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Frühkartoffeln müssen vorgetrieben werden. |
Häufig wird vermutet, wenn man von Frühkartoffeln spricht, dass es sich bei den
Frühkartoffeln um sehr zeitig reifende Sorten handelt. Doch der Begriff
"Frühkartoffeln" bezieht sich zuerst einmal nur auf die Anbaumethode.
Deshalb spricht man dann auch vom "Frühkartoffeln pflanzen" und nicht vom
"Frühkartoffeln legen". Natürlich gibt es auch frühe und späte
Kartoffelsorten - dazu mehr im rechten Textblock ->
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Kopfsalat
Bohnen
Kürbisanbau
Tomaten
mehr Tipps
Beschrieben ist nun eine alte Anbaumethode*:
Frühkartoffeln werden Ende Januar/ Anfang Februar in einem warmen, hellen Raum
vorgetrieben und dann Ende März/Anfang April in die Erde gebracht. Wenn man aber Anfang
April eine früh reifende Kartoffelknolle legt, die nicht vorgetrieben wurde, dann
hat man auch keine zeitige Kartoffelernte ....
Übrigens: Mir genügen die paar Frühkartoffeln [oben im Bild] völlig. Die
Kartoffeln reichen für gut 4 bis 5 laufende Meter Kartoffelzeile.
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Frühkartoffelanbau im Selbstversorgergarten |
Wenn man im Hausgarten Kartoffeln anbauen möchte, dann ist es sinnvoll,
Frühkartoffeln anzubauen und nicht Lagerkartoffeln für den Winter. Letztere
kauft man schon besser beim Bauern.
Man erntet auf 10m² etwa 30 bis 40 kg Kartoffeln.
Kartoffel in Mischkultur
Kartoffelanbau |
"Für das Treiben werden die schönsten und besten Kartoffeln ausgesucht. Sie
werden bis zum Januar kühl aufbewahrt und dann einzeln nebeneinander, mit dem
Keimende nach oben in Kisten gelegt. Jede Kartoffel hat ein Ende mit vielen
Keimen und ein Ende mit dem Stilansatz. Das ist leicht erkennbar.
Die möglichst leicht und handlich eingerichteten Kisten erhalten Platz in einem
warmen, trockenen, leicht zu lüftenden, heizbaren Raum [mit ca. 12-15°C] auch in Stallungen, und
können dort problemlos übereinandergestellt werden.
Es kommt darauf an, dass die Keime nicht zu lang und dünn und schlottrig
austreiben, wie das in dunkler, feuchter Luft geschieht; das würde wertlos, ja
gerade schädlich sein.
Die Knolle soll welk werden und kurze, gedrungene, dicke Keime bilden. Dazu sind
trockene Luft und Licht nötig.
Mit diesen Keimen werden die Kartoffeln so tief gepflanzt, dass sie maximal 6cm
hoch mit Erde bedeckt sind. Die Pflanzweite für die Frühkartoffeln beträgt 40x35
cm.

Bei besonders sorgfältiger Vorbereitung des Landes, wenn z.B. für jede
Pflanzkartoffel ein Loch mit guter Erde gefüllt wird, mag man sie auch noch
etwas weiter pflanzen.
Durch richtig angewendete Stickstoffdüngung kann man den Ertrag erheblich
steigern. Ich gebe kurz vor dem Pflanzen 10kg 10-14%igen auf 1/4ha
[Natronsalpeter]. Die gleiche Menge dann noch einmal kurz vor dem Harken. Es ist
wichtig, dass nach der Stickstoffgabe bald Regen kommt.
Spätere Stickstoffgaben sind gefährlich, weil der Stickstoff zunächst auf die
üppige Entwicklung des Krautes wirkt. Das gibt dann zwar in der Regel auch große
Knollenernten, aber die Ernte wird verzögert und die Frühzeitigkeit der
Kartoffel, die doch bei derartigem Anbau die Hauptsache ist, wird mehr oder
minder illusorisch.
