder einen Quellstein oder nur eine Wasserstelle
mit Vogeltränke.
Wasser im Steingarten
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richtige
Pflanzenauswahl |
Der
"Naturgarten" besitzt jedoch noch einen
weiteren gestalterischen Aspekt. Das ist die
standortgerechte Pflanzenauswahl.
Im eigentlichen ist es das, was ursprünglich als
Ökologie bezeichnet wurde - die rechte Auswahl von
Pflanzen, wodurch sich selbst-erhaltende
Pflanzengesellschaften am Standort ausbreiten.
Durch die geringe Pflege solcher Anlagen finden sich
an diesem ungestörten Gartenflecken dann auch von
ganz allein Vogel, Kriechtier und Insekt ein.
Zum Gestalten wirken Pflanzengruppen aus wenigen
Arten gediegener, als ein kunterbuntes
Durcheinander.
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Grundregeln der Ökologie im Garten - nach altem Verständnis
Jede Pflanzenart ist an eine bestimmte Belichtung, Feuchtigkeit und Wärme des Bodens
und der Luft, an bestimmte Bodenzusammensetzung, an bestimmtes Klima angepasst.
Jeder Zustand eines Standortes lässt nur Pflanzenarten gedeihen, die ihm angepasst sind.
Vielen verschiedenen Arten ist an ein und derselben Stelle Gedeihen gesichert - der
einen Art oft erst durch die Gesellschaft der anderen Pflanzenart.
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Naturgärten |
Der Naturgarten ist die Gartengestaltung nach Motiven der Natur
in künstlerischer Steigerung.
W. Lange
Gestaltete Waldlichtung in einem weitläufigen Gartengelände.
Der fremdländische Acer palmatum scheint auf
diesm Platz nie Gast gewesen zu sein. |
Zu jedem Standort gehört die für ihn charakteristische Pflanzengenossenschaft.
Jede Pflanzenart bildet im Garten eine oder mehrere Kerngruppen,
von denen aus die weitere Verteilung anzuordnen ist.
Die Anpassung an einen Standort prägt sich in der Physiognomie der Pflanze aus.
Und wieder auch umgekehrt: Jede physiognomisch-ausgeprägte Pflanze fordert den
ihr angemessenen Standort. Und weiter: Auf Grund der ökologischen Kenntnisse
lässt sich aus der Physiognomie jeder Pflanze ihre Lebensweise und der ihr
entsprechende Standort ablesen.
Der Naturgarten
... ist die Gartengestaltung nach Motiven der Natur
in künstlerischer Steigerung
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Steingarten |
Der Steingarten.
Ein Biotop für seltene Pflanzen, Flechten, Insekten
und Kriechtiere.
Steingarten gestalten |
Die Gartenkunst schafft im Naturgarten lebendige Landschaftsbilder,
Pflanzengesellschaften nach dem Vorbild der Natur.
Wenn sie sich hierauf beschränkt, und das ist schon schwierig genug,
so schafft sie doch im besten Falle nur wieder, was die Natur auch tut,
z.B. Wald, Wiese, Bach, Fels usw.
Wie ist nun die Steigerung der Natur im Garten durchzuführen ?
Einfach ist das nicht - Willy Lange beantwortete zu Beginn des 20. Jahrhunderts diese Frage so:
"Indem wir die deutsche Pflanzenwelt durch Hinzufügung oder Ersatz
physiognomisch entsprechender außerdeutscher Arten mannigfaltiger machen,
ohne gegen die Gesetze natürlich-möglicher Vergesellschaftung
der Pflanzen zu verstoßen, steigern wir den pflanzlichen Garteninhalt
für den künstlerischen Eindruck."
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Wiesen |
Wiesen sind schön,
doch sie benötigen ungestörte große Flächen zum
wachsen.
Rasen
oder Wiese? |
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Wegränder,
Triften |
Am
kleinen Garten ersetzt ein Wiesenstreifen am Weg die
Wiese. |
Betrachtet man seinen Garten eher als Rückzugsgebiet für heimische Wildpflanzen,
so stellt sich die Frage erneut:
Wie ist nun die Steigerung der Natur im Garten durchzuführen ?
Antwort geben uns chinesische Landschaftsgärtner - im fernen Osten
setzt man gezielt Kontraste innerhalb der gestalteten Naturlandschaft,
etwa durch gekonnte Weggestaltung (Menschenwerk in der Natur),
oder durch den gestalterischen Gegensatz, den man
das "Lachende" und das "Bedrohliche" nennt.
Gegensätzlichkeiten
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Kletterpflanzen |
Und zum Schluss:
Begrünte Hauswände bieten Singvögeln sichere
Nistplätze.
Im wilden Wein finden Bienen reichlich Nahrung und zur
Blütezeit summt dann die ganze Hauswand.
Die Herbstfärbung der Blätter ist wohl
unübertroffen.
Begrünte Wände |
Garten / Gartengestaltung / Gartenstil
Impressum
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Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und Anregungen holen und weil
hier alles an Infos etwas übervoll ist, empfehle ich dir morgen oder in einer
Woche noch mal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv in dem du herumstöbern kannst.
Eine weitere Möglichkeit sind Gartenschauen oder auch spezielle
Schaugärten,
die du besuchen kannst. Gartenausstellungen
Wenn du eine Gartenausstellung besuchst, dann nimm einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren, wobei später bei der Umsetzung alles schon ganz
anders aussehen kann, etwa wenn du mit anderen Materialien arbeitest.
Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens [Balkon oder Terrasse] Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
Beispiel: du möchtest
Rosen sammeln und willst einen Flecken vor dem Haus haben, wo du ungestört
lesen kannst. Also legst du erst den "ungestörten Platz" fest - und der liegt
meistens nicht am Rande zum Nachbarn hin, sondern mitten im Garten.
Rosen wollen offen stehen, aber du benötigst für dich selber etwas
Sichtschutz. In diesem Falle wird das wohl eine kleine Gartenlaube sein, welche
diesen Zweck erfüllt. In der Laube kannst du dir ein kleine Gartenbibliothek
einrichten und für einen Sitzplatz im Freien bietet die Laube nach einer Seite
eine gewisse Rückendeckung.
Für die rankenden Kletterrosen kannst du von der
Laube aus Spaliere [oder Pergola] so führen, dass dein Leseplatz nicht
einsehbar ist.
Rosengärten sollten immer klar architektonisch angelegt sein. Mit dieser
Regel planst du den Rest deines Garten. Schöne Rosenbegleitpflanzen sind
Buchsbaumhecken, Lavendel und vielleicht auch Rittersporn. Mit diesen wenigen
Pflanzenarten gibst du deinen Rosen einen klaren, ruhigen Rahmen.
Wie schon gesagt ... so auf diese Weise kannst du deine Ideen fort und
fort, wie von allein entwickeln. Versuche es doch mal.
Übrigens: wenn du wirklich Interesse an einem Rosarium hast, dann sammle
besonders duftende Rosensorten [nicht jede Rose duftet] - bzw. pflanze die
duftenden Rosen nahe an deinen Sitzplatz oder an deine Terrasse im Garten.
Und noch ein Tipp - wenn dein Garten mal fertig ist und wenn du noch
etwas
Geld investieren willst: eine schöne Gartenplastik gibt dem Garten den
letzten Schliff und macht aus ihm etwas ganz Besonderes.
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