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botanisch:
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Porenpilze
Lamellenpilze
Champignons
Leberpilz, Ochsenzunge
Leberpilz (essbar) Fistulina hepatica
Der Leberpilz, der durch seine Größe, Gestalt und Farbe leicht ins Auge
fällt, hat einen zungenförmigen, dickfleischigen Fruchtkörper, mitunter bildet
er auch unförmliche Klumpen. Am Ansatz ist er meist stielförmig
zusammengezogen; doch fehlt ein solcher Stiel nicht selten auch gänzlich.
Der
Pilz ist anfangs orangefarben, wird aber bald blutrot oder leuchtend rotbraun,
so dass er mit der Leber eines großen Säugetieres eine gewisse Ähnlichkeit
erhält. Sein zartes, so anfangs sehr wässriges Fleisch besteht aus roten
Längsfasern, was sich durch zerreißen des Fleisches leicht erkennen läst; es
ist reichlich mit rotem Saft erfüllt, der beim Anbrechen hervorquillt . Später
färbt sich der Hut dunkelbraun und wird im Alter grobfasrig, zäh und trocken.
Er erreicht eine Länge von 10 - 30 cm, bisweilen sogar über 90 cm und wird 2 -
7 cm, selten bis 10 cm dick.
Das
Gewicht des Leberpilzes beträgt 1 - 8, in
Fällen reichlicher Ernährung sogar über 20 Pfund. Die Oberfläche des Hutes ist
bei feuchtem Wetter dick schleimig, bei trockenem etwas klebrig, schwach
büschlig behaart oder körnig rau. Die Fruchtschicht auf der Unterseite besteht
aus kurzen 1/2 - 1 cm langen Röhrchen, die miteinander kaum verwachsen sind;
mit dem Hutfleische sind sie hingegen derart fest verbunden, dass sie sich sich
kaum von ihm trennen lassen. Sie haben anfangs weißliche oder gelbliche, bei
Druck und nach völliger Entwicklung rotbraune Öffnungen, die zuweilen rot,
säuerlich schmeckende Tropfen absondern.
In der Jugend sehen die Röhrchen wie
winzige Zäpfchen aus; sie entwickeln sich allmählich zu geschlossenen Röhren,
die sich bei der Reife öffnen und das braune Sporenpulver ausstreuen. Der
derbe Stiel ist 3 - 6 cm lang, ebenso dick, und dunkel oder ockerfarben
punktiert. Der Geruch ist angenehm, fast obstartig, der Geschmack säuerlich.
Der Leberpilz erscheint von August bis Oktober hauptsächlich an Eichenstümpfen
und an gefällten, im Walde lagernden Eichenstämmen. Selten kommt er an Linden
oder an Laubhölzern vor. Er wächst meist einzeln und ist nicht gerade häufig
zu finden. Jüngere Leberpilze sind sehr wohlschmeckend, ältere, zäher
gewordene, können immerhin noch zur Herstellung von Pilzwürze verwendet
werden.
Quelle: Pilze der Heimat II von E.
Gramberg
leberpilz, pilzbestimmung, pilze, waldpilze, bestimmung Impressum |
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Pilze:
Sammel-Anfänger
online Pilzbuch
für Anfänger
Anfänger sollten sich bei der Pilzbestimmung und beim Sammeln der Pilze zuerst
auf ganz wenige Pilze beschränken und dann langsam Stück für Stück eine neue
Pilzart in ihr Repertoire aufnehmen.
die wichtigsten Speisepilze
Wer am Anfang nur wenige Pilze findet, der tut sein Pilzgericht halt mit
gekauften Pilzen aufstocken, das ist immer noch besser, als einen Giftpilz zu
erwischen.
Kaufe dir ein Pilzbuch in Taschenformat, welches du bei Wanderungen im Wald
immer dabei hast und versuche die Pilze am Wegesrand mit dem Pilzbuch zu
bestimmen, die du findest - essbare, wie ungenießbare.
So lernst du dein Auge zu schulen und auf Details der Pilze zu achten, ob es
etwa Röhren- oder Blätterpilze sind, wie die Krempe beschaffen ist, oder
wie ein Pilz im Jugend- oder Altersstadium aussieht.

Ich denke, du solltest vor allem zuerst die sehr giftigen Pilze kennen,
wenigstens aus dem Pilzbuch und wissen, wie sie genau zu bestimmen sind.
Giftpilze
Beispiel: um einen Grünblättrigen Schwefelkopf [giftig] genau von einem
Rauchblättrigen Schwefelkopf [essbar] oder Stockschwämmchen [essbar] zu
unterscheiden, koste ich vorsichtig die zuletzt genannte Arten kurz vor Ort -
sollte sie wirklich mal bitter schmecken, dann wäre es die giftige Art. Nach
meinem Wissensstand gibt es bei diesen
stockschwammartigen Baumpilzen
nur diesen einen giftigen, bitteren Schwefelkopf.

Wenn du also über die Giftpilze genauer Bescheid weißt, dann lerne die
schmackhaften Pilzarten kennen und sammle davon wie schon gesagt erst die
Pilzarten, bei denen du ganz sicher bist.
Mit de Zeit kannst du dann immer mal wieder neue Speisepilze in dein Repertoire
aufnehmen, wobei ich eben mit bedacht von "schmackhaften Pilzen" schrieb und
damit schmackhafte, essbare Pilze meinte. Ich habe mit schon bei so manchem
Experiment mit angeblich gut schmeckenden Pilzen [etwa viele Täublinge] eine
ganze Pilzmahlzeit geschmacklich verdorben.
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