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Holzbaustil
Holz in der Gartengestaltung
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Unsere Vorfahren gestalteten ihre Umgebung nutzbringend, sowie von
einfacher Schönheit.
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Schönheit und Nützlichkeit |
An diesem Bauernhof aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die
Ummauerung zur Straße hin abgesetzt und die Wucht der Mauer durch den vorgelagerten, kleinen Nutzgarten gemildert.
Holz und verputztes Mauerwerk an Gebäuden und für die Einfriedung
verwendet, ergeben ein ruhendes Bild.
Bauernhof bei Reinhardsgrimma um 1830.
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Neben den Gestaltungsstilen der alten Kloster- und Adelsgärten entwickelte
sich im nordalpinen Raum eine volkstümliche Bauart der Architektur und Kulturlandschaft.
Ausgangspunkt für dieses unbefangene Schaffen, waren die bäuerlichen Gehöfte
mit den Gebäuden, dem zentralen Hof und den angrenzenden, umzäunten
Nutzgärten.
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Hofraum
Fast in Vergessenheit geraten: der Hof.
Ein Hofraum wirkt schützend, er ist
praktisch und von einfacher Schönheit. [Hof in
Süddeutschland]
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Im urbanen Bereich war der Raum beengter, hier findet sich derselbe Aufbau,
wie auf dem Lande, nur in veränderten Proportionen.
Die Bauart und Form von Haus und Umgebung stand maßgeblich unter dem Einfluss
von Naturlandschaft und Klima - nördlich der Alpen herrschte im Ursprung die
Waldlandschaft vor: kalte Winter, Feuchtigkeit, Sonnenmangel (im Verhältnis
zum mediterranen Bereich).
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separater Garten |
Traditionelle Struktur von Haus, Hof und Garten im kleinstädtischen
Bereich.
(Erzgebirge/Zwönitz)
Der eingezäunte Garten ist vom Haus durch den Hofraum getrennt. |
Die ursprüngliche Wohnung der Menschen war das Hüttenhaus mit steilem Stroh-,
Schilf- oder Schindeldach - Vergrößerung der Wohnfläche durch senkrechten
Wuchs oder durch selbständige Nebeneinanderstellung.
(Südlich der Alpen: flache Dachdeckung - Vergrößerung durch
Zusammenschließung zu einer Reihe bei gleichzeitiger Aufgabe der
Selbständigkeit des einzelnen Hauskörpers. Durch Gliederung entsteht das
südeuropäische Hofhaus mit seiner künstlerischen Entwicklung bis zum
Renaissancepalast - "Steinbaustil" einschließlich der Kuppelgewölbe)
Nordalpine Bauart: auch bei Hofbildung bleibt jedes Haus des Gehöftes eine
Selbständigkeit.
Bei Zusammenschluss zur Reihe, wenn mit der Giebelseite der Straße zugewendet:
selbständig sich sich von den Nachbarhäusern abschließend. Künstlerische
Entwicklung über die Stabkirche des Nordens bis zur Spitzgotik, die aus dem
Holz in Stein übersetzt ist - so nördlich der Alpen bis Skandinavien:
"Holzbaustil".
Vom Wesen des Hausbaues hängt alles andere Bauen in Landschaft und Garten
ab hinsichtlich Form, Stoff und Eigenart.
Beispiele:
Holzzaun: Staketenzaun. Faschinen, Flechtwerk, Bohlwerk und Holzlauben mit
Hochspitzdächern.
Kleinbauten aller Art in Holz mit Giebelbildung. Holz, Stroh, Rohr als
Dachstoff. Holzbrücken, oft mit Dachschutz gegen Verwitterung. Schutzhütten,
Vorratshütten, Hauslauben, Badehäuser, Saunen, Torhäuser aus Holz. "Trücken",
das heißt Umgänge und Austritte oberer Stockwerke aus Holz
Holzwände: Bohlung, Fachung, Täfelung, Verschalung mit Schnitzwerk und
Färbung. Holzsäulen und Holztreppen. Bohlwege, hölzerne Bildstöcke, hölzerne
Hebebrunnen. Hölzerne Grabmäler.
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Baustoff: Holz | Die Urform der
Hausform - das Hüttenhaus. Die Holzschindeldeckung ist eigentlich schon
ein "Erstatzbaustoff" für eine Strohdeckung - des "Walm"daches.
Walm hat in seiner ursprünglichen Sprache die Bedeutung von
"Strohgeflecht".
mehr Infos:
Holz im Garten- u. Landschaftbau |
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Russisch-orthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus in Gifhorn.
