Auf dieser Seite sammle ich Notizen, Bilder, Ideen
und Literatur zur Thematik. Sicher findest Du hier beim Stöbern Tipps über
Apfelbäume und deren Sorten
Grundsätzlich sollt man zwischen Sorten für den Massenanbau und Sorten für
Kleingärten und für die Selbstversorgung unterscheiden und wählen.
Bevor du dich für eine Apfelsorte entscheidest, musst du dir Gedanken machen,
wofür die Äpfel benötigt und wie sie gelagert oder verarbeitet werden sollen ->
Tafeläpfel, Lageräpfel, Äpfel für Kuchen, Bratäpfel, Kompott, Apfelmus,
Apfelsaft oder Obstwein usw. Bildermaterial
Alte Apfelsorten
Ist der Zweck klar, welche bestimmte Apfelsorten erfüllen sollen, dann ist es
gut darüber nachzudenken, wann man denn wirklich Zeit für die Ernte hat. Wer
sich den Sommer für Urlaubsreisen freihalten möchte, der sollte keine zeitigen
Sorten, anpflanzen, etwa den den Klarapfel.
Übrigens: für Kuchen und Bratäpfel eignet sich vor allem der Boskop [Altländer Pflannkuchenapfel?]
Vor dem Pflanzen eines Apfelbaumes immer fragen: kann ich die Äpfel einlagern oder müssen sie schnell verarbeitet werden
oder sollen es Tafeläpfel sein? Danach richtet siech die Wahl der Sorte.
Klarapfel
Es ist noch nicht zu lange her, seit es in unseren Gärten das so genannte
Säulenobst gibt, also Obstsorten welche nur an einem einzigen Leittrieb wachsen.
Säulenäpfel, neue Sorten
meine Video-Notizen zu der Verwendung von Apfelsorten im Kleingarten
Standortansprüche: humose feuchte, aber nicht nasse Böden; Höhenlagen bis 600m
sind kein Problem
übrigens: auf leichteren, sandigen Böden werden die Früchte gewöhnlich besser
gefärbt, als auf schweren Lehmböden.
Quelle, nach
Friedrich, Dr. G. Friedrich, DER OBSTBAU, Neumannverlag
Radebeul, Halle 1958
Düngung ist wichtig, zb. Kalidünger
Innerhalb Deutschlands weist der Apfel von allen Obstarten die weiteste
Verbreitung auf, aber auch die größte Sorten Mannigfaltigkeit mit spezieller
Anpassung an einzelne Gebiete. Hierfür sind die zahlreichen Lokalsorten ein
treffender Beweis.
Der Apfelbaum erreicht, auf eigener Wurzel oder auf stark wachsenden Sämling
veredelt, eine Höhe von 6 bis 10 Meter. Die Wurzeln verlaufen verhältnismäßig
flach, gehen jedoch meist erheblich über die Kronentraufe hinaus. Wegen
der flachen Wurzeln ist Rasenbewuchs unter Apfelbäumen ungünstig, weil die
Gräser bedeutende Nahrungskonkurrenten sind.
Als Flachwurzler verlangt der Apfel einen guten, genügend durchlässigen und
feuchten Boden.
Bäume auf schwachwachsenden Unterlagen sind hinsichtlich der Bodengüte und
Nährstoffgehalt des Bodens anspruchsvoller als etwa auf Sämling stehende
Hochstämme auf der Streuobstwiese.
Am günstigsten ist allgemein ein mittelschwerer, lehmiger Boden mit
ausreichender Feuchtigkeit, der nicht über 1m Mächtigkeit zu haben braucht.
Flachgründige und durchlässige Sandböden sind noch brauchbar, wenn im Untergrund
günstige Feuchtigkeitsverhältnisse herrschen oder hohe Niederschläge für
ausreichende Feuchtigkeit sorgen und wenn eine gute Düngung gewährleistet ist. Auf sehr nassen, tonigen Böden sowie bei hohem Grundwasserstand und
undurchlässigen Schichten in geringer Tiefe leiden die Bäume unter Frost, Krebs
und Spritzendürre.
Das durchschnittliche Alter des Apfelbaumes beträgt 50 bis 60 Jahre. Unter
besonders günstigen Umständen können einige Bäume auch bis 100 Jahre als werden.
Die Temperaturansprüche des Apfels sind gering. Günstige Lagen vorausgesetzt,
gedeiht er im Mittelgebirge bis in Höhen von 600m ertragreich. Im
Selbstversorgergarten habe ich Apfelbäume - halt mit entsprechenden qualitativen
Abstrichen - aber auch auf Höhen von 900 bis 1000 Meter über NN.
