|
|
Die jährliche Fruchtfolge beachten |
Bild: junge Kartoffelpflanzen
Ich denke, jedem ist bekannt, dass man eine Gemüseart nicht ständig auf ein und
demselben Beet anbauen kann. Beachtet man keine sinnvolle Anbaufolge der
Gemüsepflanzen [Fruchtfolge] werden die Ernten immer spärlicher und die
Kulturpflanzen häufiger krank.
Empfehlenswert ist deshalb eine dreijährige Fruchtfolge - es werden im Rhythmus
von drei Jahren jeweils andere Gemüsearten auf ein und demselben Beet angebaut. |
Im 1. Jahr werden nach kräftiger Humusdüngung [Kompost oder Mist]
stark zehrende Gemüse angebaut, z.B. Blattgemüse + Fruchtgemüse [Kopfsalat, Kohlgemüse, Spinat, Gurken,
Kartoffeln, Sellerie, Tomaten, Porree, usw.]
und
im 2. Jahr folgen Erdbeeren oder die mäßig zerhrenden Wurzelgemüse
[Möhren, Pastinaken, Rettich, Schwarzwurzel, usw.]
und
im 3. Jahr die so genannten
Schwachzehrer - das sind vor allem Hülsenfrüchte [Bohnen und Erbsen], sowie Zwiebeln.
Im Winter düngt man mit Kalk und Urgesteinsmehl. Die Erdbeeren und Wurzelgemüse
bekommen eine leichte Düngung - etwa mit Blaukorn oder, wer Kunstdünger nicht
mag, der verwendet Horn- und Knochenmehl.
|
Mischkultur und Zwischenkultur von Radieschen, Möhren, Zwiebeln und Senf |
Die Einteilung in die oben genannten Fruchtfolgen ist eine Vorgabe, welche dann
etwas variiert werden kann, wenn wir die Beete mit Vorfrucht, Hauptfrucht und
Nachfrucht bestellen [also zwei bis drei Ernten im Jahr pro Beet] und extra noch
Mischkulturen und Zwischenkulturen anbauen. Trotzdem bleibt das Prinzip grob
bestehen, dass im Rhythmus von drei Jahren zuerst die Starkzehrer kultiviert
werden und dann die weniger anspruchsvollen Gemüsearten.
Beisiele unten: |
Beispiele der dreijährigen Fruchtfolge im Gemüsegarten
|
So kann man zum Beispiel im ersten Jahr nach reichlicher
Kompostdüngung auf einem Beet [unter Folie] zuerst
Winter-Kopfsalat als Vorfrucht
ziehen und anschließend Gurken [Hauptfrucht] in Mischkultur mit
Sellerie.
Die Gurken wurzeln flach, der Sellerie tief und so kommen sich beide Gemüse
nicht ins Gehege. Als Nachfrucht kann Winterspinat folgen.
Zwischen Gurken und Sellerie ist es praktisch, im Juni Dill einzusäen.
Beispiel für das 2. Jahr: dem Winterspinat folgen im nächsten Jahr Frühkartoffeln als
Hauptfrucht und im Herbst Früherbsen als Nachfrucht.
Beispiel für das 3. Jahr: als Vorfrucht baust du Mairettich, Kresse und
Radieschen an, als Hauptfrucht Buschbohnen und als Nachfrucht Wintersalat
[Rapünzchen] mit Winterzwiebeln im Mischkultur.
oder:
1. Jahr -> Frühweißkohl im März gepflanzt und im Juli zu ernten. Es folgt
eine späte Buschbohnenaussaat Mitte Juli. Als Zwischenkultur zum
Frühweißkraut eignen sich Radieschen, Salat, Kresse und Senf [jung ernten wie Kresse]
2. Jahr -> Mischkultur - Außenreihen auf dem Beet mit Puffbohne und
niedrige Gemüseerbse - Saat im März, Ernte Ende Juli. Als Nachkultur wird
Grünkohl gepflanzt - Ernte bis Dezember und später. Innenreihen
Mischkulturpflanzung von Kopfsalt und Saat von Spätmöhren im März. Der Salat
kann im Mai geerntet werden. Die Möhren im November.
3. Jahr -> Frühmöhre [Karotten] im März säen und Juli ernten. Neben den
Karotten werden Reihen mit Steckzwiebeln gesteckt [Mischkultur]. Die Zwiebeln
können schon im Juni geerntet. Die Karotten sind vier Wochen später erntereif.
Nach Zwiebel und Karotte im Juli Spätkohlrabi pflanzen, der im Oktober/November
geerntet werden kann.
Sinnvoll ist es, für sich selber ein Anbauschema zu finden, welches man immer wieder
verwendet, denn es ist schon ein wenig kompliziert, solch eine Fruchtfolge klug
zu planen. Bei unseren Großeltern war die Art und Weise des Gemüseanbaus zum
Teil bis in rituelle Formen geraten - etwa mit der Festlegung von Zeitpunkten
der Aussaat oder des Kartoffellegens. Dies und alte Bauernregeln halfen, die
Arbeiten im Garten sehr zu vereinfachen und bewahrten auch immer vor
unnötiger Experimentiererei.
Bei den Arbeiten im Garten sollte man für den großen Teil der Kulturen Bewährtes
übernehmen. Auch ist es sinnvoll, mit wenigen - aber individuell sehr
abgestimmten Sorten - zu arbeiten.
Experimente mit neuen Sorten oder Anbaumethoden sollen sein, doch zuerst immer
im kleinen Rahmen.
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Impressum
weitere Infos, Apfelbaum
|
|
|
die schönsten Bilder als eCard versenden
|
Schnell-Tipp: Gemüseanbau Tipp - damit musst Du dich beschäftigen:
1. -> dreijährige Fruchtfolge: 1. starke,
2. mittlere und 3. schwache Zehrer
2. -> Mischkultur und Zwischenkultur
3. -> Vorfrucht, Haupt- und Nachfrucht
Einteilung der Gemüsearten
|

Unsere Gemüsearten werden in Blattgemüse, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte und
Fruchtgemüse eingeteilt.
1.]
Zu den Blattgemüsen zählen Kopfsalat, Pflücksalat, Spinat und Kohl
2.]
Zu den Wurzelgemüsen zählen Speisemöhren, Wurzelpetersilie, Pastinaken,
Erd- und rote Rüben, Sellerie, Kartoffeln und Zwiebeln
3.]
Zu den Hülsenfrüchten zählen Bohnen und Erbsen.
4.]
Zu den Fruchtgemüsen zählen Gurken, Kürbis, Zucchini und Tomaten

Tipp: solche Mischkulturen-Scheiben [drehbare Mischkulturen Tabelle] werden immer mal wieder aufgelegt.
Mit ihnen lassen sich schnell günstige Kombinationen im Gemüseanbau finden.
|
|