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Obst und Gemüse anbauen - wichtig ist: die Freude an der Gartenarbeit nicht durch unkluge
Planung schmälern ...
Man kann in einem verhältnismäßig kleinen Garten
eine Menge und vor allem gutes Gemüse ziehen. Das gelingt, wenn der Boden gut bearbeitet, die
Aussaaten und Pflanzungen sachgemäß und zur rechten Zeit ausgeführt werden und
das Land durch Vorkultur, Nachkultur und Zwischenkultur [sowie kluge
Mischkultur] rationell ausgenutzt wird. Und wir können die einzelnen Gemüse
besser pflegen und das Unkraut zur rechten Zeit mit wenig Aufwand eindämmen."*
kleiner Garten :-)
Die intensivste Nutzung auf kleinstem Raum bietet ein Gewächshaus. Hier kannst
du im Winter die wichtigsten Küchenkräuter anbauen und später Frühgemüse, Gurken
+ Tomaten. |
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Wer heute Obst, Gemüse und Kräuter im eigenen Garten anbauen will, der sollte
sich überlegen, wie hoch der Eigenbedarf an Gartenprodukten ist Außerdem sollte
man in der Lage sein, mit einfachen Mitteln das geerntete Obst und Gemüse zu
verarbeiten und gegebenenfalls zu lagern. Das ist wichtig, um später nicht die
Freude an der Gartenarbeit zu verlieren, wenn der Gemüsegarten etwa zu groß
angelegt wurde oder wenn man zum Beispiel Unmengen an Winteräpfeln oder auch
Kürbissen erntet, aber
keine Möglichkeiten der Lagerung besitzt.
Ältere und auch einige neuere Gartenbücher haben gewollt oder ungewollt noch den
Selbstversorgergarten der Nachkriegszeit im Hinterkopf. Doch die Gründe einer
Selbstversorgung mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern sind heute viel
differenzierter, als damals.
Selbst wer mit dem Garten eine weitgehende Autonomie durch Selbstversorgung
anstrebt, der wird ein klug ausgetüfteltes, individuelles Konzept benötigen.
Ebenso derjenige, der im Garten nur die nötigsten Küchekräuter und Naschobst
anbauen möchte.
2.] Man solle sich klar werden, was man wirklich braucht und wie hoch der
wirkliche Eigenbedarf an Gartenprodukten ist. Das hängt damit
zusammen, wie weit man mit
einfachen Mitteln in der Lage ist, das geerntete Obst und Gemüse zu verarbeiten
und gegebenenfalls zu lagern.
3.] Hast du klare Vorstellungen über die benötigten Früchte, Kräuter und
Gemüse, welche im Garten kultiviert werden sollen, so ist es ebenso wichtig,
geeigneten Arten und Sorten auszuwählen. Nicht alle Pflanzen wachsen auf allen
Böden gleich gut.
Ein gutes Beispiel hierfür sind die Apfelsorten. Bezieht man nur die wichtigsten,
alten und neuen Apfelsorten in die Auswahl ein, so hat man wenigstens ein
Spektrum von 100 bis 200 Apfelsorten. Früher hatte man in einer Region [z.B.
Königreich Preußen um 1860?] gut 2000 Sorten für den Anbau zur Verfügung.
Da stellt sich schon die Frage, ob das nötig war? Ja, auf jeden Fall. Denn
werden heute fast nur noch Tafeläpfel auf Plantagen in geeignetster Lage
produziert, so hatten unsere Altvorderen viel differenziertere Ansprüche. Äpfel
waren mit ihren Vitaminen und mit ihrer Lagerfähigkeit im Winter eines der
wichtigsten Nahrungsmittel, was Jeder in seinem Garten haben wollte. Äpfel
verwendete man auf sehr verschiedene Weise in der Küche. Bis hin zur eisernen
Futter- und Lebensmittelreserve für Tier oder Mensch brauchte man Massenträger,
deren vitaminreiche Früchte man etwa in einfachsten Mieten bis in den Frühsommer
hinein lagern konnte.
Außerdem musste so ein Baum oft auf Böden wachsen, welche nicht optimal zum
Apfelanbau waren. In stürmischen Lagen mussten die Äpfel bis zur Reife auf dem
Baum bleiben oder im kalten Gebirge noch rentabel gedeihen. In manchen Gegenden
mussten die Apfelbäume auf sehr feuchtem oder trockenem Untergrund stehen.
Die Anpassung an vorhandene Standorte ging so weit, dass man spezielle
Apfelsorten für feuchtnebelige Täler kannte oder für Orte mit harten
Spätfrösten.

Dann gab es neben den Tafeläpfeln spezielle Sorten für Most und Apfelwein, sogenannte Küchenäpfel für Kompott oder Apfelmus, besondere Sorten
für Kuchen, für Bratäpfel oder für Trockenäpfel. Man kennt Apfelsorten für den
Frischverzehr [Sommeräpfel, bzw. manche Herbstäpfel] und Lageräpfel [Winteräpfel].
