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Boskoop, ein Winterapfel: Pflückreife : Mitte bis Ende
Oktober, Genussreife : Dezember bis April, im Selbstversorgergarten mehr ein
Dezemberapfel
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Der Boskoop ist eine der beliebtesten alten Apfelsorten |
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Sein alljährlich guter Ertrag, seine Vitalität, seine Größe und sein guter
Geschmack sind die Besonderheiten dieses Apfels. Der
angenehme Geschmack entsteht durch das saftige Fleisch, viel Zucker, aber
genügend an angenehmer Säure des Apfels. Der Boskoop gedeiht sowohl auf feuchten als auch auf trockenen Böden*. Besonders die rote Mutante**: 'Roter Boskoop' verträgt Trockenheit noch ganz gut. |
Der Baum ist gut windfest, und so können und sollen die Früchte möglichst spät
geerntet werden. Das bringt mehr Aroma, und die Früchte halten sich besser
im Winterlager.
Die günstigste Lagertemperatur im Winter liegt bei 3-4 °C. Unter gewöhnlichen
Lagerbedingungen im Keller hält sich der Apfel allerdings nur bis Ende Januar
gut, dann wird er etwas welk. Man verwende ihn also vorzugsweise als Tafelapfel
und Bratapfel im Dezember.
Der Boskoop, wie viele der
alten Apfelsorten, ist von Haus aus ein kräftig wachsender Baum, der breite Kronen
bildet. Auf stärker wachsender Unterlage [Hochstamm] ist der Schöne von Boskoop
eine Apfelsorte für den Extensivobstbau - also für Streuobstwiesen und auf
Grasland. Auf stark wachsenden Veredlungsunterlagen hat der Boskoop auch die
Eigenschaft zu alternieren. Das heißt, der Ertrag ist nicht jedes Jahr gleich
hoch. Auf schwachwüchsiger Unterlage und als Spindel gezogen ändert
sich die Regelmäßigkeit der Fruchtbildung jedoch zum Positiven hin.
Zur Selbstversorgung genügt es meist schon, wenn man sich auf einem vorhandenen
Apfelbaum [z.B. James Grieve***] ein oder zwei Äste mit Boskoop-Reisern
veredelt.
Sind weniger Früchte ausgebildet, dann werden die wenigen Äpfel meist sehr groß.
So gleicht sich ein scheinbar schlechtes Apfeljahr dann doch wieder aus.
Der Boskoop benötigt zur Befruchtung andere Apfelsorten als Pollenspender z.
B.:
Cox Orange, Dülmener Rosenapfel, Oldenburg, Goldparmäne, Klarapfel,
Ontarioapfel, Zuccalmaglio, Ananasrenette, Baumann, Charlmowsky, Gelber
Bellefleur, Landsberger, Nordhausen, Jonathan, Golden Delicios, oder Boiken
Der Boskoop selber ist keine gute Befruchtersorte für andere Apfelsorten
Ungünstige Eigenschaften:
Der erste Ertrag setzt verhältnismäßig spät ein. In verregneten Sommern kann
Kernfäule der Früchte auftreten. In ungünstigen Lagen tritt Schorf auf, oder die
Apfelbäume werden manchmal von Blutläusen befallen.
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Obstbaumschädlinge |
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f1 - Ast mit Blutlausbefall g - Blutlaus mit Wachsausschwitzung h Weibchen i Männchen j - Geflügelte Blutlaus Eine Möglichkeit, die Läuse zu bekämpfen besteht darin, die betroffenen Äste regelmäßig mit Leinöl zu bestreichen. |
* Der optimale Standort wäre ein etwas feuchter, kalkhaltiger Boden. Kalte
Böden sind weniger geeignet. Das Klima sollte im Idealfall nicht zu rau sein und
luftfeucht [Meeresklima].
** Der 'Schöne von Boskoop' ist ein Zufallssämling, welchen der holländische
Pomologe Kornelis Johannes Wilhelm Ottolander um 1850 in Boskoop [Niederlande]
auffand, vermutlich als Sproßmutante eines Wildlings. Die großen Früchte
variieren sehr. Sie haben eine raue Schale und sind gelblichgrün mit ziegelroten
Streifen.
Otto Schmitz-Hübsch [1868-1950, Merten bei Bonn] fand 1923 an einem Boskop-Baum
eine Sproßmutante mit roten Äpfeln. Damit entstand die Sorte, bzw. die Variante:
'Roter Boskoop'
*** Der 'James Grieve' ist ein vorzüglicher Herbstapfel, der übrigens auch
trockene Böden noch ganz gut verträgt.
PS.
Sortenähnlichkeiten sind mit der 'Coulon-Renette' gegeben
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
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meine Schnellinfos:
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Garten-FAQ
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häufige Fragen:
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allgemeine Standortansprüche des Apfelbaumes und die entsprechende Sortenwahl |

Äpfel mögen im allgemeinen feuchte Luftverhältnisse. Am günstigsten ist ein
mittelschwerer, lehmiger Boden mit ausreichender Feuchtigkeit. Es gibt aber auch
Apfelsorten für trockene Standorte. Manche Sorten können auf Obstwiesen
gepflanzt werden. Andere Apfelbäume vertragen überhaupt keinen Graswuchs im
Wurzelbereich und verlangen einen so genannten "offenen Boden".
Die Temperaturansprüche des Apfels sind gering. Günstige Lagen vorausgesetzt
gedeiht er im Mittelgebirge bis in Höhen von 600m ertragreich. Im
Selbstversorgergarten habe ich Apfelbäume - halt mit entsprechenden qualitativen
Abstrichen - aber auch auf Höhen von 900 bis 1000 Meter über NN gesehen. Für das
Gebirge gibt es spezielle robuste Apfelsorten.
Je schattiger ein Apfelbaum steht, um so sauerer werden seine Früchte. Auf
schattigen Gartenplätzen reifen Sommeräpfel noch recht gut. Viele
alte Sorten schmecken erst dann vorzüglich, wenn die Äpfel ausreichend von der
Sonne verwöhnt wurden. Auch hat der Erntezeitpunkt Einfluss auf den Geschmack
der Früchte. Bei Sommeräpfeln besonders.
Auch die Windfestigkeit der Apfelsorten ist ein wichtiges Kriterium, also die
Eigenschaft, wie fest die gereiften Früchte an den Zweigen halten. 11/11
meine Video-Notizen: Jonni erklärt Apfelsorten für den Kleingarten,
Boiken und Boskoop.