|
|
Bild: Kompostmiete mit Kürbis bepflanzt. Dahlien stehen als Sichtschutz neben
dem Kompost. |
Ich habe den Begriff der "Kompostwirtschaft für Selbstversorger"
aufgegriffen,
weil es heute ein geflügeltes Wort ist und wie eine neue Idee gehandelt wird -
doch für unsere Eltern und Großeltern war die Kompostwirtschaft das
Gewöhnlichste und Selbstverständlichste im eigenen Klein- oder Hausgarten. Doch
wie dem auch sei. Mehr Autonomie durch Selbstversorgung und die effektive
Nutzung organischer Abfälle ist eine gute Sache ...
weitere Nutzgarten-Tipps |
Was die meisten Gartenbesitzer von der
Kompostwirtschaft abhält,
das sind der vermeintlich hohe Arbeitsaufwand und die allgemein verbreitete
Meinung, dass ein Komposthaufen hässlich ist und stinkt. Wenn der Anblick
wirklich stört,
dann kann der Kompost mit einfachen Mitteln verdecken werden. Und Gerüche entstehen nur,
wenn die Miete schlecht durchlüftet ist.
Um schnell und geruchlos zu verrotten, braucht der Kompost Luft und
Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme und einen leicht beschatteten Platz im
Garten.
Kompostbox Marke Eigenbau aus
Rasenkanten-Betonstein und Edelstahlrahmen
Einen
Komposthaufen anzulegen ist eine Sache, die anfallende Erde dann auch zu nutzen die Andere. Man
sollte sich vorher klar sein, wozu man die Humuserde verwenden möchte. Unordnung in der
Kompostecke entsteht nur, wenn nicht jedes Jahr kontinuierlich alle entstandene
Erde verbraucht wird. |
|
|
Kompostplatz mit genügend Freiraum |
Nach meinen Erfahrungen ist ein Komposthaufen am leichtesten in Ordnung zu
halten und umzusetzen, wenn er so angelegt ist, dass man von allen Seiten
einen guten Zugang hat.
Hier in diesem Beispiel ist eine frisch aufgesetzte Kompostmiete (Bildmitte) zu sehen und im Vordergrund
ein Gitterkomposter in dem die laufenden Küchenabfälle landen. Hinter die Wassertonnen
werden dann die frischen Gartenabfälle (Unkraut, Gras, dünne Äste)
aufgeschichtet. |
Ich verwende für das Umsetzen des Komposts eine stabile vierzinkige Gabel
[Forke] mit langem Stiel. Die verrottete Erde lockere ich mit einer
"Ulmer Hacke" und werfe sie dann mit der Schaufel durch das Sieb. Dazu sollte
man feste Arbeitsschuhe anziehen und bei kühlem Wetter arbeiten. Diesen
Komposthaufen [Bild] schaffe ich mit der genannten Ausrüstung bequem an einem Nachmittag durchzuwerfen und
umzusetzen.
Kompostwirtschaft - wohin mit dem Kompost?
Gemüseanbau im Kleingewächshaus + Kompostbeet
und im kleinen Gemüsegarten
|
|
Kleingewächshaus mit Tomaten und Gurkenpflanzen |
Nur wenige Gemüsearten mögen frisch verrottete Komposterde [das mag an den
hohen Anteilen an Huminsäuren liegen] - im Wesentlichen sind das Kürbis,
Tomaten, Gurken, Kopfsalat, Pastinaken, Dill und einige Kohlarten.
Sinnvoll ist es, den Kompost zuerst in einem Kleingewächshaus zu nutzen. Das ist
eine gute Alternative für denjenigen, der keinen größeren Gemüsegarten
unterhalten möchte.
Gewächshaus bauen |
|
Kompostmiete mit Kürbisbepflanzung |
Der im Frühjahr umgesetzte Komposthaufen, bekommt zusätzlich ein dünne Abdeckung
mit durchgesiebter Komposterde und kann dann ab Mitte Mai mit vorgezogenen
Kürbispflanzen im Abstand von 80-90cm bepflanzt werden.