Diese schmecken oft erst nach einer mehrwöchigen Lagerzeit, in der sie zur
sogenannten Genussreife kommen.
Es gab früher sogar Apfelsorten, die
vorzugsweise als Schauobst für Auslagen angebaut wurden und nur aus diesen
Gründen besonders groß und knackig waren und eine ansprechende Farbigkeit aufwiesen.
Der Geschmack lies allerdings sehr zu wünschen übrig. Diese Äpfel waren
allenfalls noch als Wirtschaftsäpfel für Saft oder Apfelmus zu gebrauchen. Bei
manchen Apfelsorten, die es heutzutage im Supermarkt zu kaufen gibt, hat man
allerdings den gleichen Eindruck.
Mit dem vorangegangenen Beispiel soll nun ausreichend erklärt sein: je
individueller dein Garten werden soll, um so weniger sollte das
Sortenangebot "von der Stange" kommen.
Noch ein Gedanke soll zum Nachdenken anregen: Jeder Garten hat mit seinen Bodenverhältnissen, mit seiner Lage und mit dem ihm eigenen Mikroklima ein
bestimmtes Potential. Je näher man sich an die Eigenart dieses Fleckens heran
bewegt, um so leichter wird man es haben, ihn zu kultivieren und dieses
Potential auszuschöpfen.
Ich empfehle immer wieder, Gemüsesorten sorgfältig zu wählen. Ein Trick, sich
etwas mehr mit diesem Thema zu beschäftigen ist der, die Saaten mit speziellen
Schildchen zu beschriften, denn zu schnell hat man die jeweilige Sorte wieder
vergessen. Parallel dazu ist es sinnvoll, in einem Heft die Sorten zu notieren
und dann Notizen zur Eignung der jeweiligen Sorten zu machen.
So beginnt man, sich automatisch mehr für die Pflanzenkultur zu interessieren.
Hat man dann mal ein Gemüse erwischt, das besonders positiv aufgefallen ist,
dann kann man sich gezielt für die kommende Saison vorbereiten, bzw. auch
umgekehrt ungeeignete Sorten aussortieren.
Ist man im Garten und hat gerade kein Notizbuch zur Hand, dann tut es auch ein
Handyfoto ... also Samentüten vorher mit dem Handy knipsen - und im Herbst das
Ernteergebnis ;-)
Bei Obstgehölzen und Beerensträuchern mache ich mir prinzipiell ein Foto vom
Sortenschild aus der Nähe und dann noch ein Foto mit dem Standort der Pflanze im
Garten.
Bei Samen für Gemüse [und Gartenblumen] ist es gut zu wissen, wie lange sie keimfähig sind. So
spart man unnötige Käufe, wenn noch genügend Sämereien vorhanden sind und
Enttäuschungen, wenn man unbrauchbaren Samen ausgebracht hat. Bei Unklarheit
lieber den Samen wegwerfen oder Keimprobe machen. Dazu etwas Samen auf
Küchenpapier legen und feucht halten. Nach wenigen Tagen zeigt es sich, ob der
Samen noch keimfähig ist.
Literatur, Quellenangaben
*nach: Lohnende Gemüsezucht im kleineren und größeren Garten von Alfred Bier,
Erfurt um 1925]
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Impressum
Selbstversorgergarten
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Kurz-Anleitung -> wichtig ist ...
1. -> Niemals wähle man einen Gemüsegarten größer als unbedingt nötig. Je kleiner der
Garten ist, um so sorgfältiger können wir ihn bearbeiten.
2. -> Anbauen, was wirklich gebraucht wird
3. -> Sorten klug wählen!
Die sorgfältige Sortenwahl -
Notizen machen!
Ich empfehle immer wieder, Gemüsesorten sorgfältig zu wählen. Ein Trick, sich
etwas mehr mit diesem Thema zu beschäftigen ist der, die Saaten mit speziellen
Schildchen zu beschriften, denn zu schnell hat man die jeweilige Sorte wieder
vergessen. Parallel dazu ist es sinnvoll, in einem Heft die Sorten zu notieren
und dann Notizen zu Wachstum, Pflege und Ertrag zu machen.
So beginnt man sich automatisch mehr für die Pflanzenkultur zu interessieren. Hat man dann mal ein Gemüse erwischt, das besonders positiv aufgefallen ist,
dann kann man sich gezielt für die kommende Saison vorbereiten.

Ist man im Garten und hat gerade kein Notizbuch zur Hand, dann tut es auch ein
Handyfoto. Das hat sogar den Vorteil, dass man auch mal eine
Kulturanleitung von der Samentüte abfotografieren kann.
Bei den Obstgehölzen und Beerensträuchern mache ich mir prinzipiell ein Foto vom
Sortenschild aus der Nähe und dann noch ein Foto mit dem Standort der Pflanze im
Garten.
Bei Samen für Gemüse [und Gartenblumen] ist es gut zu wissen, wie lange die Samen
noch keimfähig sind. So
spart man unnötige Käufe, wenn noch genügend Sämereien vorhanden sind und
Enttäuschungen, wenn man unbrauchbaren Samen ausgebracht hat.
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