Im mediterranen Garten umschließen Laubengänge den Innenhofgarten. Im
nordalpinen Raum ist dieses Prinzip umgekehrt: Bohlwege und
Holzlaubengänge sind nach außen, zur Landschaft hin gekehrt. |
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Holz-Laube der Jahrhundertwende an einem Bürgerhaus in Dohna.
Immerhin ... man konnte einen Garten mit Laube sein Eigen nennen. |
Holzersatz
Es wurden im nordalpinen Raum natürlich auch Holzersatzstoffe verwendet, wie etwa Natursteine im
Süden und Ziegel im Norden Deutschlands.
Auch wurde das geschmiedete Eisen zum Ersatz für Holz - zuerst bei den
bäuerlichen Gerätschaften - später in der Verwendung für Beschläge, Tore oder
auch für Grabmale. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert fanden Metallzäune
größere Verbreitung, da Eisen nun auch industriell verarbeitet wurde.
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Sein und Holz | Verbindung von
Stein und Holz als Einfriedung für einen Obstbaumgarten. Der Kalkputz auf
dem Ziegelmauerwerk hat gut 100 Jahre lang seinen Zweck erfüllt.
Kalkputz im Außenbereich darf nicht zu mager gemischt sein und einen
Anteil groben Sand besitzen.
Schmorsdorf/Sachsen |
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Stein und Holz |
Lattenzaun auf der Stützmauer einer Geländestufe.
Holzzaun, Zaun- und Ecksäule stehen in ausgewogenen Proportionen
zueinander.
Die gestreckten Zaunfelder passen sich optisch der Form der Mauer an.
(siehe auch Bild oben)
Die Einfriedung geht mit dem Geländeaufschwung mit und ist nicht in
Absätze gegliedert!
Schmorsdorf/Sachsen |
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Stein | Unbefangene
Gestaltung:
Mauerdurchgang
auf einem alten Rittergut. Der konkave Abschwung der übermannshohen Mauer
nimmt die Wuchtigkeit der Steinwand.
Vor gut 300 Jahren beherrschte der Maurer wohl intuitiv die
Gesetzmäßigkeiten der Formensprache.
Rittergut Gamig bei Dohna/Dresden |
Thomas Jacob
3. November 2003
Literaturquelle
W. Lange Gartenpläne, Leipzig 1927
Garten / Gartengestaltung / Gartenstil
Impressum
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Ungebrochen ist in den deutschen Ländern das Bedürfnis mediterrane
Erinnerungen im Hausgarten zu fixieren und festzuhalten.
Mediterrane Gartengestaltung ist voll im Trend und wenn auch nur kleine Winkel
oder der Balkon zur Verfügung steht, so sucht man die Darstellung des
südländischen Flairs.

Kleine mediterrane Gärtchen eignen sich besonders für intime
Ruhe-Flecken, in denen man sich dem Alltag entziehen und dem Lärm und den
neugierigen Blicken entliehen kann.
Das geht durchaus auch in kleinen Gärten - auf jeden Fall auf der Terrasse oder
man entscheidet sich für etwas ganz besonderes:
ein
kleiner, geheimer Garten im Garten. Das kann etwa ein abgeschlossenes "Grünes
Gartenzimmer" mit höheren Hecken werden ... denn die hecken sind auch ein
idealer Sichtschutz und Windschutz. Vielleicht verwendest du Heckengehölze mit
silbrigem Laub [Sanddorn, Ölweide], das passt besser ins mediterrane Flair, als
üppiges Grün.

Ein Kies-Terrassenplatz, umgeben von Hecken, dazu ein farbiger Sonneschirm
über der Gartenliege und auf der Sonnenseite duftende mediterrane
Stauden. Ein Quellstein, ein kleines Wasserbecken, oder eine Plastik
bringt
am
Ende den letzten Schliff in die Mini-Gartenanlage.
Als mediterrane Stauden-Pflanzen kommen uns zuerst die Lavendelbüsche in den
Sinn und Lavendel können wir auch viel pflanzen. Dort wo Wurzeln von
größeren Gehölzen stören, kann der Lavendel auch gut in Kübel gesetzt
werden.
Es hat sich gezeigt, das es praktisch ist, zum Lavendel noch verschiedene
Ziersalbei-Arten hinzuzupflanzen. Auch Minzesorten, wie Katzenminzen bringen
weitere südländische Düfte in den Garten und die Farbe Blau, die so sehr
beruhigend auf das Auge und Gemüt wirkt.
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