Übrigens: es gibt heute viele leckere Kürbissuppenrezepte, sodass es für selbst
gezogene Kürbisfrüchte auch eine sinnvolle Verwendung gibt, denn man sollte ja nur
Obst und Gemüse anbauen, was schmeckt und tatsächlich verbraucht wird. |
Wenn Speise-Kürbisse ordentlich ausgereift sind, dann können sie bis in den
Januar hinein an frostfreien Plätzen gelagert werden. Praktisch finde ich vor
allem die länglichen Spaghettikürbisse, weil sie sich gut stapeln lassen.
Es gibt da auch unterschiedlich große Sorten - besser sind die kleineren. Große
Kürbisfrüchte sind zwar sehr dekorativ, aber dann gibt es auch 14 Tage lang
Kürbissuppe zum Mittag oder Abendessen ...
|
Selbstversorgergarten am Haus |
Der
Selbstversorgergarten am Haus sollte zunächst sehr klein gehalten werden.
Ein
kleiner Gemüsegarten,
intensiv gepflegt, vermag oft mehr Erträge zu bringen als ein
großflächiger vernachlässigter Nutzgarten.
Vor allem kannst du das kleine Gemüsegärtchen mit eigener Komposterde düngen.
Dazu wird frisch durchgeworfene Komposterde verwendet und zusätzlich diejenige alte Erde, welche vom Gewächshaus her anfällt, wenn dort jährlich
der Boden ausgetauscht wird. |
Noch eine letzte Notiz: Vor über 200 Jahren haben die Shaker [USA] als
Kolonisten
ihre eigene, besondere Selbstversorger-Gartenform kreiert. Die Gärten der Shaker
sind schon in mehreren sehr erfolgreichen Werken der Gartenliteratur
thematisiert worden. Die Glaubensgemeinschaft der Shaker konzentrierte sich
nicht vorrangig auf Ästhetik sondern auf die Nützlichkeit ihrer Gärten. Durch
die gleiche Prioritätensetzung haben die Shaker mit ihrer berühmten
Möbelgestaltung auch großen Einfluss auf das moderne Wohnen ausgeübt.
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website.
Informieren Sie sich hier ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Impressum
weitere Infos, Apfelbaum
|
|
|
die schönsten Bilder als eCard versenden
|
Schnell-Tipp: Kompostwirtschaft
1. -> der Komposthaufen braucht Luft, Feuchtigkeit und Wärme
2. -> Komposterde nur dann herstellen, wenn sie auch jährlich verbraucht wird
Terra Preta - Schwarze Erde
- die alternative Düngung mit einem Gemisch aus Holzkohle und Kompost:

Das portugiesische "Terra preta" heißt übersetzt "schwarze Erde" und ist heute ein
Synonym für die sehr fruchtbaren, schwarzen Böden in Amazonien, welche in
der Umgebung vorgeschichtlicher Indianersiedlungen gefunden wurde. Dort machten
die amerikanischen Ureinwohner ihren Ackerboden fruchtbarer, indem sie ihm zermahlene Holzkohle beimengten.
Die Beimischung von Holzkohle in der Erde scheint die Depotwirkung für
bestimmte Nährstoffe zu fördern. Allerdings genügt es nicht, dem Boden einfach
nur die Holzkohle beizumengen. Die Kohle muss biologisch aktiv sein.
Holzkohle hat bekanntlich durch seine ihm verbliebene Zellstruktur eine
gigantische Zellwand-Oberfläche. Man sagt, dass ein Kubikzentimeter
Holzkohle im Inneren 400 m² Zelloberflächen aufweist. Auf dieser Fläche siedeln
sich mit der Zeit Mikroorganismen an, welche in der Folge Pflanzennährstoffe
durch ihren natürlichen Stoffwechsel produzieren und deponieren. Deshalb
empfehle ich, das Holzkohlepulver für ein bis zwei Monate in die
Komposterde zu mischen und danach dieses Gemisch auszubringen.
Momentan wird viel in diese Richtung und an
Naturdüngemitteln überhaupt experimentiert und geforscht - meist auch von
Privatpersonen und engagierten Gartenfreunden.

Im Bild oben ist eine Kompostfarm mit Terra-Preta-Erde.
Im Bild unten ein Test, der den positiven Einfluss von biologisch aktivierter
Pflanzenkohle im Vergleich zu handelsüblicher Holzkohle darstellt. Ich
werde hier auf jeden Fall am Ball bleiben und dich weiter informieren.
mehr Infos
|
|