Ehe die ersten Spitzen der neuen Kartoffeltriebe an der Oberfläche erscheinen,
wird das Feld sorgfältig überharkt und so das Unkraut im Keim zerstört.
Anfang Mai, sobald sämtliche Triebe genügend sichtbar sind, wird gehackt, um den
Boden zu lockern und neu treibendes Unkraut im Keim zu beseitigen. Nach
14 Tagen wird die Erde von beiden Seiten der Reihe mit der Hacke ganz leicht
angehäufelt.
Sollte Frost zu befürchten sein, nachdem das Kraut aus der Erde heraus
ist, so wurde früher mit Stroh [strohigem Dünger, Tannenreisig oder dergleichen] abgedeckt.
Heute nimmt man Planen, Folieplanen oder Vlies dafür [siehe unten]. Die
Decke aus Stroh darf aber nicht lange liegen bleiben, weil sie Wärme und Sonne, die für
die schnelle Entwicklung sehr wichtig sind, abhalten würde. Gartenvlies oder
durchsichtige Folien können durchaus bis Mai liegen bleiben.
Ein zweites Häufeln ist im Garten stets angebracht, wodurch wiederum auch viel
Unkraut im Keime vernichtet wird. Auf Landstücken, die besonders stark
verunkrautet sind, ist der Anbau von Frühkartoffeln besonders zu empfehlen.
Selbst wenn das Land stark verqueckt ist, schadet das nichts.
Schwierigkeiten bereitet Manchem das Aufbewahren des Saatgutes aus eigener
Ernte. Ist der Keller zu warm, so bilden die Knollen lange Keime, die aber
unerwünscht sind. Am besten wird das Saatgut an einem frostfreien Platz
im Garten eingemietet und dann im Januar zum Ankeimen herausgenommen."
Um Saatkartoffeln der sehr zeitigen Sorten für zur Einkellerung im Herbst zur
Verfügung zu haben, lasse ich einige wenige der Kartoffeln ab Mai an einem
trockenen, beschatteten Platz offen in einer Stiege liegen und lege sie im Juli
um im Herbst frische Saatkartoffeln zu erhalten.
Bis Mitte Januar halten sich diese dann auch gut im Keller, bis sie erneut für
en Frühkartoffelanbau vorgetrieben werden.
*Beschrieben ist eine alte Anbaumethode, welche weniger auf spezielle
Kartoffelsorten Rücksicht nimmt. Durch neue, sehr frühe Kartoffelsorten ist auf
diese Art von Frühkartoffelanbau weitgehend in Vergessenheit geraten.
Text nach: Böttner, Johannes - Gartenbuch für Anfänger, 1944
Das Abdecken der Beete bringt eine noch zeitigere Kartoffelernte:
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| Fertiges
Frühkartoffelbeet Ende März. Ein Teil der Kartoffeln sind mit Folie
abgedeckt zur zusätzlichen Verfrühung. |
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Mitte April.
Zweites Anhäufeln mit Vertiefung, so dass die Kartoffeln mit Plane noch
ein Luftpolster haben. |
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| Anfang
Mai. Frühkartoffel 'Solist' im Vordergrund ist nicht so schnell, wie die
besser vorgetrieben "mittelspäten" Kartoffeln auf dem Beet im
Hintergrund. Das Vortreiben der Saatkartoffeln bringt also wirklich
etwas! |
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Kartoffelsorte 'Laura' am 7. Mai. Die Kartoffeln sind schon fertig
gehäufelt und in der Mitte beider Dämme keimen Buschbohnen, welche Ende
April gesät wurden und teilweise unter Folie kalte Tage verbrachten. |
Literatur:
www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/gemuese/linkurl_0_7_0_8.pdf
Prof. Dr. Jürke Grau/ Dr. Hans-Christian Friedrch, Mein Gartenjahr,
HonosVerlagsAG Zug 1988
Böttner, Johannes - Gartenbuch für Anfänger, 1944
Bier, A. Lohnende Gemüsezucht, Erfurt um 1925, im Verlag des Erfurter Führer im
Obst- und Gartenbau.