Wichtig ist wohl eher der Umstand, dass der Apfelbaum hohe Luftfeuchtigkeit
liebt, wie sie besonders in der Nähe großer Wasserflächen zu finden ist, zum
Beispiel im Havelobstgebiet, am Bodensee, im Alten Land bei Hamburg. Warme,
trockene Lagen sagen ihm im allgemeinen nicht zu. Hier leidet er stark unter
Mehltau und Blattläusen.
Die Frosthärte des Apfelbaumes ist stark vom Klima und beachtenswerter Weise -
vom Boden abhängig. Je niederschlagsreicher, kühler und sonnenärmer das Klima
und je schwerer und nasser der Boden ist, um so später schließt der Baum im
Herbst den Trieb ab. Um so schlechter reift das Holz der neuen Triebe aus und um
so leichter kommt es dann zu Frostschäden in kalten Wintern. Man verwende in
gefährdeten Lagen also entsprechende frostharte Sorten mit entsprechend zeitigem
Triebabschluss.
Die Blüte des Obstgehölzes erscheint gewöhnlich ab Ende April nach Birne und
Süßkirsche.
Neben dem Apfel als Frischobst findet er Verwendung bei der Herstellung von Mus,
Marmelade, Gelee, Kompott, Konserven, Saft bzw. Süßmost, Most, Wein,
Kuchenbelag, Bratäpfel und Dörrobst.
Schädlinge und Krankheiten:
Der Apfelbaum leidet von alle Obstsorten am meisten unter Schädlingen und
Krankheiten, jedoch ist er zumeist in der Lage, die Schädigungen verhältnismäßig
gut zu überstehen und auszuheilen.
Die häufigsten Krankheiten sind: Apfelschorf, Apfelmehltau, Monila-Fruchtfäule.
Die häufigsten Schädlinge sind: Apfelwickler, Apfelblütenstecher, Frostspanner,
Apfelbaumgespinstmotte, Apfelblattsauger, Blattläuse und die Blutlaus.
Quelle nach, Vanicek, Karl-Heinz - Obstbau im Garten. Ein Leitfaden für den
Obstbau im Kleingarten, Siedlergarten, Hausgarten und Bauerngarten. Pößneck 1962
Bratapfel, Kuchen, Apfelmus - welche Sorten sind die Besten?
Gute Bratäpfel gibt vor allem der Boskop her [Roter Boskoop] und der Boskop ist
auch ein vorzüglicher Apfel für Apfelkuchen. Möchte man Boskop-Äpfel im
Kleingarten pflanzen - es ist zu beachten, das dieser Baum sehr starkwüchsig
ist.
Alternativ zum Boskop - bezüglich der Bratäpfel - sind die Sorten Undine und
Herma.
Die oben genannten Apfelsorten eignen sich auch hervorragend zum Backen. Ebenso
Cox Orange, Elstar oder Gravensteiner. Der zeitige Klarapfel geht auch, wenn man
keine überreifen Früchte verwendet. Wichtig ist, dass man Äpfel zum Backen
verwendet, welche genügend Säure haben.
Der Klarapfel [Sommerapfel, Augustapfel] ist vermutlich der beste Apfel für
Apfelmus, wenigstens von der Farbe her, denn aus den Klaräpfeln wird ein helles,
wohlschmeckendes Apfelmus. Andere Apfelsorten bringen dann eher diese braunen
Mus hervor - was allerdings mehr eine optische Sache ist. Mit dem Geschmack hat
die Farbe nichts zu tun. Am besten schmeckt Apfelmus, wenn man verschiedene
Apfelsorten mischt.
Tipp zur Lagerung: nach der Ernte lagert man die Äpfel noch drei Wochen in
Stiegen - draußen oder in einer Laube. In dieser Zeit passiert es noch oft, dass
Äpfel faulen. Die verdorbenen Früchte werden ausgelesen. Nach den 3 Wochen fault
in der Regel nix mehr.
Tipp: Ein Apfelbaum mit mehreren Sorten im Kleingarten: Grundsorte ist ein
Winterapfel auf schwacher [M9, M27 oder P22] oder mittelschwacher Unterlage [MM106,
M2, M4, M7]
auf dessen Seitenäste Frühsorten veredelt werden, die vom August an Genussreife
Äpfel liefern. So hat man keine Probleme mit der Lagerung. Ein veredelter Ast
kann bis zu 10 bis 15kg Äpfel reifen lassen. Außerdem hat man immer
wichtige Befruchtersorten [für Bestäubung] auf einem Fleck zusammen!