Sobischek, Josef - Der kleine Garten, Wien und Leipzig, um 1940
Notizen zu alten Kartoffelsorten:
Kaiserkrone
Frühe Sechswochenkartoffel -> interessant, dann wäre die Kulturzeit 42 Tage?
Eine gelbe, mehlig kochende Katoffel.
Wiener Kipfler
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Impressum
Kopfsalat anbauen
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Schnell-Tipp: Frühkartoffeln anbauen
1. -> Kartoffeln unbedingt vortreiben, aber trocken und hell bei
12-15°C
2. -> Stickstoffdüngung nur vor der Pflanzung, keinesfalls nach Erscheinen
der Triebe
Einteilung der Kartoffelsorten
Pflanzkartoffeln, Sorten |
Je nach ihren Reifezeit lassen sich die verschiedenen Kartoffelsorten grob in
frühe, mittlere und späte Kartoffelsorten einteilen.
Wer den Kartoffelanbau etwas genauer betreiben will der kann die Kartoffeln
sogar in fünf Reifegruppen einteilen und betrachten:

1.) sehr frühe [Sorten 'Christa' und 'Solist' Bild oben],
mit Erntezeit Ende Juni
2.) frühe [Sorten 'Anabelle', 'Exempla', 'Sieglinde']
Ernte Juli bis Herbst
3.) mittelfrühe [Sorten 'Quarta', 'Agria', 'Melina', 'Secura']
Ernte Mitte August
4.) mittelspäte [Sorte 'Laura', 'Aula']
Erntezeit Mitte September
5.) späte [Lagerkartoffeln, z.B. 'Adretta'].
Zwischen diesen Gruppen gibt es natürlich
keine scharfen Abgrenzungen, doch diese Einteilung hilft uns, präziser nach den
entsprechenden Sorten zu suchen.
Sehr 1.) frühe und 2.) frühe Kartoffeln sind Sorten, die ihre Knollen zeitig
ausbilden und deshalb für eine frühe Ernte besonders gut geeignet sind.
Allerdings gilt leider auch: die frühen Sorten sind nicht so ertragreich wie die
spätern.
Gewöhnlich werden die sehr zeitigen Frühkartoffeln aus der Erde genommen,
wenn das Kraut noch grün ist. Sie können aber auch erst im ausgereiften Zustand
geerntet werden, wenn der oberirdische Teil abgestorben ist.
Man rechnet bei den sehr frühen Sorten mit einer Wachstumszeit von 80 Tagen. Im
Idealfall können so die ersten Kartoffeln Anfang Juni reif sein.
Das heißt, man kann also bei den Frühkartoffeln sehr zeitig mit der Ernte
beginnen. Am Anfang so, wie man sie zum Verzehr gerade braucht. Und dann, wenn
das Kartoffelkraut abgestorben ist.
Die Knollen der mittelfrühen bis späten Sorten können ebenfalls geerntet werden,
wenn das Kraut noch grün ist. Das ist jedoch unrentabel, weil sie viel mehr
Ertrag bringen, wenn man sie bis zum Absterben des Krautes ausreifen lässt.
In einem kleinen Garten ist auf jeden Fall der Anbau früher Kartoffelsorten
vorteilhaft. Man hat bereits sehr schmackhafte Kartoffelknollen, wenn die
Ladenpreise im Sommer hoch sind. Im Herbst ist es dann rentabler, die Kartoffeln
beim Bauern vor Ort zu kaufen und einzukellern.
Wer keinen Keller hat, der kann die Kartoffeln auch draußen in einer Miete
lagern. Das geht, wenn es auch ungewöhnlich ist.
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