Der Hauptsorten können hinzugefügt werden:
Klarapfel - Reife Juli bis Anfang August
Wenn ich die Empfehlung für einen Apfelbaum mit mehreren veredelten Sorten
gebe, so macht sich sicher ein konkretes Beispiel am besten, welches dann
individuell modifiziert werden kann:
man verwende also eine Grundsorte einen Winterapfel auf schwacher [M9, M27
oder P22] oder mittelschwacher Unterlage [MM106, M2, M4, M7]
auf dessen Seitenäste Frühsorten veredelt werden, die vom August an Genussreife
Äpfel liefern.
0. Grundsorte ein gut lagerbarer Winterapfel, der die Krone ausbildet: Boskop -
er wird in der Regel als letzter Apfel gepflückt und kann von Dezember bis April
gegessen werden
1. Ast: eine Frühsorte, Klarpafel - Reife schon im Juli
2. Ast: James Grieve - Genußreife ab Anfang September
3. Ast: Alkmene - am Mitte September reif
4. Ast: Carola - Reife ab Ende September
es gehen aber auch noch mehr Sorten:
5. Ast: Geheimrat Breuhahn - Genußreife November bis März
6. Ast: Altländer Pfannkuchenapfel - Winterapfel, ab Februar genußreif
[Tipps von Jonni]
Apfelbäume in der Wiese
Was für starkwüchsige Apfelsorten in Streuobstwiesen gilt, das gilt nicht für
Spindeln im Rasen. Übrigens: im Bild stehen relativ junge Apfel-Hochstämme im
Rasen. Der Rasen sollte an kleineren Apfelbäumen nicht bis an den Stamm
heranreichen. Optimal wäre eine grasfreie Baumscheibe (1,5m Durchmesser), denn
das Gras erstickt förmlich die jungen Wurzeln der Apfelbäume.
Die Baumscheiben können im Sommer mit Rasenschnitt gemulcht werden. Beliebt ist
aber auch die Bepflanzung der Baumscheiben mit Frühblühern (Schneeglöckchen,
Szilla usw.) - bzw. beides: Mulchschicht und frühblühende Zwiebelpflanzen
schließen einander nicht aus-
Alte Apfelsorten, die für die Apfelweinherstellung wichtig sind, sind z. B.
Weißer Matapfel, Viezapfel, Bohnapfel, Erbachhofer Mostapfel, Roter Trierer
Weinapfel. [wikipedia]
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Kurz-Anleitung -> wichtig ist ...
1. -> der Standort sollte nicht zu trocken sein
2. -> in Ruhe überlegen und die geeignete
Sorte finden
3. -> mehrere Sorten veredeln?
ein wenig radikal Ordnung schaffen
;-)
Durch ständige Auslese der besten Sorten, haben unserer Vorfahren viele
Regional-Sorten an Obstgehölzen, aber auch an Gemüsesorten gefunden und
kultiviert.
Alte Regionalsorten und äquivalent die sehr gezielte Auswahl neuer Sorten bei
Obst und Gemüse, bringt nicht nur kontinuierlich reichere Ernten, sondern von
Natur aus auch ein gesünderes Wachstum der Kulturpflanzen.
Wenn der Standort und die Bodenansprüche stimmig und mit gut durchdachter
Kulturfolge abgestimmt sind, wird man im Selbstversorgergarten immer öfter auf
chemische Spritzmittel verzichten können.
Nach meiner Erfahrung sollte man nach und nach knallhart alle uneffektiven
Obstgehölze entfernen und durch möglichst resistente und ertragreiche Sorten
ersetzen. Man achte nur darauf, das auf eine Kernobstart [Apfel, Birne, Quitte]
nicht wieder Kernobst [Kirsche, Pfirsich, Pflaume] gepflanzt werden darf.
Richtig ist Steinobst auf Kernobst und Kernobst auf Steinobst.
Jüngere Obstgehölze auf ungünstigem Standort können innerhalb der Gartenanlage
an geeigneter Standorte umgesetzt werden. Apfelbäume lassen sich leicht
mit besseren Sorten Umveredeln.
man schaue öfters in die Nachbargärten und tausche sich mit seinen
Gartennachbarn aus, welche Kulturen vor Ort am besten wachsen. Viele Kräuter und
Gemüse bringen weitgehend sortenechte Samen und können selber vermehrt werden.
Diese Sämereien sollte man viel tauschen, denn dann kann man beim Nachbarn bei
Verlusten die begehrten Samen schnell wiederzubekommen.
Durch eigenen Gewinnung von Samen, Knollen und Teilungen, lassen sich folgende
Kulturen leicht vermehren:
Erdbeeren, Kartoffeln, Bohnen, Kürbis, Zucchini, Freilandgurken, Tomaten, Dill,
Petersilie usw.